Near-Death-Experiences

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Sigi

Hallo Zusammen,

<BLOCKQUOTE>Zitat:</font><HR>Netdoktor.de
Todesnähe-Erlebnisse: Sterbe-Erlebnisse klinisch toter Menschen sind nach Überzeugung britischer Forscher möglicherweise wirklich ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod. Sie könnten jedenfalls nicht als Halluzinationen durch Sauerstoffmangel abgetan werden, sagte der Mediziner Sam Parnia vom General Hospital in Southampton. Andere Forscher sind skeptisch. Parnia befragte zusammen mit anderen Wissenschaftlern 63 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten. Zwischen dem Infarkt und der Befragung lagen höchstens sieben Tage. 56 der Befragten konnten sich an nichts erinnern. Die restlichen sieben berichteten über Eindrücke kurz nach dem Infarkt, als ihr Herz still stand und sie klinisch tot waren. Vier Fälle wurden von den Wissenschaftlern als «Near-Death-Experiences»(NDE) eingestuft. Diese Patienten berichteten, sie hätten das Gefühl gehabt, ihren Körper zu verlassen; sie seien völlig schmerzfrei gewesen und hätten sich einem sehr hellen Licht genähert. Dagegen sagte der Psychotherapeut Chris Freeman aus Edinburgh, es gebe keine Beweise dafür, dass sich die Patienten wirklich an etwas erinnerten, was sie im Zustand völliger Bewusstlosigkeit als klinisch Tote erlebt hätten: «Wir wissen, dass Erinnerungen extrem fehlerhaft sind. Wir können zwar ziemlich genau wiedergeben, dass etwas passiert ist, aber wenn es darum geht zu sagen, wann es passierte, sind wir sehr schlecht. Es ist also gut möglich, dass die Patienten diese Erlebnisse hatten, als sie sich schon wieder erholten - oder kurz vor dem Herzstillstand.» (dpa, 24.10.2000)ee<HR></BLOCKQUOTE>

Das Themas ist doch viel zu faszinierend, als dass es undiskutiert am Board vorbeigehen sollte, oder?
Ich selber bin mir noch nicht so sicher, was bei mir überwiegt. Angst und/oder Sorge vor dem unbekannten Etwas, von dem ich nicht recht weiß, wie es aussieht. Oder überwiegt letztlich doch die Neugierde an der Vorstellung, nach dem irdischen Leben noch Einfluß nehmen zu können?
Schreibt doch einmal, wie Ihr darüber denkt. Habt Ihr vielleicht weitergehende Erfahrungen auf diesem Gebiet?


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Gruß Sigi
 
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Steffi

Mitglied
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23.08.2000
25361
Hallo!
Warum sollte es kein Leben nach dem Tod geben? Ich glaube, Menschen, die klinisch tot waren und nach dem Aufwachen sagten, sie hätten ein helles Licht gesehen und wären schmerzfrei gewesen, reden damit die Wahrheit. Natürlich weiß niemand, was es war, daß diese Menschen gesehen haben, aber es ist doch eine schöne Vorstellung, wenn man weiß, daß man nach dem Tod eigentlich nicht tot ist. Ich denke, dieses "Ereignis" nimmt vielen Menschen die Angst vor dem Sterben, weil sie wissen / denken, daß es etwas gibt, auf das sie sich nach dem Tod freuen können. Oder was meint ihr? So ist zumindest meine Meinung. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man, wenn man stirbt, nichts mehr erlebt. Das es das gewesen sein soll, glaube ich nicht so recht. Ich denke schon, daß es etwas gibt nach dem Tod, nur was es ist, kann wahrscheinlich niemand genau ergründen.
Viele Grüße
Steffi
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten - und Pflegeheim
H

Harald Zagar

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07.07.2000
Hallo Sigi und Steffi,

auch ich habe den Artikel gelesen, und möchte dazu folgendes anmerken:

ich empfehle allen die sich mit diesem Thema näher auseinandersetzen wollen die Bücher von Frau Köbler-Ross. Es gibt auch eine Diskette von ihr.
Sicher ist aber, das wir auch aus Energie bestehen; Energie aber verbraucht sich nicht. Somit besteht von jedem menschen etwas weiter. Wie dieses "weiterleben" aussehen kann, wird dem mensch für immer verborgen bleiben; und das ist auch gut so.Aber ich möchte meinen Gedanken noch etwas weiter entwickeln:

Der Gedankenaustausch mit dem sterbenden Patienten, von dem wir hier alle sprechen, ist nicht ungefährlich, weil er auf eine Reise ins Niemandsland führt, wo kein Mensch lange Allmacht für sich beanspruchen kann. Es gibt einen leeren Raum, in dem sich die endgültige Gemeinschaft zwischen Menschen und Gott, Geschöpf und Schöpfer ereignet. Obwohl sie ein Werk des Bewußtseins ist, umfaßt sie immer mehr als nur das Bewußtsein. So wie die Lunge ohne Luft und die Augen ohne Licht keinen Sinn haben, so wirft die Fähigkeit bei vielen Patienten zu einem Gottesbewußtsein die Frage nach letzten, unbekannten Dingen auf, die nicht leichtfertig behandelt werden dürfen.
Ich hoffe es ist mir an dieser Stelle auch gestattet den Theologischen Aspekt (wie von Johannes schon beschrieben) hier einzufügen.

Wir alle möchten gern Macht über den Tod gewinnen durch Wissen, wissenschaftliche Leistungen, philosophischen Scharfsinn, doch in Wahrheit ist all unser Bemühen Stückwerk, wenn der unbekannte Wind weht und niemand sagen kann, woher er kommt und wohin er geht.
Wir möchten gern das Geheimnis des Lebens ergründen, und der sterbende Mensch scheint nahe daran, dieses Geheimnis enthüllen zu können (helles Licht). Manchmal fürchten wir uns vor der Erkenntnis, die er erlangt hat, und leugnen die Möglichkeit (Stichwort: Hirnforschung)dass er sie besitzt, und zu anderen Zeiten verhüllen wir unser Gesicht, als ob wir nicht in das allzu strahlende Licht schauen könnten. Köbler-Ross sagt: "wer einmal in dieses helle Licht gesehen hat, und zurückgekommen ist, hat niemals mehr Angst vor dem Tod". Im übrigen werden diese Aussagen von allen bekannten Fällen in der Welt gleichzeitig bestätigt. Auch von Menschen die seit ihrer Geburt blind waren.
Die entscheidende Herausforderung für den Menschen liegt in seinem Tod, ob er einen Sinn hat oder ob er der endgültige Triumph der Sinnlosigkeit ist. Im Leid kann der Mensch viel mehr ertragen, wenn es für ihn einen Sinn hat. Der Wissenschaftler mit seinem begrenzten Bezugssystem projiziert einen begrenzten Glauben. Was nottut, ist ein umfassendes Menschenbild, ein umfassenderes Bezugssystem für die Erforschung seines Wesens, ein umfassenderer Glauben für ein Leben, das seine Grenzen gesprengt hat.

Angesichts des Todes müssen wir uns darüber klar werden, dass keiner von uns letztlich gültige Antworten auf die Frage nach seinem Sinn hat. Die Menschen, die den Anspruch erheben, solche Antworten zu wissen, täuschen sich selbst und diejenigen, die sich an sie wenden. Was wir haben, ist ein gemeinsames Interesse an diesem Erlebnis, das wir letzten Endes alle teilen. Wenn wir uns aufrichtig mit ihm auseinandersetzen, die Wege für eine echte Kommunikation freihalten, es mit der liebenden Anteilnahme echter Gemeinschaft umgeben, deren Liebe bis ans "Ende" reicht, und unser Verständnis durch ein ehrliches und offenes Gespräch mit allen Beteiligten bereichern, wird sich der Weg in eine neue Epoche der Sorge für die Sterbenden wie die Sorge für die Lebenden öffnen.

Gruß harald.
 
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
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05.10.2000
58644
Hallo Zusammen,

ich habe zum Sterben und den Umgang mit Sterbende leider im Moment ein sehr persönliches Problem. Mein Vater ist unheilbar an Speiseröhrenkarcinom erkrankt und wird daran auch in absehbarer Zeit sterben. Mein Vater war niemals in seinem Leben ernsthaft erkrankt und kommt mit seiner Krankheit überhaupt nicht zurecht. Wir versuchen ihn nun in dieser, für alle beteiligten Personen doch sehr schweren
Zeit, zu begleiten.
Ich selber habe ein ganz einfaches Bild vom Tod. Wo waren wir vor unserer Geburt? Daran kann sich natürlich niemand "erinnern". Ich denke, daß wir dort wieder "hinkommen" und somit stelle ich mir ein "Nichts" als etwas unendliches vor und glaube nicht an ihrgend welche Lichter oder ein Weiterleben nach dem Tode.
Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
H

haus maranatha

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Im Angesicht des Todes gehen uns meist die Argumente aus. Es bleibt oft wirres Zeug. Es bleiben viele Fragen. Wir werden bei all unserem Bemühen auf viele Fragen keine Antwort finden.

auch früher fragten die Menschen nach dem Sinn des Lebens, danach, warum es sich lohnen soll, sich gut und richtig zu verhalten im Leben. Vielleicht kann daher auch heute noch eines der damaligen Worte Trost und Hilfe sein:

Trost


Ich wäre fast gestrauchelt, ich wäre fast unsicher geworden in meinem Vertrauen
zu Gott, denn ich war unzufrieden damit, daß es denen, die nicht nach Gott fragen, immer gut ging.

Ist es nicht so, daß gefährliche Situationen oft an ihnen vorüber gehen?
Sie trifft selten das Unglück, dafür aber immer die anderen, die nichts dafür können.
Sie haben nicht so viel mit Krankheiten und Schmerzen zu tun, wie so viele andere.

Es sieht so aus, als wäre ihre Lebenshaltung gerade die richtige, wenn sie andere übers Ohr hauen, wird noch applaudiert. Sie werden mit ihrem Handeln als Vorbilder hingestellt.

Sie sonnen sich in der Anerkennung und was sie sich ausdenken, das erreichen sie auch. Was nicht von Ihnen kommt, das machen sie schlecht, sie zerreißen den anderen in der Luft und machen sich über ihn lustig. Was sie reden, wird wie eine Offenbarung angesehen und wenn sie etwas sagen, muß es getan werden.

Darum haben sie auch Anhänger in Massen und es werden immer mehr.
Sie sagen: "Gott interessiert sich gar nicht für die anderen.
Und wenn es ihn gibt - warum sollte er sich für sie interessieren?"

Ja, das sind jene, die ohne Gott leben.Sie sind glücklich in der Welt und werden reich.

Ich frage mich, soll denn das alles umsonst sein, daß ich so lebe, wie es
sich gehört, daß ich niemandem Schaden zufüge und mich statt dessen für den anderen einsetze, daß ich mich abmühe und auf keinen grünen Zweig komme, daß mir alles wie eine Strafe erscheint?

Es hat nicht viel gefehlt, und diese Gedanken hätten von mir Besitz ergriffen. Aber hätte ich damit nicht alle jene, die sich bisher auf Dich, Gott, verlassen hatten, verurteilt als Phantasten?

Ich dachte darüber nach, ob ich es wohl begreifen könnte, aber es war mir
unmöglich - bis ...
ja, bis ich in die Gegenwart Gottes trat und mir ihr Ende vor Augen führte.

Es kommt der Zeitpunkt, wo niemand mehr etwas von ihnen wissen will, wo jeder sich freut, daß sie untergehen.Dann ist niemand mehr da, der sie auffängt, weil sie alle mit Füßen getreten haben. Selbst Gott steht ihnen nicht bei, weil sie ihn aus ihrem Leben gestrichen haben. Sie sind wie ein böser Traum, der nun endlich vorbei ist.

Ja, Vater, ich bleibe bei Dir, auch wenn mich heute alle dafür auslachen. Ich weiß, Du hältst mich fest an Deiner Hand und führst mich nach Deinem Plan - auch wenn ich es heute noch nicht erkenne - und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, nimmst Du mich mit Ehren bei Dir auf. Wenn ich Dich allein habe, ist mir alles andere egal.

Wenn mir hier alles verloren geht, nichts mehr bleibt, an dem ich mich festhalten kann, dann weiß ich dennoch. Du bist treu und verläßt mich nicht.
Du spendest mir Trost. Zu Dir gehöre ich.

Psalm 73, frei übertragen von
Johannes Paetzold

Gruß an alle

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Johannes Paetzold
 
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Sigi

Themenstarter/in
Hallo Heike,
<BLOCKQUOTE>Zitat:</font><HR> Mein Vater war niemals in seinem Leben ernsthaft erkrankt und kommt mit seiner Krankheit überhaupt nicht zurecht.<HR></BLOCKQUOTE>
Steht da auch zwischen den Zeilen: Er hat immer gearbeitet, für die Familie gesorgt und brauchte keine Hilfe?
Zunächst möchte ich Dir sagen, seid nicht zu streng mit Eurem Vater. Wenn er “ die Wahrheit “ kennt - und davon gehe ich aus – muß er sich nicht nur auf seinen Tod vorbereiten, sondern er muß u.U. sehr viele, ihm lieb gewordene Menschen zurücklassen und noch vieles regeln und bedenken, woran wir vielleicht noch nicht denken.
Zugegeben, die vor Euch liegende Zeit wird nicht einfach, aber schwer wird sie nur, wenn Ihr es so wollt.
<BLOCKQUOTE>Zitat:</font><HR>von unbekannt
Nah-Todes-Erfahrung?
Plötzlich bewege ich mich auf einen Tunnel zu, an dessen Ende eine völlig andere Welt auf mich wartet: Verstorbene Verwandte erscheinen zur Begrüßung, Musik oder Landschaften werden wahrgenommen. Es umgibt mich ein Gefühl des Friedens, der Liebe und der Ruhe. Es kommt dann zur Begegnung mit einer Gestalt, die oft als "Lichtwesen" bezeichnet wird. In dessen Anwesenheit erfolgt eine Rückschau auf das frühere Leben, das nun wie ein Film abläuft. Dabei werden einzelne Szenen intensiv nachempfunden.
Die meisten Personen berichten dann von einer Schranke, die nicht zu überschreiten war, oder von einer Aufgabe, die im Leben noch erfüllt werden sollte und manchmal mit dem "Lichtwesen" besprochen wurde. Daraus folgt schließlich die Rückkehr ins irdische Leben, die mit dem Wiedereintritt in den Körper beginnt.
Die so zurückgekehrten werden von ihrer Umwelt nicht verstanden, sofern sie überhaupt über ihr Erlebnis sprechen. Oft stellen sich zunächst Depressionen ein; die Rückkehr zum Erlebten wird zum sehnlichsten Wunsch. Daneben fallen die "Experiencer" durch eine oft völlig veränderte Lebenseinstellung auf: Sie widmen sich vermehrt sozialen Aufgaben und fallen im Alltag durch eine freundliche Ausstrahlung und Hilfsbereitschaft auf. Die Angst vor dem Tod ist bei ihnen nicht mehr vorhanden.<HR></BLOCKQUOTE>
Alles nur leere Worte und Phrasen? :smile: I C H W E I S S E S B E S S E R !


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Gruß Sigi



[Dieser Beitrag wurde von Sigi am 27. Oktober 2000 editiert.]
 
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05.07.2001
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