Allgemein Patienten fotografieren

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judusch

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07.07.2013
76707
Ich brauche mal einen Rat. Vor knapp 3 Wochen hat eine Kollegin einen Patienten, der nach Abführmaßnahmen in seinen Exkrementen lag, fotografiert und in eine wathsappgruppe gestellt. Leider war ich auch Mitglied dieser Gruppe. Habe angewidert die Gruppe verlassen und diese Bilder gelöscht. Bisher habe ich diesen Vorfall nicht gemeldet aber das beschäftigt mich wahnsinnig und ich bekomme das Ekeln wenn ich besagte Kollegin im Dienst sehe. Habe aufgrund dessen und anderer Vorfälle eine Versetzung in eine andere Abteilung beantragt. Mache ich mich nicht mit strafbar wenn ich mein Wissen für mich behalte. Wenn ich rede, löse ich eine Riesenwelle aus, das ist mir klar. Hab null Ahnung was ich tun soll. Die Vernunft und der Kopf und mein Herz sagen tu es. Zum Schutz weiterer Patienten.
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Interdisziplinär
R

resigniert

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03.01.2013
Münster
Dein Gefühl ist richtig. Mein AG kündigte den Fotografen, der gemeldet wurde, sofort
 
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GuK
Fachgebiet
Intern
L

lulli00

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17.02.2016
Wien
Red mit deinem AG.

Eigentlich müsstest du es Anzeigen.

Nicht zu Handeln öffnet dem Täter die Tür das weiter zu machen.
 
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Pflege
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benny34

benny34

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24.10.2010
Wiesbaden
Da gibt es gar keine Diskussion:
- die betreffende Kollegin sofort darauf ansprechen und ihr klar machen, daß dies jetzt zur Anzeige kommt - ich persönlich würde da sofort Anzeige erstatten; Beweismaterial ist ja da....sowas geht gar nicht!!
- die Leitung informieren

Leider....leider wird immer noch viel zu viel weggeschaut....etwas mehr Zivilcourage wäre hier angebracht...
 
Qualifikation
Altenpfleger;Fachkrankenpflege Neurologie/Geriatrie
Fachgebiet
Früh-Reha (B,C)
Veganpeppie

Veganpeppie

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Hallo Judusch,

unabhängig von juristischen Konsequenzen solltest Du diesen Vorfall melden. Die drei Wochen sehe ich nicht als primäres Problem, denn wie Du schreibst ringst Du mit Dir und Deinem Gewissen. Zudem ist ja davon auszugehen, dass -nachdem diese Hemmschwelle bei der fotografierenden Person gefallen ist- weitere derartige Bilder angefertigt und veröffentlicht werden. Falls Du davor zurückscheust, direkt eine Behörde einzuschalten (Polizei, o.ä.) besteht ja auch die Möglichkeit, zunächst einmal mit einer verantwortlichen Person aus der Einrichtung, einem Mitglied des Personal-/Betriebsrates oder jemandem von Gewerkschaft oder Berufsverband o.ä. das weitere Vorgehen abzusprechen.

Vielleicht hilft es Dir, als "moralische Richtschnur" zu überlegen, was Du unternehmen würdest, wenn ein/e naher Angehörige/r Opfer eines derartigen Übergriffs geworden wäre. Auf eine persönliche Aussprache mit der Kollegin solltest Du IMHO eher verzichten, eine derartige Entgleisung disqualifiziert den Täter in jedem Fall.

Ich wünsche Dir in jedem Fall viel Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger für Psychiatrie
J

judusch

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07.07.2013
76707
Hallo Judusch,

unabhängig von juristischen Konsequenzen solltest Du diesen Vorfall melden. Die drei Wochen sehe ich nicht als primäres Problem, denn wie Du schreibst ringst Du mit Dir und Deinem Gewissen. Zudem ist ja davon auszugehen, dass -nachdem diese Hemmschwelle bei der fotografierenden Person gefallen ist- weitere derartige Bilder angefertigt und veröffentlicht werden. Falls Du davor zurückscheust, direkt eine Behörde einzuschalten (Polizei, o.ä.) besteht ja auch die Möglichkeit, zunächst einmal mit einer verantwortlichen Person aus der Einrichtung, einem Mitglied des Personal-/Betriebsrates oder jemandem von Gewerkschaft oder Berufsverband o.ä. das weitere Vorgehen abzusprechen.

Vielleicht hilft es Dir, als "moralische Richtschnur" zu überlegen, was Du unternehmen würdest, wenn ein/e naher Angehörige/r Opfer eines derartigen Übergriffs geworden wäre. Auf eine persönliche Aussprache mit der Kollegin solltest Du IMHO eher verzichten, eine derartige Entgleisung disqualifiziert den Täter in jedem Fall.

Ich wünsche Dir in jedem Fall viel Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen.
Hallo..lieben Dank für deine ermunternden Worte. Es ist an die richtige Stelle gegangen. Hab mit 2 Vertraute aus dem Fachbereich gesprochen. Es geht seinen Weg. Hab auch die richtige Entscheidung getroffen.
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Interdisziplinär
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judusch

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07.07.2013
76707
Da gibt es gar keine Diskussion:
- die betreffende Kollegin sofort darauf ansprechen und ihr klar machen, daß dies jetzt zur Anzeige kommt - ich persönlich würde da sofort Anzeige erstatten; Beweismaterial ist ja da....sowas geht gar nicht!!
- die Leitung informieren

Leider....leider wird immer noch viel zu viel weggeschaut....etwas mehr Zivilcourage wäre hier angebracht...
Es ist erledigt, alles geht seinen Weg. Gebe dir vollkommen recht. Ich schaue nicht weg, hab getan was meine Pflicht ist,
Da gibt es gar keine Diskussion:
- die betreffende Kollegin sofort darauf ansprechen und ihr klar machen, daß dies jetzt zur Anzeige kommt - ich persönlich würde da sofort Anzeige erstatten; Beweismaterial ist ja da....sowas geht gar nicht!!
- die Leitung informieren
Da gibt es gar keine Diskussion:
- die betreffende Kollegin sofort darauf ansprechen und ihr klar machen, daß dies jetzt zur Anzeige kommt - ich persönlich würde da sofort Anzeige erstatten; Beweismaterial ist ja da....sowas geht gar nicht!!
- die Leitung informieren

Leider....leider wird immer noch viel zu viel weggeschaut....etwas mehr Zivilcourage wäre hier angebracht...

Es ist erledigt. Zum Schutz der Patienten habe ich reagiert. Es geht seinen Weg den andere entscheiden. LG
 
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Fachgebiet
Interdisziplinär
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Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Hast Du gut und richtig gehandelt.
Vor allem eine Pflegekraft sollte sich der Persönlichkeitsrechte derer bewusst sein, die ihr anvertraut und teilweise von ihr abhängig sind.
Solche Gestalten gehören stehenden Fusses aus dem Verkehr gezogen und dürfen meines Erachtens nie wieder an einem Patientenbett / Bewohnerbett stehen.
 
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Fachpfleger für Intensiv Medizin
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judusch

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07.07.2013
76707
Hast Du gut und richtig gehandelt.
Vor allem eine Pflegekraft sollte sich der Persönlichkeitsrechte derer bewusst sein, die ihr anvertraut und teilweise von ihr abhängig sind.
Solche Gestalten gehören stehenden Fusses aus dem Verkehr gezogen und dürfen meines Erachtens nie wieder an einem Patientenbett / Bewohnerbett stehen.
Ich fühle mich jetzt auch wohler, wo alles raus ist. Es kann sich niemand vorstellen, was es für ein Gefühl ist, Mitwisser zu sein. Würde mich immer mit schuldig fühlen.
 
Qualifikation
MFA
Fachgebiet
Interdisziplinär
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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