OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

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pflegenase

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20.03.2007
65817
Hallo zusammen!

Als PDL einer kleinen psychiatrischen Kilink bin ich auf der Suche nach Informationen zu der seit 1.1.2010 gültigen OPS Version. Ab sofort müssen ja nun auch die psychiatrischen Kliniken eine Kodierung der Patienten (Eingruppierung) vornehmen, um eine für 2013 geplante Vergütung nach einer Art Fallpauschale auch für die Psychiatrie vorzubereiten. Bei den Eingruppierungen ist es nun unerlässlich, dass auch die Pflege ihren Teil dazu beiträgt. Bestimmte Codes sind nach meiner Erkenntnis nur möglich, wenn die Pflege einen Bestimmten Aufwand nachweisen kann.
Leider finde ich im www nichts Genaues zu diesem Thema da es noch alles so neu ist :cry:. Mich würde nun mal interessieren wie das in anderen psychiatrischen Kliniken gehandhabt wird. Oder ob es irgendwo Gesetzesauslegungen gibt, die der Pflege vorschreiben in welcher Form sie sich an der Eingruppierung beteiligen müssen.
Erfasst ihr Minutenwerte? Oder stuft ihr die Pat. täglich nach PsychPV ein? Wie macht ihr das mit den patientenfernen Tätigkeiten? Werden diese erfasst? Gibt es dafür spezielle Erfassungsbögen oder ähnliches?
Plant ihr etwas zu entwickeln? Welche Grundlagen verwendet ihr dafür? Bin für alle Infos dankbar, denn alles was ich dazu finde (z.B. bei DIMIDI) ist eher ärtzlich orientiert und liefert wenig Infos für uns und für die Pflege. Wir sind wie immer mal wieder viel zu spät und ich möchte meinen MA möglichst schnell Gewissheit geben was da so auf sie zukommt und eine möglichst sinnvolle Erfassungsmethodik anwenden.
Ich hoffe auf eure Hilfe!

Danke , Eure Pflegenase
 
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Schwester Christa

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10.03.2007
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Hallo Pflegenase,

auch bei uns wird seit dem neuen Jahr kräftig eingestuft!

Die Kriterien wonach das läuft wurden vor ein paar Tagen bei uns veröffentlicht, gob mir etwas Zeit, dann kann ich dir genaueres schreiben.

Was ich von meinen SLs weiß ist, dass die Kriterien in etwas dieselben sind, die zuvor für die Stichtagserhebung im Quartal vorgegeben waren.
Nur dass man es jetzt halt täglich macht.
Das angenehmste an der Sache ist, dass die Einstufung bei uns von den zuständigen (Ober)Ärzten und Psychologen durchgeführt wird. :super:
 
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wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
hi pflegenase,

es scheint ja so als hätten andere auch probleme mit der kodierung. ich weiß noch nicht mehr als ich dir in der pn geschrieben habe. mitte der woche beginne ich wieder mit nachtdienst. vielleicht gibt es dann ja schon was neues.

gruß

wusselinchen
 
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Huggebu

Huggebu

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21.03.2007
37075
Hallo Ihr lieben Kodierer,
ich hatte auch schon zu diesem Thema einen Thread veröffentlicht. Bei uns kodieren, wie der Gesetzgeber es auch verlangt, die Ärzte und Spezialtherapeuten. Wir Pflegenden sind dann ab Juli in der Verantwortung. Für mich stellt sich im Augenblick die Frage, welche pflegerischen Leistungen (Morgenrunden, Abendrunden, Stationsversammlungen, Bezugspflegegespräche) kodierbar sind und nicht schon im Sockelbetrag enthalten sind. Hat da jemand Informationen? Wie genau müssen solche Leistungen dokumentiert werden (Dauer, Inhalt, Verhalten des Patienten, etc.)?

gruß

huggebu
 
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01.04.2009
freiburg
hi hagebu,

ihr habt es gut, müsst erst ab mitte des jahres kodieren. wir haben am 1. 1. damit angefangen. auch bei uns müssen alle kodieren, wir, die ärzte, sämtliche therapeuten. wir haben 3 verschiedene zeitraster.

gespräche sind ja klar, es ist unabhängig ob bezugspflegegespräch oder auch mal ein spontanes gespräch. sind es mehrere kurze wird es zusammengefasst in eine zeiteinheit, je nach dauer, eben in die vorgegebenen zeiten.

im nachtdienst schreibe ich momentan bei schlafenden pat. 25 min. für die nacht auf. das beinhaltet begrüßungsrunde, med. verteilen, die nächtlichen rundgänge. das ist die regel. bei pat. die intensivere betreuung oder auch begleitung in der nacht benötigen wird es mehr. alles andere wird auch extra aufgeschrieben. allerdings komme ich mit dem zeitraster nicht klar, denke kürzere intervalle wären sinnvoller.

wie haben die doku im pc und die verschiedenen interventionen sind damit verbunden. mehr kann ich zur zeit auch noch nicht sagen.

ich gehe mal davon aus dass sich in den nächsten wochen und monaten immer wieder mal was ändern wird. bin auch sehr gespannt wie das so in anderen einrichtungen läuft.

unklar ist es auch noch wie medikamenten richten, essen verteilen u.s.w. berechnet werden. könnte mir aber vorstellen dass so was beim zeitraster mit berücksichtigt ist. sonst wird es ja sehr viel aufwändiger alles zu dokumentieren. stationsversammlungen wir als gruppe mit der entsprechenden dauer in min. bei allen pat. eingetragen. allerdings geh ich davon aus dass dann nur 1x pp und 1x ein anderer therapeut bei den gruppen abzeichnet. oft ist es ja so dass mehrere pp in deiner gruppe sind (stationsversammlung), wäre es dann auch gerechtfertigt dass jeder vom pp separat einträgt? ich glaube es gibt noch sehr viele fragen. ich selber habe auch schon einige fragen weitergegeben.

dokumentiert wird bei uns: intervention, einzel oder gruppe, therapeut, wie lange, kürzel, dies alles auf einem plan der für jeden pat. separat vorliegt.

die nähere beschreibung der intention und das verhalten wird wie bisher auch im pflegebericht dokumentiert. allerdings sollte das dann auch im vergleich zum "wochenplan" des pat. übereinstimmen. bei uns heißt das dokument, in dem wie abzeichenen, wochenplan.

gruß

wusselinchen
 
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pflegenase

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20.03.2007
65817
Schwester Christa und Wusselinchen, ich danke euch erst einmal für eure Antworten! Ja und Huggebu da stehen wir wohl vor dem gleichen Problem...
Habe mich heute auch noch mit anderen PDL ern der Umgebung ausgetauscht und musste feststellen, dass es wohl einfach in der Tat noch nicht wirklich etwas Aufschlussreiches dazu gibt. Alle haben die gleichen Fragen und spinnen ähnliche Ideen zur Leistungserfassung. Huggebu - woher hast du denn die Info, das die Pflege erst ab Juli einstufen muss? Ich dachte für alle Berufsgruppen heißt es jetzt erstmal Schonfrist bis Juli, dann müssen alle eingruppieren!?
Ich hoffe die Berufsverbände äußern sich bald oder noch besser, bieten Schulungen an!
Ich denke ich werde auch so eine Art "Pflegeleistungserfassungsbogen" ( puh, was ein Wort.....) mit meinen MA`s entwickeln. Dafür ist es schon mal super solche Anregungen wie die von wusselinchen von Euch zu erhalten!!!
Ich bin gespannt auf weitere Infos und Entwicklungen.
Ich habe übrigens zu dem Thema noch einen interessanten Brief des BFLK an den Herrn Rösler gefunden. Wen es interessiert der klickke bitte mal hier:http://www.bflk.de/MinisterRoslerEinfuhr.OPS.pdf
 
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Huggebu

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21.03.2007
37075
Hi Ihr lieben Kodierer,

ich arbeite an einer großen Universitätsklinik. Hallo Pflegenase, meines Wissens ist es so, dass der ärztliche Dienst ab 1.1.2010 kodiert (das ist auch Pflicht - Drohung der Krankenkassen mit Abschlägen bei der Finanzierung). Bei uns haben die Spezialtherapeuten auch ab diesem Datum mit der Kodierung angefangen (freiwillig). Die Fachpflege muss ab Juli 2010 anfangen (das ist auch Pflicht - Drohung der Krankenkassen mit Abschlägen bei der Finanzierung), aber wir werden schon vorher damit beginnen (learning by doing).
Danke an Wusselinchen. Ich bin mir aber nicht sicher ob es möglich ist, Leistungen (z.B. bei Dir im Nachtdienst) zusammenzufassen....Leistungen wie Kurzgespräch, Med. verteilen, die nächtlichen rundgänge sind meiner Meinung nach im Sockelbetrag (weisses Rauschen) enthalten. Aber das ist ja im zur Zeit das grosse Dilemma, dass man nirgends Infos findet welche Leistungen kodiert werden können. Aber vielleicht schaffen wir es ja in diesem Forum einen Katalog zusammenzutragen...

liebe grüsse

huggebu
 
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01.04.2009
freiburg
hi ihr zwei,

ich freue mich wenn ich euch ein wenig helfen kann. aber auch bei mir sind viele unklarheiten. bin mal gespannt ob das was ich bisher schrieb noch gültigkeit bei uns hat wenn ich wieder arbeite. werd wieder von mir hören lassen.

ich fände es auch sehr toll wenn es hier im board noch mehr leute gibt die ihre erfahrungen mitteilen.

gruß

wusselinchen
 
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Huggebu

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21.03.2007
37075
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo Ihr lieben Kodierer,

allmählich kriege ich die Krise. Nirgends gibt es Informationen, welche Leistungen für die "Fachpflege" kodierbar sind. Beim DIMDI steht nur der allgemeine Teil...
Wenn man danach geht, sind viele psychiatrisch pflegerische Handlungen (kurze orientierungsgebende Gespräche, Krankenbeobachtung im Alltag, Milieutherapie, tagesstrukturierende Maßnahmen wie mehrfaches Wecken, Aufforderungen zur Therapieteilnahme etc.) nicht kodierbar. Wie steht es mit Morgen-, Abendrunden, Stationsversammlungen, wenn beim OPS eine angestrebte Gruppengröße von 4 Patienten pro Pflegeperson angestrebt und verlangt ist? Morgenrunden mit 4 Krankenpflegern, - schwestern?
Ich stelle mal die These auf, dass da eine berufspolitische Absicht dahintersteckt, die psychiatrische Krankenpflege zu entprofessionalisieren...., insbesondere, weil in den letzten Jahren ein massiver Stellenabbau in den psychiatrischen Krankenhäusern betrieben wurde, dass in vielen Einrichtungen die PSychPV nur noch zu 75 % erfüllt wird.
Tätigkeiten, wie sozialpädagogisches Einzeltraining, Hausbesuche (super kodierbar) u. vieles Anderes sind mit dem jetzigen Stellenschlüssel sowieso nicht mehr drin.
Und es geht auch nicht mehr um den kranken Menschen, sondern um ein Sammeln von Therapieeinheiten a` 25 Minuten....

Grüsse

huggebu
 
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01.04.2009
freiburg
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

hi huggebu,

tja, überall die gleichen probleme. und das was ich am 1. 1. erfahren habe stimmt jetzt schon nicht mehr alles.

kurze orientierunggebende gespräche, körperpflege mit anleitung, beobachtung (nicht sichtkontrolle), tagesstrukturierende gespräche werden bei uns jetzt gerade mal als pflegegespräch dokumentiert. wenn die einzelnen kontakte kürzer als 25 min. sind können auch mehrere kontakte zusammengefasst werden und mit 25 min. dokumentiert werden. wichtig ist dass klar hervorgeht welche berufsgruppe dokumentiert.

gruppen oder einzeltraining sind je nach dauer zu dokumentieren. (kochgruppe, soziales kompetenztraining, stationsversammlung, sinnesreise, gedächtnistraining u.s. w.). wichtig bei uns ist es auch dass hervorgeht ob es eine gruppe (g) oder einzeltherapie (e) ist. eure morgenrunde ist ja auch eine gruppe. da könnte bei jedem pat. die zeit, je nach dem wie lange die runde geht, eingetragen werden im raster von 25, 50 oder 75 min. gespräche sind entweder pflegegespräche oder bezugspflegegespräche. diese sollen auch entsprechend dokumentiert sein im verlaufsbericht, ebenso die gruppenteilnahme (gruppen die das pflegepersonal leitet).

medis richten, austeilen von medis und essen sind z. b. regelleistungen und können nicht kodiert werden, ebenso die nächtlichen rundgänge.

das sind jetzt ein paar anregungen wie es bei uns gemacht wird. wir haben wochenpläne die von QM beauftragten entworfen wurden. sinnvoll ist es wenn da auf jeden fall jemand von der pflege auch dabei ist.

bei den interventionen greifen wir auf die legende in unserem elektronischen dokusystem zurück. mehr weiß ich jetzt auch noch nicht. ich vermute mal dass sich in den nächsten wochen immer wieder was ändern wird. unsere wochenpläne werden jede woche von den QM beauftragten und der pdl überprüft und diese geben dann neue anweisungen. also mal schön flexibel sein in den nächsten monaten.

so viel für heute. hoffe ich habe es verständlich rübergebracht. hab da manchmal schwierigkeiten nach dem nachtdienst *lach*.

schönes wochenende und gruß

wusselinchen
 
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Psylena

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22.01.2010
Münster
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo

War heute bei einer Fortbildung zum Thema, Kurzkontakte dürfen nicht zusammengezählt werden, weder in der Pflege noch in den anderen Berufsgruppen. Die sind mit der Pauschale für Regel-oder Intensivbehandlung abgegolten.

Nur pflegerische Einzelgespräche oder pflegerisch geleitete Gruppen, die mindestens 25, 50 oder 75 Minuten usw. am Stück dauern, dürfen codiert werden.

Im Verlauf bzw. im Bericht sollten die Kurzkontakte natürlich trotzdem dokumentiert werden. (Können bei MDK-Prüfungen wichtig sein)

Die Verpflichtung zur Codierung gilt seit dem 01.01.2010 für alle Berufsgruppen, eine Sanktionierung wenn diese nicht durchgeführt wird, gibt es jedoch auch für alle, erst ab dem 01.07.2010.

Gruß Psylena
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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wusselinchen

wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

hi psylena,

danke für deine info.

und wie dokumentiere ich die intensivüberwachung auf einer offenen station? z. b. 30 minütige kontakte. das ist eigentlich auch eine sonderleistung, zumindest auf einer offenen station.

ansonsten denke ich dass es oft nicht möglich ist ein 25 minütiges gespräch am stück zu führen. ein an einer psychose erkrankter mensch ist oft schon in kurzen gesprächen überfordert, ebenso ein schwer depressiver mensch. da kann es schon vorkommen dass ein gespräch gestaffelt stattfindet. ich bin der meinung dass man das dann zusammenfassen kann und die entsprechende zeit dokumentiert werden kann.

weißt du denn auch wie die visiten dokumentiert werden? die dauern pro pat. ja keine 25 min.

ansonsten habe ich inzwischen in etwa die gleichen infos wie du. habt ihr denn extra blätter auf denen diese zeiten dokumentiert werden? muss ja irgendwie pro pat. nachvollziehbar sein. wir haben sogenannte wochenpläne für jeden pat., hier dokumentieren alle berufsgruppen.

gruß

wusselinchen
 
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krankenschwester
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Psylena

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22.01.2010
Münster
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo wusselinchen

Die Visitenzeiten betragen pro Patient, pro Woche mindestens 10 Minuten, die werden nicht extra codiert sondern fallen in die Regelbehandlung (sind Vorraussetzung um die Regelleistung codieren zu können). So ist es zumindest in der Psychosomatik / Psychotherapie.

Wir haben bis jetzt nur Monats-Leistungserfassungsbögen auf dem alle Berufsgruppen die Einzel und Gruppentherapien "abkürzeln", damit sollen sich erst mal alle daran gewöhnen. Es wird wohl ab Juli auch Wochenbögen geben, ist für die Abrechnung leichter und übersichtlicher.

Eine Arbeitsgruppe zum Thema startet übernächste Woche, da arbeiten Vertreter aus der Verwaltung, von den Ärzten, den Psychologen und der Pflege zusammen, um die bisherigen Leistungen und Strukturen zu überprüfen und gegebenenfalls der geforderten Regelbehandlung bzw. Intensivbehandlung anzupassen und die Codierung aller Leistungen und Zusatzleistungen zu gewährleisten.

Deshalb auch die Fortbildung gestern.
Bei der wurde übrigens gesagt, dass die Vorgaben die bisher erarbeitet wurden, sich in der nächsten Zeit noch häufiger ändern können und wie dann letzendlich was abgerechnet werden wird, steht noch lange nicht fest.

LG Psylena

Ach ja, ich arbeite in dieser Arbeitsgruppe mit und werde gerne meine Erfahrungen an Euch weitergeben und würde mich freuen, mehr über Eure Erfahrungen zu lesen.
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Psychosomatik und Psychotherapie
wusselinchen

wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

hi psylena,

danke für deine rückmeldung.

bei uns hat die arbeitsgruppe schon im dezember getagt und eine info herausgegeben. aber wie das immer ist, keiner weiß danach mehr. in der ersten fassung waren eben auch die kurzkontakte, diese sind inzwischen bei uns auch wieder raus. wie so oft haben es die therapeuten am einfachsten. da ist die leistungserfassung recht klar. in der pflege allerdings nicht.

mich würde mal interessieren ob es einen katalog für die regeltätigkeiten des pflegepersonals gibt.

auch ich habe die info dass sich ständig wieder was ändern wird. ich bin wirklich mal gespannt was da am ende rauskommt.

ich bin auch sehr an einem austausch interessiert.

ich wünsch dir einen schönen sonntag.

liebe grüße

wusselinchen
 
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krankenschwester
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Schwester Christa

Schwester Christa

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10.03.2007
Heilbronn
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo zusammen,

bei uns sieht es ganz ähnlich aus. Nur dass es wegen der Unklarheiten derzeit gar keine offiziellen Aussagen gibt.

Letzter Stand ist, dass unsere Ärzte und Psychologen gemäß den Vorgaben der bisherigen Psych-PV Stichtagserhebung die Leistungen codieren; halt täglich. Und bislang war darin ja auch die Pflege eingeschlossen.
Ich habe bei verschiedenen SL gefragt, niemand weiß etwas von Bestrebungen, dass die Pflege ihre Leistungen wonach auch immer selbst codieren soll.
Dafür wird bei uns gerade mit tatkräftiger Unterstützung der Pflegedirektion die Pflegediagnostik vorangetrieben, was ja letztendlich auch eine Möglichkeit ist, die Pflegeleistungen zu erfassen.
Allerdings haben wir bis zur Einführung noch knappe zwei Jahre Zeit, bis Juli wird das nix.

Ich bin gespannt, was in einem halben Jahr hier passiert ;-)
 
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trostpflaster

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25.01.2010
83734
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo zusammen

bin hier noch ganz frisch im Pflegeboard...

bei uns ist die OPS-Kodierung auch angekommen,wir erledigen diese in der Übergabezeit.
Leistungserfassungsbögen gibt es bei uns noch nicht- ist das dann bei Euch ein Ankreuz-System oder im PC verankert?
Habe die Befürchtung, das diese Nachweise nicht der Qualitätsaufstockung der Pflegearbeit dienen,eher ein möglicher Beleg um weiteres Pflegepersonal einsparen zu können?

Gutes-Nacht-Grüßle von Regina

mich würde interessieren,ob ihr Eure Regeltätigkeiten per Hand abzeichnet,oder ob es ein EDV-Programm gibt?
 
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pflegenase

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20.03.2007
65817
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo zusammen!

Zunächst einmal freut es mich, dass hier so eine rege Diskussion entstanden ist. Trotzdem bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Bei uns hat die Geschäftsführung nun erstmal beschlossen bis auf weiteres mit den Pseudo-OPS zu kodieren und zwar wie in den Richtlinien vorgegeben bei Aufnahme und bei jeder Veränderung (z.B. kurzfistig Intensiv). Das wird dann wöchentlich an dieses Institut gemeldet und dort wohl automatisch OPS verschlüsselt. Die Pflege ist jetzt ersmal außen vor. Aber bis zum Sommer brauche auch ich eine Lösung.....

Psylena - was meinst du genau mit "Regelleistung codieren"? Was beinhaltet denn die "Regelleistung" für Pflege alles. Dazu habe ich in den OPS Richtlinien nichts gefunden! Oder habe ich da etwas falsch interpretiert?

Wo hast du denn die Fortbildung gemacht? Bin nämlich auch auf der Suche nach einer Fortbildung zu diesem Thema!

Schwester Christa - Bei der Leistungserfassung der Pflege geht es doch darum, das JEDE Berufsgruppe Therapieeinheiten dokumentieren muss. Alle diese Therapieeinheiten werden dann verrechnet und ergeben so den Code. Bestimmte Codes sind aber an bestimmte pflegerische Leistungen geknüpft. Das bedeutet, wenn wir nicht so die Prozesse anpassen, das wir auch Therapieeinheiten codieren können sind bestimmte Codes nicht möglich und unsere pflegerische Leistung wird nicht (oder unzureichend) erfasst....Das ist dann schlecht für die Leistungsbezogene Pauschale die daraus irgendwann errechnet werden soll. So in der Art habe ich das System verstanden....Aber natürlich ohne Garantie!

So viel erstmal
 
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Psylena

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22.01.2010
Münster
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Hallo Pflegenase

Wir aus der Pflege brauchen die Regelbehandlung, Intensiv- oder Komplexbehandlung nicht dokumentieren, auch nicht die Zusatzcodes .

Es gibt bestimmte Vorraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit z. B. die Psychotherapeutisch - Psychosomatische Komplexbehandlung abgerechnet werden kann (das sind allerdings genau die Vorraussetzungen die sich eventuell noch immer verändern können), da sind z. B. Gruppenstärke von Patientengruppen, Einhaltung der Psych-PV, Qualifikation der Mitarbeiter, Visitenlänge, Supervision und Balint, interdisziplinäre Teambesprechungen und Therapieplanung, usw. vorgeschrieben. Auf der Fortbildung wurde auch gesagt, dass Pflegeanamnese, Pflegeplanung, Evaluation usw. dazu gehören. Kurzgespräche unter 25 Minuten ebenfalls - sowohl bei der Pflege, wie auch bei den anderen Berufsgruppen.

Zusätzliche Codes gibt es bei Einzelgesprächen (pro 25Min. / 1 Einheit) und Gruppentherapien (pro 25 Min. / 1/4 Einheit), die werden in jeder Woche in jeder Berufsgruppe addiert und ergeben so den Abrechnungscode. (Dafür haben wir den Leistungserfassungsbogen, da werden täglich, die erbrachten Leistungen= Einzelgespräche und Gruppentherapien "abgekürzelt"). Das passiert bei uns bisher noch auf dem Papier.

Die Fortbildung wurde von der Firma GSG - Consulting durchgeführt. Fortbildungen die ausschliesslich für die Pflege angeboten werden gibt es wahrscheinlich nicht. Es sollen jedoch auch Vertreter der Berufsverbände der Pflege an der Entwicklung beteiligt sein (wurde auf der Fortbildung so gesagt), vielleicht kann man auf deren Internetseiten etwas dazu erfahren - hab noch nicht nachgesehen.

Gruß Psylena
 
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pflegenase

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20.03.2007
65817
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

Danke Psylena!

Langsam setzt sich das Puzzle für mich zusammen. Ich werde mich mal wegen der Fortbildungen weiter kümmern und hoffe wir tragen hier weiterhin unsere Erfahrungen zusammen.
Ich glaube ich hatte diese Richtlinien ohne Fortbildung tatsächlich etwas falsch inerpretiert!

Das mit den Berufsverbänden hatte ich auch schon in Erwägung gezogen. Auf den Seiten findet man derzeit noch nicht allzu viel. Aber das wird sicherlich noch kommen.

Danke schon mal
 
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wusselinchen

wusselinchen

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01.04.2009
freiburg
AW: OPS- Kodierung "Richtlinien für die Pflege"

hi psylena,

langsam aber sicher sehe ich auch viel klarer. wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe muss die pflege nur die therapeutischen gruppen eintagen. das entzerrt das ganze ja schon sehr. hab eh nicht verstanden warum ich am ende einer nachtschicht 25 min. eintragen soll. ich geh davon aus dass, ausser den längeren gesprächen, alles regelleistungen in der pflege sind.

die frage die sich mir jetzt natürlich stellt: wie sieht künftig die personalberechnung aus?

ich bin jetzt schon gespannt was sich in meiner freien woche wieder verändert hat.

liebe grüße

wusselinchen
 
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