Allgemeinchirurgie Obstipationsprophylaxe Endoprothetik- wie ists bei euch?

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smiley77

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Hallo,

bei uns dreht sich leider sehr viel um das leidige Thema "abführen" nach Hüft-, bzw. Knieprothesen-OPs.

Das Schmerzschema bei uns postop. finde ich (aber das ist meine ganz persönliche Meinung) nicht sehr gelungen. Die Pat. bekommen b.Bed. Oxygesic akut 5mg und Targin als Basismed. + noch Novalgin.
Vor ein paar Monaten noch haben die Pat. ab dem 1. p.o Tg. Bifiteral bekommen, was arge Blähungen verursacht hat.
Nun ist das Schema folgendes: am 2.p.o. Tg. abends Laxoberal Tropfen, wenn bis nä. Tag nichts kam, dann entweder Dulcolax Supp (+ Leicarbon Supp) oder Abführtee ( Früchtetee mit Bifiteral und Laxoberal Tropfen).
Das wirkt natürlich auch sehr unterschiedlich.
Wenn jemand schon vorher Probleme hatte, gibt es manchmal Movicol Beutel. Aber ich habe das Gefühl, das bringt auch so gut wie gar nichts.

Ich würde gerne mal wissen, wie das in anderen Häusern so läuft?

Lg !
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Endoprothetk und Unfallchir.
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südwind

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karlsruhe
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Bei uns sind die Patienten sehr gut mit Schmerzmittel versorgt, ich denke sogar überversorgt. Alle H- TEP bekommen Voltaren 75 mg 1 - 0 -1 , zur Ossifikationsprophylaxe, Targin für 3 Tage und Novalgin 4 Tbl den ganzen Aufenthalt.
Knie - TEP haben oft zusätzl den PD - Kath mit einer CADD - Schmerzpumpe für 3 Tage, dass sie schmerzfrei auf der Schiene üben können.
Am 2. Post-op tag bekommen alle abends 2 Dulcolax drg. Bifi u Movicol wird b Bed regelmässig gegeben.
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Klinik
Deichkind88

Deichkind88

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Guten Morgen!

Ich bin gerade ganz erstaunt über die Schmerztherapie in anderen Häusern. Oxygesic gibt‘s bei uns nur im „äußersten“ Notfall - wir geben standardmäßig 600 Ibu 3x täglich und Novalgin 500 4x täglich. Dazu abends Pantozol. Bedarfsmedikation ist dann Tillidin 50/4 oder in schlimmen Fällen 100/8. Erfahrungsgemäß reicht die o.g. Dosis nicht aus, die Schmerzen bei H- oder K-Tep zu lindern. Bezüglich des Abführens erhalten unsere Patienten standardmäßig nichts. Meist fällt dann auch nicht einmal auf, dass die Patienten seit drei Tagen nicht abgeführt haben (im Besonderen die pflegebedürftigen, nicht orientierten Patienten gehen da unter...) und dann kommt Bifi/Laxans ins Spiel. Oder Magnesiumsulfat. Im weiteren Verlauf dann Lax.-Supp und wenn nichts mehr hilft Clistier. Habt Ihr die Abführmedikation als Standard drin?? Wäre auch eine Überlegung für uns.
 
Qualifikation
Medizin-Ökonomin/Krankenpflege
Fachgebiet
Orthopädie/Unfallchirurgie
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toptep

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Deichkind da sollte deine Klinik erst einmal an ihrem Schmerzkonzept arbeiten.
Glaube mir als Trägerin dreier Endoprothesen habe ich Schmerzkonzepte aller Art kennen gelernt---das war für mich der Grund die Ausbildung im Schmerzmanagement in der Pflege ( pain Nurse) zu machen.
Schmerzärmer als bei meiner letzten TEP vor zwei Jahren war ich noch nie---und das Abführen nach Dulcolax hat auch geklappt.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
klinik
Weiterbildungen
Schmerzmanagement,palliaitive care--beide FB auch für die pädiatrie
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elocintt

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Bei uns bekommen die HÜft TEPs NVS 4xtgl, Oxycodon 2x tgl, manchmal noch PCM dazu und als Bedarf Dipi s.c.
Die Knie TEPs NVS 4x, Oxy 2x und in den ersten 24h 4x Dipi s.c., danach bei Bedarf
Alle, die Oxycodon o.ä. bekommen, bekommen Standardmäßig direkt 1Btl. Movicol dazu. Wenn das nicht hilft, dann Laxans. Bei uns wird da sehr drauf geachtet.
Oxycodon wird in der Regel am 4 Tag durch Tilidin umgesetzt. Da ist schon Laxans (glaube ich. Auf jeden Fall Abführmittel) mit drin
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Chirugie
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