ORSA in Pflegeheimen

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D

dr.poops

Themenstarter/in
Hallo "dr. poos",

wie Manu5959 und Matras bereits erwähnt haben, ist die Empfehlung des Robert Koch-Institutes maßgebend.
Selbstverständlich können die Einrichtungen darüber hinaus weitere Maßnahmen ergreifen.
Ich möchte noch erwähnen, dass die Arbeitsgruppe, die diese Empfehlung verfasst hat, aus Krankenhaus-Hygieniker besteht. Und, wenn selbst die keinen Anlass dafür sehen, konsequente Isolierung mit kompletter Schutzkleidung bei jeglichem Bewohnerkontakt im Altenheim zu fordern, (und mit dem Krankenheus gleich zu setzen), warum sollte man das dann also tun?

Gruß Patrick
das hab ich durchaus kapiert - primär ging es auch darum, daß behauptet wurde, es sei mit kanonen auf spatzen geschossen worden sowie den einwurf, man solle doch lieber erstmal aufmerksam lesen und und sich informieren und dann handeln. da geht es dann nicht mehr um einen informationsaustausch, sondern überheblichkeit.
glaub mir, die notärztin als auch die rettungsassistenten, die da in dem altenpflegeheim waren, wissen ziemlich gut bescheid - daher auch die beschwerde.
es ist absolut richtig, daß die bewohnerInnen ein anrecht auf soziale kontakte haben und daß die mit vermummten besuchern schon reichlich beschnitten sind. auf der "its" ist das doch das selbe dilemma, das sind ja nicht grundsätzlich beatmete patientInnen und natürlich empfinden die die isolation auch als ne art "knast". daher ist es sicher sinnvoll, sich damit zu befassen, wie man diese patientInnen soweit als möglich kontakte pflegen etc. lassen kann, ohne daß der keim, mit dem sie besiedelt sind, andere gefährdet.
das problem an der "kittelpflege" ist ja nicht nur, daß das ganze geplünnere vor der tür nervt - es ist zeitintensiv (hat man etwas vergessen, steht man im zimmer mit dummem gesicht und muss die anderen rufen), man kann im notfall eben auch nicht einfach aus der bude rennen, die ganzen klamotten sind viel zu warm und schränken die bewegungsfreiheit ein - da sind alle kollegInnen natürlich heilfroh, wenn sie möglicht fix wieder aus dieser schwitzhütte raus sind. es wäre sicher viel schöner, jemandem dann auch noch die wichtigsten teile aus der zeitung vorzulesen - aber das ist ja schon ohne ORSA-patienten kaum möglich.
ich fände es einfach fruchtbarer, wenn wir uns auf einen informationsaustausch beschränken könnten und von diesem chefigen "erstmal informieren, nech?"-level weg kämen. die info´s waren doch eigentlich gut:thumbsup2:. dr.poops
 
P

Patrick Z.

Mitglied
Basis-Konto
14.02.2006
48921
@ dr.poops:
Alles klar.
Ich wollte nur nochmal den Unterschied zwischen den Hygienemaßnahmen im Krankenhaus und denen im (Alten-) Heim unterstreichen.
Gerade Rettungsdienstpersonal tut sich da erfahrungsgemäß sehr schwer, die Schutzmaßnahmen vernünftig abzuwägen. Meist kommt dann doch wieder der Overall zum Einsatz...

Natürlich kann ich mich noch daran erinnern, wie umfangreich und anstrengend die Pflege im Iso-Zimmer war; gerade auf "ITS".
Ich hatte als "examinierter Zivi" auf der "ITS" das Glück für einen MRSA-Patienten allein zuständig zu sein. Der war fast so alt wie ich und es war in dem Fall "angenehmes" arbeiten. Aber sobald dann noch was dazu kommt (ein zweiter oder dritter Patient) ist das nur noch ein gehetze...

Gruß Patrick
 
Qualifikation
Gesundheitsaufseher / Krankenpfleger
Fachgebiet
Gesundheitsamt
D

dr.poops

Themenstarter/in
Das ist immer wieder ein Heidenspaß für alle Beteiligten! Das erinnert mich immer an das beliebte Spiel auf Kindergeburtstagen: eine Tafel Schokolade ist in zig Lagen Papier gewickelt, reihum wir dgewürfelt und wer ne "6" hat, muss Mütze, Schal und Handschuhe anziehen und mit Messer und Gabel versuchen, die Schokolade auszupellen. Alle würfeln weiter und bei der nächsten "6" geht die Hektik los.
Besonders übel ist es, wenn mehrere Zimmer "verkeimt" sind - und dann mit verschiedenen Erregern: zwei haben Clostridien, eine Pseudomonas und der andere n ORSA. Das wird dann bei der Einteilung auch echt kniffelig. Es gibt dann ja nicht automatisch mehr Personal. Und dann stehst du im Zimmer des Clostridien-Patienten und der Nachbarpatient versucht gerade sein Bett zu verlassen und die anderen sind auch gerade vermummt in ihren Zimmern - aaaarggh! Und dann muss alles fix gehen und dann passieren garantiert auch Fehler bei der Desinfektion. Das ist eigentlich alles nicht ganz koscher...
käthe poops
 
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