Nach der Kurzzeitpflege?

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Fischtrainer

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Hallo erstmal,
zunächst allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2009.
Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich z. Zt. ein Problem habe, das ich nicht lösen kann. Es geht um folgendes: meine Mutter, 83 Jahre alt, Pflegestufe 2, mit Grad der Behinderung 100%, lebte bis zu einer Hüftgelenk-OP in den eigenen 4 Wänden. Nach der OP im DEZ 2008 konnte ich sie in einer
Kurzzeitpflege unterbringen, weil ich selbst voll berufstätig bin und die Pflege-
tätigkeiten nicht ausführen kann. Die Kurzzeitpflege läuft am 12.01.2009 aus,
sie selbst ist z. Zt. nicht so mobil, daß sie allein in der Wohnung bleiben kann.
Was kann oder muß ich tun, damit eine Folgepflege anlaufen kann,
Verhinderungspflege? wie geht das?
Für jeden Rat bin ich dankbar.

Gruß Fischtrainer
 
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Lisy

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Hallo Fischtrainer,
Erst mal geklärt werden, ob sie weiterhin Stationär bleiben will/ soll oder ob ihr an häusliche Pflege gedacht habt.
Die Kurzzeitpflege war fürs Jahr 2008. Deine Mutter hat für 2008 wieder Anspruch auf Kurzzeitpflege bis zu 4 Wochen.
Auserdem hat sie Anspruch auf Verhinderungspflege (VP), die kann sowohl statonär als auch in der Häuslichkeit in Anspruch genommen werden.
VP wird einfach mit einem Anruf bei der Kasse beantragt. (Eigentlich muß sie gar nicht beantragt werden)
Am besten wedest du dich an einen Pflegedienst (PD) in deiner Nähe. Die beraten dich ausführlich und, wenns ein guter PD ist auch kostenlos.
Viel Glück und ein gutes Jahr 2009
Lisy
 
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Hallo Fischtrainer,

da deine Mutter bis zum 12. Januar 09 in der KZP bleiben kann, wird dann vermutlich auch der Betrag für KZP für 2009 den die Pflegekasse zur Verfügung stellt aufgebraucht sein.

Verhinderungspflege kann erst in Anspruch genommen werden, wenn der Pflegebedürftige vorher mindestens 6 Monate in der Häuslichkeit von dir oder einem anderen Angehörigen gepflegt wurde.

Eine Möglichkeit sehe ich darin, sie morgens von einem Pflegedienst versorgen zu lassen und sie dann tagsüber in eine Tagespflege geben. Dafür stehen ihr Mittel aus einem anderen "Topf" zur Verfügung.

Oder aber,
du beantragst für sie die vollstationäre Pflege bei der Pflegekasse und wenn das eigene Einkommen nicht ausreicht, die Restkosten beim Sozialamt und deine Mutter bleibt in einem Pflegeheim bis sie so weit wieder hergestellt ist, dass sie wieder Zuhause leben kann.
 
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Fischtrainer

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Hallo Lisy,
danke für den Hinweis.Meine Mutter muß weiterhin stationär versorgt werden,da sie leider nach der Hüft OP noch nicht wieder laufen kann.Ich habe heute bei der Krankenkasse meiner Mutter angerufen,die Auskunft war sehr dürftig,jetzt bekomme ich ein Formular geschickt.Der Mitarbeiter meinte,ich kann für meine Mutter im Jahr 2009 jeweils 1470,00€ für die Kurzzeitpflege,sowie nochmals für die Verhinderungspflege beantragen.
Na,ich werde erst einmal den Antrag genau anschauen,wird hoffentlich morgen mit der Post kommen.
Danke nochmal.
 
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Hallo Elke,
danke für die Tipps.
Meine Mutter würde ,jetzt wo sie sich eingelebt hat,natürlich gerne weiter in der Senioreneinrichtung bleiben,bis sie wieder halbwegs mobil ist.Nach telefonischer Aussage der Pflegekasse,sollte es möglich sein,übergangslos eine Verhinderungspflege (stationär) in Anspruch zu nehmen.Der Mitarbeiter meinte,dafür stünden ebenfalls für 2009 1470,00€ zur Verfügung.Unterkunft und Verpflegung (40,00€ pro Tag ) werden wir wohl wieder selber tragen müssen,dazu konnte der Herr mir keine Auskunft erteilen.
Jetzt bekomme ich einen Antrag,mal sehen,was daraus hervorgeht.
Nochmals Danke
Fischtrainer
 
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Hallo Fischtrainer,
hatte deine Mutter schon vor der Hüft-OP eine Pflegestufe?

Der Eigenanteil kann über die zusätzlichen Betreuungsleistungen abgerechnet werden, wenn die deiner Mutter zuerkannt sind

oder

der Eigenanteil kann auch vom Sozialamt übernommen werden, wenn die Rente einen bestimmten Betrag nicht überschreitet.

Die 1.470 Euro für die Verhinderungspflege sind bei einem vollstätionären Aufenthalt auch schnell aufgebraucht (bei einem täglichen Pflegesatz von ca. 80 Euro).

Schau dir den Antrag an und wenn dir noch was unklar ist, einfach noch einmal nachfragen.
 
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Hallo Elke,
meine Mutter hat bereits seit ca.5 Jahren,aufgrund ihrer Grunderkrankung Parkinson und einer Schwerbehinderung von 100 %, die Pflegestufe 2.
Zusätzliche Betreuungskosten?Muß ich dafür einen Antrag stellen,wenn ja,wo?
Heute ist der Antrag der Kranken /Pflegeversicherung eingetroffen.
Der Antrag lautet :Leistungen bei Pflegebedürftigkeit
Folgende Optionen beinhaltet der Antrag :
-B4 : teilstationäre Pflege
-B5 : häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
-B6 :Kurzzeitpflege in einer Pflegeinrichtung
-B7/8 : Pflegehilfsmittel / Umstufung in eine höhere Pflegestufe

Mehr Möglichkeiten sind in dem Antrag nicht vorhanden.
Mein Anliegen ist aber,meiner Mutter nach der Kurzzeitpflege in der Senioreneinrichtung ,durch die vollstationäre Verhinderungspflege ein längers Verbleiben im Seniorenheim zu ermöglichen,um letztendlich ihre Mobilität für ein Leben zu Hause wieder herzustellen.
Was kann ich jetzt noch tun?Allmähllich läuft mir auch die Zeit davon,denn am 12.Jan.läuft bereits die Kurzzeitpflege aus.
Ich freue mich über eine Antwort
Fischtrainer
 
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Hallo fischtrainer,
auch wenn es sich jetzt befremdlich anhört, es ist B5 was du ausfüllen mußt.
Jetzt habe ich noch eine Verständnissfrage. Wieso hilft dir das Heim nicht beim Ausfüllen?
Gute Heime nehmen einem diese Arbeit ab. Und gute, ausführliche Beratung ist eigentlich deren Part.
Was Elke vermutlich gemeint hat, ist die niederschwellige Betreuung.
Die mußt du nicht beantragen, aber im Pflegegutachten muß stehen, daß sie eine eingeschränkte Alltagskompetenz besitzt.
Gruß Lisy
 
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Hallo Lisy,
am Montag werde ich das Antragsformular für die Verhinderungspflege mit in die Senioreneinrichtung nehmen.
Jetzt aber mal zu dem Pflegegutachten: Wer erstellt das,das Heim?
Gruß Fischtrainer
 
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Hallo Fischtrainer,
das Pflegegutachten wird durch den MDK erstellt. Dieser empfiehlt auch die Pflegestufe. Ob die niederschwellige Betreuung genehmigt ist, erfährst du bei eurer Pflegekasse. Anruf genügt.
Gruß Lisy
 
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