Nachtdienst: Nutzung oder Mißbrauch der Glocke

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Elena04

Elena04

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18.12.2005
44628
Hallo,

folgendes Problem:

Man hat Nachtdienst, die Arbeit kennt keine Grenzen.

Nun benutzen mehrere verwirrte Bewohner die Rufanlage ohne Angabe von Gründen.
Oder: Ich habe nicht geläutet!
Oder: Fahr mich zur Bank! (02.00 Uhr nachts)
Oder: Mir ist langweilig!
Oder: Was is los?
Oder: ist schon morgen?

Die Glocke sollte doch nur im Notfall betätigt werden, udn nicht zum Terrorinstrument werden.

Man läuft oft mehrere Kilometer nachts ohne wirklichen Sinn durch die Gänge.

Nun gibt es die Möglichkeit bei betreffenden Personen schon mal prophyaktisch die Glocken zu entfernen, außer Reichweite zu deponieren.

Wie händelt ihr dies?
Es stellt ja eigentlich ein Vergehen dar!?

NF
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegeheim Beschützte Heimbeatmung
Isis

Isis

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16.05.2005
2
Nachtfreak,
Du schreibst, daß verwirrte, also an Demenz erkankte Bewohner, die Schwesternrufanlage (wir sagen immer Klingel), ohne ersichtlichen Grund benutzen.
Erwartest Du von einem dementen Menschen, daß er sich an alle Regeln hält und Dir logische Erklärungen für sein Handeln liefert???:angry:
Vielleicht solltest Du Dich mit dem Thema Demenzerkrankungen noch mal auseinandersetzen und dann die Geschehnisse, die Dich auf die Palme bringen, nochmal überdenken und neu bewerten!

Was die Frage nach dem "Klingel ziehen" betrifft:
Das darfst Du natürlich nicht machen!!!!!
Ein Bewohner muss die Möglichkeit haben, nach Hilfe zu rufen (solange er die Klingel noch bedienen kann). Stell' Dir vor, Frau Meier kann nicht klingeln, weil die Klingel aus der Steckdose gezogen ist, ihr Anliegen aber als sehr dringend betrachtet, deshalb versucht, alleine aus dem Bett zu klettern und sich dabei verletzt. Rate mal, wer dann die A.-Karte gezogen hat - außer Frau Meier.....
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
L

Löwenherz

Mitglied
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10.03.2006
63150
Hallo,
es gibt Häuser bei denen nicht Klingel mit einer Gegensprechanlage verbunden ist.
Man kann dann also gleich nachfragen was gewünscht ist.
Z.B. Wenn jemand ein Schmerzmittel möchte kann man dies dann gleich mitnehmen.
Vielleicht eine Anregung sowas zu installieren?

Das Du aber bei Dementen trotzdem hingehen wirst müssen ist klar.
Denn sie klingeln eigentlich weil sie Ansprache/Beruhigung möchten.

Never, ever mach die Klingel aus!!! (siehe obiger Beitrag)

Oder du führst mal eine Liste mit den nächtlichen Klingelzeiten, Patienten, Beschwerden/Anliegen. Evtl müsste man dann bei euch den Personalschlüssel neu überdenken.

ich habs immer positiv gesehen: dann war ich eben auf den Beinen, hat Müdigkeit vorgebeugt. ich war oft im Zimmer und hatte den Überblick was los ist...und ich hab gedacht: bischen Bewegung tut der Figut gut.

manches muß man sich eben auch so zurechtlegen, daß man damit leben kann.Vieles ist Ansichtssache.

Gruß Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
H

Hermann L

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11.01.2006
26817
Tach Nachtfreak
Solche Unnützen Klingelgänge kenne ich auch zu genüge gehört halt zur Arbeit dazu.
z.B:
- Meine Blumen müssen gegossen werden.
- Kannst du mir dich Schuhe Putzen( 03.30Uhr in der Nacht!?)
- Mir Ist die Klingel runtergefallen???????????????:blushing:
Deshalb die Klingel Ziehen oder entfernen , NO NO wenn dann etwas Passiert geht dein A... auf Grundeis und das war’s, dann doch lieber laufen und dein Bew. die Sache mit den Klingel noch mal erklären, Schützt nicht immer vor Unnützen Gehwegen aber manchmal Hilf´s, offt kann man den weg auch nutzen und dann gleich etwas Nützlichen mache ( Wenn Sie schon wach sind müssen noch mal zur Toilette?)
Also Mach keinen Fehler :thumbsup:
Hermann L
 
Qualifikation
Altenpfleger/ Hospizhelfer
Fachgebiet
Pflegezentrum
SonnigerTag

SonnigerTag

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10.05.2006
45968
Hallo,
kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen,
ich kenn diese unnützen Gänge auch, aber man sollte versuchen immer was positives draus zu ziehen. Das rausziehen der Klingel ist die schlechteste Lösung!
Ich würde auch vorschlagen wenn du eh im Zimmer bist,mach direkt nochmal einen Toilettengang oder reich noch was zu trinken an!
Grade demente Bew. können nicht einschätzen was dringend ist und was nicht, da muss man durch und immer lächeln und freundlich bleiben :wink:

So long
Sonniger Tag
 
Qualifikation
Altenpflegehelferin
Fachgebiet
Alten/Pflegeheim
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
In völligem Einklang mit meinen Vorredner/innen möchte ich noch hinzufügen:

Der Patient stört Dich nicht bei Deiner Arbeit, er IST Deine Arbeit!
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
S

Susen

Ergänzend zu dem bereits Geschriebenen:
Ich bin ehrlich erleichtert, wenn es nur "Bagatellen" sind, für die ich laufe. Die Alternative wäre ja eine mehr oder weniger große Krise eines Patienten und da bin ich doch froh, wenn jemand eigentlich "nur" das Anliegen hat, mit mir Kontakt zu haben. Wenn ich so unseren dementen Patientinnen und Patienten begegne, entspannen sie sich oft schnell und können z.B. noch mal eben was trinken oder einen Moment genießen, daß sich jemand um sie kümmert (z.B. die Decke nochmal richtet oder das Kopfkissen besser plaziert) und schlafen dann ruhig wieder ein. Auf Genervtheit reagieren die Patientinnen i.d.R. mit Unruhe, Aggressivität, da sie mitbekommen, daß sie nicht wargenommen werden. Nimm Ihnen niemals die Möglichkeit, sich zu melden! Sie sind doch auf Dich angewiesen. Wen sonst sollen sie ansprechen?
 
B

baylehrerTU

Neues Mitglied
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16.05.2006
80634
Ich freue mich, dass die Meinung hier so klar ist. Keine Klingel ist nicht zu akzeptieren. Dennoch gibt es Gerontopsychiatrien, da gibt es erst gar keine Klingel, obwohl baulich vorgesehen. d.h. die Station hat sich bewusst entschieden, den Pat. die Klingel zu nehmen.(skandalös meines Erachtens, auch wenn die Personalsituation dort sicher besser ist, als im Heim!) Sicher ist der Umgang mit Demenzkranken schwer. Aber jeder Pat. , der noch solche Fähigkeiten hat, die Rufanlage zu bedienen, ist auch paktfähig. d.h.über das Thema Klingeln kann gesprochen werden und Vereinbarungen getroffen werde. In extremen Fällen ist das Führen einer Strichliste oder ähnlichem gemeinsam mit dem Pat. (also sozusagen Doku der Häufigkeit und der Gründe für das Benutzen) als Feedback für den Patienten hilfreich. Aufgrund dieser Liste kann man dann gemeinsam mit dem Pat. daranarbeiten, möglicherweise unnötiges Klingeln zu reduzieren. Bitte: Dieses Shaping (Verhaltenstherapie) immer absprechen (Team, Pat., Angehörige) und nur bei extrem hartnäckigem Klingeln andenken. Es kann sehr hilfreich sein, gerade wenn dieses Verhalten des häufigen Läutens, anerlernt wurde, duch Verstärkung bzw. Gewinn (Aufmerksamkeit, Zuneigung). Eine Demenzkranker, der krankheitsbedingt unruhig ist, ist meist nicht mehr allzu lernfähig. Da wird so eine Liste dann eher bedrohlich oder kontraproduktiv sein. Also Fingerspitzengefühl ist angesagt: Aber fest steht: Niemals Klingel ausstecken!!!
 
Qualifikation
GuKrpfl. Lehrer
Fachgebiet
Technische Universität München
Isis

Isis

Aktives Mitglied
Basis-Konto
16.05.2005
2
Ich möchte noch etwas zu diesem Thema schreiben:
Sicher ärgere ich mich auch über Bewohner, die nicht dement sind und sehr oft klingeln, weil sie ganz offensichtlich Langeweile haben. Mit diesen Menschen kann man darüber reden.
Ein "netter" Fall, den wir mal hatten: Bewohnerin klingelte nachts bis zu 8 mal, weil sie ihrer Aussage so dringend Wasser lassen musste, machte aber jedes Mal nur ganz kleine Mengen Urin (war kaum im Steckbecken zu sehen). Eingenässt war sie auch nicht, also unser Verdacht: Harnwegsinfekt. Dieser Verdacht bestätigte sich nicht, ergo wurde sie von einem Urologen untersucht, der auch beim besten Willen keine Ursache für den häufigen Harndrang finden konnte. Nun war die Bewohnerin insgesamt eher mißmutig und depressiv, und wir überlegten, ob sie vielleicht an Schlaflosigkeit litt und ihre "Langeweile" mit Beschäftigung unsererseits vertreiben wollte. Also Gespräch mit dem Hausarzt, der ein leichtes Schlafmittel ansetzte. Mit Erfolg: Bewohnerin musste nur noch zwei bis drei Maö pro Nacht auf's Steckbecken und sagte nach mehreren Nächten:Ich kann ja endlich wieder richtig schlafen!!!
Was ich damit sagen möchte: Nicht immer sagt ein Bewohner, wo es wirklich zwickt, nicht immer ist ein Schlafmittel die richtige Lösung, aber wenn man im Team sich mal Gedanken macht und mit den Ärzten redet, findet man hin und wieder des Rätsels Lösung.
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
PflegeFrei

PflegeFrei

Aktives Mitglied
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Hallo Nachtfreak, und Kollegen.
Es kann auch Angst sein, wenn wir zB. mit dem Pflegewagen über die Gänge fahren, der Zimmernachbar, der Plötzlich anfängt zu Schnarchen. Ein Sondomat der anfängt zu Piepen. Es gibt so viele Gründe, deswegen kann man auf gar keinen Fall die Klingel ziehen!! Stell Dir mal vor du hast die letzten 5 Jahre alleingelebt, bevor Du in ein Heim einziehst, und von jetzt auf gleich wohnst und schläfst Du nicht mehr alleine. Deine Kinder kommen nicht mehr so oft. Und in der Nacht grübelst Du , wie schön es war als du noch jung und gesund warst. Was machst Du ? Man läutet nach der Schwester, ich erhalte wenigstens für einen Moment die Aufmerksamkeit, "Auch wenn die Schwester oder der Pfleger mit mir schimpfen" , weil sie wieder " umsonst" kommen mussten.
Also Nachtfreak versetze dich mal in so eine Lage, ich glaube und hoffe Du änderst Deine Meinung.

Grüße DvD
 
Qualifikation
exam.Fachaltenpfleger für Gerontopsychiatrie, PA Gerontopsychiatrie,
Fachgebiet
Freiberuflich
Weiterbildungen
Wundexperte ICW
Pflegefachkraft ausserklinische Beatmung
G

grossi

Neues Mitglied
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20.05.2006
90480
Hey Du!
Du kannst nicht einfach die Glocke weghängen! Wenn wirklich was ist können die Pat. nicht läuten und du bekommst nix mit! Außerdem ist es dein Job! Verwirrt sind die Leute auch noch!
Wenn mehrere aur einmal klingeln, ennst du ja deine Pappenheimer und weißt wer das öfter macht, und wer nicht! Also wo du besser zu erst hingehst, und wo s "nicht so dringend ist"! Aber trotzdem kannst das nicht ignorieren!

Wenn ich deinen Text so lese, soltest du dir eventuell mal überlegen, ob die Arbeit mit dementen Menschen das Richtige ist!
Ich geb ehrlich zu dass das nichts für mich ist! Ich glaube man sollte sich sowas für seien eigenen Seelenfrieden und der Pa. wegen wirklich überlegen mit welchem Patientenklientel man arbeitet!

Denk mal gut darüber nach!
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
häusliche Intensivpflege
H

Hermann L

Mitglied
Basis-Konto
11.01.2006
26817
Hallo zusammen
Ich habe eine zeit lang die Beiträge Beobachtet habe auch meinen Senf dazugegeben aber wir sollte doch nicht hemmungslos auf Nachtfreak einschlagen.:sad:
Wer wie ich seit Jahren im Nachtdienst Tätig ist weis wie Nerven aufreibend die Tätigkeit ist und ich muss gestehen das ich auch oft genug in Versuchung war einfach die Klingel zu entfernen, leider ist oft ein Gespräch mit dem Tagdienst ohne Erfolg da die nicht mit dem Problem arbeiten müsse und als Nachtwache steht man oft auf verlorenen Posten.:cry:
Habt Bitte auch Verständnis für solch Überlegungen obwohl jeder weiß das es Falsch ist.:eek:riginal:
Hermann L
 
Qualifikation
Altenpfleger/ Hospizhelfer
Fachgebiet
Pflegezentrum
B

Barbara J

Mitglied
Basis-Konto
01.03.2006
50937
Nun gibt es die Möglichkeit bei betreffenden Personen schon mal prophyaktisch die Glocken zu entfernen, außer Reichweite zu deponieren.
Wie händelt ihr dies?
Es stellt ja eigentlich ein Vergehen dar!?
NF
Allein schon für die ernstgemeinte Idee, gehört ein verbaler ARSCHTRITT verteilt. So was kann man mal im Scherz sagen oder wenn man gerade total genervt ist, aber ganz sicher nicht als reflektierte Frage!!!
Ich möchte Sie mal sehen, wenn was passiert und kein Hilferuf ist möglich!!!
 
Qualifikation
Krankenschwester (G.- u. KPin)
Fachgebiet
Krankenhaus (Augenklinik)
U

UlrichFürst

Irgenwie reden alle, die das entfernen der Glocke für unmöglich halten, davon, dass der Pat./Bewohner dann keinen gezielten Ruf mehr absetzten kann. Auch auf die Gefahr hin zerrissen zu werden: Es gibt doch genügend Pat. (und vermultich auch Bewohner) die nicht in der Lage sind eine gezielte Aktion mit der Glocke durchzuführen. Natürlich sind die Gründe 2. - 5. keine, die ein deaktivieren der Glocke rechtfertigen. Wenn aber jemand (der nicht in der Lage ist die Glocke sinnvoll zu bedienen, diese einfach nur immer wieder umherräumt und dabei eben gelegentlich auf den Ruf-Knopf kommt, ist es dann nicht sinnvoller diese Glocke außer Reichweite zu bringen dem Pat./Bewohner ein anderes "Spielzeug" zu geben und halt von mir aus alle viertel Stunde von sich aus zu ihr/ihm zu schauen?

Ulrich
 
L

Lisy

Ullrich,
bravo, gib dir voll und ganz Recht. Ist auch meine Meinung
gruß lisy
 
B

Barbara J

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01.03.2006
50937
Wenn aber jemand (der nicht in der Lage ist die Glocke sinnvoll zu bedienen, diese einfach nur immer wieder umherräumt und dabei eben gelegentlich auf den Ruf-Knopf kommt, ist es dann nicht sinnvoller diese Glocke außer Reichweite zu bringen dem Pat./Bewohner ein anderes "Spielzeug" zu geben und halt von mir aus alle viertel Stunde von sich aus zu ihr/ihm zu schauen?
Warum dann nicht "Spielzeug" und Glocke. Und ob ich jetzt jede viertel Stunde von mir aus reinschau oder ob jede viertel Stunde geklingelt wird. Da seh ich jetzt jedenfalls keinen Unterschied.
 
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Krankenschwester (G.- u. KPin)
Fachgebiet
Krankenhaus (Augenklinik)
U

UlrichFürst

Warum dann nicht "Spielzeug" Glocke. Und ob ich jetzt jede viertel Stunde von mir aus reinschau oder ob jede viertel Stunde geklingelt wird. Da seh ich jetzt jedenfalls keinen Unterschied.
Ich schon! Da kann ich z. B. einen Tätigkeit zu Ende bringen und dann halt erst nach 16 Min. oder schon nach 13 Min. hingehen. Wenn's bimmelt muss ich auf jeden Fall meine Tätigkeit unterbrechen! Das kann auch heißen, dass ich ein beruhigendes Gespräch mit einem an Demenz erkrankten führe und unterbrechen muss, weil ich ja nicht weiß, wo es läutet und warum (könnte ja auch was tatsächlich unaufschiebbares sein).

Ulrich
P.S. man kann bei unserer Lichtrufanlage einfach nicht sehen, wer oder wo es klingelt...
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
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Ullrich,
bravo, gib dir voll und ganz Recht. Ist auch meine Meinung
gruß lisy
:angry: He, einige Fakten der Ausbildung vergessen???????
Die erreichbare funktionstüchtige "Glocke" ist Vorschrift im Heim.

Es ist doch immer wieder verwunderlich, wie leichtfertig mit solchen Vorschriften umgegangen wird. Damit schneidet sich jeder ins eigene Fleisch.
 
Qualifikation
Krankenschwester
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UlrichFürst

He, he; nu bleib mal ruhig. Wir können hier doch auch ruhig und sachlich miteinander "reden" bzw. schreiben, oder?
He, einige Fakten der Ausbildung vergessen?
Die erreichbare funktionstüchtige "Glocke" ist Vorschrift im Heim.
Es ist doch immer wieder verwunderlich, wie leichtfertig mit solchen Vorschriften umgegangen wird. Damit schneidet sich jeder ins eigene Fleisch.
Geht zwar nicht an mich, ich antworte aber trotzdem mal:
Eine solche Vorschrift ist mir tatsächlich nicht (mehr?) bekannt. Allerdings bin ich auch nicht Altenpfleger; vllt. ist das ja im AH anders.
Zum Thema: Bist Du Dir sicher (soll bitte kein Angriff sein, nur eine höfliche Nachfrage), dass das Gesetz genau so lautet?
Ich könnte ich mir nämlich auch vorstellen, dass der Patient "lediglich" jederzeit die Möglichkeit haben muss, sich bemerkbar zu machen, oder sowas in der Art. Dann wäre bei einem Pat. der nicht weiß, für was dieses Elektronikbauteil, das da vor seinem Gesicht baumelt, gut ist, diese "Glocke" eben keine Möglichkeit diese Vorschrift zu erfüllen.

Ulrich
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo, ich bin doch ganz ruhig. Sollte nur ein Hinweis sein. Betrifft ja wahrscheinlich nur AH.
Ob das nun Gesetz ist, weisss ich auch nicht. Aber unsere Kontrollorgane (MDK u. Heimaufsicht) verlangen es so.
Und inwieweit dies nun sinnig oder unsinnig ist, könnte man wohl ewig diskutieren. Wir kämen wahrscheinlich alle zu dem Schluss "Das ist Wahnsinn", aber die verlangen es trotzdem.
Ob der oder die überhaupt in der Lage ist die Rufanlage zu betätigen spielt dabei keine Rolle.

Also, falls es aufgebracht klang, war nicht meine Absicht. Etwas verärgert war ich nur, weil eine Altenpflegerin zugestimmt hatte.
 
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