Wundmanagement Offene OP-Wunde

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Monsti

Monsti

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02.07.2005
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Hallo zusammen,

aufgrund einer eitrigen Infektion musste vor knapp 2 Wochen mein Port-a-cath entfernt werden. Die Wunde wurde ausgeräumt und offen gelassen. Sie soll von unten herauf granulieren. Erst wenn alles dicht ist, erhalte ich auf der anderen Seite einen neuen Port, bis dahin halte ich mich mit peripheren Zugängen über Wasser, was mich ziemlich nervt, weil ich sauschlechte Venen habe.

Die Wunde ist knapp 6 cm lang und klafft in der Mitte gut 2 cm. Im unteren Bereich befindet sich eine ca. 3 cm tiefe Tasche (ehm. Port- bzw. Eiterhöhle), im oberen Bereich eine ca. 1,5 cm tiefe Tasche. Ich versuche mal ein Foto davon anzuhängen.

Bisher (d.h. im KH) wurde die Wunde lediglich mit NaCl 0,9 gespült und anschließend mit einer sterilen Kompresse und einem Streifen Mefix abgedeckt. Leider habe ich den Eindruck, dass sich bisher überhaupt nichts in Richtung Heilung tut. Die Wunde schmerzt auch noch. Außerdem erscheint sie mir seit einigen Tagen viel zu trocken.

Was kann ich tun, um den Prozess zu unterstützen bzw. zu beschleunigen?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße von
Angie

P.S. Juhu, das Anhängen des Fotos hat geklappt! :grin:
 

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Tom.S

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Hallo Monsti,

als erstes würde ich Dir raten, dich mit einem proffessionellen Wundmanager bzw. mit einer Wundambulanz in Verbindung zu setzen, die ein Konzept für eine sekundäre Wundheilung erarbeiten. Das bisherige Konzept von Spülung mit Kochsalz, Auflegen einer sterilen, trockenen Kompresse und Schnellverband mit Mefix ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß und verzögert die Wundheilung unter Umständen erheblich. Das moderne Wundmanagement geht zur feuchten Wundbehandlung, darüber solltest Du dich aber genau beraten lassen. (z.B. Typ von Auflagen, Taschenbehandlung, Einsatz von Antiseptika, Alginaten)

Zum Bild: Da Du keine vermehrte Sekretion beschreibst und der Wundgrund rein optisch nicht fibrinbelegt ist, kann man davon ausgehen, das sich die Wunde in der Proliferations- bzw. Granulationsphase befindet, die Wundränder sind (noch) gerötet, was einen Einsatz von antiseptischer Spülung zumindest sinnvoll erscheinen lässt.

Zusätzlich zur Unterstützung des Heilungsprozesses wird in der Literatur auf eine ausgeglichene Ernährung hingewiesen, was es Dir als Kurzdarmsyndrom-Patientin natürlich nicht einfacher macht, da Du ja offensichtlich aufgrund der erheblichen Darmverkürzung dauerhaft auf eine zusätzliche parenterale Ernährung angewiesen bist, was einen guten "Mix" aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten in Verbindung mit Vitaminen und Spurenelementen voraussetzt.

Als Tipp für die Zukunft würde ich an deiner Stelle das Hygienemanagement der Portkatheterversorgung nochmals erhöhen. Das Risiko einer Portkathetersepsis bei kontinuierlicher parenteraler Gabe von Ernährungslösungen ist zwar immer gegeben, lässt sich aber durch ein gutes hygienisches Management auf jeden Fall minimieren, unter der Fragestellung:

- Wie und wie oft wird die Portnadel gewechselt?
- Welche Infusionssysteme und wie kommen sie zum Einsatz? (Filter, Verweildauer)
- Wie ist die (hygienische) Vorbereitung der Infusionen?


Gruß

Tom
 
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02.07.2005
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Hallo Tom,

vielen Dank für Deine Antwort!

Du hast Recht, das mit der Ernährung ist bei mir tatsächlich nicht ganz einfach. Aber ich tu mein Bestes. :wink: Außerdem halte ich mich möglichst viel an der frischen Luft auf, in der Hoffnung, dass sich auch dies positiv auf die Wundheilung auswirkt.

Bisher wurde die Portnadel (Gripper-Nadel oder Intrastick) alle 8-10 Tage ausgetauscht. Dies erledigt immer mein Hausarzt, wobei eine Krankenschwester assistiert. Statt eines einfachen Katheterstöpsels habe ich einen Posiflow-Adapter benutzt (Wechsel alle 2-3 Tage, vor Benutzung natürlich immer Sprüh- und Wischdesinfektion und ausreichende Einwirkzeit)

Zuführung: Tutoplus

Die Infusionen bereite ich selbst vor, ebenso das Abhängen sowie das Spülen und Blocken des Katheters. Vor 2,5 Jahren wurde ich vom Hygienebeauftragen unseres Bezirksspitals in das sterile Arbeiten eingeführt.

Natürlich ist mir sehr daran gelegen, künftig möglichst wenig Komplikationen zu erleben. Immerhin war dies jetzt schon mein Port Nr. 4 innerhalb von 2,5 Jahren, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass lokale bzw. systemische Infektionen stets direkt im Anschluss an den Nadelwechsel auftraten. So auch dieses Mal.

Inzwischen sind mein Doc und ich schon am Überlegen, die Verweildauer der Nadel auszudehnen. Bei meiner Recherche im Web finde ich allerdings ganz unterschiedliche Empfehlungen dazu (Verweildauer zwischen 5 und 28 Tagen :wassat: ).

Liebe Grüße von
Angie
 
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Tom.S

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28.03.2006
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Hallo Angie,

ich habe mir mal erlaubt, ein bischen deine Forenposts zu recherchieren :)

Du hast "Morbus Hirschsprung", eine, wie ich feststellen musste, gar nicht mal so seltene (1 auf 5000) Erkrankung, deren Nichterkennung dich dann wohl zumindestens deinen gesamten Dickdarm gekostet hat.

Was mich nun interessiert ist, wieviel Dünndarm dir geblieben ist? Ich muss dazu sagen, das ich mich 2 1/2 Jahre lang ausschließlich um Portversorgungen gekümmert habe (Onkologisch, Kurzdarmsyndrom, Mucoviszidose) und mir einbilde, einen ganz guten Plan von parenteraler Ernährung zu haben. Mich würde dein Schema interessieren und wer dich darauf eingestellt hat und ob es Versuche mit enteraler Ernährung gegeben hat. Ileostoma heißt ja nicht gleich Abhängigkeit von parenteraler Ernährung, es kommt auch (aber wem erzähle ich das) auf die Länge des verbliebenen Darms an.

Da Du ja anscheinend schon die 4. (!) Explantation hinter Dir hast musst Du entweder nach Alternativen forschen (Ernährung) oder dein durch dich und deinen Hausarzt durchgeführtes Hygienemanagement radikal(!) überdenken (nicht bös gemeint). Fakt ist, das trotz eine (vermeintlich) guten Hygiene Du vermehrt Probleme hast.

Zu den Wechselintervallen: Ich habe alles von 3 Tagen bis zu 14-21 Tagen erlebt, ich persönlich habe bei meinen Patienten / Kunden / betreuten Menschen alle 7, in Ausnahme 7-10 Tagen gewechselt (per ärztlicher Delegation), natürlich unter sterilen Kautelen und um den Einstichstellen-bereich regelmäßig beurteilen zu können, und auch ich musste lernen, das mit zunehmender Liegedauer und regelmäßiger Benutzung das Risiko einer kathetersepsis steigt Oo, mittlerweile glaube ich eher, das das Hauptrisiko nicht in der Punktion, sondern im handling des Zubehörs liegt (Portabschlussventil, Infusionssysteme, Vorbereitung, etc.)

Zur Wundbehandlung bestärke ich dich mal, das Du dir in jedem Fall ein anderes Wundtherapiekonzept verschaffen solltest :)

Moderne Wundtherapie, richtig durchgeführt, verschließt deine Wunde in ca 6-8 Wochen (wobei ich da vorsichtig bin). Mein aktuelles Steckenpferd(vielmehr werde ich zu vielen "Steckenpferden" gezwungen :D) ist die Mitbetreuung von chronifizierten Wunden im ambulanten Bereich (ulcus cruris, diabetisches Fußsyndrom, etc.), die richtige Therapie führt aber gerade bei deiner Wunde heutzutage zu sehr ordentlichen Ergebnissen (eine bindegewebige Narbe wird dir aber bleiben :( )

Gruß

Tom
 
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02.07.2005
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Hallo Tom,

was und wieviel vom Dünndarm noch vorhanden ist, kann ich Dir nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass mir ca. 50 cm des terminalen Dünndarms sowie ein längeres Stück "in der Mitte" fehlt. Daraus resultieren Fettstühle, außerdem kann ich kein Obst und kein Gemüse verwerten, d.h. es kommt genauso wieder zum Vorschein wie geschluckt. Da ich auch einen schweren Verwachsungsbauch mit immer wiederkehrenden Subileus-Zuständen habe, muss ich bei allen faserigen Lebensmitteln extrem vorsichtig sein.

Die parenterale Zuführung besteht seit 1,5 Jahren nurmehr aus Ringer-Lactat mit Ombibionta. Die Flüssigkeit/Elektrolyte benötige ich, weil ich trotz täglicher Trinkmengen von 2-4 l viel zu wenig Harn ausscheide und dann sehr flott mit Harnwegsinfektionen kämpfe. Darüber hinaus rauscht v.a. Kalium schnell in den Keller. Dank der Infusionen schaffe ich wenigstens das Minimum von 800-1000 ml Harn. Das meiste, was ich trinke, landet nämlich geradewegs im Stomabeutel (1,5-2 l in 24 Std.). Leider hat sich das auch 2,5 Jahre nach der Stomaanlage kaum verändert.

Während einer Reha versuchte man, mich von den Flaschen wegzubekommen, was kläglich scheiterte. Innerhalb von 2 Wochen nahm ich trotz hochkalorischer Kost von 49 kg auf 44 kg (168 cm groß) ab, hing mit einem Blutdruck von 80/85 : 45/50 in den Seilen, litt aufgrund eines massiven Kaliummangels u.a. an Muskelschwäche und Krämpfen, zudem bekam ich auch noch eine Nierenbeckenentzündung und einen Rheumaschub (habe schon seit 15 Jahren cP). Ich hatte die Schnauze gestrichen voll. :angry:

In den ersten 10 Monaten nach der Kolektomie/Stomaanlage erhielt ich täglich Trimix-Isokal (+ Elektrolyten, wasser- und fettlöslichen Vitaminen) von Fresenius, bis ich wieder bei meinem ursprünglichen Gewicht angekommen war. Danach stellten wir auf reine Flüssigkeits- und Vitaminsubstitution um.

Noch kurz zur Wunde: Jetzt kümmert sich unser "Gesundheitssprengel" (ambulanter Pflegedienst) darum. Ich bekomme TenderWet activ in die Wunde und TenderWet24 als Auflage. Dies wird mit Obsite abgedeckt. Bin gespannt. :wink: Die Narbe ist mir wurscht - hässlicher als meine Bauchnarben kann sie kaum werden *gg*.

Vielen Dank für Deine Infos und sonnige Grüße aus Tirol!
Angie
 
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Tom.S

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28.03.2006
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Hallo Angie,

gut, daß das Wundtherapiekonzept umgestellt worden ist. Ebenfalls vielen Dank für den Einblick in deine "Selbstversorgung". Den hohen Flüssigkeitsverlust aufgrund der extremen Darmverkürzung durch fehlende Rückresorption ist allerdings ein Problem. Vielleicht machst Du dich trotzalledem nochmal über spezielle enterale Ernährung kundig als Alternative zu deiner jetzigen Therapieform.

Es wäre schön, wenn Du in einiger zeit mal Rückmeldung zu deiner Wundversorgung geben könntest, ich wünsche dir alles Gute und Liebe und grüße zurück aus dem sehr heißen "Ruhrpott" :)

Tom
 
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02.07.2005
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Hallo Tom,

nun wurde doch eine andere Wundversorgung gewählt, und zwar Reinigung mit Prontosan-Lösung und mit Prontosan getränktes Aquacel silver. Darüber eine Kompresse und Obsite-Folie.

Vom Heilungsprozess bin ich hellauf begeistert! :grin: Die Taschen sind schon zu. Wenn es weiterhin so flott geht, ist das Loch spätestens in 10-12 Tagen dicht. Was eine professionelle Wundversorgung doch ausmacht ... :thumbsup:

Anbei 2 Bilder zum Vergleichen (das von heute ist leider etwas unscharf).

Liebe Grüße von
Angie
 

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Monika Bartz

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02.02.2006
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Liebe Monsti!
Ich freu mich mit dir! Alles Gute und lass dich nicht unterkriegen - ich bewundere dich für die Kraft und die Zuversicht, die du trotz deiner Erkrankung ausstrahlst! :applaus:
Herzlichst Monika B.
 
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Monsti

Monsti

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02.07.2005
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Danke Monika, dass tut richtig gut! Ich bin froh, wenn das Löchle hoffentlich bald dicht ist und mir ein neuer Port eingepflanzt wird. Seit vorgestern laufe ich mit einem Venflon am linken Knöchel rum *nerv*. Dort ist der Zugang zwar gut zu handhaben, aber das blöde Ding tut weh. Meine schöne Vene am rechten Sprunggelenk ist leider auch schon zerschossen. Aber das ist ja bald überstanden ...

Liebe Grüße von
Angie
 
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Isis

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16.05.2005
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Hallo Angie,
ich lese Deine Beiträge ja schon länger, und ich muss mal sagen:
Bei all dem Pech, daß Dir widerfahren ist, hast Du eine wirklich beeindruckende Einstellung zum Leben, Du wirkst immer so erfrischend und lebensbejahend!
Das finde ich wirklich ungewöhlich und beeindruckend, und dafür muss ich Dir einfach mal meine Bewunderung aussprechen!!!:thumbsup:

Was nun Deine Wunde betrifft:
die sieht ja nun echt erstaunlich gut aus, ud ich wünsche Dir, daß sie bald ganz verheilt ist und außerdem, daß Du bald einen neuen Port bekommst, der dann hoffentlich lange hält!!!

Liebe Grüße

Isis
 
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Rosi S.

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14.12.2005
München
Ist toll, hab dein Thema heute erst gelesen, hätte nämlich auch Tenderwet empfohlen. Hoffe inzwischen ist es nochmals besser geworden, oder auch schon zu, würd mich freuen, finde es toll wie du damit umgehen kannst, wünsche dir alle Kraft, die du brauchst.
 
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Berufsfachschule
Monsti

Monsti

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02.07.2005
6393
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Hallo Isis und Rosi,

auch Euch beiden ein herzliches Dankeschön! :eek:riginal:

@Rosi: Leider muss ich mich noch ca. 8-10 Tage gedulden, bis alles zu ist. Seit einigen Tagen geht's nicht mehr so rasant voran, was aber kein Wunder ist, da das verbliebene Löchle der tiefste Bereich war, an den sich auch noch zwei Taschen angeschlossen hatten. Die Taschen sind inzwischen zu, so dass nun erst der Restbestand zuheilt. Ich bin aber nichtsdestotrotz sehr zufrieden.

Eine Frage an alle Pflegeprofis hätte ich aber noch: Ab wann kann bzw. sollte ich den Verband weglassen? Geht das auch schon, ehe alles komplett zu ist? Oder verzögert dies den restlichen Heilungsprozess?

Liebe Grüße aus dem gerade gewittrigen Tirol von
Angie
 
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mighty2489

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07.05.2006
41238
Also, ich würde zumindest die Opsite-Folie so lange drauflassen, bis das ganze wirklich ganz zu ist. Dann kann sich das ganze auch nicht wieder aufs bneue infizieren.
Hach, ich bin jedes mal aufs neue begeistert, wie schnell das ganze immer geht mit der neuen Wundversorgung.
Und noch mal ein ganz dooles Kompliment, daß du dein Leben so gut meisterst. Hut ab!

LG Mighty
 
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Monsti

Monsti

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02.07.2005
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Danke Mighty :eek:riginal:,

okay, dann lasse ich das Löchle vorerst noch verpackt. Ja, von der Wundheilung bin ich auch begeistert, wobei eine akute Wunde sicherlich leichter zu handhaben ist als eine chronische. Heute früh hatte das Ding nur noch einen Durchmesser von ca. 5 mm. Wahrscheinlich ist schon ab Montag/Dienstag alles dicht, so dass bereits ab Mittwoch der neue Port implantiert werden kann. :thumbsup:

Liebe Grüße von
Angie
 
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Tom.S

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28.03.2006
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Hallo Angie,

ich war für ein paar Tage nicht im Forum, von daher habe ich deinen Beitrag erst jetzt gelesen. Sehr gut :), seit der Umstellung sind erst 3 Wochen vergangen und es ist bereits ein sehr guter Heilungsverlauf sichtbar. Das freut mich sehr für Dich.

Bleibt die Frage, wie sich zukünftig so etwas verhindern lässt und dann sind wir zurück bei dem Thema des Hygienemanagements bei Portversorgungen.

Ich habe erst vor wenigen Tagen noch eine Rückmeldung über eine ehemalige Patientin / Kundin erhalten, ebenfalls mit Kurzdarmsyndrom, die nun auch mit septischem Port im krankenhaus liegt :(

Wie Du weißt bin ich ja der Meinung, das bei Vorbereitung der Infusion-(en) und Nadelwechsel höchsten hygienischen Ansprüchen genügt werden muss, besonders, wenn wie in deinem Fall die ganze Geschichte (vermeintlich) alternativlos ist.

Wie auch immer, ich schließe mich meinen Vorrednern an, es tut gut zu sehen, das Menschen wie Du ihr Krankheitsschicksal hervorragend meistern, leider ist das nicht die Mehrheit, meiner Meinung nach ergeben sich ganz viele Menschen in eine fatalistische Haltung in ihrer Krankheit / Erkrankung und das bedeutet letztlich sehr häufig eine deutlich schlechtere Lebensqualität!

Ich wünsche Dir weiter Mut und Kraft auf deinem Weg und grüße aus dem 17° verregneten Ruhrpott :/

Tom
 
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Monsti

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02.07.2005
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Servus, lieber Tom,

herzlichen Dank für Deine Rückmeldung! Ich habe Dir auch Neuigkeiten zu erzählen: Seit gestern ist die Wunde zu (siehe Foto). Die zurückbleibende Narbe ist lächerlich, wie Du ja selbst siehst. Heute war ich in der Chirurgischen Ambulanz unseres Spitals und habe einen "Inhaftierungstermin" für kommenden Mittwoch bekommen. Entweder noch am selben Tag oder am Donnerstag bekomme ich dann mein neues Kasterl eingepflanzt.

Hast Recht, bezüglich der künftigen Handhabung müssen wir wohl noch vorsichtiger sein als bisher. Obwohl: Die Infektionen sind bisher ausschließlich im direkten Anschluss an die Punktion aufgetreten. Mein Hausdoc und ich überlegen jetzt gemeinsam, was wir noch optimieren können.

Mein Hauptproblem ist weniger die Ernährungs-, sondern vielmehr die Flüssigkeitssituation. Die erforderlichen Vitamine könnte ich mir ja auch per Spritze verabreichen, aber das mit dem Flüssigkeits-/Elektrolyt-Haushalt ist bisher immer noch ein Problem, das wir ohne die tägliche i.v.-Zuführung einfach nicht in den Griff kriegen. Am Montag und Dienstag war ich ohne peripheren Venenzugang. Bei einer Trinkmenge (Stilles Mineralwasser, Kaffee, Nieren-/Blasentee und Saftschorlen) von 4,5 l täglich lieferte meine Blase eine lächerliche Menge von 500 ml in 24 Stunden. Prompt landete ich gestern mit Harnwegsinfekt wieder beim Urologen. Falls Du eine geniale Idee für mich parat hast, nur raus damit! :grin:

Liebe Grüße aus ebenfalls 17 Grad *bibber* im nassen und stürmischen Tirol!
Angie
 

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Tom.S

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Hallo Angie,

wieder sind ein paar Tgae ins Land gegangen. OK, ich grübele mal, wenn ich etwas mehr "Luft" bei meiner Arbeit habe und recherchiere, ich melde mich ganz sicher. Alles Gute für die Neuanlge und zu dem Foto: Super :)

Gruß

Tom
 
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Hallo,

heute schmeiß ich mal ein ganz großes Dankeschön in die Runde!!!

Seit gut 2 Wochen habe ich meinen neuen Port, den man mir leider sehr weit außen (1,5 cm unterhalb des linken Schlüsselbeins und ca. 2 cm vom Schultergelenk) implantiert hat. Es hieß, an anderen Stellen sei nicht genügend Unterhautfettgewebe vorhanden gewesen ... :wassat:

Die neue Lage des Ports ist nicht nur blöd bei allen Bewegungen des linken Arms (bin Linkshänderin), sondern auch beim Autofahren (Gurt) und bei der Kleidung, aber wenigstens funzt das Ding reibungslos. Werde mich wohl daran gewöhnen, wie an sovieles anderes auch ... :wink:

Schön, dass es Euch gibt! Liebe Grüße von
Angie
 
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schwestermac

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Hallo Monsti,
habe eben erst deine Beiträge gelesen und muss sagen Hut ab vor soviel Lebensmut.
Manch anderer hätte wohl schon lange aufgegeben und sich irgendwo in ein Zimmereckchen verkrochen.
Die Versorgung deiner Wunde war 1+ und dem ist nicht hinzuzufügen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Mut und hoffe dass du jetzt mal ein bischen vom Pech verschont bleibt.
Gruss
 
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02.07.2005
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Hallo Schwestermac,

danke für Deine lieben Worte! Ja, dass jetzt mal a bissi Ruhe einkehrt, wünsche ich mir natürlich auch. Gott sei Dank bin ich ein zähes Luder und habe ein sonniges Gemüt :eek:riginal: - in dieser Kombination meistert sich ganz sicher vieles leichter. Mit Eurer Zusatz-Unterstützung sowieso. Ich werde ganz sicher auch künftig ab und zu Fragen stellen oder aus meiner eigenen (Amateur-)Erfahrung heraus meinen Senf abliefern.

Liebe Grüße von
Angie
 
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