Notfallplan zur palliativen Versorgung

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Manu5959

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Hallo,

ich setze meine Fragestellung bewußt ins Altenpflege-Forum, da ich mich in nächster Zeit ausgiebig mit der Implemetierung von Palliativ Care und des Hospizgedankens ins Altenheim beschäftige.

Nun zu meiner Frage:

Gibt es jemanden unter Euch, der schon Erfahrung mit solchen Notfallplänen hat und kann mir davon berichten?

Eine kurze Erläuterung vielleicht hierzu:

Ich möchte in Zukunft, das die palliative Versorgung mit den Hausärzten abgeklärt ist, um möglichst zeitnah reagieren zu können.

Bsp: Bewohner mit Lungen-Ca:
Abklärung hier wäre : Welche Komplikationen sind möglich?
Was ist die Reaktion?
Welche Bedarfsmedikamente sind notwendig?
Kann der Bedarf vorgehalten werden? ( abklärung mit
Apotheke)


Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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paros

Liebe Manu,
erstmal ein 3- fach HURRA für deine Pläne:applaus: :tanz: !
Was verstehst du unter Notfallplan im Bereich Palli.-care im Altersheim?
Wir arbeiten verstärkt an diesem Thema, haben eine Apotheke ins Boot geholt, die zu jeder Zeit BTMs, Fortecortin, Atropin usw. liefert, -die diversen Hausärzte zu überzeugen, dass der Palliativgedanke ja nun insbesondere ins Altenheim gehört ist deutlich schwieriger.
Wir versuchen das jetzt über AG`s mit den Niedergelassenen zusammen aber trotzdem muß ich häufig in die Praxen fahren und erläutern, wie dass so mit Analgesie, Co- therpeutika etc. laufen sollte.
zurück, was meinst du mit Notfallplan?
Lieben Gruss
 
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Manu5959

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Hallo paros,

Dankeschön für deine lieben Worte!:eek:riginal:

Was verstehst du unter Notfallplan im Bereich Palli.-care im Altersheim?
gemeint ist eine Art Medi-Bedarfsplan.
Bei Krankheitsbildern gibt es letztendlich eine Symtomatik, mit der im Endstatium zu rechnen ist.
Bespreche ich diese Bedarf schon im Voraus mit dem behandelten Arzt, kann ich relativ zügig, also zeitnah reagieren.
Wir haben einen Kooperationsvertrag mit der ortsansässigen Apotheke, den man dahingehend vielleicht erweitern könnte.
Es kommt z.B. mal vor, das einzelne Medikamente in der Apotheke gerade nicht vorrätig sind. Wenn hier die Apotheke notwendige Medis vorhalten würde, könnte für den Bew. schneller reagiert werden.

Wir arbeiten verstärkt an diesem Thema, haben eine Apotheke ins Boot geholt, die zu jeder Zeit BTMs, Fortecortin, Atropin usw. liefert,
genauso meinte ich das.:eek:riginal:


-die diversen Hausärzte zu überzeugen, dass der Palliativgedanke ja nun insbesondere ins Altenheim gehört ist deutlich schwieriger.
:sick: oja, das wird ein langer steiniger Weg,aber der Weg lohnt sich, ich bin nicht alleine und bin nicht gewillt, davon abzukommen!:wink:


Dankeschön für deinen Beitrag!:thumbsup2:
Grüßle Manu
 
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paros

Eigentlich ist das, was ihr notfallmäßig braucht relativ unabhängig von den Krankheitsbildern zu sehen ( guter Link auf den Seiten der DGFP Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin).
Ein 0² Gerät mit Absauge, die benannten BTM`s, schnellwirkende Sedativa, wir nehmen Dormicum s.c., Scopolamin zur Schleimreduzierung, Fortecortin s.c. bei hoher Krampfneigung, schnellwirkende Angstlöser ( Tavor sublingual wirkt einfach phantastisch!!) und super sind eben auch die Reißzweckdauernadeln, über die du sämtliche Medis subcutan geben kannst ohne den BW permanent stechen zu müssen.
Denn eins ist ja bei eigentlich allen Krankheitsbildern in der Endphase gleich:
Luftnot, Angst, Unruhe, Schmerzen, Krämpfe etc.
Der Weg ist steinig aber manchmal findet man Weggefährten und dann wird es leichter.
Hilfreich für mich war die Kontaktaufnahme zum lokalen Hospizverein, darüber haben wir 3 tolle niedergelassene Ärzte finden können, die jederzeit kommen, ega ob es sich um ihre oder einen anderen Bewohner handelt.
Wünsche dir viel Erfolg!
 
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Manu5959

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Hallo paros,

wow, du glaubst nicht, wie hilfreich du mir mit deinem Posting warst!:hug:
die benannten BTM`s, schnellwirkende Sedativa, wir nehmen Dormicum s.c., Scopolamin zur Schleimreduzierung, Fortecortin s.c. bei hoher Krampfneigung, schnellwirkende Angstlöser ( Tavor sublingual wirkt einfach phantastisch!!)
deponiert ihr diese Medis in der Einrichtung oder werden sie unverzüglich von der Apo gebracht?

und super sind eben auch die Reißzweckdauernadeln, über die du sämtliche Medis subcutan geben kannst ohne den BW permanent stechen zu müssen.
so, und das ist jetzt für de Manu was ganz Neues:blushing: :ermm: :kopfkratz: , hab die Nadeln noch nie gesehen.
Werde gleich mal danach googeln....

Denn eins ist ja bei eigentlich allen Krankheitsbildern in der Endphase gleich:
Luftnot, Angst, Unruhe, Schmerzen, Krämpfe etc.
:thumbsup2: stimmt!

Der Weg ist steinig aber manchmal findet man Weggefährten und dann wird es leichter.
Hilfreich für mich war die Kontaktaufnahme zum lokalen Hospizverein
:thumbsup2: Das habe ich schon gemacht!

, darüber haben wir 3 tolle niedergelassene Ärzte finden können, die jederzeit kommen, ega ob es sich um ihre oder einen anderen Bewohner handelt.
und das wird gaaaaaaaaaaaaaanz viel Arbeit werden!


Ganz lieben Dank an Dich,

Grüßle Manu
 
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Manu5959

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@paros: haben die Nadeln zufällig einen bestimmten Namen?:blushing:

Grüßle Manu
 
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paros

Hallo Manu, schicke dir mal per PN die Telefonnummer( will ja hier keine Schleichwerbung machen).
Die genannten Medis haben wir immer in einem Minivorrat für den Akztfall, ansonsten werden wir von unserer Apotheke schnell beliefert.
LG
 
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