Nachschicht

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Jana1

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:happy:Hallo,
Ich mache jetzt 6 Nächte und sollte doch dann auch dannach 6 Tage frei haben. Am 27.08. komme ich morgens um 7.00 Uhr raus. Dieser Tag dürfte doch nicht als frei zählen? Jetzt habe ich auf den Dienstplan gesehen, das ich nur das Wochenende frei habe u. Montag schon wieder zum Dienst kommen muß.:angry: Das geht doch nicht! Wie ist das jetzt, zählt der Tag dann als fei ? Wenn jemand sich auskennt, wäre ich sehr dankbar.

Danke Jana1:eek:riginal:
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
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Kalimera

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AW: Nachschicht

Das geht sehr wohl, es gibt kein Gesetz welches aussagt wie viele Tage man nach wie vielen Nächten frei haben muss. Einzig entscheidend ist das Gesetz über die wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Der sog. Ausschlaftag wird unterschiedlich berechnet. Entweder werden die Stunden des Nachtdienstes alle am Freitag gezählt, oder ab 0:00h zählen die gearbeiteten Stunden für den Tag. Die Eintragung auf dem DP wird aber meist ein "Frei" sein, da Du an diesem Tag keinen Dienst mehr beginnen wirst.

Es ist zwar hart nur so wenige freie Tage nach 6 Nächten zu haben, aber es ist innerhalb des gesetzlichen Rahmens.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
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THOMMY

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Einbeck
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AW: Nachschicht

Hallo Jana1,

leider zählt der Tag, an dem Du aus der Nachtwache kommst, als freier Tag. Du hast Deinen Arbeitstag am Tag zuvor begonnen und deshalb steht dieser Tag auch als "NW oder N" im Dienstplan. Das "X" am Morgen "nach" der Nachtwache ist berechtigt.

Zum leichteren Verständnis kannst Du Dir Deine Freizeit nach einem Nachtwachentörn ausrechnen.

Dazu ein Beispiel:

Du wachst 6 Nächte, jede Nacht arbeitest Du 10 Stunden (bspw. von 19.45 Uhr bis 06.30 Uhr -- 10 Stunden und 45 Minuten Pause) - ergibt zusammen also 60 Stunden.

Nun nimmst Du Deine wöchentliche Arbeitszeit, die im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Also bspw. 30 Stunden. Im Tagdienst wird ein Dienst (bspw. von 06.15 Uhr bis 12.45 Uhr -- 6 Stunden und 30 Minuten Pause) angesetzt. Dann hättest Du nach 5 Tagen Deine vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit erreicht. Da in der Pflege aber meistens eine 6 Tage-Woche (selten eine 5,5 oder sogar 5 Tage- Woche) vereinbart ist, könntest Du bei der Dienstplangestaltung länger arbeiten und zwischendurch einige freie Tage erhalten.

Zurück zur Nachtwache: Hier arbeitest Du 60 Stunden (also 2 mal die wöchentlich vereinbarte Arbeitszeit) in Folge. Eigentlich hättest Du dann bereits 14 Tage Deiner Arbeitszeit absolviert. Wichtig dabei ist, dass die Höchstarbeitszeit von 48 Stunden/Woche nicht überschritten wird (Arbeitszeitgesetz). Nach Deiner Beschreibung, scheint dass nicht der Fall zu sein, weil in Deiner Nachtwache ein Wochenende eingeschlossen ist. Nun teilst Du die 60 Stunden durch Deine übliche Arbeitszeit im Tagdienst.

Wie oben bereits genannt 6 Stunden: Dann hättest Du mit Deiner Nachtwache 10 Tage gearbeitet. Damit hast Du einen Anspruch auf 4 Tage frei und ein Wochenende. Solltest Du nun nur drei Tage und ein Wochenende erhalten, zählen die restlichen Stunden als Überstunden. Die werden je nach Dienstplansystem (EDV) auf dem Dienstplan ausgewiesen oder finden sich sogar auf Deiner Gehaltsmittteilung wieder.

Eine Einschränkung solltest Du noch beachten:

In Deiner Einrichtung könnte es betriebliche Absprachen geben, so dass bspw. nur drei Tage nach der Nachtwache "Frei" gegeben werden. In manchen Einrichtungen werden nur noch zwei bis drei Nächte absolviert, somit verkürzt sich die Freizeit. Theoretisch könnte der Mitarbeiter schon am nächsten oder übernächsten Tag wieder im Tagdienst eingesetzt werden.

Als Einrichtungsleitung habe ich mit der kurzen Nachtwache gute Erfahrungen gemacht. Mitarbeiter berichten, dass sich dadurch Familie und Freizeit besser verbinden lassen und die Nachtwache - trotz der vermeintlichen kurzen Wechsel - nicht so anstrengend sind, wie vielleicht gedacht.

In Deiner Dienstplanung (wegen der gekürzten Freizeit - so habe ich es verstanden) könnte es unterschiedliche Gründe (Krankheit, Urlaub von Kollegen, andere betriebliche Gründe (Fortbildung, Sommerfest), aus persönlichen Gründen des Mitarbeiters ...) geben, die dazu führen.

Ein Tipp zum Schluß: Jede PDL / EL ist dankbar, wenn die Erläuterungen zur Dienstplangestaltung (Abrechnung, Diensteinteilungen etc.) gerade für neue Mitarbeiter in einer Fortbildung oder Haus (Dienst-) besprechung vorgestellt werden und dadurch Unstimmigkeiten im Vorfeld geklärt sind.

Dir alles Gute

Thommy
 
Qualifikation
Einrichtungsleiter
Fachgebiet
Vollstationäre Pflege
Sonnensturm

Sonnensturm

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AW: Nachschicht

Und 10 h zwischen zwei Schichten, Ruhezeit.
:smile:Wasserfrau
 
Qualifikation
Krankenschwester
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