Arbeitsrecht Nach Hause im SD, damit ND gemacht wird

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K

Kalimera

Unterstützer/in
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17.01.2001
Hamburg
Hallo MAV`ler, Rechtler und alle die Ahnung haben,

Folgende Situation:
ND meldet sich gegen 12:00 für die kommende Nacht krank.
PDL wird gegen 13:00 erreicht und informiert.
PDl erwartet, dass ND durch jemand vom SD gemacht wird und sofort nach Hause geschickt wird um abends zum ND wieder zu kommen
SD Beginn: 12:45
ND Beginn: 19:45

Meine Fragen:
  1. Kann der SD, der nach Hause gehen soll, dazu verpflichtet werden? Welche Rechtsgrundlage gibt es dabei?
  2. Gibt es Situationen (keine Katatrophen) wo ein solches Vorgehen mgl. und rechtens wäre?
  3. Wäre es rechtskonform gewesen direkt um 12:eek:o jemand vom FD nach Hause zu schicken, der dann zum ND wiedergekommen wäre? (FD Beginn: 06:00)
Es wäre schön, wenn die jeweiligen Rechtsgurndlagen oder Quellen benannt werden könnten hierzu.

Ich danke Euch schon mal im Voraus
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
M

Mietze-Katze

Mitglied
Basis-Konto
22.03.2007
13353
Hallo, verpflichten kann dich wohl keiner.
Bei uns ist die Situation auch schon gewesen. Allerdings ist da jemand nach dem Frühdienst nach Hause und zum Nachtdienst wieder gekommen.
Ich denke wenn der Spätdienst gerade erst begonnen hat und man dann heim geschickt wird um zum Nachtdienst wieder zukommen, dürfte dies kein Problem darstellen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Med.Klinik
hexe1070

hexe1070

Unterstützer/in
Basis-Konto
06.04.2007
Gütersloh
Hallo Sigjun, Mietze-Katze,

Die Frage ist für mich im dem Fall nicht was ein Problem darstellt oder was möglich wäre oder gar was bereits "immer" so gehandhabt wurde sondern welche Möglichkeit ich als AN im Zweifelsfall habe um mich evt auch mal dagegen auszusprechen.

Das scheint von vielen Faktoren abzuhängen und bei der Suche nach entsprechenden Vorschriften bin ich auf diverse Gesetze wie auch Ausnahmeregelungen gestoßen, die es anscheinend unmöglich machen dazu pauschal etwas zu sagen.

Zum einen gibt es diverse Möglichkeiten wie der AG sich die Option freihalten kann Mitarbeiter bei Ausfall schnellstmöglich zu ersetzen. Auch hier ist sicher im Einzelfall abzuwägen welche Form tatsächlich durchführbar ist. Abrufarbeit, Rufbereitschaft, Bereitschaftdienst. Hier ist auch eine zeitliche Nähe zum zu erbringen Dienst gegeben. Kostet den AG allerdings auch grundsätzlich Geld, bis auf Abrufarbeit.

Für Teilzeitbeschäftigte greift das TzBfG §12 Abs. 2, in dem der Mitarbeiter mindestens 4 Tage im Vorraus über den Arbeitsanfall informiert werden "sollte". Diese Frist kann durch Tarifverträge oder Dienstvereinbarungen auf bis zu 24 Stunden reduziert werden.
Der MA kann aber trotz nichteingehaltener Frist das "Angebot zur Arbeit" annehmen und "fällt damit eine eigenständige Entscheidung die keines weiteren Schutzes mehr bedarf".

Bei Vollzeitkräften scheint es wiederum nach anderen Maßstäben zu gehen, dort findet zumindest das Teilzeitgesetz keine Anwendung. Hier ist der § 315 BGB angeführt. (Bestimmung der Leistung durch eine Partei nach billigem Ermessen) Richtig schlau bin ich daraus aber bisher nicht geworden!

Nachdem was ich bisher gelesen habe, scheint es zum einen darum zu gehen, dass TZ-Beschäftigte trotzt Mehrarbeit erst Überstunden "arbeiten" wenn sie über den für Vollzeitbeschäftigte zu erbringenden Stundensatz arbeiten und dementsprechend auch dann erst eine entsprechende Vergütung erhalten, Vollzeitbeschäftigte automatisch bei Mehrarbeit in den Überstundenmodus geraten.

Also alles nicht wirklich ergibig. Ich würde das Thema bei der MAV zur Sprache bringen, klären ob und in welchem Umfang es Dienstvereinbarungen, einzel- oder gesamtvertragliche, auf tarifrechtlicher Ebene gültige Bestimmungen gibt, ob es Mobilzeitvereinbarungen gibt ect und diese kann sich dann an die zuständige Rechtsberatung wenden, sich erklären lassen was machbar und was rechtens ist.

Je mehr man sich damit beschäftigt um so komplizeirter wird es hab ich zuweilen den Eindruck.

Grüße Hexe
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Palliativstation
magic_mp

magic_mp

Mitglied
Basis-Konto
Also eigentlich ist ein Dienstplan verbindend.

Sprich, wenn im Diesntplan steht, dass Du Spät-Dienst hast, dann hast Du an diesem Tag spätdienst;
eine nachträgliche Änderung des Dienstplans kann nur mit Deinem Einverständniss durchgeführt werden!

Auch wenn das die Arbeitgeber oft anders handhaben wollen und die meisten Arbeitnehmer darauf eingehen.

Auch diese Sprüche ala: "das ist ein Notfall" - "Ich bin Dein Vorgesetzter" - "JEmand anders kann nicht einspringen" - etc sind belanglos.

Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass es immer eine Möglichkeit gibt einen Arbeitnehmerausfall zu kompensieren.
Sei es nun, in dem er einen Arbeitnehmer duch eine Leiharbeitsfirma für diese Schicht holt, oder sich selbst hinstellt ;)


Dieser Flyer geht zwar nicht vorrangig um die Tatsache, dass Du vom Spätdienst in den Nachtdienst umgeplant wirst, aber beantwortet trotzdem Deine Frage ;)
http://mein-frei.verdi.de/aktionsmaterial/data/flugblatt_4
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, Sanitäter
Fachgebiet
Intensivstation
F

Fleescha

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2007
14979
Hallo,

so wie ich das sehe (bitte um Korrektur wenn falsch) kommen hier zwei Punkte des ArbeitsZeitGesetzes zum tragen:

1. Es muss eine ununterbrochene Ruhezeit von min. 11 Stunden zwischen zwei Diensten gewährleistet sein. Welche gegeben ist, wenn man von SD zu SD frei hat. Somit also bei Beginn des SDs oder auch später nach Hause geschickt werden kann (mit eigenem Einverständnis natürlich) um Abends einen ND anzutreten, wenn man nach dem ND wiederum min. 11 Stunden frei hat. (in Ausnahmefällen 10 Stunden)

2. Die tägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden, in der Pflege 10 Stunden und mit Ausnahmegenemigung 12 Stunden nicht überscheiten.
Wenn ich richtig gerechnet hab, gehen eure Nächte 10 Stunden. Wenn der AG keine Ausnahmegenemigung für 12 Stundendienste hat, ist es nicht rechtens, jemand der am gleichen Tag gearbeitet hat (egal ob 1 oder mehr Stunden) zu einem erneuten Dienst anzufordern, sofern der AG die Dienstzeiten nicht verschiebt. Z.B. dass der Spätdienst eine Stunde länger bleibt, und der ND später beginnt.

Ich bin kein Jurist... Würde mich also net auf obiges verlassen. So hab ich es lediglich verstanden...
Trotzdem, vielleicht hats ja ein bissi geholfen...
 
Qualifikation
Gesundheits - & Krankenpfleger
Fachgebiet
Berlin/Brandenburg
Weiterbildungen
da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
A

access

Mitglied
Basis-Konto
28.09.2007
41517
Hallo Zusammen,

bitte nicht alles in einen Topf schmeißen, rumrühren und dann ein Ergebnis rausziehen, so einfach geht das nicht. Ja das ist ein komplexes Thema mit unterschiedlichen Möglichkeiten.
Richtig ist der Tagdienst/Frühdienst kann nicht zu Nachtwache herangezogen werden, da Ruhezeit,bzw. Arbeitsunterbrechung zu kurz.
Der Spätdienst MA kann nach Hause geschickt werden und zum Nachtdienst
herangezogen werden, wenn seine erlaubte max. Gesamtdienstzeit pro Tag nicht überschritten wird. Direktionsrecht nach billigem Ermessen und unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte.

LG

access
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Management
R

romana

Aktives Mitglied
Basis-Konto
21.02.2008
Ostrach
Hallo !
Ich denke, dass es o.k. ist vom SD nach hause geschickt und dann zu ND eingeteilt zu werden, geht aber nur mit Einverständnis !
Wenn ich z.B. kleine Kinder habe und nachts zu Hause sein muss, kann ich die Anfrage ablehnen !

Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
A

access

Mitglied
Basis-Konto
28.09.2007
41517
Hallo Romana,

gebe ich dir vollkommen recht, billigem Ermessen heißt nicht, der Vorgesetzte kann machen was er will, er muss eben gewisse Vorgabe (Gesichtspunkte ) berücksichtigen.

access
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Management
M

mc maschi

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2008
29225
huhu

Also ich arbeite in einem Alten u Pflegeheim mit 30 Bewohnern ! bei uns ist das selbstverständlich das einer von Tagdienst dann in die Nacht geht ....
oder sollen unsere Bew alleine bleiben ???
Find sollche Fragen ziehmlich lächerlich ... du solltest mal lieber deine Kollegin fragen warum die sich erst so spät krankmeldet ... sowas find ich viel schlimmer !!!!


Lg die Machi
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
who knows

who knows

Mitglied
Basis-Konto
19.02.2008
69115
Ja, da ist es wieder, das gute alte Helfersyndrom.
Ich stimme da vollkommen zu, dass die Bewohnerinnen/Patientinnen versorgt sein müssen. Aber dies geht nicht auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten.
Vieles ist hier schon gesagt worden in Punkto Arbeitszeitschutzgesetz (hat ja einen Sinn), Direktionsrecht, billigem Ermessen.
Wir sind jedoch nicht mehr im Mittelalter und das Lehnsrecht gilt nicht mehr. Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass zum einen die Bew./Pat. versorgt werden, aber auch, dass die MitarbeiterInnen durch die Arbeit nicht zu schaden kommen. Und wenn der Arbeitgeber für solche Fälle keine Ausweichmöglichkeiten hat, so ist dies sein organisatorisches Verschulden.
Zum anderen ist eine Frechheit Kolleginnen zu unterstellen, sich um 12 Uhr zu spät für den ND krankgemeldet zu haben. Wohl selber noch nie krank gewesen. Oder etwa mit 39 Temperatur zum Dienst erschienen, weil man ja niemanden "in Stich lassen".
Mit diesem Back to the roots wird sich die Pflege nie ernsthaft fortentwickeln.
Gruß
Who knows
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Palliativstation
M

mc maschi

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2008
29225
Ja, da ist es wieder, das gute alte Helfersyndrom.
Ich stimme da vollkommen zu, dass die Bewohnerinnen/Patientinnen versorgt sein müssen. Aber dies geht nicht auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten.
Vieles ist hier schon gesagt worden in Punkto Arbeitszeitschutzgesetz (hat ja einen Sinn), Direktionsrecht, billigem Ermessen.
Wir sind jedoch nicht mehr im Mittelalter und das Lehnsrecht gilt nicht mehr. Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass zum einen die Bew./Pat. versorgt werden, aber auch, dass die MitarbeiterInnen durch die Arbeit nicht zu schaden kommen. Und wenn der Arbeitgeber für solche Fälle keine Ausweichmöglichkeiten hat, so ist dies sein organisatorisches Verschulden.
Zum anderen ist eine Frechheit Kolleginnen zu unterstellen, sich um 12 Uhr zu spät für den ND krankgemeldet zu haben. Wohl selber noch nie krank gewesen. Oder etwa mit 39 Temperatur zum Dienst erschienen, weil man ja niemanden "in Stich lassen".
Mit diesem Back to the roots wird sich die Pflege nie ernsthaft fortentwickeln.
Gruß
Who knows

huhu

also ich frag mich was das mit Helfersyndrom zutun hat .....
Ich verstehe alle rechtlichen dinge wo sich alle drauf ausruhen und diese auch immer zu ihren gusten in anspruch nehmen ... für mich kommt sowas nicht in frage ... auch wenn ich meine ruhezeit mal nicht in anspruch nehmen kann werden ich davon keinerlei schäden erleiden .... :spinner:

Wenn ich krank bin , bin ich krank ... aber dann sollen meine kollegen sich nicht beschweren das sie dann mal nen springer machen müssen ! Meine PDL kann sich auf mich verlassen und das bekomme ich zu meiner vollen zufriedenheut zu spüren ! Ich und meine kollegen führen ein gutes Arbeitsverhältnis und sind auch damit alle so zufrieden .... :thumbsup2:

lg die Maschi
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
P

Pequeno

Neues Mitglied
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30.07.2008
24106
Hallo Maschi
Die Einstellung bzg. des Einspringens wie in diesem Fall ist jedem selbst überlassen. Ich würde mich auch ärgern wenn ich zum SD gekommen bin und man schickt mich nach hause um zum ND wieder zu kommen und evtl dann den nächsten Tag wieder zum SD zu kommen. Ich finde da ist die Frage ob man sich dagegen wehren kann oder nicht, berechtigt. Sich über den Kollegen aufzuregen, der sich um 12 Uhr krankmeldet finde ich nicht kollegial. Man kann auch um 11 Uhr einen Unfall haben, sich das Bein brechen oder sonstwas. Egal. Er ist krank und kann somit den Dienst nicht antreten. Selbst wenn das 10 Min vor Dienstbeginn passiert. Ich finde das vielen kranken Kollegen zu schnell unterstellt wird, sie würden sich krankmelden nur weil sie keine Bock auf Arbeit hätten. Wenn ich mich krankmelde, bin ich krank und ich kann gerne auf Kollegen verzichten, die mir unterstellen, ich würde mich krankmelden weil ich blaumachen will. Diese Einstellungen von Kollegen führt dazu, dass viele sich nicht mehr trauen sich krank zu melden und sich zur Arbeit schleppen. Evtl. dabei Patienten oder Bew. und Kollegen anstecken. Geschweige denn gar nicht voll einsetzbar sind und der Rest der Schicht sich auch noch um den Mitarbeiter Sorgen machen muß.
Ich finde das Verhältnis der Kollegen untereinander wird immer unmenschlicher. Für mich ist das ein Zeichen dafür das Überforderung und der Hilflosigkeit, die in dieser Branche herrscht.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Nachtdienst
hexe1070

hexe1070

Unterstützer/in
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06.04.2007
Gütersloh
Hallo,

im Rahmen unserer letzten MAV Sitzung kam auch das Thema auf, dass der DG "mich" jederzeit zum Dienst verpflichten könne. Leider wird in unserer MAV dieses Verhalten nicht nur gebillligt sondern auch massiv unterstüzt.

Schlimmer noch, es wurde daraus, dass ich versuchte die Fakten klarzustellen, (dazu hab ich ein ausführliches Gespräch mit unserem Rechtsberater gehabt) mir unterstellt dass ich ein Pragraphenreiter und absolut unkollegial sei und dass unsere Team zu bedauern sei, wenn wir ein solches Verhalten an den Tag legten. Schließlich hätte ich und alle im im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit und des reibungslosen Ablaufs zur Versorgung unserer Patienten alles zu tun. Und ich riskierte eine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung!

Wow.... bei soviel fachlicher Inkompetens ist mir glatt alles entgleist.

Über seine Rechte Bescheid zu wissen und ein gesundes Maß an Kompromissbereitschaft schließt sich meiner Meinung nach jedoch nicht aus. Ich hab im letzten Monat auch fast 50 Stunden mehr gearbeitet, wo es mir möglich war und weil ich sehe, dass unsere SL das ganze Jahr schon Personal einstellt wo´s geht. Deswegen muß ich aber noch lange nicht jeden spontanen Dienst annehmen nur weil ich die erste bin die gefragt wird.

Aber insgesamt finde ich die Kultur mit dem Umgang dieser Gutmütigkeit auch ziemlich unverschämt. Kein Kollege sagt ohne Grund nein, wenn er gefragt wird, im Gegenteil haben die meisten dabei sogar ein ganz schlechtes Gewissen. Die AGs wissen in der Regel sehr genau wer nicht nein sagen kann und nutzen das schamlos aus. Im Gegenzug sind es auch immer wieder die gleichen Kollegen die sich über die ständigen Mehrarbeitsstunden aufregen und bei den anderen Kollegen beschweren ohne jemals den Mund gegenüber den Vorgesetzten auf zu machen und sich auch noch über die Kollegen mokieren, die auch mal nein sagen können.

Ich persönlich finde es auch ziemlich unverschämt einem Kollegen irgendeine Bosheit bei seiner Krankmeldung zu unterstellen und nur weil es Menschen gibt die ständig anderer Leute Probleme zu ihren machen: " Wird der Kollege krank muß ich mehr arbeiten!"

Und mc maschi,
wenn du deine Ruhezeiten nicht einhälst und dir etwas passiert könnte dir unter Umständen sogar der Verlust des Versicherungsschutzes durch die BG entstehen.

Jeder muß das letztlich für sich entscheiden, aber dann muß er auch mit den Konsequenzen leben.

VG Hexe
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Palliativstation
M

mc maschi

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2008
29225
huhu

also gut ich will nun auch mal klein bei geben ... ich arbeite schon seit ca 7 jahren in einem und dem selben betrieb !wir sind ein kleines team und wir halten in allem bereichen zusammen !!!
bei uns kommt es vielleicht einmal im jahr vor das mal eine überstunde gemacht werden muss... unser chef denkt da halt sehr menschlich ! vielleicht hab ich auch deswegen das denken das ich dann auch mal ohne zu mekkern auch nen nachtdienst übernehmen kann !
ich habe nie in einem großen haus gearbeitet und vielleicht würde ich mich auch anstellen wenn ich schon 50 überstd hab !

lg die Maschi
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
J

jini22

Mitglied
Basis-Konto
16.05.2008
39104
Ich finde es nicht ok , das der Spätdienst einspringen muss für den Nachtdienst unbedingt ! Wenn man das ganze freiwillig macht bitte... Nur in größeren Heimen speziell mal an Maschi fallen immer Überstunden an und die bekommt man meistens nicht bezahlt das wird als selbstverständlich abgetan von allen , und dann gibt es die Denkweise von manchen wenn ich nicht bleibe was sagen die anderen wohl über mich oder bekomme ich dann meine Papiere auf gut deutsch so ist das ganze Spiel nämlig... Gibt sogar Schwestern die bleiben rund um die Uhr im Hause um bloß nichts zuverpassen , einfach nur lächerlich . Und bloß wegen solch " Arbeitstieren " leiden manch andere mit darunter . Außerdem wer bezahlt das einem wenn von Spätdienst nach hause fahren mußt und dann wieder kommen mußt zum ND keiner ..Und die meisten Chefs denken nicht so menschlich wie dein Chef dann sei man froh das es so ist. Und man muß sich nicht mehr alles bieten lassen , wenn man mal einspringt ok dann möchte ich es aber auch von Kollegen verlangen können wenn kurzfristig bei mir "notstand " wäre bzw. ich bin krank .. Und wenn nicht soll der Chef " den Finger ziehen " , damit er mal sieht was wir so leisten in der Schicht .
 
Qualifikation
Altenpflegehelfer
Fachgebiet
Altenheim
M

mc maschi

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2008
29225
Ich finde es nicht ok , das der Spätdienst einspringen muss für den Nachtdienst unbedingt ! Wenn man das ganze freiwillig macht bitte... Nur in größeren Heimen speziell mal an Maschi fallen immer Überstunden an und die bekommt man meistens nicht bezahlt das wird als selbstverständlich abgetan von allen , und dann gibt es die Denkweise von manchen wenn ich nicht bleibe was sagen die anderen wohl über mich oder bekomme ich dann meine Papiere auf gut deutsch so ist das ganze Spiel nämlig...quote]


bei uns ist die anzahl der überstd sehr sehr gering !!! und bei uns geht auch keine hilfskraft in die nacht !
Als wir uns damals für diesen job entschieden haben war uns doch allen klar das wir mit Menschen arbeiten und das wir sie nicht wie maschienen am freitag mittag ausstellen können .....
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
Z

zephirus

Mitglied
Basis-Konto
18.08.2006
91207
Der Spätdienst MA kann nach Hause geschickt werden und zum Nachtdienst
herangezogen werden, wenn seine erlaubte max. Gesamtdienstzeit pro Tag nicht überschritten wird. Direktionsrecht nach billigem Ermessen und unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte.
access
Für jemanden, der im Management tätig ist in meinen Augen eine verbreitete und damit umso erschreckendere Ansicht!
Ein "Nachhause schicken" gibt es auch hier definitiv nicht. (Ein Krankheitsfall ist auch kein Notfall.)
Es gab vor einigen Jahren eine verdi Aktion genau zu diesen Thema (mein-frei.verdi.de)...
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Ohne
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
bei uns ist die anzahl der überstd sehr sehr gering !!! und bei uns geht auch keine hilfskraft in die nacht !
Als wir uns damals für diesen job entschieden haben war uns doch allen klar das wir mit Menschen arbeiten und das wir sie nicht wie maschienen am freitag mittag ausstellen können .....
Wenn in deinem Haus wenige Überstunden aufgebaut werden, dann kann man auch locker mal einen Dienst übernehmen. Du kannst aber nicht von deinem Haus auf andere schließen. Da herrschen oft ganz andere Umstände. Und je mehr das Personal überlastet wird, desto mehr häufen sich die Erkrankungen.

Sicher arbeiten wir mit Menschen. Aber offensichtlich vergißt du, das Pflegepersonal auch menschlich ist ;-)

Ich persönlich werde immer stinkesauer, wenn das krank gewordene Pflegepersonal beschimpft wird. Das ist in meinen Augen total unkollegial und wird in der Regel auch von den oberen Ebenen noch provoziert.

Es ist nicht Aufgabe des Personals durch unsägliche Dienstzeiten Ausfälle zu kompensieren. Es ist Aufgabe der Leitung, genügend Personal bereitzustellen, damit ein Ausfall kompensiert werden kann, in Konformität mit den gelten Arbeitsrechtsbestimmungen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Maschi & Jini,

klärt euren Disput gefälligst privat per PN. Eure Beiträge habe ich aus dem öffentlichen Teil des Forums herausgenommen, denn nach Inhalt und Schreibe sind sie einfach nur noch zum :kotz:

Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
M

mc maschi

Mitglied
Basis-Konto
16.07.2008
29225
Maschi & Jini,

klärt euren Disput gefälligst privat per PN. Eure Beiträge habe ich aus dem öffentlichen Teil des Forums herausgenommen, denn nach Inhalt und Schreibe sind sie einfach nur noch zum :kotz:

Christian.
danke .... aber sie fängt nun in einem anderen forum wieder an !!!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

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