PDL- Sorgen-"Neue Stelle"

Stromberg

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Hallo zusammen !

Ich bin seit einiger Zeit PDL im ambulanten Pflegdienst und habe vor gut 4 Wochen die Stelle gewechslt.

Die Mitarbeiter dort sind durch die vorherige PDL "Traumatisiert" in sofern, das die PDL den Mitarbeitern viele Versprechungen gemacht hat bei der Einstellung und nicht gehalten hat.

Nun bin ich dort angefangen und habe jetzt den reinsten Zickenterror, weil jede die bessere und das meiste Fachwissen hat.

Diese Thema "PDL-Sorgen-Neue Stelle" soll zum erfahrungsaustasch dienen und somit allen, die in dieser Situation sind durch die verschiedenen Erfahrungen Helfen.
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
ambulante Pflege
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melame0108

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Hallo Stormberg!
Ich bin seit April in der Situation, dass ich an meine alte Wirkungsstätte als Krankenschwester in neuer Funktion als PDL zurückgekehrt bin!
Es ist in der ersten Zeit der Teambildung für alle schwierig!
Ich denke das wir als Vorgesetzte uns nicht so bemitleiden sollten. Wir sind nicht da um von allen lieb gehabt zu werden. Mann kann es grundsätzlich nicht allen Recht machen. Die Mitarbeiter müssen sich an neue Vorgesetzte gewöhnen und ihn fachlich respektieren lernen. Umgekehrt ist es natürlich genauso

Ich finde es sehr langweilig sich auf Fehlern der Vorgänger aus zuruhen. Ich habe mir ein Ziel gesetzt. Ich will vor allem die Fachlichkeit und den Umgang verbessern.
Das geht nur, wenn man eine genaue Struktur vorgibt und die Belegschaft überzeugen kann.
Das mache ich aber niemals indem ich meine Vorgängerin schlecht mache.das ist mir zu einfach!
Schönen Gruss Melanie
 
Qualifikation
PDL/Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
Stromberg

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Hallo Melanie,
danke für deine Antwort.

Ich gebe dir vollkommen recht. Was vorgänger mal gemacht haben das Interessiert auch nicht und ich habe auch schon bei den Mitarbeitern gemerkt, das sie mich immer mehr als neuen Vorgesätzten Akzeptieren.

Aber jeder neu Anfang ist schwer , wenn man als neue PDL in ein bestehendes Team kommt , wo es einmal schwer war.

Ich kann mir nur vorstellen wenn ein Teammitglied plötzlich PDL ist es auch nicht einfach ! Oder??

Gruß

Stromberg
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
ambulante Pflege
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weissewoelfin

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Hallo,

meine größte Sorge bei meiner ersten PDL Stelle ist es, das ich meinen Erwartungen nicht gerecht werde. Nicht das ich wirklich wüßte was auf mich zukommt. Außer das das Team eine neue PDL braucht und besser als "Team" zusammenarbeiten möchte.

Ich hatte noch nicht wirklich eine Leitungsfunktion. Nur 6 Monate als stellv. WBL und das hat super viel spaß gemacht, auch wenn es viele Nerven gekostet hat.

Ich wünsche mir einfach meine Arbeit weiterhin gut zu machen. Ich mache die Weiterbildung um zu wissen, ob ich mir das vorstellen könnte als PDL zu arbeiten. und ich muss sagen, trotz der vielen Sachen die ich lernen muss macht es viel spaß und ja, ich kann es mir vorstellen. Aber muffe hab ich trotzdem.

lieben Gruß
weissewoelfin
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ich bin nicht schlecht, ich bin nur so gezeichnet
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin, Praxisanleitung, PDL
Fachgebiet
Stationär, Psychatrie
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Cenny

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Ich denke du musst den MA ein wenig Zeit lassen, sie versuchen ihre Grenzen auszutesten und dich vielleicht auch das eine oder andere Mal zu provozieren. Stecke Ziele, die du zusammen mit ihnen erreichen willst und dann immer nach vorne sehen.

Ich werde auch Mitte Februar in ein bestehendes Team gehen, ich weiß das dort hohe Erwartungen an mich gestellt werden, und ich versuche sie zu erfüllen, es wird nicht einfach, manchmal steht man ganz alleine da, aber das haben wir uns so ausgesucht.
 
Qualifikation
AP/PDL/QB/HL
Fachgebiet
stationär
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stupanka

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Hallo
Ich denke es ist wichtig die Erwartungshaltung des Teams zu kennen und ggf.das Team auf den Boden der Tatsachen hinunterzuholen.
Es gibt bei neuer Leitung oftmals viel Veränderung die den Teams nicht immer schmeckt.Dennoch gibt es aus meienr Sicht Dinge die nicht diskutiert werden können.
Das wichtigste was alle brauchen ist Zeit,mit dem Holzhammer reinzugehen und sofort alles umzuschmeissen wäre unklug.
Risiken abschätzen,Prioritäten festlegen und Schritt für Schritt ändern,denn niemand kann erwarten,dass jemand der neu ist innerhalb von 3 Monaten alles super im Griff hat.
Erfahrungsgemäss braucht es aus meiner Sicht ca.2 Jahre bis dass sich Dinge
ändern und ggf.festigen können,auch die neue PDL braucht Zeit Strukturen zu erkennen,Zusammenhänge zu verstehen etc.auch und gerade weil es Vorgänger gab und manchen Teams da einiges nachhängt an Erfahrungen.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
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weissewoelfin

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Hallo,

also bei meinem letzten Arbeitgeber hieß es: eine neue WBL muss in 2 Monaten fit sein das Team komplett zu ändern und muss alles im Haus verstanden haben.

Ich dachte mir, das ich min 6 Monate bräuchte als WBL um hinter alle "Geheimniss" zu kommen die eine Station ja so hat.

Als Pdl will ich mir zwar auch Zeit lassen, weiß ja aber noch nicht wie meine neuer Arbeitgeber das sieht. Aber alle die ich bis jetzt gefragt haben sagen: Zeit lassen
Muss wohl was dran sein dann.
Aber was darf man verändern und was sollte besser bleiben? Never change a running Systhem heißt es bei Informatikern.

Gut das ich kein Rechner bin sooft wie ich mich selbst hinterfrage :wink:

Lieben Gruß
Weissewoelfin
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Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.
 
Qualifikation
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stupanka

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Hallo

Ändern muss man sofort Dinge wie grobe Pflegefehler z.B.oder schlechte Pflege und alles Betreffend Risikomanagement also Sturz und Dekubitus,das würde ich mir alles ansehen.
Alles weitere braucht Zeit, denn die MA sollen Vertrauen aufbauen und Du musst für Dich ja auch erst mal einen Überblick bekommen um eine klare Linie zu haben.
Am Besten ist mit Deinem AG mal festzustellen wo seine Erwartungen liegen und ihm mitzuteilen was davon realistisch ist.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
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Hauself

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Huhu!

Ich bin seit einem halben Jahr stellv. PDL. Ich kam zu der Stelle wie die Jungfrau zum Kind. :laughing:

Meine bis dahin höchste "Leitungsposition" war, gelegentlich die Schichtleitung auf Station zu übernehmen.

Was mich vor allen Dingen verunsichert, ist diese ganze Gesetzeslage, die Auseinandersetzungen mit Versicherungen, Paragraphen hier und da.
Da muß ich noch unheimlich viel lernen.

Ich mache ab März erstmal die FWB zum Praxisanleiter. Später möchte ich gern die FWB zur PDL machen. In der Pflege selbst kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten und ohne die FWB kann ich wohl außerhalb dieses Betriebes keinen Fuß auf die Erde bekommen. Außerdem finde ich es wichtig, in einer Leitungsposition auch etwas Selbstsicherheit auszustrahlen, für die Mitarbeiter auch sozusagen den Felsen im Sturm zu bilden und bei Problemen immer eine Lösung zu finden.
Die FWB und die Erfahrung werden mich hoffentlich soweit bringen.

Zu meinen Vorschreibern/ -innen: ich glaube, es ist kein guter Anfang, wenn eine neue PDL gleich alles umwirft und verändert. Die Mitarbeiter fühlen sich schnell überrumpelt und überfordert. Da ist meiner Ansicht nach
Augenmaß gefordert. Natürlich müssen wichtige Dinge schnell vorangetrieben werden.

Ich hab mal eine Stationsleitung erlebt, die aus ihrer alten Umgebung gerissen wurde (eine Station wurde geschlossen) und dann auf einer anderen Station in einer anderen Fachabteilung die Leitung übernahm.
Sie änderte erstmal ALLES mögliche und ersetzte sogar nach und nach das ursprüngliche Team durch ihr altes Team von ihrer alten Station.
Ich bin fest davon überzeugt, daß das politisch gesehen nicht unbedingt gut war. Sie hat viele Leute gegen sich aufgebracht und war auch sonst nicht unbedingt diplomatisch.

Also immer sachte mit den jungen Pferden. ;)
 
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Krankenschwester, stellv. PDL, Praxisanleiterin
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stupanka

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Hallo Hauself

Ich wollte Dich mal auf den Boden der Tatsachen holen:eek:riginal:

Ich kenne auch nicht alle Gesetze,weiss allerdings wo ich mich erkundigen kann:wink:
Der Fels in der Brandung zu sein, der für alle Probleme eine Lösung hat, ist ein ehrenwertes Vorhaben,allerdings nicht erfüllbar.
Schraube Deine Erwartungen nicht zu hoch,Du wirst sonst von Dir selber enttäuscht sein.
Es gibt leider nicht für jedes Problem eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung...
Ausserdem darf man auch in den Teams sagen,dass man selber nicht die Lösung kennt,allerdings sich darum bemüht,alleine oder gemeinsam eine möglichst zufriedenstellende Lösung zu finden.
Ich denke mehr geht kaum.denn auch eine PDL(übrigens auch Heimleitungen) ist ein Mensch mit Grenzen und Schwächen,auch wenn sich das mancher Mitarbeiter kaum vorstellen kann:eek:riginal:

Lg stupanka
 
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Lisy

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Hallo,
eigentlich wollt ich ja nicht, aber jetzt geb ich halt auch mal meinen Senf dazu.
Generell ist es richtig, als die "neue" Leitung erst mal die Füsse still zu halten.
Aber: es kann total verkehrt sein.
Wenn die "alte" Leitung nicht gut war, ist es gut möglich, das die MA sehr schnell Änderungen haben wollen.
Ich bin bis jetzt immer gut gefahren mit dem Motto: schaun wir mal und handeln spontan.
Wichtig ist für mich eigentlich nur, das die MA sehr schnell merken, das die Leitung ihnen wohlgesonnen ist und das die MA sich wertgeschätzt fühlen.
Wenn dann noch Gradlienigkeit, eine gute Transparenz und und ein bischen Feinfühligkeit dazu kommen, ist das Ganze eigentlich perfekt.
Am wichtigsten ist jedoch das Wissen, das alle MA sich einen neuen "Platz" in der Gruppe erkämpfen müssen.
Und, die eigenen Erwartungen nicht zu hoch stecken. Niemand ist perfekt und wenn man als Führung auch mal eigene Unwissenheit und Fehler zu gibt, dann hat man eigentlich einen guten Start.
Gruß Lisy
(ist jetzt doch ein bischen lang geworden)
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
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Hauself

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Hallo Stupanka,

danke für´s auf den Boden holen! ;)

Nee, klar weiß ich, daß niemand perfekt ist, egal welchen Posten man inne hat.
Insgesamt finde ich aber, sollten die MA wissen, daß sie sich auf die PDL verlassen können. Daß sie durchaus kritisch ist und ihre Kritik vernünftig anbringen kann, aber daß die MA sich nicht hilflos fühlen müssen.
Hilflos der Willkür mancher Patienten gegenüber z.B. oder Hilflos manchen Gegenebnehiten gegenüber. Sie sollten wissen, daß die PDL hinter ihnen steht und nicht nur immer kommt, um zu meckern und auf Richtlinien hinzuweisen. ;)
Das sorgt meiner Ansicht nach für ein besseres Betriebsklima.

Ich hab kein und hatte nie ein Problem damit, Schwächen, Fehler oder auch mal Ratlosigkeit zuzugeben. Aber die Regel sollte sein, daß man weiß, wo´s langgeht und sich nicht ins Bockshorn jagen lässt.

So war das gemeint. Realistisch genug? ;)

Ich finde es übrigens schön, hier zu sein und mir gefällt der Diskussionsstil.
 
Qualifikation
Krankenschwester, stellv. PDL, Praxisanleiterin
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ambulante Pflege
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stupanka

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Hallo Hauself

Gern geschehen:eek:riginal: aber so weit biste ja gar nich vom Boden wech.
Ich denke da so an meine Anfänge als stellvtr.WBL zurück,Einstellung war..so,jetzt wird alles besser:nono:
Dem war natürlich nicht so,denn nun wurde mir umsomehr bewußt welchen Zwängen und Vorgaben die Leitungsebene unterliegt.
Es lag eben nicht nur alles an "denen da oben"..
Der Seitenwechsel hat mir gut getan und ich kann mich immer noch gut in die MA hineinversetzen.
Ich gebe Dir recht,auch ich versuche den MA den Rücken zu stärken und sie zu Unterstützen ihre Defizite auszugleichen.Dies ohne erhobenen Finger und geschimpfe.
Ich denke klare Haltung und ausgeglichenheit tragen zu einem guten Betriebsklima bei.

Lg stupanka
 
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PDL
Fachgebiet
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brunhilde1

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es ist hartes Brot,

ein Team,welches unstrukturiert niedergearbeitet wurde von der vorherigen Führungskraft,..wieder mit ins Boot zu bekommen.

Das ist viel viel Arbeit,da wieder eine vertraute vernünftige Arbeitsbasis zu schaffen bzw. wieder her zu stellen...aber nichts ist unmöglich.
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
facility managment selbständig
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Jana1

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Hallo,wir haben seit einem halben Jahr eine neue PDL und es ist für unser Team auch nicht so einfach mit ihr umzugehen.Ihr fachliches Wissen ist gut,nur kann sie die Mitarbeiter nicht führen und der Ton macht oft die Musik.Teilweise gab es schon Beschwerden von Angehörigen und ich hatte auch schon ein Gespräch mit ihr.Das Proplem ist,das PDL und HML zusammenhalten und wir als Mitarbeiter keine Möglichkeit haben etwas zu unternehmen.Es haben auch einige Mitarbeiter Angst vor ihr und sie trauen sich nichts zu sagen.
Mann kann nur versuchen positiv zu denken und hoffen,das es besser wird.
Danke Jana1
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
stationäre ALTENPFLEGE
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