Permanent-Marker auf Kunststoffflaschen

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Marc Baumann

Marc Baumann

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17.11.2000
29227
Hallo,

kein neues Thema, allerdings auch noch keine befriedigende Antwort:

Gehen Inhaltsstoffe von Permanent-Markern beim Beschriften durch die Wandungen von Infusionsflaschen und Bestecken aus Kunststoff in die Lösung über?

Hat jemand eine verlässliche Quelle für eine Antwort?
Immer wieder heißt es, bei bestimmten Produkten bestimmter Firmen kann es passieren, bei anderen nicht. Meist erfolgt die Nennung später irgendwann in umgekehrter Weise auf Station zurück.

Es ist bequem, Flaschen und Systeme einfach so zu kennzeichnen. Wie wird das in anderen Häusern gemacht, gelöst? Gibt es woanders dahingehend überhaupt ein Problembewusstsein?

Danke,

Marc
 
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Neurologie
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2006/07 Konfiguration Philips PDMS auf einer Stroke Unit
AndreasRum

AndreasRum

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Hamburg
Hi Marc,

Es ist bequem, Flaschen und Systeme einfach so zu kennzeichnen. Wie wird das in anderen Häusern gemacht, gelöst? Gibt es woanders dahingehend überhaupt ein Problembewusstsein?
wir hatten bei uns am Krankenhaus mal die Absprache, grundsätzlich nur Sticker mit Kugelschreiber beschriftet auf Infusionsflaschen und -systeme zu beppen. Es landete dann aber auch schonmal Kugelschreiber direkt auf Flasche. Wenigstens kein Marker. ;-)

Grüsse,
Andreas
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
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Ambulanter Pflegedienst
M

Markus Schmidt

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31.01.2001
50679
Hallo

Ich muss ja gestehen, ich bzw. wir haben uns darüber noch nie Gedanken gemacht.
Aber: I. d.R. verwenden wir Aufkleber, "blanko" oder schon bedruckt. Diese Vordrucke stellen wir am PC selber her, für unsere Standartmedikamente und Zusätze.

Grüsse aus Köln

Markus
 
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operative Intensivpflege
Marc Baumann

Marc Baumann

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17.11.2000
29227
Hi Andreas,

beruht dieses Vorgehen denn auf verläßlichen Informationen oder wird es gemacht, weil man eigentlich nicht genau weiß und bevor man etwas Falsches macht, macht man es lieber ganz anders?

Hi Markus,

diese Aufkleber gibt es auch, jedoch finde ich es immer einfacher, schnell zu notieren als erst zu notieren und dann zu kleben. Ist vielleicht aber auch ein Spleen von mir.

Gruß,

Marc
 
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Neurologie
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AndreasRum

AndreasRum

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Hamburg
Hallo Marc,
beruht dieses Vorgehen denn auf verläßlichen Informationen oder wird es gemacht, weil man eigentlich nicht genau weiß und bevor man etwas Falsches macht, macht man es lieber ganz anders?
Es gab damals eine Dienstanweisung (PDL oder Stationsleitung ist mir entfallen). Ob die allerdings zur Grundlage verlässliche Informationen hatte, kann ich nicht sagen. Es ging um Plastik-NaCl-Flaschen, Mix-Beutel und Perfusorspritzen, soweit ich weiss.

Schöne Grüsse aus Hamburg,
Andreas
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
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Ambulanter Pflegedienst
Marc Baumann

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17.11.2000
29227
Hallo,

heute erhielt ich folgende Antwort auf meine Anfrage bei der Firma edding:

"Normalerweise ist davon auszugehen, dass bei der Beschriftung von Folien
bzw. Kunststoffbeuteln keine Bestandteile der Tinte unserer Permanent Marker
(z.B. des e-3000) durch die Folie hindurchdiffundieren. Das Lösungsmittel
der Tinte (Methoxypropanol) verdunstet relativ schnell und danach ist keine
Reaktion mehr zu befürchten. Allerdings gibt es hierüber keine Studien bzw.
Prüfungsergebnisse, da aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Oberflächen
und Materialien keine allgemeingültige Aussage getroffen werden kann.
Deshalb können wir hierfür auch keine Garantie übernehmen.

In solchen Fällen können wir Ihnen unseren edding 30 anbieten. Er enthält
eine pigmentierte, permanente Tusche auf Wasserbasis und ist vom TÜV
Rheinland in Kombination mit einem Blutbeutel, dem Polyethylenbehälter
Ecoflac plus (Gebindegröße 500 ml) exemplarisch dahingehend untersucht
worden, ob die Tinte des Fasermalers ins Innere der Flasche dringt. Die
mögliche Penetration der Tinte wurde anhand von zwei Komponenten Farbstoff
und Lösemittel getestet. Die Untersuchungen ergaben, dass die Tinte des
edding 30 Pigment Markers nicht in der wässrigen Phase innerhalb der
Bestimmungsgrenzen und damit keine Durchdringung durch die Behälterwand
nachgewiesen werden konnte. Der TÜV-Bericht hierüber liegt uns vor und kann
Ihnen bei Bedarf zugeschickt werden."

Ein Dank an Herrn Meier der Firma edding für prompte Beantwortung (per e-mail am 06.08.2004).

Es scheint zumindest möglich, dass es ein Problem im sorglosen Umgang mit Permanent-Markern geben könnte - und sie weist auf eine mögliche Lösung hin. Ich werde es in meinem Haus ansprechen.

Gruß,
Marc
 
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05.07.2001
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