Nachdokumentation bei entlassenen Patienten erlaubt?

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Bastet76

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Liebes Forummitglieder,

Ich weiß das nachtragen von Leistungen mit Anmerkung "Nachtrag"erlaubt ist.

Aber jetzt zu dem speziellen Fall:
PKMS Patient, 2 Wochen entlassen, habe von der PDL die Akte bekommen mit der Nachricht ich solle die Akte "abrechenbar" machen.Es waren leider nicht alle Lagerungen abgezeichnet.So, klarerweise haben ich und meine Kollegen bei unserem Patientendurchlauf weder die Erinnerung wer den Patienten gepflegt hat und schon dreimal nicht wann wir ihn wann und wie gelagert haben.
Da wir uns weigerten Dinge die uns nicht mehr erinnerlich sind nachzudokumentieren,bei einem Patienten der schon entlassen ist, bekam ich natürlich Ärger von der PDL.
Denn diese sowie der GF behaupten das dass nachtragen derlei Dinge erlaubt seien und NICHT der Manipulation oder Urkundenfälschung unterliegen.
Dies sehe ich aber anders.Ich möchte nicht etwas eintragen woran ich mich nicht mehr erinnern kann nur um die PKMS abrechenbar zu machen! Bei meiner hohen Patientenfluktuation und Belegung, kurze Liegedauern usw.,kann ich mich beim besten Willen nicht mehr an jeden einzelnen Patienten erinnern!
Natürlich kann ich was dokumentieren, aber wohl ist mir bei der Sache nicht,und die Behauptung von GF UND PDL. .....hm....Ich weiß nicht ob das so richtig sein kann.
Muss ich jetzt, nur um für die Klinik Geld zu erwirtschaften, irgendwas dokumentieren?
Sind die Aussagen der GF und PDL korrekt dass man NACH Entlassung des Patienten Pflegemaßnahmen nachdokumetieren DARF?Auch wenn man sich nicht mehr erinnern kann?
 
Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Sind die Aussagen der GF und PDL korrekt dass man NACH Entlassung des Patienten Pflegemaßnahmen nachdokumetieren DARF?Auch wenn man sich nicht mehr erinnern kann?
Mit Deiner Frage beantwortest Du Dir Deine Frage natürlich selbst. Aber um Dich darin zu bestätigen: nein, etwas zu dokumentieren von dem man keine Kenntnis noch Erinnerung hat, ist auch bereits während der Verweilzeit Betrug & Urkundenfälschung, beides Straftaten und keine Ordnungswidrigkeiten etwa. Nach der Entlassung wird das alles, nur nicht besser. Es bestätigt lediglich das Tatmerkmal "Vorsatz" und lässt vermuten, dass es sich hierbei um gewerbsmäßigen und somit Betrug in besonders schwerem Fall handelt, da das anscheinend kein Einzel- sondern ein Regelfall in Deinem Unternehmen ist.

Nicht klein kriegen lassen ;)
Christian.
 
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Warum wendet sich die PDL an dich? Bist du die STL?

Möglich wären arbeitsrechtliche Konsequenzen für das nicht dokumentieren, wenn nachvollziehbar ist, wer die/den Klienten versorgt hat (Bezugspflege)

Sophie
 
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Care2000

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Aus dem Hinweis PKMS entnehme ich eine Situation aus dem KH. Seit wann gibt es im KH eine reale Bezugspflege? Ich kenne dort nur praktizierte Funktionspflege. Ich würde auch nichts im Nachgang dokumentieren woran ich keine Erinnerung mehr habe!
 
Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Aus dem Hinweis PKMS entnehme ich eine Situation aus dem KH. Seit wann gibt es im KH eine reale Bezugspflege? Ich kenne dort nur praktizierte Funktionspflege. Ich würde auch nichts im Nachgang dokumentieren woran ich keine Erinnerung mehr habe!
Das ist ein wenig kurzsichtig und Du erinnerst Dich wohl nicht mehr gut an Deine Klinikzeiten, Care2000 ;) Zum einen hat das mit dem anderen ohnehin nichts zu tun, aber - um das Pauschalurteil mal richtig zu stellen - denk einfach mal an psychiatrische oder Kinderstationen, wo das nicht selten mehr Regel- als Ausnahmefall ist. Aber das ist hier wie gesagt ohnehin OffTopic.
 
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Bastet76

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Danke erstmal für die Antworten.
Ja es ist im Krankenhaus und ja ich bin die Leitung.
Und nein ich habe dokumentiert, aber meine Kollegen haben ein paar Eintragungen vergessen, wie es nun mal bei einer Mindestbesetzung und vollkommener Arbeitsbelastung eben passiert.
Und immer ist auch eine SL nicht immer im Dienst um zu kontrollieren.
Ich bin wie alle anderen im Wechselschichtdienst.
Es geht mir auch nicht warum, wieso, weshalb @Care2000 sondern um die Aussage von 2 Führungskräften mit der ich von meinem Rechtsverständnis her nicht übereinstimme. Aber beide meine Aussage dass es nicht rechtens ist nachzudokumentiere wenn der Patient schon 2 Wochen entlassen ist, einfach abgewiegelt haben und mich dumm dastehen lassen haben!
"Wenn es erinnerlich ist darf ohne weiteres nachgetragen werden um die PKMS abrechenbar zu machen" Bei einer so hohen Patientenfluktuation ist dass aber absolut unmöglich zu wissen wann ich wen auf welche Seite gelagert habe und ob er das ganze Essen oder nur die Hälfte gegessen hat!
Ich habe schließlich nicht nur PKMS Patienten sondern auch "normale" A3 Patienten wo ich zum Beispiel "nur" lagere.
 
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