Mutter in Reha und dann...

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Stina08

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Meine Mutter, 89, befindet sich nach einem Schlaganfall in Reha.

Nun hat mir heute die Ärztin dort zu verstehen gegeben, daß sie nicht mehr alleine in ihrer Wohnung bleiben kann (zeitweise total verwirrt, dann wieder ganz klar).

Momentan sitzt sie im Rollstuhl oder liegt im Bett.

Anwendungen werden gemacht, mit Hilfe von Therapeut und Haltegriff kann sie 20 Schritte gehen, aber es dauert sehr, sehr lange.

Wir wohnen alle im gleichen Haus, Mutter untere Etage, wir die beiden oberen.

Zuerst dachte ich, ich könnte es mit Hilfe von Sozialdienst, der 3 x täglich kommen würde, schaffen, aber ich arbeite und habe noch 2 kleine Kinder.....

Also dachte ich an eine 24-Stunden-Pflegerin aus dem osteuropäischen Ausland.
Hier aber sollte es LEGAL über eine Agentur sein.
Nun gibt es dort ja etliche Angebote und ich habe einfach ANGST, an die falsche zu geraten.

Hat hier jemand ERFAHRUNG damit?

Ins Altenheim wollte meine Mutter nie und falls möglich, würde ich es gerne dann auch so machen, daß sie weiterhin in ihrer Wohnung bleiben kann.....

Allerdings müßte dann noch ein UMBAU gemacht werden, da die Türen zu eng für Rollstuhl sind....

Was ist, wenn die REHA vorbei ist (wäre regulär am kommenden Montag), da nur ein REHA-Versuch genehmigt wurde, Ärztin meinte, sie hätte Verlängerung beantragt, wisse aber nicht, ob dies genehmigt wird.

Also von Reha sofort nach Hause ginge in keinem Fall.

Was gibt es hier für Möglichkeiten?

Sorry, viel geschrieben, viel durcheinander, aber so sieht es auch in meinem INNNEREN aus :-(

Danke Euch!
 
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THOMMY

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AW: Mutter in Reha und dann...

Hallo Stina,

ich habe die selbe Situation vor einigen Wochen erlebt und kann nachvollziehen, in welcher Situation durch Dich jetzt befindest und was Dich belastet.

Bitte wende Dich zuerst an den Sozialdienst der Klinik, die gemeinsam mit Dir den Antrag auf eine Schnelleinstufung (Pflegekasse) stellen. Wenn einer Verlängerung nicht entsprochen wird, bleibt nur die Kurzzeitpflege in einer Einrichtung Deiner Wahl (auch wenn Deine Mutter dies nicht wollte). Die wird mit der Schnelleinstufung beantragt und genehmigt, sofern Du eine geeignete Einrichtung findest. Somit kannst Du Zeit gewinnen. Ein guter Ansprechpartner ist auch der Hausarzt / Facharzt Deiner Mutter.

Setze Dich bitte zeitgleich mit der Pflegekasse Deiner Mutter in Verbindung und spreche die Umbaumaßnahmen (vorher bitte genau für Dich festlegen und schriftlich fixieren) an. Die können Dir sagen, ob schon jetzt diese Umbauten genehmigt werden oder erst die Begutachtung durch den MDK abgewartet werden muss.

In Deiner Gemeinde wird es eine Pflegeberatungsstelle (o.ä. Bezeichnung) geben (siehe Telefonbuch Stadt- oder Landkreisverwaltung). Auch hier erhältst Du weiterführende Informationen in neutraler Form (Pflegedienste, niederschwellige Betreuungsangebote u.ä.). Zui den Agenturen kann ich Dir keine Informationen geben, weil ich damit keine Erfahrungen gemacht habe.

Ich hoffe, dass die Informationen für das erste hilfreich sind. Für die kommende Zeit wünsche ich Dir alles Gute, viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Liebe Grüße

Thommy
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

Die Frage, welche sich mir in erster LInie stellt:

Was ist "besser", eine 24-Stunden-Kraft oder ein Altenheim?

Aber diese Entscheidung werde ich wohl ganz alleine treffen müssen....
 
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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AW: Mutter in Reha und dann...

Deine Mutter sollte dann nach der REHA doch erstmal in die Kurzzeitpflege gehen, denn, wenn Du wirklich an einen Umbau u.ä. denken solltest, das braucht alles seine Zeit.
Und es geht um die Finanzen, welche Pflegestufe sie bekommt, welchen Bedarf an Hilfe sie benötigt. Welche Hilfe sie annimmt weiss man auch nicht vorher.
Es gibt aber auch Argenturen, die deutsche Hilfen (teurer?) vermitteln, wenn Dir das angenehmer wäre.
Vielleicht gefällt es Deiner Mutter dann im Heim? :kopfkratz:
:thumbsup2:Onkel Fritz
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

Danke für die Rückantwort.

Ich habe an osteuropäische Pflegehelferin gedacht, da dies noch finanziell zu machen wäre (ungefähr so teuer wie Heim).

Momentan hat sie Pflegestufe 1, wird aber Pflegestufe 2 werden.

Meine Mutter hat ihre Schwiegermutter jahrelang zu Hause gepflegt, als sie nciht mehr konnte, kam diese ins Heim und dort war es wirklich nicht gut, das hat meine Mutter (in klaren Momenten) noch im Kopf.

Wenn sie immer "wirr" wäre, wäre ein Heim meiner Meinung nach o.k.

Teilweise ist sie aber "ganz klar" im Kopf, dann wäre es wohl zu Hause am besten, aber natürlich nur mit einer GUTEN ZUVERLÄSSIGEN Kraft.
 
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bowielein

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AW: Mutter in Reha und dann...

Die Frage ist, ob eine osteuropäische Pflegekraft das richtige ist, wenn deine Mutter sie nicht versteht, weil ihr Deutsch sehr mangelhaft ist?
 
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nofretete

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AW: Mutter in Reha und dann...

Wie stellst du dir eine 24 Stunden Pflege denn vor? Wohnt bei euch im Haus und ist immer in Rufbereitschaft? Oder hast du eine Agentur und die Frauen wechseln sich in Schichten ab, sorry aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen.

Also ich würde es so machen, suche ein Heim, erstmal KZP und dann Übernahme, solange die Bauarbeiten stattfinden, dass wird sie sicher auch verstehen, gut vielleicht auch erst bockig sein, aber da müßt ihr durch, immer wieder mit ihr reden. Es gibt dann die Möglichkeit des probewohnens zu Hause (also wir machen das), dabei wird das Zimmer reserviert natürlich mit den Mietkosten. Oder du kündigst den Heimplatz dann wieder und arbeitest mit einem PD oder eben der 24 Stunden Pflegekraft!
 
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Onkel Fritz

Onkel Fritz

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AW: Mutter in Reha und dann...

Na, die PK wohnen doch dann mit im Haus, mit freier Kost und Logis.
Wenn die Mutter "klar im Kopf" ist, müsste sie auch Verständnis für die Heimvariante aufbringen. Als sie ihre Schwiegermutter pflegte, ging sie wohl nicht arbeiten? Früher war einiges anders.
Wird auf jeden Fall Zeit, sich um die KZP zu kümmern für den Übergang.
Woher kommt die Gewissheit, dass es PS II wird?
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

Richtig, 24 Stunden Kraft aus dem osteuropäischen Ausland, die aber gut Deutsch sprechen kann, da kann man "auswählen", ob geringe, mittlere, gute bzw. sehr gute Deutschkenntnisse.

Diese Pflegekraft wäre im Zimmer neben meiner Mutter (also eigenem Zimmer) untergebracht, nachts Rufbereitschaft, tagsüber anwesend mit entweder 2 Stunden täglich Freizeit bzw. 2 1/2 Tage bzw. 1 ganzer Tag in der Woche.

Bei Feiertagen kommt ein Zuschlag von 100 % hinzu.

Auch ist die Auswahl da, ob "nur" Pflegeerfahrung, Pflegehilfskraft oder ausgebildete Krankenschwester bzw. Altenpflegerin.

Natürlich wirkt dies sich auf den Preis aus, aber teurer wie die Zuzahlung in "unserem" Pflegeheim im Ort wird es nicht werden.

Zur Pflegestufe II fehlten "nur" 5 Minuten täglich bei Antragstellung auf Pflegestufe I und die sind nun mehr als notwendig, was Ärzte in der Klinik und Reha-Fachleute mir sagten und ich auch selbst sehen.

Ich muß abwaten, einen "hellen Moment" bei meiner Mutter zu finden, ob es ihr einigermaßen erklärlich zu vermitteln bzw. klar zu machen, daß es nur diese zwei Variationen gibt.

Sie meint in hellen Momenten immer noch, selbst wieder gehen und kochen zu können, eben wie "vor dem Schlag".
 
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AW: Mutter in Reha und dann...

Zur Pflegestufe II fehlten "nur" 5 Minuten täglich bei Antragstellung auf Pflegestufe I und die sind nun mehr als notwendig, was Ärzte in der Klinik und Reha-Fachleute mir sagten und ich auch selbst sehen.
Heisst nicht, dass Gutachter das auch so sehen. Da wird mit ganz anderen Zeiten "gearbeitet".
Sie meint in hellen Momenten immer noch, selbst wieder gehen und kochen zu können, eben wie "vor dem Schlag".
Soviel zu "heller Moment".
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

Habe nun Kontakt mit einem Pflegeheim, dort wäre auch Platz für Kurzzeitpflege und später wohl auch ganz.

Allerdings ist sie bis Mitte Mai noch in REHA und "sollte" sie wieder fitter werden (Geistig und Körperlich) würde ich meine Mutter gerne nach Hause nehmen.

Nun sagt mir das Pflegeheim allerdings, entweder fester Vertrag, wenn Reha verlängert wird oder doch überhaupt kein Altenheim in Frage kommen würde, müsse ich "Bettengeld" zahlen.

Nun bin ich also mehr oder minder "gezwungen" jetzt schon die Entscheidung zu treffen.....

(es wäre das Altenheim direkt bei uns im Ort), klar schon, daß andere Kurzzeitpflegeplätze sicherlich auch kurzfristig frei wären, aber dann eben ein gutes Stück weiter weg....

Alles mehr als schwierig.
 
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nofretete

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AW: Mutter in Reha und dann...

Wenn du noch umbauen willst, wirst wohl den Vertrag erstmal unterschreiben müssen!
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

So, nun kommt am Montag zuerst mal der PFLEGESTÜTZPUNKT vorbei, schaut sich die häuslichen Gegebenheiten an und spricht dann mit der Sozialansprechpartnerin der REHA - Klinik.

Und dann werden wir entscheiden.
 
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AW: Mutter in Reha und dann...

Liebe Stina,

genau das ist der richtige Weg für Dich und Deine Situation. Bitte denke daran, dass die Pflegesituation in der häuslichen Umgebung auch für Dich zur Belastung werden kann. Sorge bitte auch für Deine Auszeiten.

Alles Gute!

Thommy
 
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Stina08

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AW: Mutter in Reha und dann...

Zwischenzeit wird meine Mutter direkt nach der Reha in ein Pflegeheim zur Kurzzeitpflege kommen.
Direkt anschließend, wie schon vor Monaten geplant, in die Verhinderungspflege.
In dieser Zeit wird man sehen, wie sich der "Zustand" meiner Mutter entwickelt und was sie von dem Heim meint bzw. auch welchen Eindruck ich von diesem habe.

Es wird auf Dauer auch ein finanzielles Problem werden, die Heimunterkunft zu bezahlen, denn wenn das Geld meiner Mutter aufgebraucht ist, werden wir zahlen müssen, da sie in unserem Hause ein Wohnrecht hat.

Außerdem wurde mir das Haus erst vor 7 1/2 Jahren überschrieben, was heißt, daß wenn das Geld für den Heimaufenthalt nicht ausreicht, ich das Haus wieder "rückverschenken" muß.

So habe ich es heute von einer Sozialarbeiterin "erfahren", sehr schöne Aussichten.
 
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Onkel Fritz

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AW: Mutter in Reha und dann...

Die berühmten 10 Jahre, aber das muss nicht zutreffen. Je näher die 10 Jahre rücken, umso mehr "schrumpft" der Wert der Schenkung. Und dann bleibt noch das Schonvermögen. Also immer ruhig bleiben, nicht in's Bockshorn jagen lassen, falls da Forderungen kommen sollten.
Hierzu habe ich was gefunden.
Schonvermgen beim Elternunterhalt
Änderungen zum 1. Januar 2010 – Lebzeitige Schenkungen: Ende des Alles-oder-Nichts-Prinzips | Brinkmann_Dewert
:smile:Onkel Fritz:coff:
 
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Stina08

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Danke für Rückanwort und Links
 
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