Offenes Treffen von Pflegekräften in SH

nachteule44

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Hallo,
ich wollte mal fragen ob noch jemand morgen am 4. Oktober nach Schleswig kommt um am offenen Treffen von Pflegekräften teilzunehmen??
Ich habe diesen Termin in der Zeitung gelesen.
Das Thema: "NEGATIVE DARSTELLUNG DER KRANKEN-U. ALTENPFLEGE IN DEN MEDIEN."
Es soll morgen um 20 Uhr in der Brauerei in Schleswig stattfinden.

Ich habe mich z.B. wieder mal sehr über die Berichterstattung in den Zeitungen der letzten Wochen geärgert.
Kein einziges Mal wurde erwähnt das evtl. Pflegemißstände auch durch die völlige Überlastung der Pflegekräfte kommen könnte, das zu wenige eingestellt werden... Das immer mehr Dokumentation verlangt wird u. die Zeit uns am Patienten oder Bewohner fehlt... aber nein, es wird nur in den Zeitungen geschrieben, das noch mehr Kontrollen von MDK, Heimaufsicht, u.ä. stattfinden werden.
Bei diesen Kontrollen wird aber häufig herumgeschwindelt "das die Balken brechen". Ich finde es nach 25 Jahren in der Pflege langsam unzumutbar.
Müssen wir nicht mal langsam auch mal aufstehen und sagen "Stopp, so können wir nicht weitermachen!"
Vielleicht sind solche Treffen, wie z.B. morgen in Schleswig der Anfang...?

Wäre schön wenn noch mehr Leute hinkommen würden, vielleicht schreibt ihr mir ...
lg, Tina
 
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Valentina

Valentina

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Liebe Tina,
Ich finde es nach 25 Jahren in der Pflege langsam unzumutbar.
Müssen wir nicht mal langsam auch mal aufstehen und sagen "Stopp, so können wir nicht weitermachen!"
Willkommen im Club - leider will kaum einer aufstehen!
Lies doch mal weiter oben unter Berufspolitik das Thema "Entwurf einer Petition" oder unter On-Topic "Aufstehen statt schlafen".

Wer ist denn der Veranstalter des Treffens?
Leider ist SH doch eine ganze Ecke von meinem Bundesland entfernt und der Termin recht kurzfristig...:sick:
Vielleicht sind solche Treffen, wie z.B. morgen in Schleswig der Anfang...?
Das wäre schön, vor allem wenn (außer solidarischem Selbstmitleid) etwas dabei heraus käme!
Gruß
Valentina
 
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flocky

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Ich komme zwar aus SH aber das schaffe ich trotzdem nicht - ist leider recht kurzfristig . Ich habe bisher nicht in der Tagespresse gelesen ?
Wenn du hingehst wäre es schön wenn du berichten könntest.
:sad:
Flocky
 
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C.Tina

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Hallo Tina...

Das wäre sicher sehr interessant und ich würde dort auch gerne hingehen,aber wie meine *Vorschreiber* muss ich sagen,das es zu kurzfristig ist.
Ein Weg wären für mich knapp 700 km.


LG,Tina :icon_wave
 
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exam. Altenpflegerin
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Arbeitsgruppe Palliative Care
stinkfisch

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oh mann,

aus gesprochen schade,das ich das nicht früher gewußt habe!!!

jetzt ist es zu spät-das krieg ich nicht mehr hin :sad:

aber über berichterstattung würde ich mich sehr freuen. vielleicht sind ja auch weitere treffen geplant??...
 
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ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
nachteule44

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Hi, nett das ihr trotzdem geantwortet habt, auch wenn es für euch entweder zu weit oder zu kurzfristig ist. Ja, tut mir leid, ging nicht eher mit der Info.
@ Valentina... weiß nicht wer der Veranstalter ist. Kann dir morgen sicher die Information geben. Danke für die Tips für die Themen, sehe ich mir noch an.
@flocky,stinkfisch,... Werde euch auf jeden Fall von dem Treffen berichten, bin selbst sehr gespannt darauf... (!)
bis bald, Tina
 
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nachteule44

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Hallo...
war gestern beim Treffen für Pflegekräfte in Schleswig...
mich persönlich hatte die Resonanz ziemlich enttäuscht, denn wir saßen doch wirklich NUR mit 8 Leuten am Tisch!
Jemand erzählte das manche Kollegen nicht kommen wollten weil sie damit ihre Schuld eingestehen würden bzgl. der Pflegemißstände.
Ich konnte es kaum fassen als ich dies hörte...
Übrigens, der Initiator für dieses Treffen war privat, ein Krankenpfleger aus dem psychiatrischen Bereich. Er hatte sich die Mühe gemacht viele Häuser anzuschreiben oder anzurufen. Die Ironie dabei war, das er auch das Haus in dem ich arbeite anrief und die PDL ohne Kommentar den Hörer aufgelegt hat. Was soll mir das sagen...?
Für die Zeitung, als Werbung und Info für das Treffen hatte er einen ausführlichen Artikel vorbereitet. Doch hatte die Zeitung es auf einen kaum auffindbaren kleinen 2-Zeiler reduziert.
Das Fazit des Treffens war, das wir jeder in seinem Bereich versuchen wollen Angehörige, Patienten, sowie Heim-u. Seniorenbeiräte zu mobilisieren für uns zu 'sprechen'.
Erstmal ist geplant, sich weiterhin in regelmäßigen Abständen zu treffen und natürlich andere Pflegekräfte zum Mitmachen zu motivieren.
Vielleicht ist es ein Anfang...?
Also, wie ihr seht kann ich noch nicht all zuviel berichten, aber alles fängt ja mal klein an, nicht wahr.
ciao, Tina
 
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flocky

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Es wäre schön ,wenn du uns/mich über den nächtesten Termin rechtzeitgi informieren könntest, gern auch per PN
Flocky
 
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Der nächste Termin steht!!!!!!
Am 8. November um 20 Uhr in der Brauerei (gaststätte) in Schleswig.

Wäre schön wenn so viel Leute wie möglich kommen würden.
gruß, flensburg
 
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knigge

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Hallo Flensburg 1963,

gibt es dazu auch einen speziellen Einladungsdruck, den man verteilen kann?

Mit Thema etc.

Gruss
knigge
 
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Bernd-Kl

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Hallo Flens....

ich sitze hier in Niebüll und am 8.11. lag ich leider unter dem Messer im KrHs.
ABER: Ich meine, wenn ich von dem nächsten Termin erfahre, will ich mich bemühen, diesen im Kollegium "breit zu treten".
Schleswig ist ja keine Entfernung. Ich selbst werde nicht hin fahren, da ich ja zur Leitungsspitze gehöre (und die wollen ja immer nur vertuschen und alles schön reden, lach), würde mich aber freuen, wenn es mir gelingt, ein paar Kolleg/inn zu motivieren.
Wäre sogar bereit, in Bezug auf die Fahrtkosten mit mir reden zu lassen, denn ich finde derartige Treffen immer wichtiger.
Denn: Wir müssen uns anpassen und dabei aufpassen, dass wir nicht verpassen zu sagen: Das passt uns nicht.

Gruß

Bernd
 
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stinkfisch

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heyho,

ich wollte mal fragen, wie es gewesen ist. ich bin ja dirch meine schrotte HWS immer noch ans traure heim gefesselt und konnte deshalb
auch nicht kommen....

sonnige grüße aus lübeck
 
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Hallo Bernd u. stinkfisch,
gute Besserung erstmal euch beiden. :)
da dieses Pflegetreffen unglaublicherweise nicht den großen Anklang fand, weiß ich noch nicht ob weitere Treffen geplant sind.
@stinkfisch... nichts ist am 8.11. gelaufen, wegen fehlender Beteiligung (ich konnte leider auch nicht wegen Nachtdienst)
@Bernd... lasse dir über Privatnachricht eine Kontakt Tel.Nr. zukommen, um zu erfahren ob nächstes Treffen geplant ist.
Finde es übrigens sehr gut, das du soetwas bei deinen Mitarbeitern fördern willst. Es ging bei dem 1. Treffen auch auf keinen Fall darum den Arbeitgeber "fertig zu machen".

Wenn ich einen neuen Termin erfahre, werde ich ihn auf jeden Fall hier bekanntgeben.
lg, flens
 
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Bernd-Kl

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Hallo Tina Flens,

der Grund, warum ich meine Kolleg/innen unterstütze, dass sie zu solchen Treffen fahren, ist eigentlich ziemlich eigennützig (schäm).
Ich weiß, dass wir eigentlich recht gut sind (wohl wissend, dass man immer noch besser werden kann).
Aber es gibt in jedem Betrieb immer ein paar Leute, die meinen, dass doch dies und jenes anders gemacht werden muss, da doch sonst alles "Scheiße" ist.
Ich habe festgestellt, dass Fortbildungen im eigenen Haus zwar billiger sind, doch im Gegensatz zu auswärtigen Fortbildungen, wenig effektiv.

Die Kolleg/innen müssen die Möglichkeit haben, sich mit Pflegekräften aus anderen Einrichtungen auszutauschen und bisher war es immer so, wenn sie dann wieder kamen, meckerten sie fast überhaupt nicht mehr.

Ich fordere ja unserere MA ausdrücklich auf, in die Gewerkschaft einzutreten und wir fördern das auch, in dem wir ver.di-Mitgliedern jährlich eine Sonderzahlung von 8 % eines Monatsgehaltes zahlen.
Als ich mal bei einer Betriebsversammlung, bei der eine Gewerkschaftssekretärin dabei war, lauthals dazu aufgefordert habe, einzutreten, ist die bald vom Hocker gefallen (lach).

Ich verhandle doch wesentlich lieber mit Fachleuten der Gewerkschaft, die eine Bilanz auch richtig lesen können, die feststellen, dass ich als Stiftungsratvorsitzender bei weitem nicht das höchste Gehalt bekomme, sondern von 180 Beschäftigten (Reinigung, Pflegehelfer und Küchenhilfen eingeschlossen) etwa an 15. Stelle rangiere. Auch unser Vorstand rangiert nicht unter den ersten 10.
Ein Gewerkschaftsfunktionär erkennt das und merkt, dass hier sich nicht "die da oben" bedienen und "die da unten" die Arbeit machen müssen.
Der Betriebsrat würde das nur schwerlich erkennen. Ich verlange ja auch nicht, dass eine Erzieherin, eine Köchin oder eine Altenpflegerin eine Bilanz lesen können muss.
Dafür gibt es geschulte Gewerkschafter.
Also sind unsere Tarifverhandlungen wesentlich sachlicher und einfacher.
Ich sehe die Gewerkschaften auch nicht als Gegner, sondern als Partner.

Und so ist es nur logisch, dass ich mir wünsche, dass MA ihren Horizont erweitern und auch mal sehen oder sich von Betroffenen schildern lassen, wie es wo anders ist.

Gruß

Bernd
 
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So logisch ist es nicht, das der AG sich wünscht das sich seine Mitarbeiter mit anderen austauschen.
Und das ein AG es fördert das seine AN in die Gewerkschaft eintreten ist sicher auch nicht so üblich.
Aber es hört sich für mich logisch an, wenn du deine Gründe nennst. Ausserdem bin ich mir sicher, wenn du dich so deinen Mitarbeitern gegenüber verhälst wie du es tust, mußt du ein ziemlich reines Gewissen haben und eine sehr gute Beziehung zu deinen Leuten. So einen Chef würde ich mir wünschen.
Wir haben in unserem Heim vor in nächster Zeit einen Betriebsrat zugründen, ich bin mir ziemlich sicher das dies von unserer Heimleitung nicht gerne gesehen wird.
Na, warten wir es ab, vielleicht werde ich doch überrascht... ;-)
Ach noch eine Frage Bernd, bist du im Vorstand oder Leitung eines Behindertenwohnheimes oder eines Altenpflegeheimes?
lg, flens
 
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Bernd-Kl

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Hallo Flens (erinnert mich immer an Bölkstoff - lach),

sicherlich ist die Gründung eines Betriebrates in vielen Betrieben richtig und wichtig.
Bei uns betrachte ich den Betriebsrat eher als reinen Kostenfaktor, denn das was wir alle wollen, haben wir in den Jahren, als es bei uns noch keinen Betriebsrat gab, auch erreicht.
Zum Beispiel haben wir schon vor knapp 20 Jahren eine Betriebliche Altersversorgung aufgebaut.
Damals waren wir 8 Beschäftigte und alle haben mich ausgelacht.
Heute lacht darüber niemand mehr.
Das Schönste und skurrilste war, bevor wir den BR hatten, folgendes:
AG kündigt einem MA.
Dieser legt Protest ein.
AG musste innerhalb von 2 Wochen eine Betriebsversammlung einberufen in der über die Kündigung diskutiert und darüber abgestimmt wurde.
Wurde der AG überstimmt, musste er die Kündigung zurückziehen und durfte innerhalb von 6 Monaten keine erneute ordentliche Kündigung aussprechen.

In dieser Zeit habe ich von den anderen Beschäftigten 2 x recht bekommen.
Ein Fall ging dann vor das Arbeitsgericht in Husum und der Richter sagte zu dem AN: " Was wollen Sie eigentlich? Wenn 95 % der MA das ebenso sehen, liegt ja wohl offensichtlich außer diesen, vom AG vorgebrachten Gründen, auch eine massive Störung des Betriebsfriedens vor.
Wie wollen Sie in diesem Betrieb je wieder zurecht kommen?"
Klage abgelehnt.
In einem Fall bin ich unterlegen. Diese Kollegin feiert demnächst ihr 20-jähriges Jubiläum bei uns und hat eine Vorgesetztenposition.
Inzwischen schätze ich sie über alles und bin froh, dass das Kollegium damals eine so gute Entscheidung getroffen hat.
Dieses tolle Verfahren bei Kündigungen von Seiten des AG sind mit der Gründung des BR leider weggefallen und es gibt niemanden, der das mehr bedauert als ich.
Es gibt noch zig andere Dinge, die bei uns anders sind als in anderen Einrichtungen.
So gehören in unserem Stiftungsrat (6 Personen) 2 MA und ein Angehöriger dazu. Die Mitarbeiter wurden von den anderen MA in dieses Gremium geheim gewählt.
Das ist sicherlich auch nicht allgemein üblich, denn der Stiftungsrat ist immerhin unmittelbarer Vorgesetzter des Vorstandes.

Bei uns gibt es auch keine MA in leitender Position, die früher nicht auch bei uns an der Basis gearbeitet hätten und am 1.1.08 rückt ein ehemaliger Zivi (damals hatte er einen Handwerksberuf) in den Vorstand auf.

Also ein wenig anders als Andere sind wir schon und wollen es auch bleiben.

Gruß

Bernd
 
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