Intensiv Perfursorenspritzen Anordnung (Risk Managment)

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xray3279

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Hallo erst einmal,

ich stecke gerade in der Weiterbildung und möchte meine Facharbeit über die Anordnung der Perfursoren schreiben. Auf den verschiedenen Intensivstationen wird das unterschiedlich gehandhabt. Ich persönlich kenne das, dass eine Katecholaminspritze immer am gleichen Ort bzw. Pumpe hängen sollte. Damit man im Notfall nicht lange suchen muss bzw. auch Nachts immer zum gleichen Ort hinlangt. Besonders den neuen Kollegen gibt es eine Sicherheit. In der Anästhesie sind die Medis, auf dem Tablett ja auch immer am gleichen Ort.
Ich persönlich finde z.B. am linken Perfursorenbaum die "wichtigen" Spritzen wichtig z.B. von oben nach unten, Katecholamine, Antiarrthymika, Sedierung, Analgetika. Und am rechten Baum Kalium, Insulin Heparin u.s.w.
Dabei ist der Anschluß am ZVK genauso wichtig. Distaler (brauner) Schenkel ZVD, und der nächste Mediale Schenkel die Katecholamin.

Wir handhabt ihr das bei euch? Ist das egal wo ihr was hinhängt ober habt ihr auch Standards. Weis einer dazu ein Link ob darüber eine Studie gelaufen ist?

Gruß
 
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Fachkrankenpfleger I&A
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josi83

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AW: Perfursorenspritzen Anorden (Risk Managment)

Ich kann dir auf deine Fragen zwar nicht antworten, aber wenn du Studien suchst, sind folgende Datenbanken z.B. geeignet:
PubMed/ MedLine
Cinhal
 
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Qualitätsmanagement
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Iglheaz

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AW: Perfursorenspritzen Anorden (Risk Managment)

Bei uns gibts da keinen Standard für, aber ich ordne sie selbst immer ähnlich an wie du. Auf diese Weise muss man weniger suchen da alles Ähnliche beieinander ist. Ich merk mir das mal, und werds im nächsten Treffen unsrer Standartgruppe mit ansprechen. Diese DIVI ISO Norm werd ich dann auch gleich mitnehmen
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
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Interdisziplinäre Intensivstation mit NCH Schwerpunkt
neuro77

neuro77

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AW: Perfursorenspritzen Anorden (Risk Managment)

Gibt bei uns keine offizielle Regelung, meistens Sedierung -> Katecholamine -> E-Lyte also Kalium und so und dann der Rest. Du schreibst Katecholamine an den nächsten medialen ZVK-Schenkel, kenn ich so nicht, bei uns heisst es Katecholamine immer so proximal wie möglich, da sonst wenn auf Medial Arterenol läuft ein Bolus gegeben wird, wenn die Sedierung danach erst kommt, und so beschrieben käme die Sedierung ja proximal oder auf medial 2/3 oder so ähnlich??!!
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A/I
Fachgebiet
Intensivstation
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xray3279

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AW: Perfursorenspritzen Anorden (Risk Managment)

Hallo,

meine Begründung warum ich immer das Katecholamin nach distal schließe ist, das in der Hoffnung das wenn der ZVK ein bisschen raus rutscht (Verwandswechsel, schlechte Naht, Mobilisation) das der Katecholaminschenkel immer noch im Gefäßsystem drin ist.
Wegen der Bolusgabe glaube ich nicht das das eine Auswirkung auf den Patienten hat. Einmal weil es in der V. cava superior ein großes HZW ist + Verwirbelungen. Und dann sollte sich man auch die Gedanken machen wie hoch die Dosierung eigentlich ist. Also wir haben für Supra und Noradrenalin eine Standarddosierung von 100µg/ml. Ich würde mal so aus dem Bauch sagen, wenn es bei auf 20ml/h der Perfursor läuft ist es schon hoch. Bei 20ml/h bekommt also der Patient eine Dosierung von 0,555µg/s! Und wenn Du dann noch einen Bolus gibst, ist das glaube ich ziemlich egal! Mal abgesehen das ich das noch nie so erlebt habe (RR Anstieg bei Erwachsene)
Die nächste Frage die ich mich dann stelle ist ja auch, wie schnell wird das Katecholamin vom Körper aufgenommen? Also was ist wenn Du es proximal applizierst und es fließt also distal weiter und kommt an das "nächste" Loch vorbei wo Du gerade einen Bolus gibst. Verstehste was ich meine?

So long Martin
 
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pericardinchen

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AW: Perfursorenspritzen Anorden (Risk Managment)

Katecholamine gehören eigendlich an den distalen Schenkel und falls die ZVD- Messung für die Ärzte wichtig sein sollte, dann gehören Katecholamine an den medialen Schenkel. Nur bei Stabilisierung des Patienten und wenn dann z.B. gerade ein Systemwechsel ansteht kann man einen freien Schenkel benutzen z.B der ehemalige Analgosedierungsschenkel und die Katecholamine darüber laufen lassen. Dies setzt allerdings immer vorraus, dass die Laufrate schon tendeziell reduziert werden kann.
Übrigens gibt es auch Katecholamine die nicht miteinander kompatibel sind.

Katecholamine gehören in einen Perfusor auf Herzhöhe und zwar nah am Patienten . Auch sollten die Leitungen nicht durchhängen. Auch eine 3 m Leitung sollte eher nur bei einem ZVK der in der V. jugularis interna links oder v. subclavia links liegt. Je nach System (z.B. Kreuzerampel) braucht man keine 3 m Leitungen. Sie komplizieren für Newbies die Sache nur, weil sie ein unglaubliches Kabelgewirr fabrizieren, schlecht zu trennen sind und einfach manche Kollegen/innen eh nicht darauf achten, weil es einfach zu anstrengend ist. Dann stelle man sich vor der Newbie übernimmt diesen Patienten und soll mal schnell etwas umswitchen. Derjenige wird damit überfordert und es wird demjenigen auch unnötig Angst eingeflößt. Daher finde ich die langen Leitungen nicht immer sinnvoll.

Das ist allerdings meine persönliche Meinung nach sehr viel Erfahrung in vielen Intensiveinheiten von klein bis sehr groß.

Zur Beschriftung:

Es gibt genormte Perfusorspritzenaufkleber. Die Farbe für Midazolam ist dann orange, für Noradrenalin rosa und für Sufentanil hellblau u.sw.

@martin:
Grundsätzlich eine gute Überlegung Deinerseits. Allerdings frage ich mich jetzt, wieso Du Patienten mit laufenden Katecholaminen mobilisierst? Das ist eher kontraproduktiv. Es kommt allerdings darauf an, ob nun eine Babydosierung mit 1 mg /50 ml auf z.B. 2-5 ml/h läuft. Dann lasse ich mir das tatsächlich noch gefallen. Allerdings ist dann auch egal, ob nun ein distaler, ein medialer oder proximaler Schenkel genutzt wird oder eben eine simple Viggo.
Bei Dislozierung des ZVK ohne Annaht würde ich (wenn gerade kein Arzt verfügbar ist), den ZVK ordentlich zügeln. Es kommt allerdings darauf an, wie arg er disloziert ist. Dann werde ich wohl immer den Arzt bitten je na Status des Patienten einen neuen ZVK zu legen oder ihn ziehen zu dürfen.

Ganz simple.
 
Qualifikation
FKS Anästhesie - und Intensivpflege
Fachgebiet
Anästhesie, Intensiv
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