Neu in der Wbl Anstellung

  • Ersteller Sabrina 1104
  • Schlagworte
    bewohner
S

Sabrina 1104

Neues Mitglied
Basis-Konto
01.05.2021
Hallo zusammen,
Ich bin 37 Jahre alt,
Habe am 1.4.21 einen Job als wbl in einem Pflegeheim angetreten. Dieser Wb ist mir bereits im Vorstellungsgespräch als sehr schwierig beschrieben worden. Aber die Aussage war, sie schaffen das. So schön so gut!
Ich warte auf meine Weiterbildung zur wbl.
Meine Mitarbeiter haben seit dem 1.4 total gegen mich rebelliert, krankmeldungen ignorieren etc. 2 Kündigungen von pfk sind eibgegangen. El sagt bin ich nicht traurig drum. Ich habe einen sehr schweren Stand dort, meine Vorgängerin ist aktiv in die Pflege gegangen, sie hat sich von den Pflegemitarbeitern Scheibchen lassen, während die sich den Hintern breit gesessen haben.
Ich bin das genaue Gegenteil. ich gehe von 8 bis neun in die Pflege.
Danach PC!
Jetzt ist es so gekommen, dass meine El mich gestern ins Büro holte, und es zwei Beschwerden von Bewohnern geben würde, kurz und bündig: seit die neue Wbl da ist läuft nix. Kaltes essen nicht duschen etc.
Ich bin seit 18 Jahren in der Pflege, und niemand hat sich jemals beschwert. El ist der Meinubg dass die Bewohner aufgestachelt wurden. Weil das was die Bewohner mir Vorwerfen, wie keine präsenz , da ich sehr viel aufarbeiten musste, wie Doku etc. Werfen mir speziell 2 Mitarbeiter vor. Ich bin so geschockt darüber, als ich die bewohner drauf ansprach, kamen bittere Tränen bei der Bewohnerin. Wir haben leider keine Beweise dass die Bewohnwr aufgstachelt wurden. El sagte, sie schaffen das. Na toll, kann ich mir nix von kaufen.
Ich hoffe, ihr könnt mir Tipps geben
Lg
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Wbl in der Stationären Altenhilfe
M

Menschenkind

Mitglied
Basis-Konto
18.12.2012
Hallo Sabrina,
wenn die vorhergehende WBL in der direkten Pflege involviert war, dann ist eine WBL, die nicht mehr am Waschbecken mithilft natürlich erstmal eine Mehrbelastung für die Kollegen in der direkten Pflege.
Die Wertigkeit von administrativen Aufgaben (Dauer, Qualität, Entlastung für die direkte Pflege) wird erstmal nicht gesehen. Auch, dass vielleicht vieles aufgearbeitet werden muss.
Die EL kann die schützen, indem sie klare Vorgaben in das Team kommuniziert, wie du deine WBL-Aufgaben erfüllen sollst.
Insgesamt ist aber die WBL meiner Meinung nach eine wichtige Schlüsselposition, die von allen Seiten Druck erfährt (klassische Sandwich-Position zwischen allen Stühlen) die es allen recht machen muss (Pflegekräften, PDL, Angehörigen, Ärzten, Bewohnern). Also sowieso keine leichte Aufgabe.
Ich bin immer ganz gut mit Respekt gefahren, habe aber kein Patentrezept dafür, wie dies erlangt wird. Wissen, Gerechtigkeit, Transparenz sind Werte, die ich in meine Teams transportiert habe. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dann versuche ich, diese möglichst verständlich zu machen - besonders wenn sie unpopulär ist (z.B. Urlaubsplanung).
Wenn absolute Quertreiber dazwischen sind...die lasse ich gerne ziehen (wie deine EL schon sagte). Ich bin nicht abhängig von solchen Leuten. Manchmal erledigt sich dann die schlechte Stimmung auch von selbst und Mitarbeiter, die ich vorher auf der "Blacklist" hatte (klingt fies, ich weiß, aber wer menschenunwürdig handelt landet bei mir genau da)...haben sind nach ein paar konsequenten Trennungen plötzlich als wahre Schätze herausgestellt, standen nur unter dem Druck anderer Mitarbeiter!
Auch als Leitung bin ich mir nicht zu schade, in konsterzierten Aktionen mit Anzupacken oder mal den Dienst zu unterstützen, wenn es brennt - ziehe mich aber sofort zurück um meine Sachen auch noch zu erledigen, wenn das gröbste getan ist.
Mitarbeitergespräche können auch ein hilfreiches Mittel sein. Was erwarten die Mitarbeiter eigentlich von dir? Was erwartest du von den Mitarbeitern? Was kannst du leisten, welche Erwartungen sind unrealistisch? Welche Entscheidungen von dir versteht der Mitarbeiter nicht? Hier kannst du dich gezielt erklären, ohne dass dich in der Teamsitzung ein ganzer "Mob" auseinandernimmt und du mehrere Fronten abdecken musst.
Eine gute Stellvertretung, die hinter dir und dir zur Seite steht ist auch sehr hilfreich, weil du nicht immer anwesend bist (ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch).

Und ich würde in der Teamsitzung ganz klar kommunizieren, dass es eine Beschwerde über Bewohner gab, die du mit der EL besprechen musstest. Diese Beschwerde, dass einige Bewohner nicht geduscht wurden, das Essen kalt war, etc...gehen ja eher nicht zurück auf ein administratives Problem der WBL, sondern auf ein Dienstleistungsproblem in der direkten Pflege. Wenn also die Bewohner aufgestachelt wurden, dann spiel den Ball doch einfach zurück, welche Lösungen die Pflegenden haben, damit Duschtermine auch eingehalten werden können und das Essen warm auf den Tisch kommt. Du hast dich bestimmt nicht hingestellt und niemanden an den Essenswagen gelassen, oder?

Noch etwas: Einige Zeit beobachte ich erstmal die Situation, wenn ich neu bin. Was machen die gut, wo sehe ich Reibungsverluste? Was die Leute gut machen, dürfen sie behalten...Reibungsverluste können besser gemacht werden. Davon haben alle was. Direkte Feedbacks helfen da, gutes zu stärken. Und durch das Feedback lernen einzelne, wie du tickst. Sei ein Vorbild, mach selbst, was du verlangst (z.B. kann ich nicht aktivierende Pflege predigen und dann über alle Ressourcen der Bewohner hinwegpflegen).

Viel Erfolg, viel Ausdauer und ein gutes Händchen mit deinen Mitarbeitern wünsche ich dir!
 
Qualifikation
Krankenpfleger, Pflegefachmann, freiber. Dozent
Fachgebiet
Heimaufsicht/WTG-Behörde
Weiterbildungen
Pflegedienstleitung, Qualitätsbeauftragter, Algesiologischer Fachassistent (DGSS)
S

Sabrina 1104

Neues Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
01.05.2021
Hallo Sabrina,
wenn die vorhergehende WBL in der direkten Pflege involviert war, dann ist eine WBL, die nicht mehr am Waschbecken mithilft natürlich erstmal eine Mehrbelastung für die Kollegen in der direkten Pflege.
Die Wertigkeit von administrativen Aufgaben (Dauer, Qualität, Entlastung für die direkte Pflege) wird erstmal nicht gesehen. Auch, dass vielleicht vieles aufgearbeitet werden muss.
Die EL kann die schützen, indem sie klare Vorgaben in das Team kommuniziert, wie du deine WBL-Aufgaben erfüllen sollst.
Insgesamt ist aber die WBL meiner Meinung nach eine wichtige Schlüsselposition, die von allen Seiten Druck erfährt (klassische Sandwich-Position zwischen allen Stühlen) die es allen recht machen muss (Pflegekräften, PDL, Angehörigen, Ärzten, Bewohnern). Also sowieso keine leichte Aufgabe.
Ich bin immer ganz gut mit Respekt gefahren, habe aber kein Patentrezept dafür, wie dies erlangt wird. Wissen, Gerechtigkeit, Transparenz sind Werte, die ich in meine Teams transportiert habe. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dann versuche ich, diese möglichst verständlich zu machen - besonders wenn sie unpopulär ist (z.B. Urlaubsplanung).
Wenn absolute Quertreiber dazwischen sind...die lasse ich gerne ziehen (wie deine EL schon sagte). Ich bin nicht abhängig von solchen Leuten. Manchmal erledigt sich dann die schlechte Stimmung auch von selbst und Mitarbeiter, die ich vorher auf der "Blacklist" hatte (klingt fies, ich weiß, aber wer menschenunwürdig handelt landet bei mir genau da)...haben sind nach ein paar konsequenten Trennungen plötzlich als wahre Schätze herausgestellt, standen nur unter dem Druck anderer Mitarbeiter!
Auch als Leitung bin ich mir nicht zu schade, in konsterzierten Aktionen mit Anzupacken oder mal den Dienst zu unterstützen, wenn es brennt - ziehe mich aber sofort zurück um meine Sachen auch noch zu erledigen, wenn das gröbste getan ist.
Mitarbeitergespräche können auch ein hilfreiches Mittel sein. Was erwarten die Mitarbeiter eigentlich von dir? Was erwartest du von den Mitarbeitern? Was kannst du leisten, welche Erwartungen sind unrealistisch? Welche Entscheidungen von dir versteht der Mitarbeiter nicht? Hier kannst du dich gezielt erklären, ohne dass dich in der Teamsitzung ein ganzer "Mob" auseinandernimmt und du mehrere Fronten abdecken musst.
Eine gute Stellvertretung, die hinter dir und dir zur Seite steht ist auch sehr hilfreich, weil du nicht immer anwesend bist (ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch).

Und ich würde in der Teamsitzung ganz klar kommunizieren, dass es eine Beschwerde über Bewohner gab, die du mit der EL besprechen musstest. Diese Beschwerde, dass einige Bewohner nicht geduscht wurden, das Essen kalt war, etc...gehen ja eher nicht zurück auf ein administratives Problem der WBL, sondern auf ein Dienstleistungsproblem in der direkten Pflege. Wenn also die Bewohner aufgestachelt wurden, dann spiel den Ball doch einfach zurück, welche Lösungen die Pflegenden haben, damit Duschtermine auch eingehalten werden können und das Essen warm auf den Tisch kommt. Du hast dich bestimmt nicht hingestellt und niemanden an den Essenswagen gelassen, oder?

Noch etwas: Einige Zeit beobachte ich erstmal die Situation, wenn ich neu bin. Was machen die gut, wo sehe ich Reibungsverluste? Was die Leute gut machen, dürfen sie behalten...Reibungsverluste können besser gemacht werden. Davon haben alle was. Direkte Feedbacks helfen da, gutes zu stärken. Und durch das Feedback lernen einzelne, wie du tickst. Sei ein Vorbild, mach selbst, was du verlangst (z.B. kann ich nicht aktivierende Pflege predigen und dann über alle Ressourcen der Bewohner hinwegpflegen).

Viel Erfolg, viel Ausdauer und ein gutes Händchen mit deinen Mitarbeitern wünsche ich dir!
Hallöchen, danke für deine Antwort:)
Meine Vorgängerin, hat sich vorschreiben lassen von den Mitarbeitern, was sie zu tun hat:-D
Also ich habe ein 3er frühdienst, mich nicht mit gezählt. Es sind 22 Bewohner zu versorgen. Es ist jammern auf ganz grossem Niveau. Das Essen wird aus der Küche gebracht, in einem Wärmewagen. Ich haBe damit nix zu tun. Das machen die Helfer. Die boykottieren einfach ihre Arbeit und machen mich schlecht bei den Bewohnern.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Wbl in der Stationären Altenhilfe

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