Neues Heim, neuer Vertrag...

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Vicky83

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05.07.2007
77948
Hallo Leute,

ich bin ende diesen Monats mit meiner Ausbildung zur ex. Ap, fertig und habe eine 60% Stelle in einem Nachbarort angebotenb bekommen, was mich zuerst hochjubeln ließ.
Bei dem Vorstellungsgespräch hab ich jedoch sehr wenige oder teils schwammige Infos erhalten, z.B. dass ich die möglichkeit hätte auch "irgendwann" auf 75% hochzustufen und eine 100% Kraft 2200 euro verdienen würde. Jedoch arbeiten in dem Heim nur 75% Kräfte. Dann wären es auf einer 60% Stelle 1320 Euro Brutto nach meiner Rechnung, er meinte jedoch dass es sich ca um 1100 handeln würde, wüsste es aber jetzt nicht genau....
Was ist davon zu halten????
Ich weiß halt ncht ob nochmals so ein Gespräch stattfindet, indem ich nbäheres erfahre, oder muss ich dass dem Vertrag entnehmen?

Da ich überhaupt keine genauen Vorstellungen habe was eigentlich "normales" Gehalt nach der Ausbildung ist und was jetzt genau in dem Vertrag stehen muss bin ich mittlerweile sehr unsicher was den Job betrifft. (möchte ja auch nicht hintergangen werden)

Ich weiß auch nicht ob ich weniger Tage arbeite oder nur weniger std. aber dafür täglich, irgenwie weiss ich net ob ich nochmal einen Termin ausmachen soll und genauer Nachfragen kann?

Wieviel Urlaub ist eigentlich normal bei einer 60% Stelle? oder ist dass immer unterschiedlich?

Am 1. 10 soll ich vorbei kommen um den Vertrag zu unterschreiben....( Vorraussichtlich wenn ich die Prüfung bestanden habe)

Muss im Vertrag stehen dass ich auf 75% hochstufen
en kann? Oder ist das unwichtig?

Da ich bisher noch keine Lohnsteuer gezahlt habe habe ich nun doch etwas bedenken was mein Nettoverdienst sein könnte.... Nach meinen berechnungen ca 710 Euro, ist das realistisch? Oder muss ich abwarten bis ich meine erste Lohnsteuer gezahlt habe um genaueres zu wissen????

Fragen über Fragen....
Das Positive daran ist halt dass ich noch eine Probezeit habe in der ich mich ja nochmals umbewerben und dort kündigen kann, wenn es nicht funktionieren würde....

Was soll ich tun?? Solch ein durcheinander herrscht zurzeit auch in meinem Kopf!!!!!! :kopfkratz:

Danke im Voraus für eure Antworten...

Lg Vicky
 
Qualifikation
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Altenpflegeheim
F

ferdi

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20.03.2007
44379
Hallo Vicky83,

laut Tarifvertrag TVöD ist das Anfangsgehalt 1850,00 €.
Die meisten AG versuchen das zu unterbieten.
Der Urlaub richtet sich nach den wöchendlichen Arbeitstagen.
Arbeites du weniger Stunden bleibt der Urlaub gleich, arbeitest du weniger Tage veringert er sich.
Auf eine arbeitsvertragliche Zusage auf Erhöhung der Arbeitszeit wird sich der AG nicht einlass.
Da kann dir später auch das helfen:



Wieviel Überstundend muss ich machen?

Generell gilt, dass Teilzeitkräfte, sofern im Arbeits- oder

Tarifvertrag nichts anderes geregelt ist, nur in absoluten

Ausnahmefällen zu Mehrarbeit/Überstunden herangezogen

werden können, weil dies dem grundsätzlichen Wesen der

Teilzeitarbeit zuwiderläuft.



Ständige Mehrarbeit kann zu einem Vollzeitvertrag führen
Beschäftigt der Arbeitgeber Teilzeitkräfte und leistet diese über einen längeren Zeitraum hinweg mit seinem Einverständnis bzw. auf seinem Wunsch hin ständige Mehrarbeit, kann darin unter Umständen eine stillschweigende Vertrags- Änderung gesehen werden.
Ständige Mehrarbeit vor Gericht
Wie oben beschrieben erging es einer Arbeitgeberin vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm (Urteil vom 04. Mai 2006, Az.: 8 Sa 2046/05).

Mitarbeiterin wurde zur Vollzeitkraft
28,5 Stunden pro Woche sah der Arbeitsvertrag einer Mitarbeiterin eigentlich vor. Tatsächlich arbeitete sie aber über ein Jahr hinweg erheblich mehr, nämlich im Umfang einer Vollzeitkraft. Als die Arbeitgeberin sie schließlich wieder 28,5 Stunden pro Woche beschäftigte, zog die Mitarbeiterin vor Gericht.
Sie verlangte sowohl weiterhin die Bezahlung als auch die Beschäftigung einer Vollzeitkraft. Das LAG Hamm gab ihr Recht.

Die Begründung des Gerichts:

Wird ständig und über längere Zeit eine bestimmte erhöhte Arbeitszeit vom Arbeitgeber abgerufen und vom Mitarbeiter geleistet, sind das keine Überstunden. Es handelt sich um die tatsächlich geschuldete vertragliche Leistung.
Maßgeblich ist dann nicht der Text im Arbeitsvertrag, sondern der wirkliche Willen der Parteien, der im "gelebten" Rechtsverhältnis zum Ausdruck kommt.
Daher muss hier von einer stillschweigenden Neuregelung des Arbeitsvertrags ausgegangen werden. Der Umfang der stillschweigend vereinbarten Arbeitszeit ergibt sich aus den praktizierten Arbeitszeiten der vergangenen Jahre.


Kündigungsfrist in der Probezeit muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein. In der Regel 14 Tage ohne Angabe von Gründen.

ferdi





 
Qualifikation
AP,
Fachgebiet
nach Bedarf
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Vicky83

Mitglied
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Themenstarter/in
05.07.2007
77948
Hi ferdi,
Vielen Dank für die Infos!
Ich habe mir heute ein Herz gefasst, und nochmal angerufen, und es ist sogar ca. 200 Euro mehr Nettolohn wie ich berechnet habe.
Hat sich ganz gut angehört, aber mal sehen, was wirklich rauskommt kann ich erst nach der ersten Abrechnung sagen.

lg vicky
 
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Altenpflegeheim
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