PDL und Email

S

Suseline

Hallo!
In den meisten Heimen dürfte inzwischen die Kommunikation via Email so gut wie normal geworden sein.
Nun wollte ich PDL`s hier mal fragen, wie sie den Umgang mit dem Medium Email pflegen. Das heisst, wenn ihr Emails bekommt, beantwortet ihr die auf alle Fälle,habt ihr eine automatische Beanwortung, bzw. dass der Absender eine Bestätigungsmail erhält, sortiert ihr aus in wichtig oder unwichtig - also, ist es für euch ein Kommunikationsmittel wie Briefpost und/oder Telefon?

Ich würde das gerne wissen, weil ich bereits verschiedentlich Mails an meine PDL geschickt habe. Dabei war auch eine Ergebnismitteilung über einen mündlich erteilten Arbeitsauftrag. Ich habe keine Antwort erhalten.

Gestern habe ich sie gefragt, ob sie meine Mails nicht erhalten hat. Sie sagte mir, dass sie die Mails gelesen hätte, aber keine Zeit habe, alle Mails persönlich zu beantworten oder eine Bestätigung zu schicken.

Das fand ich jetzt allerdings etwas befremdlich.
Natürlich hat sie viel zu tun. Aber es handelt sich dabei um ihre dienstliche Emailanschrift und wir arbeiten mit dem PC.
Ich habe mir meine Kopien aufgehoben, es ist jetzt auch nichts schlimmes entstanden, aber wofür benötigt eine Vorgesetzte eine Mailadresse, wenn sie dieses Kommunikationsmedium nicht benutzt?

Oder reagiere ich über?
 
L

Lisy

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Hallo Suseline,
ich reagiere ebenfalls nicht auf mails von Mitarbeitern.
Wir sind ein Team! Und da erwarte ich schon so viel Respekt, das die Mitarbeiter zum Telefon greifen oder anrufen.
Ich reagiere übrigens auch nicht auf sms.
Im Gegenzug schicke ich keine mails oder sms an meine Mitarbeiter, denn auch die Mitarbeiter haben meinen Respekt.
Im Übrigen wird man mit mails oft regelrecht "bomardiert". Ich hab täglich bis zu 50 mails im Fach.
Die MA wissen das und wir kommen noch gut mit den "alten" Komunikationmitteln zurecht.
Gruß Lisy
 
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S

Suseline

Hi Lisy,
das wundert mich aber trotzdem.
Wozu hat man dann eine Emailadresse? Dann wäre es nicht schlecht, wenn man das als MA auch weiss. Gut, bei euch weiss man das.
Ich finde auch nicht, dass es etwas mit Respekt zu tun hat, wenn ich meiner Vorgesetzten eine Mail schreibe. Ich nenne das Information. Sie ist ständig unterwegs und man kann sie zwar über Zentrale anpiepsen lassen, aber dann ist sie sauer, weil sie doch nie Zeit hat und reagiert pampig. Und das stinkt mir dann aber auch. Das klingt ja grade so, als ob eine Email eine Belästigung wäre.
Reagierst du auf die anderen Mails auch nicht?
Mit unserer Geschäftsleitung z.B. maile ich seit Jahren. Das hat sich so eingebürgert weil ich nur nachts arbeite und wenn ich telefonierfähig bin, ist die Dame bereits auf dem Nachhauseweg und es hat sich bewährt.
Ich maile hier und da mit der Heimleitung oder unserer Qualitätsbeauftragten, die auch gleichzeitig in der MAV ist.
Ich würde es gerne verstehen Lisy, erkläre mir das doch mal, was es mit dem Respekt auf sich hat. Da bin ich gespannt.
Grüssle
S.
 
Paddelinchen

Paddelinchen

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Wir bekommen immer ein Feedback sogar von der Chefärztin bzw ihrer Sekräterin.
Wirklich wichtiges und eiliges wird via Telefon erledigt.
 
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Lisy

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Hallo Suseline,
eine mail ist für mich was, ich nenns mal anonyme Geschichte.
Ich maile weder mit Freunden, noch mit Menschen, die ich mag.
Klar, ich bekomme mails und ich reagiere auf mails, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Auf der anderen Seite bin ich für alle Kollegen immer da und ich bin nur sehr selten genervt von Telefonaten.
Vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Medium?
Ich lebe in der festen Vorstellung, wenn ich meinem Gegenüber was Wert bin, dann treffen wir uns oder telefonieren.
Denn nur dann habe ich die Möglichkeit, die Nuancen zu erspüren.
Komunikation via PC hat viele Tücken, das Erleben wir hier im board fast täglich.
Und Abschliesend, wenn meine Kollegen mich so meiden, sprich ich Ihnen so wenig wert bin, das Sie nicht persönlich mit mir in Kontakt treten wollen, dann läuft was total schief.
Dann ist eigentlich eine Trennung vor programiert, oder alle MA und Kunden "leiden".
Grüßle
Lisy
 
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S

Suseline

Ja Lisy, ich denke du hast das ganz treffend beschrieben. Schon nachdem ich meine Antwort abgeschickt habe, ging mir ähnliches durch den Kopf und bei dir speziell verstehe ich es jetzt vermutlich so, wie du es meinst.
Bei mir ist es so, dass dieses Medium es mir auf eine Weise ermöglicht mit meinen Vorgesetzten zu "sprechen", wie ich es persönlich nicht so gut könnte. Es ermöglicht mir in bestimmten Situationen meine Meinung darzulegen, ohne die Nerven zu verlieren oder einfach mal auszurasten. Worte sind schnell gesagt, hier am PC kann ich zurücksetzen und von vorne beginnen. Bei meinen Vorgesetzten hat es noch den Vorteil, dass ich quasi Beweise habe wenn es um strittige Dinge geht. Von wegen "hab ich nie so gesagt!".
Schon so manches Mal konnte ich mit gespeicherten Mails punkten.
Mails gelten inzwischen in vielen Bereichen so wie ein geschriebener Brief mit Marke und Umschlag.
Bei unserem Intranet (Mailsystem innerhalb der Firma) hat jeder MA ein Postfach. Darüber bekommen wir inzwischen die Arbeitsaufträge der PDL und Rundschreiben oder allgemeine Informationen.
Wenn wir auf ihre Arbeitsaufträge nicht mit einer Rückmeldung reagieren, drohen uns Er- und Abmahnungen.
Und meine PDL sagt mir, dass sie keine Mails beantworten möchte?
Ne, das versteh ich wirklich nicht.
Ich dachte mir schon mal, ob sie einfach nicht mit dem Programm umgehen kann und dies aus Unsicherheit geschieht, damit könnte ich besser leben, als mit der Ignoranz.

Vielleicht ist dies mal wieder eine Sache, wo ich einfach unnötige Energie verpulvere. Aber ich habe einen soooooooooooooooooooooo dicken Hals.

Trotzdem lieben Gruss
Susi
 
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Huibu77

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Hallo Ihr!
Habe gerade dehr interessiert Eueren Austausch gelesen...
Also für mich hat gerade die Mail mit Respekt zu tun. Ich weiß, dass viele Leute noch gerne zum Telefon greifen (vielleicht aus den Gründen, die ihr benannt habt), aber häufig ist es doch so, dass die Ansprechpartner gerade mit Sitzungen, Gesprächen, komplexen-komplizierten Planungen o.ä. beschäftigt sind, aus denen ich diejenigen dann rausziehe... (PDL, Geschäftsführung, höheres Management).
Bei Ärzten gilt dies natürlich für den Patientenkontakt, Visiten, Arztbriefschreibung u.ä.
Bei Mails können Ansprechpartner selber entscheiden, wann diese Zeit haben um eine Antwort zu geben. Allerdings erwarte ich definitiv eine (zeitnahe)Antwort. Und das finde ich nicht zuviel verlangt, denn gerade unter Kollegen kann diese auch kurz und knapp sein.

Liebe Grüße
Huibu
 
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Evita

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Hallo zusammen,

bei uns ist es so, dass die PDL zwar täglich auf Station vorbei schaut, aber eben meist nur kurz, und dann die wichtigsten Dinge mit der Leitung bespricht. Wenn man im Bereich arbeitet, verpasst man die PDL da schon mal. Zu mailen ist da ein guter Weg, um mit ihr in Kontakt zu treten, außerdem nimmt sie diesen Weg auch selbst. Wenn sie was mitzuteilen hat, kann das schon auch mal per Mail sein. Allerdings muß ich dazusagen, das sie jederzeit auch persönlich zu sprechen ist. Ich finde eine ausgewogene Mischung zwischen persönlichem Gespräch und E-Mail sinnvoll. Außerdem ist ja auch immer der Grund der Kommunikation entscheidend.

Liebe Grüße,
Evita
 
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rueporade

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Hallo,
ich denke die wichtigsten Kriterien sind schon genannt.
Die e-mail ist ein Kommunikationsmittel und nicht das Kommunikationsmittel.
Das persönliche Gespräch sollte immer Priorität haben. Von daher bin ich sehr nah an Lisy`s Auffassung.
Das mit dem Respekt kann ich gut nachvollziehen, insbesondere wenn er fehlt.
Ich habe es erlebt, daß ein Vorgesetzter, der nur durch ein Zimmer von mir getrennt arbeitet mir mal eben rüberruft: " Ich habe dir eine mail geschrieben."
Das ist für mich eine Störung in der Kommunikation.
Grüße
rueporade
 
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MrsSpock

eine mail zu schreiben stört meines erachtens nach den ablauf weniger, als zu telefonieren. hier wird also respektiert, daß der andere erst dann reagiert, wenn er wirklich zeit hat.
mail ist also für nicht so dringende sachen, telefon für dringende, wobei man manchmal schriftlich etwas nachreichen sollte, um sich abzusichern. insofern empfinde ich persönlich eine mail als respektvoller. und vor allem kann nichts "vergessen" werden...
von büro zu büro eine mail zu schreiben ist für mich aus demselben grund ebenfalls respektierlich.
 
P

Paddy

Hallo Suseline,

nur so als Anmerkung. Wenn Du eine E_mail verschickst, ist davon auszugehen, dass der Empfänger sie bekommen hat, auch ohne Antwort. Schickst Du so z.B. Termine und der Empfänger versäumt diesen, weil er die Mail nicht gelesen hat, so ist das sein verschulden. Eine E-Mail ist im Prinzip so zu behandeln, wie ein Einschreiben.

LG Paddy
 
L

Lisy

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Hallo Paddy,
woher nimmst du die Info, das eine mail einen Einschreibebrief gleich kommt?
Die meisten meiner mails landen im spamfilter und ich bekomm die überhaupt nicht zu Gesicht.
Ich schau die mir auch nicht an, es könnt ja ein Virus sein.
Nö Leute, für mich steht fest, die guten alten Komunikationsmittel sind mir bei MA lieber.
@Mrs. Spock
Es geht nicht um mails von Büro zu Büro,
sondern um mails vom MA in Richtung PDL
Lisy
 
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MrsSpock

@ lisy: ich bezog mich hierbei um die äußerung von rueporade.

und für ich steht fest: wer nur das telefon als kommunikationsmittel gelten läßt, der mag nur nichts schriftliches... ;)
 
L

Lisy

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Hallo Mrs. Spock,
falsch, ich mach gerne viel schriftlich, nur nicht viva mail, weil das kommt nicht immer an.
Sehr wichtige Dinge mach ich oft dreifach, ich schreibe es ins Übergabebuch, ruf die MA an und frag bei Bedarf telefonisch nach, ob die Info angekommen ist.
Mag ziemlich alterstümlich sein, erfüllt aber zu aller Zufriedenheit seinen Zweck.
Unsere Zweigstellenbüros "unterhalten" sich aber durchaus manchmal über mails.
Lisy
 
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Altenpflegerin
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Paddy

Hallo Paddy,
woher nimmst du die Info, das eine mail einen Einschreibebrief gleich kommt?
Die meisten meiner mails landen im spamfilter und ich bekomm die überhaupt nicht zu Gesicht.
Ich schau die mir auch nicht an, es könnt ja ein Virus sein.
Nö Leute, für mich steht fest, die guten alten Komunikationsmittel sind mir bei MA lieber.
@Mrs. Spock
Es geht nicht um mails von Büro zu Büro,
sondern um mails vom MA in Richtung PDL
Lisy
Diese "Info" steht im Post und Kommunikationsgesetz (Grundgesetz)
 
L

Lisy

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Hallo Paddy,
dann sei doch so gut und nenn mir den § und wo das genau stehen soll.
Ich kann nichts finden.
Gruß Lisy
 
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wusselinchen

wusselinchen

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hallo lisy,

ich arbeite in einer größeren einrichtung als dauernachtwache.

unsere pdl (die ich sehr gut kenne aus meiner zeit als sl) hat eine sekretärin die sämtliche anrufe entgegen nimmt.

ich finde es schon auch sehr schade dass ich sie meistens nicht persönlich sprechen kann. deshalb schreibe ich schon auch mal eine mail an sie wenn es sein muss.

freue mich allerdings auch sehr wenn ich sie mal morgens in aller frühe treffe und mit ihr reden kann.

ich denke es kommt auch auf die einrichtung an in der man arbeitet. grundsätzlich bin ich aber auch deiner meinung. das persönliche gespräch ist allemal besser. es ist ja auch mitunter schwierig die schwingungen und emotionen in den buchstaben zu erkennen.

gruß elfie
 
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Huibu77

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Hallo zusammen.

Habe ja schon einmal zu dem Thema meine Meinung kundgetan, und trotz aller Diskussion hat sich diese nicht geändert.

Wenn ich so lese, dass es heutzutage immer noch so läuft etwas drei mal zu machen, statt einmal ne mail zu nutzen muss ich darüber fast lachen! Und da reden alle von Ressourcen- und Prozessoptimierung...
Zeiten ändern sich nun mal und da muss jeder mit Leben. In allen Bereichen. Auf Mails mit einer Verweigerungshaltung zu reagieren grenzt für mich an Ignoranz!

Gruß Huibu
 
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Lika*

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wenn ich mal blöd frag und innerlich kicher,

hättet Ihr früher der PDL (zur "Postkutschenzeit" Achtung Scherz) einen Brief geschrieben, in den Umschlag gesteckt, frankiert und zum Briefkasten befördert?

Warum macht Ihr das dann heute?
Die arme PDL, ahja, die gab es früher auch noch nicht, das war es die Stations- oder Heimleitung. Ein langes Wort.

Grüsse,
Lika*
 
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wusselinchen

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hallo lika,

früher hab ich einen boten geschickt der die nachricht mündlich singend überbrachte. so eine art minnesänger *lol*.

aber nein, jetzt mal im ernst. was hast du denn gegen eine mail. einen kommentar zu "früher war es so" erspar ich mir an dieser stelle.
ausser diese bemerkung: "früher" hatte eine pdl oder oberin eine andere stellenbeschreibung. deren aufgabenbereich ist inzwischen immens gewachsen. zumindest in den uniklinika.
oft ist die pdl auf sitzungen und nicht erreichbar. warum dann nicht eine mail? sie kann es dann lesen wenn sie zeit hat, ich störe sie nicht und habe es aber für mich erledigt.

ach ja, früher war die stationsleitung auch schon stationsleitung. und die pdl war die oberin.

das musste jetzt mal sein. nicht sauer werden.

gruß

elfie
 
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