nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

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E

Engelrich

Mitglied
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08.05.2009
Bayern
Werden die vereinbarten Leistungen zur Mobilität und deren Entwicklung nachvollziehbar durchgeführt?
So heisst es im Fragenkatalog vom Mdk...

Mich würde intetressieren, wie Ihr das handhabt. Ähnlich einem Wundverlaufsprotokoll? In dem bei jeder Mobilisation festgehalten wird, wo die Probleme liegen, welche Fortschritte gemacht wurden.... PDCA?

Oder habt ihr das über die Pflegeplanung geregelt?

Ich wäre froh über Anregungen, da ich mich in diesem Bereich im Kreis drehe und keine genaue Vorstellung habe, wie sich der MDK das genau vorstellt. :cry:

Grüße aus Bayern!
 
Qualifikation
Geschäftsinhaber /PDL
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
W

Windrose54

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Moin, moin,

das hängt auch von der Pflegedokumentation ab. Welche Formulare stehen mir dafür zur Verfügung?
Wir haben "Pflegezeit". Da stehen mir alle möglichen Formulare zur Verfügung.
Als erstes muss man mal schauen, ist die Mobilität ein Problem? Wenn ja, warum?
-Bewegungsanamnese erstellen
-Im Durchführungsnachweis "besondere Pflege" Problem erfassen -> Ziel festlegen -> Massnahmen festlegen
-regelmäßig (z.B. einmal wöchentlich dazu dokumentieren)

Was der MDK sehen will: konkrete Beschreibung des Problems und konkrete Beschreibung der Massnahmen (dabei nicht vergessen, auch Massnahmen, die neben unseren von anderen durchgeführt werden, wenn z.B. KG ins Haus kommt, Angehörige Gehübungen machen...

eingeschränkte Mobilität/Sturzgefahr ua werden auch im Tagesplan Pflege erfasst, denn das ist ja das Dokument, in dem man auf den ersten Blick erfassen können sollte, wie der Kunde zu pflegen ist und da gehören dann solche Hinweise auch dazu.

Und du hast es bereits erwähnt, das Ganze muss rund sein, PDCA!!! D.h. bei Veränderung des Problems fangen wir von vorne an und planen neu! Das ist das, was uns in der Pflege so viel Spaß macht, weil wir nichts Besseres zu tun haben.:cry:

Viele Grüße aus dem Norden!:eek:riginal:
 
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P

Pseudo

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Letzendlich ist die Bewertung der Frage 11.2 im Prüfkatalog abhängig von den vereinbarten Leistungen. Diese Frage wird sobald eine Einschränkung im Bereich der Mobilität vorliegt immer bewertet. Beispiel: Ein leicht im Bereich Gehen eingeschränkter und dadurch sturzgefährdeter Pflegebedürftiger hat eine LK 01 vereinbart. Dann reicht es aus in der Pflegeplanung die Begleitung zum WC darzustellen. Also immer auf die vereinbarten Leistungen achten und stationär auf den Bedarf des Pflegebedürftigen die Mobilisitaion planen - man muss nicht immer romane schreiben.....
 
W

Windrose54

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Romane schreiben? Da hast du Recht. Und es gibt sicher auch Unterschiede zwischen ambulant und stationär. Bei uns im ambulanten Dienst müssen wir bedenken, dass wir nach der Pflege den Kunden allein zurücklassen müssen bis zum nächsten Dienst. Wir müssen bereits bei Aufnahme in der Anamnese erfassen, welche Sturzquellen im Haus sind. Da fangen die Probleme an. Wenn der Kunde nicht auf seinen Teppich inklusive Teppichkante verzichten möchte, muss das wiederholt als Beratungsgespräch auftauchen. Und so kommt eins zum anderen.
Wir haben im häuslichen Bereich nicht so viele Möglichkeiten, Sturzquellen zu beseitigen, wenn der Kunde das nicht möchte. Wir sind dort nur Gast! Und um so besser wir die Mobilisierung mit dem Ziel der Verbesserung der Mobilität und somit Minderung der Sturzgefahr durchführen, desto sicherer können wir sein, dass es unseren Kunden gut geht.

Fakt ist m.E., dass wir nicht bestreiten können, dass wir in der Pflege zu viel schreiben müssen.
 
P

Pseudo

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Und was ist das Problem. Der Pflegebedürftige wird über die Sturzgefahr informiert und seine Ablehnung zur Entfernung der Stolperfallen ebenfalls. Wie oft werden Kompressionsstrümpfe nach dem Aufstehen angezogen, weil der Patient dies so wünscht. Einfach auch eine Beratung durchführen Ablehnung dokumentieren und man ist raus.
 
W

Windrose54

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Um noch mal auf das Ausgangsthema zurück zu kommen:
Warst du schon mal als Verantwortlicher bei einer MDK-Prüfung im Unternehmen dabei? Hast du schon mal Prüfberichte gelesen? Da kann man doch nur mit den Ohren schlackern, wie die permanent nach Fehlern suchen.
Hat man das eine zur Zufriedenheit geändert, stürzen sie sich auf ein neues Thema, wo sie bohren und bohren. Das A + O ist für den MDK: Was du nicht aufgeschrieben hast, hast du auch nicht gemacht.
Wir schreiben auch keine Romane, aber wenn man bei der Doku den PDCA nicht beachtet, finden sie garantiert was.
Man kann sich noch so bemühen, die Doku ist ein Ding für sich, da sich viele Pflegekräfte schwer damit tun.
 
P

Pseudo

AW: nachvollziehbar Durchführen von Mobilisation

Ich habe schon viele MDK Prüfungen begleitet! Ein bohren nach Fehlern kann ich bis auf wenige Ausnahmen nicht bestätigen. Wenn eine Dokumentation pflegefachlich erstellt und insgesamt rund ist - sind auch die Prüfer zufrieden. Ich finde im Bezug zum MDK hat sich in den letzten Jahren viel getan - man bewegt sich mehr auf Augenhöhe. Letzendlich führt ihr auch keine Dokumentation für den MDK, sondern um sich selber rechtlich abzusichern. Dieser Umstand wird oft vergessen.

- - - Aktualisiert - - -
Das A + O ist für den MDK
Meinst du das ist vor Gericht anders.
 
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Pflegeboard.de

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05.07.2001
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