Muss ich mir das gefallen lassen?

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Schwester_Funny

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Hallo !

Ich arbeite in der Altenpflege Teilzeit.

Wir sind natürlich sehr sehr sehr knapp besetzt, nun sind auch noch ein paar Mitarbeiter krank.

Immer wieder muss eingesprungen werden.

Nun werde ich schräg angeschaut weil ich wohl nicht oft genug einspringe.

Es wird zum Teil morgens gefragt wenn man einen kurzen frühdienst hat ob man an diesem Tag länger bleiben kann. Manchmal kommt es auch vor, man wird um 11 uhr angerufen ob man um halb 2 zum Spätdienst kommen kann weil jemand krank ist.

Ich habe öfters abgelehnt weil ich es nicht einsehe. Wenn ich überstunden mache, also für jemanden zusätzlich einspringe werde ich nach einem neuen Tarif bezahlt, wo ich nur die Hälfte bekomme wie sonst in der normalen Arbeitszeit.

Ich weiß das ich nicht einspringen muss. Ich weiss auch ich muss nicht ans Telefon gehen, aber wenn man nicht oft einspringt bekommt man an den kopf geworfen immer seien es die gleichen die einspringen.

Man wird von allen kollegen schräg angeschaut. Ich finde das unmöglich.

Ich habe schon das Thema "springerpool" angesprochen, kam keine Reaktion.

Wie soll ich mich weiter verhalten? Streit mit den Kollegen möchte ich ja auch nicht.

Könnt ihr mir Tips geben?

LG
 
Qualifikation
Altenpflegehelferin
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spielemann

spielemann

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Hallo Schwester funny,
verstehe ich es richtig, dass bei euch Mehrarbeits- oder Überstunden schlechter bezahlt werden, als normale Stunden? Bist du da sicher?
Grüsse
Spielemann
 
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Schwester_Funny

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Ja, ich arbeite nach dem alten Tarif. Alle die nach 2007 eingestellt wurden bekamen einen neuen Tarif mit weniger Geld.

Wenn wir also Mehrstunden machen werden diese nach dem neuen Tarif abgerechnet, so hat es uns der Betriebsrat mitgeteilt.

Aber mir geht es mehr um die Kollegen wie soll ich mich verhalten, ich sehe es einfach nicht ein immer einzuspringen. Mal ist ok aber nicht ständig.

Lg
 
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traudik

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Hallo Schwester Funny,
ich bin der Ansicht,dass Du auf jeden Fall deinen vollen Lohn bekommen musst! Ich rate Dir,Dich bei einem Anwalt rechtlich beraten zu lassen!
 
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HertaBremme

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Hallo Schwester Funny,
ich kann dich da gut verstehen. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr dauernd einzuspringen. Tut man´s nicht, fühlt man sich als "Kollegenschwein."
Grundsätzlich brauchst du nicht dauernd einzuspringen.
Wie stehen deine Kollegen zu dieser Situation?
Und wie war denn die Reaktion auf den Hinweis Springerpool?
Zum Thema, dass Mehrarbeitsstunden zu einem schlechteren Tarif ausgezahlt werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtlich ok ist. Du hast doch einen Vertrag mit anderen Bedingungen. Der hat weiter Bestand, oder hast du einer Änderung zugestimmt?

Lass von dir hören
Herta
 
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Mautte

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Hallo Schwester Funny,
diese ständige "Einspringerei" von euch für die kranken Kollegen kann ja nun wirklich keine Dauerlösung sein. Deshalb find ich Deinen Vorschlag mit dem Springerpool schon ganz realistisch. Wie steht denn eure Leitung dazu? Es gibt ja heut auch schon viele Zeitarbeitsfirmen, die für solche kurzfristigen Einsätze bereit stehen. Auf Dauer geht das doch an eure Substanz als Pflegekräfte, einen Zusammenhalt scheint es unter euch nach deiner Schilderung schon nicht mehr zu geben. Wenn ihr alle einer Meinung wäret könntet ihr auch bei der Leitung eine Lösung fordern. Wo ist in diesem Fall eigentlich euer Betriebsrat? Der sollte sich auch einmischen und eine Lösung fordern.
Ansonsten kann man dir wirklich nur raten, nicht mehr ans Telefon zu gehen wenn der Arbeitgeber anruft. Ist zwar keine Lösung des Problems aber Du brauchst keine Ausrede. Schliesslich hat jeder ein frei verfügbares Privatleben.
 
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Sittichfreundin

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Klick mal hier:

http://potsdam-nwb.verdi.de/fachbereiche/03_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/mein_frei_gehoert_mir/data/pocketfibel.pdf

Ich kann Dir nur raten, als mutiges Beispiel Deinen Kollegen voranzugehen. Im Prinzip ärgern sich diese wahrscheinlich auch darüber. Klar springt man ein, wenn Not am Mann ist. Aber manche Arbeitgeber nutzen das Gewissen ihrer Mitarbeiter schamlos aus, um irgendwie das Personal so weit wie nur irgend möglich runterzufahren. Wenn ich so knapp kalkuliere, dass ich kein Krank mehr kompensieren kann, dann ist das ein Organisationsverschulden des AG und kann nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werden :spinner: . Aber solange einfach alle mitmachen, wird das noch lange so weitergehen.
Du bist auf der rechtlich sicheren Seite!

Zur Bezahlung Deiner Überstunden kann ich Dir nur raten, Deinen Arbeitsvertrag genau zu studieren. Wenn da z.B. steht "bezahlt nach Tarif AVR Caritas Kr. sowieso" o.ä., dann gilt das selbstverständlich auch für die Überstunden. :spinner:

Drum: Laß Dir Mut zusprechen! Du machst es schon richtig! :thumbsup2: Wenn sich das Einspringen so oft häuft, dann Anrufbeantworter an, Handy aus usw. Dann bist Du einfach nicht erreichbar oder aber sagst weiter mutig "NEIN", denn auch das ist ok!
 
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catty2

catty2

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Ich kann mich dem auch nur anschliessen:

Mein Frei gehört mir! Verdi!

ver.di: Aktionsmaterial

Und sagen wehrt euch, wenn es immer so weiter geht, wird sich nie etwas ändern, ausser dass unser Frust immer mehr wird!
Ich habe da keine Lust drauf, die sparen alle ein auf Kosten der kleinen Mitarbeiter. Warum sollen wir uns das immer Gefallen lassen? Sollen die doch einen Springerpool anschaffen und alles wäre gut, aber ist ja zu teuer.
 
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Kalimera

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Man wird von allen kollegen schräg angeschaut. Ich finde das unmöglich.

Ich habe schon das Thema "springerpool" angesprochen, kam keine Reaktion.

Wie soll ich mich weiter verhalten? Streit mit den Kollegen möchte ich ja auch nicht.

Könnt ihr mir Tips geben?

LG
Deine Eingangsfrage war ja, ob Du Dir das gefallen lassen musst. Die einfache Antwort darauf ist: Ja, das musst Du Dir gefallen lassen.
Besser noch wäre, Du musst es aushalten. Ich sehe es wie Du, dass ein Teil Deiner Kollegen einfach neidisch ist, weil Du den Mut hast nein zu sagen, ein anderer wird es nicht richtig begreifen, weil er in Dir jemand sieht, der die Kollegen hängen lässt, auch wenn das faktisch nicht richtig ist, da Du für diese Orga nicht verantwortlich bist. Wieder andere ärgern sich, dass sie selbst nicht so handeln, obwohl sie es gerne wollten und produzieren diesen Ärger auf Dich....usw.
Jeder, der Dich, in welcher Art und Weise auch immer, schräg ansieht hat ein Problem, das er gerne zu dem Deinigen macht. Du aber machst Dir dieses Problem wieder zu eigen, indem Du es scheinbar nicht auszuhalten vermagst, dass Deine Kollegen so denken. Vielleicht kannst Du es trennen und ganz klar differenzieren wer ein Problem hat, für mich sind das eindeutig Deine Kollegen.
Manchmal wirkt es Wunder, wenn man dies den entsprechenden Kollegen deutlich macht. Das ist nicht ganz einfach aus o.g. Gründen.
Als STL muss auch ich oft fragen ob jemand einspringt. Es hat lange gedauert, bis, zumindest die meisten, begriffen hatten, dass ich weder böse, noch sauer, noch beleidigt oder ähnliches bin wenn sie nein sagen. Mein Verhalten war immer gleich, wenn jemand verneinte, aber es hat wahre Blüten getrieben, was sie so alles in mein Verhalten interpretierten, wenn sie nicht einsprangen. Andere entschuldigten sich viele Male, wenn sie nicht konnten und auch diese glaubten mir anfangs nicht als ich ihnen vermittelte, dass es keine Entschuldigung braucht.

Dann gab es "Einspringer", die ständig am Mosern waren als sie einsprangen, schlecht gelaunt...ect. Diesen Kollegen habe ich aber auch deutlich gemacht, dass das so nicht ablaufen kann, denn sie haben die Entscheidung getroffen einzuspringen und wenn sie dann ein Problem haben müssen nicht alle darunter leiden.
Aber.....es dauerte lange und dauert auch noch an eine Veränderung in die Köpfe zu bekommen.

Bzgl. der schlechteren Bezahlung bei Mehrarbeitsstunden bin ich der Meinung, dass das nicht sein kann. Du arbeitest nach altem Vertrag und das gilt für alle Stunden, die Du leistest.
 
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Schwester_Funny

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Ich danke euch für eure Antworten und euer Mutmachen. :thumbsup2:

Gestern war schon wieder ein Anruf, gott sei dank sehe ich die Nummer der Arbeit. Natürlich bin ich nicht rangegangen.

Eigentlich hätte ich den Mut dagegen anzugehen, aber ich habe Angst das ich irgendwann rausgemobbt werde.

Auf meiner Station sind z.T. Kollegen die schon 20 Jahre dort sind und "arbeitswütig" sind, warum auch immer. Sind geschieden, Kinder aus dem Haus und stürzen sich in die Arbeit. Für sie ist Arbeit ALLES!
Ich mache meine Arbeit auch eigentlich gerne, ich bin auch sehr zuverlässig und achte nicht auf jede Minute, gehe nie pünktlich nach Hause.

Ich verstehe mich mit allen und seit ein paar Tagen um die Weihnachtzeit herum werde ich öfters gefragt ob ich dann oder dann kommen kann. 3x habe ich jetzt in der Woche "Nein" gesagt.

Ich komme mir vor als müsste ich Rechenschaft abgeben.

Wenn ich jetzt wie ihr mir vorgeschlagen habt zum Betriebsrat gehe und mich nochmals erkundige bzgl. Mehrstundenvergütung, Springerpool, dann habe ich den Rest der Welt gegen mich.

Betriebsrat, PDL und Geschäftsleitung sitzen unter einer Decke.

Am wichtigsten sind mir neben dem Geld die Kollegen! Ich will mit ihnen auskommen, verstehe aber auch ihre Einstellung nicht. In der Teambesprechung bekommen wir gesagt wir müssten mehr miteinander arbeiten, nicht gegeneinander. WIR SOLLEN UNS MAL GEDANKEN MACHEN BZGL. EINES GESCHENKS FÜR DIE DIE IMMER EINSPRINGEN!!!!

Sollte PDL sich nicht lieber Gedanken machen bzgl. Vertretungen????!!!!

Ich will mein Privatleben planen können, wir bekommen z.T. den Dienstplan erst ein paar Tage vor dem 1. zu sehen und dann steht noch alles mit Bleistift. Von WBL bekommt man gesagt, man könne mit so wenigen Mitarbeitern keinen vernünftigen Dienstplan schreiben. Einige sind krank, da bekommt man ja keinen Ersatz.
Erst wenn jemand über 8 Wochen krank ist glaube ich.

Von PDL haben wir in der Besprechung gesagt bekommen, es würde sich nur Schrott bewerben.

Ich werde auf jeden Fall weiterhin "Nein" sagen!
Habe auch schon zu anderen Kollegen gesagt, wenn wir immer wieder einsprigen ändere sich nichts. Da kommt nicht mal eine Reaktion von ihnen. Alles was von ihnen kommt ist, wir müssen doch zusammen halten!!!
Ich verstehe die nicht.
Alles auf Lasten unserer Gesundheit.

Werde mir trotzdem mal überlegen zum Anwalt zu gehen.

LG
 
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stern3007

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Lasse dich nicht irritieren. Du hast ein Anrecht auf dein frei, auch wenn Vorgesetzte und Kollegen das anders sehen. Leider gibt es viel zuviele Kollegen die sich unter Druck setzen lassen und ihren Frust dann dadurch abbauen, dass sie sich negativ gegen die Kollegen verhalten, die ihre Rechte durchsetzen.

Zum mobben gehören immer 2. Schaue zu, dass du eine Rechtschutzversicherung bekommst. Besser wäre es, der Gewerkschaft beizutreten. Es ist immer gut, wenn man weiß, dass man kompetente Leute erreichbar hat, die einem den Rücken stärken.

Baue die Gedanken an die Kollegen ab. Es sind deine Kollegen, nicht deine Freunde, Familie. Unkollegial sind die, die immer auf denjenigen herumhacken, die auf ihre Freizeit bestehen. Einspringen ist ok, machst du ja auch, aber es sollte in Grenzen gehalten werden. Besonders unkollegial sind diejenigen, die auf kranke Kollegen schimpfen und denen für die Misere die Schuld in die Schuhe schieben. Oft wird das von den Leitungen auch provoziert. In solchen Fällen spreche ich die Betroffene immer gleich an. So nach dem Motto: Hör mal, als du deine Nierenbeckenentzündung hattest, hättest du es da toll gefunden wenn ich dich als ungerechtfertigte Krankmacherin hingestellt hätte? Nein gefällt dir nicht? Na dann lasse das Gerede bei den anderen Kollegen.

Das Bezahlen der Überstunden mit anderem Tarif müßte meiner Meinung nach illegal sein. Kannst du aber auch klären, wenn du einen Arbeitsrechtschutz hast, bzw. dann einfach mal bei der Gewerkschaft anfragen.
 
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Mautte

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Hallo weissewoelfin,

du steckst ja echt in einer verzwickten Situation. Was ich ganz schlimm finde ist deine Aussage, das der Betriebsrat mit der PDL und der Geschäftsleitung unter einer Decke steckt. Das geht ja nun gar nicht. Er soll und muss für die Interessen von euch Mitarbeitern da sein. Dem sollte man mal gehörig die Meinung sagen und auf seine eigentlichen Aufgaben hinweisen.
Deine Idee mit dem Anwalt finde ich gut, hier bekommst du eine neutrale Auskunft. Grad wegen der interschiedlichen Bezahlung deiner Arbeitsleistung würd ich da mal den Arbeitsvertrag überprüfen lassen. Bist du in der Gewerkschaft? Wenn ich richtig informiert bin, können Mitglieder auch da Auskünfte bekommen.
Die Einstellung deiner Kollegen in allen Ehren, aber alles hat seine Grenzen. Auch die Vertretung kranker Kollegen. Sie können nicht von allen diese Aufopferung verlangen, nur weil sie selbst kein oder wenig Privatleben mehr haben. Und dann noch über den, der nicht immer einspringt, richten wollen. Das ist milde gesagt ungerecht. Nützt dir aber in der Situation sicher wenig. Kann es sein das deine Kollegen entweder schon resigniert haben und sich der Situation fügen oder aber sich so wohl fühlen, weil es ohne sie nicht mehr geht? Grad wenn die Arbeit zum Hauptinhalt eines Lebens geworden ist kommt dies gar nicht so selten vor. Da kannst du noch so gute Änderungsvorschläge einbringen, die finden kein Gehör.
Was die "Schrottbewerber" angeht, haben deine Vorgestzten es schon einmal mit einer Zeitarbeitsfirma probiert? Ich hatte das gestern schon mal angeregt. Ich persönlich hab damit nur gute Erfahrungen gemacht, gerade weil man hier auch kurzfristig gutes Personal bekommt. Diese Firmen können sich unzufriedene Kunden nicht leisten und achten sehr genau darauf, wen sie wohin vermitteln.
Ich habe den Eindruck bekommen, dass bei euch viele gegeneinander arbeiten und fast jeder so sein eigenes Süppchen kocht. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Hast schon recht wenn du sagst, das es auf Lasten eurer Gesundheit nicht gehen darf. Wenn gar nichts mehr gehen sollte: hast du schon mal daran gedacht, dir in Ruhe einen neuen Arbeitsplatz zu suchen? Hört sich vielleicht blöd an, aber wenn sich an der Situation nichts ändern sollte, musst du an dich und deine Zukunft denken.
Ich wünsch dir alles Gute, bleib bei deiner Hartnäckigkeit...
 
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Hallo Schwester Funny,
bei allem was du jetzt tust mußt du dir über die Konsequenzen im klaren sein.
Wenn es dir im Extremfall nichts ausmacht den Arbeitgeber zu wechseln, kann ich den Vorrednern nur Recht geben.
Wenn du aber auf den Arbeitsplatz angewiesen bist und du keine Möglichkeit hast, den AG problemlos zu wechseln, gehe mit deinen Maßnahmen sehr kontrolliert und mit bedacht um.
Grüsse
Spielemann
 
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Von PDL haben wir in der Besprechung gesagt bekommen, es würde sich nur Schrott bewerben.
Das scheint ein weit verbreitetes Problem zu sein!
Wir suchen schon seit langem händeringend examiniertes Personal (im Rhein-Main-Gebiet....:wink: PN...), inzwischen müssen eigentlich auf meiner Station 3 Stellen besetzt werden, und wir bekommen genau diese Antwort: nur "Schrott" bewirbt sich.

Allerdings hat mein AG inzwischen begriffen, dass die Ü-Stunden ausgereizt sind, und wir arbeiten sehr viel mit Leasingpersonal. Wenn ich den auch bei mir unabgedeckten DP geschrieben habe, dann bestelle ich mit der PDL zusammen für die Lücken im ganzen Monat das Personal. So muss nur ziemlich wenig eingesprungen werden. Wir haben sogar schon "Stammlieblingsleasingpersonal" :eek:riginal: , aber festes wäre natürlich besser.

Nora
 
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Schwester_Funny

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@ Spielemann

Du hast Recht, ich muss vorsichtig sein.
Ich habe das Gefühl auf meiner Station bin ich wirklich die einzige die so denkt. Wie kann das sein???
Wenn ich morgen früh zur Arbeit komme, bin ich gespannt ob ich wieder schräg angeschaut werde weil ich nicht ans Telefon gegangen bin.
Manchmal weiss ich nicht mehr was nun richtig ist.
Sicher möchte ich meine Arbeit behalten. In einiger Zeit möchte ich in ein anderes Bundesland ziehen und hoffe mich versetzen lassen zu können. Dann muss ich mich nicht neu bewerben.

@all

Ich mache meine Arbeit sehr gerne, ich bin mit Herz dabei und werde von Bewohnern gefragt, wenn ich mal eine Zeit nicht da bin wo ich denn war, sie hätten mich vermisst.
Ich habe das von anderen Kollegen noch nie zu hören bekommen.
Aber merken das auch die Vorgesetzten?

Es tut mir gut das ich hier von euch Mut gemacht bekomme und das es auch noch einige andere gibt die so denken wie ich.

LG
 
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Altenpflegehelferin
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asmania

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Betriebsrat ist Lustig. Da gebe ich euch recht. Aber ihr habt wenigstens einen. Bei uns wird das schlichtweg verboten einen Betriebsrat zu gründen.
 
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Schwester_Funny

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Wie kann der denn verboten werden?

Wieviele Mitarbeiter seit ihr denn? Seit ihr privat?

Unseren Betriebsrat kannst du auch vergessen. Vor einiger Zeit wollte sich mal eine Pflegekraft auf die Liste setzen lassen um in den Betriebsrat zu kommen.

Absichtlich haben sie die Abgabefrist falsch genannt usw. Sie haben also dafür gesorgt das bloß niemand rein kommt der fair handelt.

LG
 
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Plege
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asmania

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Na wir sind so ca. 50
 
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st. Pflege
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pflegeheim
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Lisy

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Hallo asmania,
bei 50 MA kann euch der AG nicht verbieten einen BR zu installieren.
Wenn Euch ein BR wichtig ist, geht mal zur Gewerkschaft. die helfen Euch dabei und schulen Euch auch.
Bei uns scheitert der BR immer (leider) daran das keiner in den BR will. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, weil die BR Mitglieder doch einen sehr großen Schutz geniesen.
Gruß Lisy
Geändert, weil das Wort nicht gefehlt hat
 
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ferdi

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@ Schwester_Funny

Ja, ich arbeite nach dem alten Tarif. Alle die nach 2007 eingestellt wurden bekamen einen neuen Tarif mit weniger Geld.
Der alte Tarif steht auch im Arbeitsvertrag?

Wenn wir also Mehrstunden machen werden diese nach dem neuen Tarif abgerechnet, so hat es uns der Betriebsrat mitgeteilt.
Was ist das denn für ein BR?
Wenn du den alten Tarif im Arbeitsvertrag stehen hast wird auch die Mehrarbeit danach vergütet. Oder hast du für die Bezahlung der Mehrarbeit eine Änderungskündigung oder Ähnliches unterschrieben.

Aber mir geht es mehr um die Kollegen wie soll ich mich verhalten, ich sehe es einfach nicht ein immer einzuspringen. Mal ist ok aber nicht ständig.
Mit der Diensteinteilung im Dienstplan macht der AG von seinem Direktionsrecht gebrauch, das muss der AN erfüllen. Nachdem Dienstplan plant der AN seine Freizeit, das hat der AG zu akzeptieren.
Mal einspringen sollte für jeden ok sein, nur was zuviel ist, ist zuviel, da muss der AG Personal einstellen.
Mach das deinen Kollegen mal klar. Wenn sie ihre Freizeit für den AG ständig opfern können oder meinen mit krichen kommt man weiter müssen sie das tun. Da würde ich mir nichts vom ihrem gemecker annehmen.

Unseren Betriebsrat kannst du auch vergessen. Vor einiger Zeit wollte sich mal eine Pflegekraft auf die Liste setzen lassen um in den Betriebsrat zu kommen.
Aus welchen Mitarbeitern setzt sich euer BR den zusammen? Nächstes Jahr im Mai sind Neuwahlen. Wenn du noch bei dem Verein bist seit auf der Hut.


@ asmania,

Betriebsrat ist Lustig. Da gebe ich euch recht. Aber ihr habt wenigstens einen. Bei uns wird das schlichtweg verboten einen Betriebsrat zu gründen.
Auszüge aus: BetrVG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

BetrVG § 1 Einrichtung von Betriebsräten
(1) 1In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, werden Betriebsräte gewählt.

BetrVG § 9 Anzahl der Betriebsratmitglieder
1 Der Betriebsrat besteht in Betrieben mit in der Regel
5 bis 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern aus einer Person,
21 bis 50 wahlberechtigten Arbeitnehmern aus 3 Mitgliedern,
51 wahlberechtigten Arbeitnehmern
bis 100 Arbeitnehmern aus 5 Mitgliedern,
101 bis 200 Arbeitnehmern aus 7 Mitgliedern,


Der Arbeitgeber kann einen Betriebsrat nicht verbieten. Geht zu ver.di und lasst euch helfen, dann sollte nichts schief gehen.

ferdi





 
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