OP-Pflegepersonal vs. OTA

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flensklaus

Bin verwundert:
seit einiger Zeit werden nur noch Operations-Technische-Assistenten (OTA) in unserer Klinik eingestellt.
Diese werden mit Schwester tituliert.
OTA- bekommt direkt nach ihrer Ausbildung das gleiche Geld wie eine exam. Pflegeperson die schon jahrelang im OP arbeitet. Nach fast 40 Jahre, und als Vollzeitkraft, exam. Krankenpfleger kann ich es nicht verstehen das jemand der gerade seine Ausbildung zur/zum OTA gemacht hat gleich Honoriert wird.
Wir haben einen Stellenplan von 40 Planstellen, von diesen 40 Personen sind nur noch 8 Vollzeitkräfte/100% alle anderen bewegen sich zwischen 25% und 75% sogar die gerade ausgelernten OTA sind mit der Stundenzahl runtergestuft.
Auch muß ich mit ansehen das die jüngeren Koll. wenn sie mit ihren OP`s fertig sind sich in den Aufenthaltsraum setzen und bis zum Feierabend warten ohne sich mal zubewegen, die andere Routinearbeit bleibt denn an uns Vollzeitkräfte hängen. Wir haben auch keine Rückendeckung von unsrer OP-Leitung.
Da bei uns die Clusterbildung ist, sind nur wenige da die alles OP`s können.
Naja unsere Zeiten ändern sich.
oder was meint Ihr dazu?
 
D

Der Eine

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Hallo flensklaus,
Es tut mir sehr leid, dass du so etwas erleben musst. In meinem Haus arbeiten OTAs und Pflegekräfte als Team zusammen.
Die Einteilung erfolgt danach, wer was kann, mit wem harmoniert und wer etwas lernen/wiederauffrischen muss. Jeder muss/sollte in allen Bereichen einsetzbar sein. Unabhängig davon, ob es eine OTA oder GuKPf ist.
Außerdem bilden wir OTAs aus und haben trotzdem kürzlich eine frisch examinierte Gesundheit-und Krankenschwester eingestellt.
Das mit der Bezahlung ist nebenbei inzwischen tariflich geregelt (was ich auch sehr gut finde) Die neue OTA fängt genauso an, wie die frisch examinierte GuKpf.
Ich wünsche Dir, dass du einen Platz findest, an dem die Leitung versucht, ein Team zu bilden .

LG
Der Eine
 
rolfwerner

rolfwerner

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Ich verstehe dich total.in "alten" Zeiten war es gar nicht möglich im Op zu landen ohne einen entsprechende Vorbildung und dass war auch gut und sinnvoll. Da die personelle Lage im Pflegemarkt katastrophal ist hat man sich dieses absurde Modell ausgedacht. Offenbar bist du in Flensburg ? tätig, also entweder in der Diako oder im Malteser KKHs. Sicher ist es dort nicht leichter gute Personal zu finden. Ich sehe den Grund einzig und allein in dieser Misere, die sicher auch im schönen Flensburg nix anders ist als im Rest dieser Republik.
Ich habe lange als Fachpfleger im OP gearbeitet und kenne diesen Problem seit ewigen Zeiten. Leider hat sich nix geändert, es ist so gewollt von Politik und den entsprechenden Fachverbänden. Ich hoffe es wird endlich durch die Installation der Pflegkammer besser.
 
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Microknee

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Wann verschwindet diese mittelalterliche Einstellung zur OTA endlich aus den Köpfen der Fach"pflege" für den OP?

Es wurde damit dem Personalnotstand in den OP´s entgegengewirkt und das mit Erfolg.
In "alten" Zeiten war es sehr wohl möglich auch ohne entsprechende Fachweiterbildung im OP zu landen. Da es die OTA-Ausbildung noch nicht gab, war es natürlich ohne Kpfl.-Examen nicht möglich.
Als ich 1982 im OP anfing, musste ich 2 Jahre im OP tätig gewesen sein, um die Fachweiterbildung beginnen zu können.

Als ich 1989 in dem OP anfing, in dem ich heute noch tätig bin, war ich die Einzige mit FwB-OP. Alle anderen waren exam. GuK´s oder befanden sich gerade in der FwB. Das habe ich auch damals schon nicht als Problem angesehen, denn erst nach dem Examen beginnt das eigentliche Lernen!

Jetzt als Leitung habe ich eine sehr hohe Meinung von der OTA-Ausbildung. Da ich auch bei den Prüfungen (sowohl praktisch, als auch mündlich) dabei bin, weiß ich, dass sich diese Ausbildung auf einem sehr hohen Niveau befindet.
Ich staune jedes mal, über welches Fachwissen die Schüler verfügen - auch in Anatomie, Berufskunde, Hygiene. Da stehen sie der Kpfl-Ausbildung in nichts nach. Und was den pflegerischen Aspekt angeht: auch dort werden sie ausgebildet, allerdings für den OP-Bereich.
Die meisten, die sich mal für den OP entschieden haben, haben sich von der klassischen Pflege verabschiedet.
Deshalb finde ich nach wie vor die Bezeichnung "OP-Pflege" falsch, da wir nicht pflegen - im klassischen Sinn!Inzwischen habe ich bei uns eine OTa-Ausbildung implementiert, die mit einem großen Haus der Maximalversorgung zusammenarbeitet. So kommen auch meine Azubi´s in den Genuß der großen Chirurgie und wir bekommen im Austausch die anderen Azubis für den Bereich, den wir im Ausbildungsplan erfüllen.

Macht die Augen auf und den Kopf zu!!
OTA´s sind die Zukunft - und die Bezahlung entsprechend GuK/OP hat sich in den meisten Häusern hoffentlich inzwischen auch etabliert. Allerdings kann ich nur für unser Haus sprechen, denn da ist es so.

LG Microknee
 
rolfwerner

rolfwerner

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So hat jeder eine Meinung zur Pflege, hier nun im besonderen zur Ausbildung für den Operationsdienst.. Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit im operativen Bereich und allen Bereichen operativer Behandlungen erlaube ich mir diese Meinung zu haben. Nach anschließenden Ausbildung und langjähriger Tätigkeit zum Lehrer im Gesundheitswesen und Leiter einer Fortbildungseinrichtung, habe ich weitere Erfahrungen sammeln können die mich in meiner Meinung bestätigen.
 
zeitgeist

zeitgeist

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Kann die o.g. Punkte nicht nachvollziehen. Wir arbeiten im OP ziemlich problemlos zusammen.
Das Arbeitsentgelt ist vernünftig geregelt und die Qualifikation der OTAs ist super.
 
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lulli00

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Ich habe es so verstanden das sie OTA sich eben 3 Jahre mit OP technisch relevanten Dingen beschäftig. Somit muß eine OTA besser sein als eine 3 Jährig ausgebildeter Pfleger, der OP in der Ausbildung gerade nur anreißt. Ich rede jetzt von dem Zeitpunkt nach Examen. Nicht hier frisch Examinierte OTA mit 50 Jährigen Op Pfleger vergleichen.

Ich weiß nicht was daran so schlimm sein soll. Die OTA ist eben genau auf den Job spezialisiert. Dafür kann man mit ihr in anderen Bereichen nix anfangen. Die OTA ist unflexibel und eingeschränkt. Im Gegensatz zum Pfleger der kann immer noch die Fachweiterbildung machen. (mal die Möglichkeiten die man aufgrund des Pflegenotstands hat außen vorgelassen)

Heute ist es so das man im Gesundheitswesen sich entscheiden muß in welche Richtung man sich spezialisieren will. Nicht wie damals eine Ausbildung gemacht und überall untergekommen. Das sieht man schon an der Fülle an neuen Fachweiterbildungen. in diesem Bereich gibt es immer noch die Fachweiterbildung Endoskopie und Operationsdienst. Pflege wirt eben immer professioneller und entsprechend wird die Ausbildung aufwendiger.

Im Wirtschaftlichen Bereichen ist so etwas gang und gebe. Warum sollte das im Gesundheitswesen nicht anders sein?
Ich bin gelernte Groß und Außenhandelskf. und mußte dennoch die Ausbildung zur Versicherungskauffrau machen um in der Versicherungsbranche arbeiten zu können. Auch wenn ich in der ersten Ausbildung durchaus Unterricht zu Versicherungen und Finanzgeschäft hatte, dennoch reichte das niemals aus um mit einem Versicherungsfachmann gleich auf zu sein. Ich wäre heillos untergegangen ohne diese Ausbildung. Und trotz das ich Versicherungs-, Groß- und Außenhandelskauffrau bin, bin ich nicht als Sozialversicherungskauffrau geeignet. auch da müsste ich wieder eine Ausbildung machen, genauso wollte ich Bankkauffrau sein, Speditionskauffrau oder Kauffrau im Gesundheitswesen. Aber alles Kaufmännische Berufe dennoch jeder auf seine Weise spezialisiert. Mich hat es zu Anfang der Ausbildung gewundert in wie vielen Bereichen mit dieser Allg. Ausbildung arbeiten kann und darf.

Und am Rand meine zusätzliche Qualifikationen die ich habe, werden gerne auf Station genutzt aber auch nicht extra bezahlt. Denn ich bin nicht eingestellt um die Administrativen Aufgaben auf Station qualitativ hoch zu bearbeiten. Ich bin eingestellt um zu Pflegen. Mein Vorleben ist auf meinem Gehaltsstreifen schei.ß egal. Obwohl es mich meine Arbeit an bestimmten stellen einfacher und mit Verstand machen lässt. wo Kollegen nur machen können weil man ihnen sagt das sie es so machen sollen ohne zu wissen warum. Einfach weil sie es in der Ausbildung nicht gelernt haben. (damit will ich niemanden denunzieren)

Mir kommt es vor das der ein oder andere Angst hat, das man ihm den Rang streitig machen könnte und es unfair findet das ein anderer das gleiche Geld bekommt. Letztendlich sind beide zu unterschiedlichen Zeiten auf dem gleichen Bildungs- und Verantwortungsniveau und das wird bezahlt, nicht wie lange man sich auf dem Schiff schon gehalten hat.
 
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Der Eine

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@rolfwerner,
Auch wenn ich Befürworte der Pflegekammer bin muss ich dir deine Illusion rauben:
Funktionstätigkeiten wie der OP stehen in der Agenda der Pflegekammern ganz tief unten und die OTA´s werden, als angeblicher "Nicht-Pflege-Beruf" , sogar von ihnen ignoriert (hatte zu dem Thema mit Mitgliedern der Pflegekammer schon Gespräche)
Mein Eindruck (Leider) : Die Pflegekammer hat sich damit abgefunden, dass der OP in einigen Jahren nur noch von OTS´s besetzt sein wird und Pflegekräfte dort nur noch Exoten sind. Die Regelung, wer dann was machen darf ist dann komplett in ärztlicher Hand.

LG Der Eine
 
rolfwerner

rolfwerner

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Das es überhaupt dazu kam OTA zuzulassen ist der Tatsache geschuldet, dass es immer weniger Pflegekräfte gibt und der Markt sicher für eine länger Zeit auch leer bleiben wird. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass kein Fachpersonal zur Verfügung stand, ergo musste eine Lösung her. Die Ausbildung zum OP-Fachpfleger/ Schwester dauert ca 5 Jahre, incl. dreijähriger Ausbildung und das hat seinen Grund. Es ist eben deutlich mehr als "Messer und Gabel" anreichen zu können . Die Fortbildung mit staatlichem Abschluss dauert eben nicht ohne Grund ein Paar Jahre nach der erfolgreichen dreijährigen Ausbildung zum Krankenpfleger / Krankenschwester.
 
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Microknee

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@rolfwerner,

du schreibst, dass du Lehrer im Gesundheitswesen bist.

Da stellt sich mir die Frage, ob du mal bei einer Prüfung der OTA´s anwesend warst und ob du die Ausbildungspläne der OTA´s überhaupt kennst?
Da ist, als wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.

Pflege lernt die Patienten zu pflegen, mit allem, was dazu gehört - das weißt du selber wahrscheinlich besser.

OTA lernt die Aufgaben und Zusammenhänge bei Operationen.
Dazu gehört ganz viel Anatomie, Berufskunde, Hygiene, Instrumentenkunde, Lagerungen, machen den Sterilisationskurs I und II, absolvieren den Strahlenschutzkurs nach RöV für den OP-Dienst, haben Krankheitslehre und lernen die Krankheitsbilder, müssen die OP-Abläufe für entsprechenden Operationen beherrschen, sind in der Anästhesie, in der Notfallambulanz, auf Station und in der Endoskopie eingesetzt.
Du siehst, sie lernen nicht nur das Anreichen von "Messer und Gabel".
Allerdings bin ich trotz meiner staatlichen Fachweiterbildung (haben auch nicht alle Fachweiterbildung en, die meisten sind verfügen nur über eine DKG-Anerkennung) der Meinung, dass die OTA-Ausbildung mit einer 3-jährigen Pflegeausbildung gleichzusetzen ist. Aber mit einem anderen Spezialisierungsziel.

In den OP kommt der Patient, um sein Krankheitsbild anhand einer operativen Maßnahme behandeln zu lassen. Daher besteht der Kontakt zwischen Patient und OP-Personal nur für den Aufenthalt im OP, bei dem der Patient aber meistens schläft. Das OP-Personal wird für diesen Zeitraum, den der Patient im OP verbringt alles tun, damit der Patient im Besten Sinne versorgt und von seinen Beschwerden befreit wird.

Das hat aber nichts mit Pflege im klassischen Sinn zu tun. Diese übernehmen nach der OP die GuK´s auf den Stationen, dafür werden diese 3 Jahre im speziellen ausgebildet.

Was haben mir die 3 Jahre Kinderkrankenpflege im Nachhinein gebracht?
Anatomie habe ich eigentlich erst richtig während der FwB gelernt, weil ich anhand der Praxis im OP auch sehen konnte, von was die Rede war. Dort wurde die Anatomie für mich plastisch.
Gepflegt habe ich seitdem nur meine Kinder, wenn sie verletzt oder krank waren.

Nur weil man selber den Weg der längeren Ausbildung (bei mir waren es insges. 7 Jahre, weil ich noch die 2 Jahre Berufserfahrung machen musste) absolvieren musste, heißt das doch nicht, dass die spezialisierte Ausbildung zur OTA schlechter ist.

Ich habe auch exam. GuK´s die den Wunsch zu Weiterbildung haben (sie werden sie auch 2017 beginnen können), trotzdem sind die fertigen OTA´s schneller eingearbeitet und flexibler einsetzbar.

Nachdem von vielen Institutionen (DKG, Pflegekammern und auch Gesetzgeber) versäumt wurde den OP-Bereich in die GuK-Ausbildung zu integrieren, brauchten wir uns über Personal- und Nachwuchsschwund nicht wundern

Mit Implementierung der speziellen Ausbildung für den OP (OTA) konnte zumindest bei mir der Personalstand deutlich angehoben werden:)

LG Microknee
 
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Der Eine

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Ich kann rolfwerner Recht geben, wenn es um die Ursache der Implementierung der OTAs geht.
Allerdings hat sich beides weiterentwickelt: Die Pflegeausbildung und die OTA Ausbildung. Daher hat Microknee recht, wenn er feststellt, dass die OTAs inzwischen eine gute, hochwertige Ausbildung machen und sie damit nach der Ausbildung meist vielseitig eingesetzt werden können. Diese Erfahrung habe ich auch in unserem OP gemacht.
Im Gegensatz dazu hat die Ausbildung der Gesundheit-und Krankenpflegekraft sich in eine Richtung entwickelt, die einen Einstig in den OP-bereich immer schwieriger macht. Beispielsweise ist es inzwischen (theoretisch)möglich, die Pflegeprüfung ohne Anatomiekenntnisse zu bestehen, da Anatomie nur noch im minimalem Maße in die Bewertung eingeht. Das größere Gewicht wird auf Pflegeplanung und ganzheitliche Versorgung der Patienten gelegt.
Die Folge daraus ist, dass in unserem 7 Fakultäten-OP die Einarbeitung einer neuen OTA aus einem anderen Haus bis zu einem Stand, in dem sie in allen Bereichen voll einsetzbar ist etwa 9 Monate dauert.
Eine Krankenschwester die direkt nach dem Examen kommt braucht dazu etwa 2,5 Jahre . Natürlich hängt es auch vom persönlichen Einsatz der jeweiligen Person ab.

Ich persönlich finde es Schade, dass dieses Thema OP-Personal vs.OTA heißt. Es wäre viel besser, wenn alle in der Funktion tätige Kräfte sich zusammentun würden und wir uns, wie die Ärzte, als eine Einheit empfinden würden: OP- und AN- Pflegekräfte UND OTAs und ATAs.
Zusammen können wir einiges Bewegen. Aber dadurch, dass wir uns immer gegenseitig bekämpfen machen wir es allen anderen leicht, über uns zu Bestimmen.


LG der Eine
 
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Deus ex Machina

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Sollte sich Ihre Art der Auseinandersetzung in gleicher Weise und weiteren persönlichen Angriffen bar jeder Diskussionskultur fortsetzen, wird dieser Beitrag Ihr einziger in diesem Forum bleiben.
Die Installation der „Berufe“ OTA und ATA waren überflüssig und schadeten dem Ansehen
des Berufsbild Krankenpflege schwer und nachhaltig.
Des Weiteren ist es ein Betrug an den Auszubildenden, an den Patienten und den
Steuerzahlern! Ich hoffe ich habe niemanden vergessen.
Letztlich werden diese „Berufe“ dafür sorgen, dass die qualifizierte Krankenpflege, so wie
sie bisher gedacht war und praktiziert wird, ihrem Ende entgegen sieht.
Es sind letztlich politische Entscheidungen, es geht ums Geld und auch darum, nur ja kein
Pflänzchen im Krankenhausbetrieb gedeihen zu lassen, das womöglich emanzipiert und
kompetent genug werden könnte um mehr zu sein als nur der Anreicher von Messer und
Gabel.
Das, was es aber zum Skandal macht ist die Tatsache, dass die Spaltpilze und Abwickler
der qualifizierten Krankenpflege aus den eigenen Reihen kommen.
Ob nun Stationsleitungen, PDL´s oder Pflegedirektionen, alle machen diesen ausgemachten
Schwindel mit, ja begrüßen ihn sogar noch als Fortschritt und agieren so als Totengräber
ihres eigenen Berufsstandes.

Die „Extragescheiten“ aus dem Bereich der Pflegewissenschaft lasse ich hier mal außen vor,
die haben vorsichtshalber den Elfenbeinturm ihrer Pseudowissenschaft noch nie verlassen
wohl wissend, dass sie der Konfrontation mit der Wirklichkeit auch nicht standhalten würden.
Bemerkenswert dumm ist in diesem Zusammenhang das Statement der „Führungskraft“
Microknee, hier im Forum. Zitat:
Macht die Augen auf und den Kopf zu!! OTA´s sind die Zukunft
Dieser Satz und ihre freimütiges Geständnis, das ihr die Ausbildung zur Kinderkranken-
schwester, für ihren jetzigen Job, gar nichts brachte gibt berede darüber Auskunft mit
welcher Sorte „Führungskraft“ wir es hier zu tun haben.

Fakt ist, mit der Zunahme der an die Pflege gestellten Aufgaben und dem Anstieg von
medizinisch/pflegerischem Wissen stiegen auch die Voraussetzungen zum erlernen dieses
Berufes sowie die Komplexität und die Dauer der Ausbildung. Später kamen, logisch und
folgerichtig, die Fachqualifikationen hinzu.
Auch hier wurde sukzessive immer mehr von den Bewerbern verlangt.
Man kann sich darüber streiten ob diese Entwicklung nun unbedingt in einer Akademisierung
münden muss aber, dass dieser Beruf einen weiteren Aufwertung verdient hätte steht für
mich fest.
Ich frage mich, was ist, bzw. war, an diesem Konzept falsch? Irrten die sich die Altvorderen,
als sie, vor etwa 100 Jahren begannen die Ausbildung in diese grundständigen Bahnen zu
lenken? Nein- natürlich nicht, falsch ist was heute läuft!

Die Idee die hinter dem Beruf der qualifizierten Krankenpflege ist letztlich dieselbe wie sie
bei der Ausbildung von Medizinern Anwendung findet.
Auch Ärzte sind z.Z. knapp auf dem Markt, ihre Ausbildung ist sehr teuer und bis zum
Facharzt können schon mal 12 Jahre vergehen.
Auch dort könnte man sich doch viele Jahre der Ausbildung sparen, wenn man die Leute
nur noch in den Bereichen schult in denen sie später auch eingesetzt werden, oder?
Nein, natürlich nicht!
Komplex und ganzheitlich ausgebildete Mediziner stellen einen erheblichen Mehrwert
gegenüber schmalspurig ausgebildeten Fachidioten dar und kein Mensch (klarer Verstand
vorausgesetzt) würde das ernsthaft infrage stellen.

Zu Beginn ist die Erlangung eines möglichst breit gefächerten Abschlusses der erste und
wichtigste Baustein um qualifiziert seinen Dienst an kranken Menschen verrichten zu können.
Daran schließen sich, je nach Neigung und Können, die verschiedensten Qualifikationen an.
Am Ende steht eine Kollege, menschlich und fachlich gereift, erfahren und mit jeder Menge
Expertise und Sachverstand versehen für die Arbeit parat.
Ein Gewinn für den Patienten, für die Gesellschaft vor allem auch für den Mitarbeiter selbst.
Das spiegelt sich nicht nur in der Reputation wieder welche z.B. eine OP- Schwester einst in
unserer Gesellschaft genoss, das zog auch den fähigsten Nachwuchs an.

Und was haben die Microknee´s dieser Branche, die „studierten Experten“ und angepassten
Ja- Sager von heute aus diesem Idealbild gemacht?

Am Arsch die Waldfee!

Aber mal ehrlich, was war die deutsche Krankenschwester je mehr als ein Aschenputtel!
Dieses Bild hat in Deutschland Tradition, das muss doch erhalten bleiben!
Gut ausgebildetes Pflegepersonal kann viel,- ist deshalb teuer, niveauvoll, emanzipiert,
kompetent, selbstbewusst und vor allem, es kann sich wehren!
Alles Eigenschaften die in einer geschlossenen anachronistischen Gesellschaft, sprich,
in einem deutschen Krankenhaus, nicht gewünscht sein können!
Für die absolute Mehrzahl derer die hierzulande „Führungsverantwortung“ tragen sind ATA´s,
OTA´s und OP- Pflegekräfte doch nichts weiter humanoide Arbeitsautomaten, Zahlenkolonne,
Werkzeuge und Kostenfaktoren, sonst nichts!
Freilich, zugeben würden sie das nie, dazu fehlt ihnen schlicht die Courage! Nebenbei,
mittlerweile auch der Durchblick.

Nun aber, nach all den Flausen von Pflegeforschung, Pflegewissenschaft, Pflegekammern
und den Gelaber von „weitere Akademisierung der Pflege“, den Fachqualifikationen und
den sonstigen Zuwächsen an Kompetenz und der Tatsache, dass dieser Beruf in den
meisten europäischen und angelsächsischen Ländern längst ein Studienberuf ist, musste
sich dieses System natürlich auch etwas einfallen lassen.
Entweder man entwickelt diesen Beruf steig weiter, oder man geht den Weg den diese
Microknee propagiert.
So einfach abschaffen kann man diesen Beruf ja nicht, das würde vom „Wähler“ bemerkt
werden.
Also lässt man ihn langsam ins Leere laufen, man schleicht in aus.
Wobei man nach außen den Schein von Qualität und Professionalisierung weiter
aufrechterhält, vorerst. Nach innen allerdings beutet man die Pflegekräfte weiter
hemmungslos aus, als gäbe es kein morgen.
Fake- Tarifabschlüsse ausgekungelt von Fake- Gewerkschaften, Fake- Personalführungen
und als Sahnehäubchen oben drauf noch mehr Arbeitsbelastung.
Dass das die Beschäftigten merken würden war denen klar, dass diese, sobald sie könnten,
mit den Füßen abstimmen würden auch.
Selbst die Erkenntnis, dass die neuen Discount-Kräfte nicht schnell genug produziert
werden würden konnte diese Chefstrategen nicht ins nachdenken bringen.

Aber wer nun denkt, das dieser Niveaulimbo nicht noch tiefer geht der kennt diese „Profis“
schlecht. Wann immer die Ergebnisse ihrer „Qualitätsführung“ zu sehr ins Kontor schlagen
und als eine der Folgen davon das Personal knapp wird, kommen die auf die immer gleiche
Lösung.
Sie senken das Niveau und plündern das Ausland.
In den 90zigern waren es Kräfte vom Balkan, später Spanier, Russen, Italiener und zukünftig
sollen wohl Chinesen aushelfen. Was kommt als Nächstes auf die Patienten zu, Eskimos?

Wer zudem Pflegepersonal nur rein fiskalisch betrachtet opfert auch die Fachkrankenpflege
ohne jeden Skrupel auf dem Altar der ökonomischen Zweckmäßigkeit, die Hauptsache- die
Kasse stimmt.
So betrachtet ist es natürlich geradezu töricht dem neuen Sternen am Instrumentierhimmel
mehr Programm aufzuspielen als es für die Verrichtung ihrer täglichen Arbeit unbedingt
notwendig ist.
Wobei es schon ein wenig verwundert, das man wenigstens bei der Wahl der neuen
Berufsbezeichnungen (OTA) Ehrlichkeit walten ließ und mit dem Kürzel
„technischer Assistent“ unmissverständlich klar machte worum es bei diesen Jobs
tatsächlich geht. Nämlich wirklich nur noch, um das anreichen von "Messer und Gabel"!
Von einer Ganzheitlichkeit und hoher Qualität, wie sie die Pflege einstmals geradezu
gebetsmühlenartig für sich reklamierte hat man sich unterdessen leise verabschiedet.

Wie aber demontiert man nun einen für die Gesellschaft so wichtigen Beruf, der dazu immer
noch mit einen hohen Sozialprestige behaftet ist?
Im Grunde ist es ganz einfach.
- Man sourct die Filetstücke dieses Berufes aus und sorgt so dafür, dass der Rest
unattraktiv erscheint.
- Man bewirbt diesen Beruf nicht mehr und wenn doch, dann mit jeder Menge subtiler
Botschaften die auf diese hedonistisch erzogene Jugend eindeutig abstoßend wirken muss.
- Man sorgt rechtzeitig dafür, dass die Pflegeschüler erst gar nicht mehr in die
Funktionsabteilungen reinschnuppern dürfen.
- Man unterwirft hochqualifiziertes Pflegepersonal oft einer Führung dessen einzige
Qualifikation die zu seien scheint- keine zu haben.
- Man bezahlt qualifiziertes Fachpersonal so etwa 5-10% über den von angelerntem
Hilfspersonal, wenn möglich in der gleichen Abteilung.
- Man sorgt durch geeignete Maßnahmen dafür, dass die mittlere Verweildauer in diesen
Beruf möglichst gering ist, den Rest besorgt die Mundpropaganda.

(Ich erhebe bei dieser Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

Sollte sich doch einmal eine Pflegekraft in Richtung Funktionsdienst verlaufen und sogar die
Fachweiterbildung absolvieren wollen, dann bezahlt sie diesen Ambition mit jeder Menge
Minusstunden, Geldabschlägen und nicht selten ohne anschließend einen Pfennig mehr zu
verdienen. Anschließend darf sie sich aber umso krasser rumschicken lassen.

Aber die nächste Runde, in der nach unten offenen Qualitätsspirale, ist bereits eingeläutet.
Die Verantwortlichen, sprich die Verantwortungslosen, in den Pflegeetagen jubeln ja gerade,
Land auf und Land ab, ob der vielen Fachpflegehelferschulen die jetzt gerade aus den
Boden gestampft werden.
Es stellt sich die Frage, wer wird sich dort bewerben wollen?
Die biodeutsche Jugend wohl eher nicht, die lungert lieber in den Unis ab und lässt sich mit
Laber- Studiengängen bespaßen.
Und als hätte man es nicht geahnt, offenbarte sich jüngst auch die Antwort auf diese Frage
nämlich, für wen das alles initiiert wird?
Für Merkels beste Freunde natürlich!
Jene „neu Dazugekommenen“, die seit 2015 schon so einige Beispiele ihrer ausgeprägten
sozialen Kompetenz aufblitzen ließen.
Ob das den „schon länger hier Lebenden“ gefällt oder ob die sich maximal übergangen und
betrogen dabei vorkommen, wen schert’s? Entscheidend ist, noch billiger geht es nicht!

Fazit: Wenn heute die „Strategen“ in den Chefetagen jammern, das ihnen das Personal
ausgeht und sie deshalb gezwungen waren diese „neuen Berufe“ zu kreieren, dann ist das
eben eine glatte Lüge!
Dann ist das so, als wenn sich ein Dieb darüber mokiert, das er zu wenig Beute macht, weil
sich die potentiellen Opfer jetzt besser schützen.
Auch die Nummer mit dem demographische Wandel zieht nicht, denn der ist seit
Jahrzehnten bekannt. Wie man Personal richtig führt, richtig qualifiziert und ans Haus bindet,
auch. Ja und Personalbedarfsplanung ist nur für die eine Mysterium deren IQ unter 90 ist.

Nein, die Wahrheit ist, diese Entwicklung ist sorgfältig orchestriert und folgt einer Agenda.
Damit diese erfolgreich umgesetzt werden konnte mussten vorher die Schaltstellen mit
entsprechend präpariertem „Führungspersonal“ besetzt werden.
Diese (vor allem) Frauen sind jetzt dran und verdammt gut darin das deutsche Krankenhaus
so richtig gegen die Wand zu fahren!
Es gibt noch eine andere Gruppe die an dieser verhängnisvollen Fehlentwicklung Schuld trägt,
WIR- die Pflegekräfte!
Ohne jeden erkennbaren Widerspruch nehmen wir einfach alles ihn! Selbst, dass unser Beruf
auf diese Weise diskreditiert wird.
Mehr noch, ich habe den Eindruck, dass es der Mehrheit tatsächlich auch egal ist und einen
Berufsstolz kann ich schon lange nicht mehr feststellen.
Nur, mit einer innerer Entfremdung zu diesem Beruf, der sich wegen der schlechten
Arbeitsbedingungen eingeschlichen haben könnte, kann man das sicher nicht allein begründen.

P.S.: Wie habe ich es damals begrüßt, als die alten Mütter-Oberinnen, mit ihrem schon peinlich
wirkenden Herrschaftsgebaren, endlich in Rente gingen. Ich wähnte, das mit ihren Abgang nun
endlich jener Fortschritt in die Krankenhäuser einziehen würde welcher in gut geführten
Industriebetrieben längst an der Tagesordnung war und seitdem als Garant für Entwicklung und
Erfolg steht.
Welch eine kolossale Fehleinschätzung!
 
M

Microknee

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"Deus ex machina" = auftauchen einer Gottheit (mit Hilfe einer Bühnenmaschinerie)! So liest sich auch dein Text!

Ich finde es eine Unverschämtheit, wie sie, ohne mich und meinen Backround zu kennen, auf beleidigende Art und Weise zitieren.
Leider sind sie sehr weit von Realität entfernt, wenn sie behaupten, dass OTA´s knapp über Pflegehelfer entlohnt werden.
So eine Schwachsinn kann nur jemand posten, der keine Ahnung hat oder in einem Haus/OP tätig ist, wo mit den Kollegen umgegangen wird, wie er es hier beschreibt.
Haben sie sich eigentlich schon mal mit den Inhalten einer OTA-Ausbildung auseinandergesetzt und über ihren eigenen Tellerrand hinausgeblickt?

Bei uns im Haus werden die OTA nach TVöD entlohnt und das ist eine Entgeltgruppe höher als die GuK.
Ich will mich hier nicht rechtfertigen müssen, aber ich habe ein tolles Team, welches aus GuK´s, Fachpflege OP und OTA´s besteht. Wir haben einen Personalstand, von dem können viele OP´s nur träumen. Unsere Fluktuation ist gleich null, außer jemand ist schwanger oder geht in Rente. Selbst die schwangeren Mitarbeiterinnen kommen nach einem Jahr Elternzeit wieder, weil sie ihre Arbeit und das Team vermissen. Diese bekommen nach der EZ ihre Dienstzeiten genau auf die Kinderbetreuung zugeschnitten.
Ich arbeite mit Wunschplan und schaffe es jeden Monat alle Wünsche der Mitarbeiter zu erfüllen.

Die GuK´s in meinem Team bekommen alle die Gelegenheit die Fachweiterbildung zu absolvieren. Dieses Ansinnen wird auch von der GF in allen Belangen unterstützt. Und niemand wird hinterher schikaniert. So ein Blödsinn!

Also, wie kommen sie dazu zu behaupten, ich würde meinen eigenen Berufsstand demontieren?
Ich habe in unserem OP für einen guten Skillmix gesorgt, den Altersschnitt gesenkt und Bewerber, die ich auf die Warteliste setzen muss und darf (aus Sicht der Bewerber).Ich habe es geschafft, für eine Mitarbeiterin eine Entfristung zu erreichen, obwohl unser Stellenplan bereits übererfüllt ist.

Eigentlich lästern sie in ihrem Post über alle:
Pflegewissenschaftler, Führungskräfte, PDL´s, Mutter Oberin, Geschäftsführer, usw und unterstellen denen einen IQ von unter 90.
Und Frauen fahren alles an die Wand:spinner:

Wie arrogant sind sie eigentlich? Oder spricht aus diesem Post eine große Frustration, weil alles, was sie da beschrieben haben, von ihnen persönlich so erlebt wurde? Dann tun sie mir leid und ich kann sie nur bedauern.

Auf der einen Seite feiern sie die Verabschiedung der "Mutter Oberin" und deren Herrschaftsgebahren, auf der anderen Seite begrüßen sie den Fortschritt im Krankenhaus und möchten diesen in Form eines Industriebetriebes.
In einem Industriebetrieb geht aber weit mehr um Zahlen durch Outsourcing ins Ausland, Leiharbeit, Billiglohniveau, Fachkräftemangel und Börsennotierung, damit die Kasse für die Manager stimmt.

Schönes Leben noch!
 
M

Microknee

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Guten Morgen Fripi,

ich meinte damit höher als bei den Guk´s, die auf den Stationen tätig sind.

Ansonsten werden OTA und Guk im OP gleich entlohnt.

LG, ruhigen Dienst!
 
OP-Assi

OP-Assi

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Microknee hat eigentlich schon einiges gesagt, dem ich mich einfach nur anschließen möchte. Aber lieber Deus Ex, soetwas kann ich nicht einfach unkommentiert dastehen lassen. Mit den Trollen im Internet ist es ja so, dass man auf sie am besten gar nicht eingeht.

Doch, da dies hier kein belangloser Facebook-Post ist, sondern eine ernsthafte Forumsdiskussion, sieht es schon wieder anders aus. Hier versuchen sich vielleicht manche ernsthaft zu informieren.

Mir kam beim Lesen deines Posts auch als erstes der Gedanke, dass du fürchterlich frustriert sein musst. Das ist allerdings keine Rechtfertigung.

Neue Berufsbilder, wie OTA und ATA, folgen dem allgemeinen Trend der Spezialisierung. Sie konkurrieren nicht mit der Gesundheits- und Krankenpflege, sondern ergänzen sie. Wegen der Chancen und Arbeitsplätze musst du dir gar keinen Kopf machen. Die gibt es immer noch im Überfluss. So schnell wird sich das nicht ändern. Da muss also auch keiner einem Ende entgegensehen! Bedenke alleine, wie viele Fachrichtungen es im klinischen Alltag abzudecken gilt.

Es ist, mit Verlaub, einfach eine Verirrung, die Qualifikation an den zwei verschiedenen Berufstiteln festzumachen.

Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/innen rotieren durch sämtliche Fachgebiete im ganzen Krankenhaus. Sie schauen auch mal kurz im OP vorbei, gewinnen aber nicht detaillierten Einblick in die verschiedenen Spezialisierungen. OTA-Schüler/innen haben nur mit der Chirurgie zu tun, rotieren aber durch sämtliche Spezialgebiete im OP.

In beiden Ausbildung werden Anatomie & Physiologie gelehrt. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten natürlich. Das nötige Hintergrundwissen für die Versorgung chirurgischer Fälle in Rettungsstellen und Operationseinheiten sowie von Patienten in der Endoskopie wird OTA’s entsprechend vermittelt.

Wenn ein Krankenpfleger sein Examen ablegt, hat er einen sehr guten Überblick über die Medizin aus pflegerischer Sicht. Er ist noch nicht spezialisiert und kann theoretisch auf jeder Station bzw. in jeder Abteilung anfangen. Durch seine Arbeit in einem bestimmten Gebiet, wird er darin zwangsläufig besser. Eventuell macht er sogar eine Fachweiterbildung und vertieft auch den theoretischen Hintergrund auf dem besagten Gebiet. Zum OP-Fachpfleger könnte er sich offiziell in zwei Jahren weiterbilden. Daher kommt der gerne erbrachte 3-gegen-5-Jahre-Vergleich.

In der Pflegeausbildung wird sehr viel Wissen vermittelt, was im OP-Bereich nie wieder gebraucht wird. Abgesehen von den naturwissenschaftlichen Grundlagen, die teils auch noch vertieft werden müssen, lernt der Fachpfleger also alles Nötige, sobald er im OP eingearbeitet wird und seine Schule zur Weiterbildung besucht.

Ein Operationstechnischer Assistent legt nach drei Jahren seine letzte Prüfung ab und hat alles Handwerkszeug, um im OP zu arbeiten. Er hat sich von Anfang an spezialisiert und ist daher mit einer Fachpflegekraft vergleichbar. Auch er wird natürlich, mit zunehmender Arbeit auf einem speziellen Gebiet, darin besser.

Es versteht sich von selbst, dass der OTA nicht auf der internistischen Station des Hauses arbeiten kann, was ja auch nicht der Anspruch ist. Eine Maurerin ist nicht schlechter qualifiziert als eine Dachdeckerin. Wenn die Maurerin auch Dächer decken möchte, muss sie das trotzdem erst erlernen. Wenn die Dachdeckerin Mauern hochziehen möchte, muss sie das erst erlernen.

Die Arbeit im OP ist so speziell, dass sogar die Fachpfleger/innen zu Weilen sagen, es sei gar keine Pflege. Dann ist es doch nur konsequent den Beruf auch Leuten zu öffnen, die sich nicht in der klassischen Pflege – der Pflege am Bett – sehen. Eben für Personen wie mich. Ich kann euch versichern ich werde nicht weniger emphatisch sein in drei Jahren, weil ich nicht genug mit wachen Patienten gearbeitet habe. Ich habe diesen Beruf auch ausgesucht, weil ich Menschen helfen möchte gesund zu werden. Wir haben das selbe Ziel. Ich kümmere mich nur um einen anderen Abschnitt der Patientenversorgung. Alle Krankenpfleger/innen, die auch im OP wollen, sind mir herzlich als meine Kolleg(inn)en willkommen. Ich habe in meinen Praktika bisher gesehen, dass beide Berufsgruppen super zusammenarbeiten können. Es ist auch nicht so, dass ich je jemandem an seiner Arbeit angesehen hätte, ob er „nur“ OTA sei.

Beste Grüße!
 
B

BS_FKpflOP_BBA

@Microknee, ich habe mich aus Interesse bezüglich der Unterscheidung von OTA´s und Fachpfleger im WWW bewegt. Für Sie habe ich mir nun die Mühe gemacht, mich hier aktivieren zu lassen.
Was Sie hier für Sprüche und Halbwissen als "Leitung" von sich geben, ist erschreckend. Ich hoffe Sie sind im OP noch einer Führungskraft unterstellt und bekommen Ihre Grenzen aufgezeigt. Noch besser, Sie sollten gehen und den Job andere machen lassen, Profis.

Abgesehen davon ist es toll, das Ihre OTA´s gut ausgebildet sind, aber sie vergessen, dass hier Inhaltlich die jeweilige Schule verantwortlich ist. Es gibt niemanden der diese Ausbildung kontrolliert und transparent macht. Jeder OTA muss leider individuell betrachtet werden. In jedem P.-Gespräch müssen einfachste Dinge erfragt werden. FKrpf dagegen genießen zumindest eine Bundesland einheitliche Ausbildung, welche keine Wissensausreden zulassen.
Aber garantiert finden Sie gleich eine Argument.
Ich würde Sie umgehend freisetzen, dass was Sie hier von sich geben, genügt schon!

LG
 
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Fripi

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@Microknee, ich habe mich aus Interesse bezüglich der Unterscheidung von OTA´s und Fachpfleger im WWW bewegt. Für Sie habe ich mir nun die Mühe gemacht, mich hier aktivieren zu lassen.
Hättest du dir auch sparen können wenn du ohne Inhaltlich auf irgendwas einzugehen rumpöbeln willst

Ich würde Sie umgehend freisetzen, dass was Sie hier von sich geben, genügt schon!

LG
Pfft. Du bist doch eh nur eine Sockenpuppe von DEM...
 
B

BS_FKpflOP_BBA

Das Sie meinen Post nicht verstehen, ist mir mit Ihrem einen falschen "Satz" schon klar. Keine Ahnung haben, aber hier Posts sammeln wollen.
 
M

Microknee

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@BS_FKpflOP_BBA :

Können Sie eigentlich auch was konstruktives vorbringen oder kann man ihre Post´s als eine Ansammlung von polemischen Sprüchen ohne Hintergrund bezeichnen?

Ich frage jetzt nicht, was Sie so gg. meine Post´s aufbringt, weil Ihre beiden inhaltlich komplett niveaulos und leer sind.
Nur angreifen ohne konstruktive Kritik interessiert mich eigentlich nicht.
Ich antworte auch lediglich, weil ich solche Unverschämtheiten so nicht stehen lassen kann.

Wenn Sie behaupten jede OTA-Schule ist für den Inhalt ihres Curriculums selber zuständig und verantwortlich, muss ich dem widersprechen.
Das Curriculum, die Inhalte, der Stundenumfang, die theoretischen und praktischen Ausbildungsvorgaben werden, zumindest bei unserer OTA-Ausbildung von der DKG bestimmt. und auch kontrolliert. Sonst erfolgt keine Prüfungszulassung. Wenn das bei Ihnen anders ist, kann ich nichts dafür.

Die Ausbildungsinhalte der Fachkrankenpflege sind ebenso von der DKG vorgegeben.
Den Ablauf, die Theorieblöcke und die jeweiligen Praxiseinsätze (Rotationspläne) darf sowohl die OTA-Ausbildung als auch die Fachkrankenpflege selber bestimmen.
Was ist denn bei Ihnen "bundeslandeinheitlich" geregelt?

Tut mir leid, dass Sie sich wegen mir in diesem Forum angemeldet haben, aber mit solchen Post´s hätten Sie sich das auch sparen können. Beleidigungen hervorbringen und Inkompetenz unterstellen ist nicht zielführend und braucht kein Mensch.

Pech, aber ich bin Leitung und habe keine weitere Führungskraft über mir. Von so jemandem wie Ihnen brauche ich mir nicht sagen lassen, wie ich meinen Job zu machen habe.
Und wenn Ihnen meine Ansichten, Meinungen und Äußerungen nicht passen, ist das Ihr gutes Recht, welches aber nicht auf eine derartige Art und Weise kundgetan werden muss.
Da sie scheinbar der "Profi" sind, verhalten Sie sich bitte auch in einem anonymen Forum professionell!!
 
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