Arbeitsrecht mutterschutz häusliche krankenpflege

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sandra28

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hallo,

ich arbeite in der häusliche krankenpflege und bin in der 10.woche schwanger.da für diesen beruf ja das arbeitsverbot gilt, gehe ich seit 2 wochen nicht mehr arbeiten, da ich zwischenzeitlich auch eine leichte blutung bekommen habe, die vermutlich durch das schwere heben verursacht worden ist, was mir auch die vertretungsärztin bestätigt hat.
meine eigene ärztin hat mir jetzt aber nur ein attest über die schwangerschaft ausgestellt und weigert sich ein beschäftigungsverbot auszusprechen, obwohl sie mir bei feststellung der schwangerschaft gesagt hat, dass ich nicht mehr arbeiten soll. sie weiss ja, was ich mache. bei anderen kollegen war das alles kein problem, die haben von ihrem arzt sofort ein beschäftigungsverbot erhalten. die ärztin hat doch keinen nachteil dadurch. ich verstehe das nicht und bin so langsam am verzweifeln. zumal meine chefin mir gestern gesagt hat, dass ich erstmal kein geld bekomme, wenn ich dieses verbot nicht erhalte, weil dann ein anderer weg gegangen werden muss,, wo sie der krankenkasse nachweisen muss, dass sie mir keinen anderen arbeitsplatz wie z.b. im büro anbieten kann und das würde erstmal dauern, bis das alles geklärt ist. das einfachste wäre also das beschäftigungsverbot meiner ärztin, die sich, warum auch immer weigert. kann ich mir dieses attest z.b.auch von einem allgemeinarzt ausstellen lasssen??kann mir vielleicht jemand hier weiterhelfen?ich wäre wirklich sehr dankbar.
Viele grüsse
sandra
 
Qualifikation
Arzthelferin
Fachgebiet
Häusliche Krankenpflege
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Cenny

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Hallo Sandra,

mal Hand aufs Herz, solltest du dir nicht einen anderen Gyn suchen, wenn es nun in der Anfangsphase solche Probleme gibt. Hast du die Ärztin mal nach der Begründung gefragt?

Ruf doch einfach bei deinem HA an und frage ob er dir die Bescheinigung ausstellt, dann weißt du mehr.
 
Qualifikation
AP/PDL/QB/HL
Fachgebiet
stationär
Janni

Janni

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HalloSandra28,

also es gibt für die ambulante Pflege nicht generell ein Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft..
Nur wenn du wirklich probleme hast oder gefahren ausgesetzt bist, die dich oder das baby gefährden, wird es ausgesprochen.

Ich hatte damals auch starke Blutungen und durfte nicht mehr arbeiten- erst war ich stationär im Krankenhaus und dann noch 3 Wochen krank geschrieben bevor mir das beschäftigungsverbot bescheinigt wurde.
Der arzt meinte damals, es läge im ermessen der einzelnen ärzte und es wäre ein irrer papierkram.
Die bescheinigung über die schwangerschaft ist auch wichtig für deinen arbeitgeber- es gibt vorgaben die er nun für dich einhalten muss.
Unter anderem darfst du nicht mehr spritzen oder mit ausscheidungen bzw. blut in kontakt kommen. Auch heben und lagern von schweren patienten sollte ausgeschlossen sein.
ich wünsche dir von herzen alles gute für die weitere schwangerschaft und gönn dir viel ruhe- ok?
im zweifel würd ich auch den arzt wechseln, denn was man auf jeden fall braucht ist vertrauen..

sei lieb gegrüßt
janni
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
ciaobella

ciaobella

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Hallo Sandra,

lt MuSchG §4: "Werdene Mütter dürfen insbesondere nicht beschäftigt werden 1) mit Arbeiten, bei denen regelmäßig Lasten von mehr als fünf kg Gewicht oder gelegentlich Lasten von mehr als zehn kg Gewicht ohne mechanische Hilfsmittel von Hand gehoben, bewegt oder befördert werden.............."
Hier der Link zum MuSchG §4 MuSchG - Einzelnorm

Gesamtes MuSchG: MuSchG - Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter

Außerdem hier der Link zur MuSchArbV (Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz) MuSchArbV - Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz

Vielleicht ist es wirklich besser, sich auf die Suche nach einer anderen Gynäkologin zu machen.

Alles Gute!
ciaobella
 
Qualifikation
GKP
Fachgebiet
SU
Sonnensturm

Sonnensturm

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Hallo Sandra, hier ein Leitfaden für AG in Niedersachsen:
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C18435922_L20.pdf

Und hier findest Du die entsprechende Stelle in Deinem Bundesland, haben bestimmt auch so einen Leitfaden:
BMFSFJ - Familie - Aufsichtsbehörden Mutterschutz / Kündigungsschutz

Und von wegen kein Beschäftigungsverbot in der amb. Pflege... :nono: :nono: :nono:
Jeder Schritt, jeder Handgriff bedeutet Gefahr für Mutter und Kind. :mad_2::mad_2::mad_2:
Anderen Arzt :suche: und Dich schonen, das rate ich Dir.

:thumbsup2: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
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