Palliativbeauftragte/r

  • Ersteller sonnenblumenkind
  • Erstellt am
S

sonnenblumenkind

Mitglied
Basis-Konto
0
26835
0
Hallo,
kurz es ist ein Fernkurs dauert 12 Monate
Meine Fragen dazu
Gibt es so etwas also Palliativbeauftragte/r und was bringt mir die FB , ist es eine eigenständige Berufsbezeichung also auch Stellen die damit besetzt werden ( nicht nur ehrenamtlich meine ich )

Da ich nicht aus der Pflege kommen , möchte ich mich erst mal bei Euch erkundigen , ob es Sinn macht .Bin eine pflegende Angehörige :)

Mit freundlichen Grüßen
Sonnenblumenkind
 
W

waage69

Mitglied
Basis-Konto
0
Bonn
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Wußte gar nicht das es sowas gibt,mußte jetzt erst mal googeln. Habe keine Stellenangebote dafür gefunden!
Weiß nicht, ob die Heime dafür eine Stelle haben, bzw. denke ich das Pflegekräfte mit Fachweiterbildung "Palliativ care" haben, den Bereich wohl abdecken, nebenbei!
 
Mendax

Mendax

Mitglied
Basis-Konto
0
22395
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Meine Meinung zu dem Fernkurs: unseriös!

Leider hat sich mittlerweile eine Trend in der Gesundheits-/Pflegebranche was den Bildungsmarkt betrifft entwickelt, bei denen dubiose Fortbildungs-, Weiterbildungs- und Studienangebote, welche nicht allgemein/staatlich/kassenvertraglich anerkannt oder akkreditiert sind.
Anerkannt im Palliative-Care-Bereich sind nur die Kurse, welche Kern-Müller-Auernhammer zertifitiert sind, welche von zertifizierten Palliative-Care-Trainern unterrichtet werden.

Eigenständige Berufsbezeichnungen gibt es in keiner palliativen Versorgungsform. Ausschließlich Zusatzbezeichnung zur eigentlichen Berufsbezeichnung werden vergeben. Wobei einige Pflegekräfte sich daraus eigene Wortgebilde basteln wie "Fachpflegerin Palliative Care" etc.


Gruß
Mendax
 
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Was ist ein Palliativ Beauftragter überhaupt? Was wird in der Fernfortbildung vermittelt?

Ich habe erst vor kurzem meine Falliative Care Weiterbildung abgeschlossen, nach Curriculum.

Wenn es "was ähnliches" ist, würde ich sagen, bei einer Fernausbildung fehlt der Austausch, der gerade in dieser Weiterbildung einen wesentlichen Bestandteil ausmacht.

Eine Palliative "Fachkraft" ist man auch danach definitiv nicht. Korrekt heisst es dann jeweilige Berufsbezeichnung KS/KP/AP/GUK mit Palliative Care Weiterbildung.
Wenn man dann auch noch in einem Hospiz oder Palliativstation oder SAPV arbeitet und Berufserfahrung sammelt, ist man sicher irgendwann auch eine Palliative Fachkraft, aber eine geschützte Berufsbezeichung ist es nicht.

Als pflegende Angehörige gibt es aber auch Möglichkeiten, sich z.B. an einem ausbildenden Institut nach Kursen zu erkundigen.
Wo wohnst du?
 
Mendax

Mendax

Mitglied
Basis-Konto
0
22395
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Was ist ein Palliativ Beauftragter überhaupt? Was wird in der Fernfortbildung vermittelt?
So etwas gibt es einfach nicht und ist irgenteine unseriöse Fortbildung mit Fantasienamen, welche in keinem der Versorgungsverträge der Krankenkassen anerkennung findet.

Eine Palliative "Fachkraft" ist man auch danach definitiv nicht. Korrekt heisst es dann jeweilige Berufsbezeichnung KS/KP/AP/GUK mit Palliative Care Weiterbildung.
Wenn man dann auch noch in einem Hospiz oder Palliativstation oder SAPV arbeitet und Berufserfahrung sammelt, ist man sicher irgendwann auch eine Palliative Fachkraft, aber eine geschützte Berufsbezeichung ist es nicht.
Was ist schon geschützt? Jeder darf sich IMC Fachpfleger oder Wundexperte nennen. Wobei diese "Allgemein anerkannten" Weiterbildungen nun mal ein gewisses Expertentum vermitteln und nun mal Pflegekräfte weiterqualifizieren. Im Grunde genommen stimme ich dir zu. Mir sind auch Kollegen mit Palliative Care Weiterbildung bekannt, die glauben das ihre Palliativkompetenz wäre mit Weihrauch und Räucherstäbchen am Sterbebett in anderen Versorungsformen rumzuhantieren. Das macht sicherlich keine Palliativfachkraft aus. Doch gibt es auch ernstzunehmende palliativkompetente Pflegeheime, die ich kennengelernt habe, welche ich mir auch als ernstzunehmende Alternative zu Hospizen vorstellen kann. Man muss nicht zwingend im Hospiz, in der SAPV oder auf Palliativstationen gearbeitet haben, um ernsthaft eine Palliativfachkraft zu sein.

Gruß
Mendax
 
S

sonnenblumenkind

Mitglied
Basis-Konto
0
26835
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Hallo, Ihr Lieben ,
also ich versuche mal die Fragen zubeantworten .
Der Anbieter des Fernkurses ist die PPM - Akademie in Bonn ( darf ich das hier so schreiben ) wenn nicht bitte löschen ,danke !
Inhaltlich kann ich nur das schreiben ,was ich in den ersten 3 Heften ( die sind kostenlos und kann ich behalten ,auch wenn ich den Kurs nicht mit mache ) gelesen habe .
1 Heft
4 erfolgeiche Modellprojekte, von denen sie ablernen können ( verschiedene Modelle wie man es in Heimen anbieten könnte )
Ihre Ziele und Aufgaben als Palliativbeauftragter
Schritt für Schritt zum Aufgabenfeld des Beauftragten
Muster Stellenbeschreibung Palliativbeaufragter
Fit für MDK und Heimaufsicht Diese Anforderungen stellen sie an ihre Bauftragete

2 Heft
die Bedürfnisse Sterbender
5 Empfehlungen zu einer bedürfnisgerechten Sterbebegleitung
Gesprächsleitfäden zum Lebendsende
wie sie Konflikte im Palliiaivteam professionell lösen
zu einem guten Palliiativkonzept gehören diese ehtischen Grundsätze

3 Heft
erheben sie den Ist -Zustand ihres aktuellen Schmerzmanagments
warum die theoretischen Grundlagen so wichtig sind
wie sie Schmerzen bei demenzerkrankten erkennen
organisieren sie eine Schullung mit einem externen Experten
vermitteln sie die praktische Anwendung der Schmerzbeobachtungsinstrumente

und am Ende jedes Heftes sind Fragebögen zur Kontrolle

ich kenne Pflegefachkräfte die haben eine 5 monatige Ausbildung gemacht , diese wurde von anderen Fachkräfte aus der Paliativpflege durch geführt und die nennen sich nun Palliativfachkraft , ist das denn auch nichts ? Alles ganz schön verwirrend :-(
Wie gesagt ich selbst komme nicht aus der Pflege .

Sie erhalten zum einen eine fundierte Weiterbildung zur / m PPM-zertifizierten Palliativbeauftragte/n

@ teetrinkerin ich komme aus Ostfriesland

Liebe Grüße
Sonnenblumenkind
 
S

sonnenblumenkind

Mitglied
Basis-Konto
0
26835
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Hallo, Ihr Lieben ,
erst mal vielen lieben Dank für eure Beiträge und wer mir das Buch oben empfohlen hat auch danke .
Also ich habe mich nun entschieden , ich werde eine FB in einem Hospiz machen dauert 5 Monate , Kostenpunkt kann ich noch nicht genau sagen ,abe so um die 140 € wird es wohl liegen . Das sind 120 Theoretische Stunden , dann macht man Praktikas in Alten / Pflegeheimen und Krankenhäuser .

@ Böserwolf
darf ich mich nicht weiterbilden , nur weil ich eine pflegende Angehörige bin ...? Wer weiß vieleicht möchte ich später in einem Heim oder ambulanten Dienst arbeiten und dann sind solche Sachrn auch nicht zum Nachteil oder ?

Wünsche allen einen schönen sonnigen Sonntag
GGGLG
Sonnenblumenkind
 
R

Radler

Mitglied
Basis-Konto
1
89269
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Was machst du im Hospiz jetzt für einen Kurs? (einfach neugierig) Ist das jetzt eine Hospizhelferausbildung?
 
S

sonnenblumenkind

Mitglied
Basis-Konto
0
26835
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Hallo, Radler ,

ich binnoch nicht dabei , der fängt erst im Feb. an , wie man sich dann genau nennt kann ich dir nicht sagen , aber ich kann damit dann ehenamtlich im Hospiz ode besser gesagt zusammen mit dem Hospitz in Heimen oder pflegende Angehörige unterstützen , ob ich des weiteren noch wo anderes arbeiten kann weiß ich nicht . Im Hospiz werde ich aber vorher ein Praktikum machen ,um zusehen ,ob es auch was für mich ist . Auf dem Kurs ,bin ich gekommen,als ich die HP von unseem Hospiz gesehen habe ...
Hoffe es reicht dir als Antwort !?

LG
Sonnenblumenkind
 
F

flodais

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
55249
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Der Fortbildungslehrgang Palliativ Beauftragter in der stationären Altenhilfe ist ein IHK zertifizierter Kurs, welcher nach dem Prinzip der Fern-Uni angeboten wird.

In dieser Fortbildung sollen an Pflegekräfte sich Wissen rund um die Palliative Versorgung von Menschen in Einrichtungen der Altenhilfe erarbeiten...

Kursinhalt besteht aus 12 Lektionen

Grundlagen der Palliative Care in der stationären Altenarbeit
Palliative Haltung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Palliativ - Versorgung
Palliativ -Versorgung Teil 1 Schmerzmanagement
Palliativ - Versorgung Teil 2 Symptomkontrolle
Spezielle Palliativ-Versorgung bei Menschen mit Demenz
Integration von Angehörigen in die Palliative Versorgung
Palliative & ethische Fallarbeit
Basale Stimulation in der Sterbebegleitung
Haupt & ehrenamtliche Mitarbeiter schulen, befähigen und Korordinieren
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Abschiedskultur und Trauerarbeit
erarbeiten, etablieren und evaluieren mit Hilfe des Palliative Care Mapping

was ist der Sinn hinter dieser Fortbildung : Gesetz --> MDK und Heimgesetz fordern zwar NOCH nicht einen Palliativbeauftragten in den Einrichtungen aber bereits jetzt ist Gesetzlich verpflichtend für jede Einrichtung der Altenhilfe ist
die Erstellung einer Konzeption für die Sterbebegleitung, die Berücksichtigung der Bewohner-Wünsche für die Sterbebegleitung, ein aktives Schmerzmanagement
die Zusammenarbeit mit Seelsorgern, die enge Zusammenarbeit mit dem Hausarzt im Rahmen des Schmerzmanagements
die Ermöglichung eines würdevollen Sterbens
Das alles soll durch Palliativ- Beauftragten organisiert, aufgefangen und professionalisiert werden.

Kosten des Kurses belaufen sich auf ca.. 1070€ inkl. Mehrwertsteuer zahlbar in 10 monatlichen Raten
Dauer 10 Monate
Abschluss 1: Teilnahmebescheinigung die dazu berechtigt die IHK Zertifikatsprüfung in Form einer Hausarbeit abzulegen
Abschluss 2: nach erfolgreicher Hausarbeit IHK Zertifikat Palliativ-Beauftragter


Hoffe kann mit den Informationen etwas licht ins Dunkel bringen, i
 
P

PEN1381

Neues Mitglied
Basis-Konto
1
09123
0
AW: Palliativbeauftragte/r

Der Palliativbeauftragte wird in Zukunft sicherlich noch eine Rolle spielen:

"Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert bei ihrem 10. Kongress Palliativbeauftragte für jedes Krankenhaus und jede Pflegeeinrichtung"
http://www.dgpalliativmedizin.de/dgp-aktuell/2014-06-28-11-51-50.html
 
Humtidumpi

Humtidumpi

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
Wenn ihr eine FB in Sachen Palliativ care machen wollt, dann gleich richtig. Mit der Berufsbezeichnung Pflegefachkraft zur Palliativ Care. Damit habt ihr was in der Hand, ist anerkannt und wird in stationären Einrichtungen gerne gesehen. Und irgendwann in naher Zukunft wird auch der MDK solche Fachkräfte fordern. Lg
 

Anhänge

Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.