Arbeitsrecht Muß ich meine Reduzierung befristen?

Engelchen

Engelchen

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Hallo Ihr Lieben,

nun hab ich ja durchgeboxt, dass ich zu 75% wieder in den Stationsaltag (nach meiner Babypause) zurückkehre.

Drei Monate vor Antritt muß man seine Vorstellungen ja schriftlich abgeben. So weit so gut, dass hab ich gemacht.
Jetzt ist dem Betriebsrat im Nachhinein aufgefallen (zu dumm nur für mich) dass ich hätte meine Reduzierung befristen müssen, damit ich meinen 100%-Vertrag nicht verliere.

Ist das bei euch auch so? Gab es bei jemanden schon mal Probleme wieder aufzustocken, auch wenn man keine Frist im Vertrag hatte?

Ich hab jetzt echt bammel, meine PDL hat sich schon mit den Prozenten so schwer getan und jetzt auch noch das :(

LG Engelchen
 
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Penthesilea

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Hallo Engelchen,
ich kenne es (leider für Dich) auch nur so. Entweder man befristet eine Reduzierung oder aber eben nicht. Dann hat man auch keinen "Anspruch" mehr auf seine ursprünglichen Pozente.
Um nicht in diese Falle zu geraten, reduziere ich seit drei Jahren meine 100%-Stelle mal für ein Jahr mal für zwei.
Hoffentlich geht's für Dich noch gut aus.
LG
Penthesilea
 
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Jungsmama4

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Hallo Engelchen,

ja das ist so. Wenn du die Reduzierung nicht befristest dann hast du einen "unbefristeten 75% - Vertrag"
Welche Chancen in eurem Haus bestehen später wieder auf 100% aufzustocken oder eben nicht, würde ich mit der HL oder PDL besprechen.
Bei uns hättest du keine Chance mehr, da Vollzeitstellen gar nicht mehr angeboten werden...
 
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Suseline

Hallo Engelchen! (schöner Nickname)
Wenn du die 75% nicht befristet hast, hast du, außer der AG spielt da mit, keinerlei gesetzlich gestützte Möglichkeit mehr, auf 100% aufzustocken.
Ich habe das bei uns bei Kolleginnen schon drei Mal erlebt. Zwei mal wurde den Kolleginnen nicht mal die Reduktion der AZ gestattet - entweder Sie kommen zurück zu den alten Bedingungen oder es geht halt nicht.
Einmal wollte eine Kollegin den Erziehungsurlaub vorzeitig unterbrechen und wieder früher arbeiten kommen als geplant. Der AG hat ihr das nur gestattet, nachdem sie sich auf eine Arbeitszeitreduzierung auf 50% eingelassen hatte. Als dann der ursprünglich geplante EU um war, wollte sie ihre 100% wieder haben und konnte wegen fehlender Befristung der Reduzierung leider nichts machen.
Versuch das schleunigst nachzuholen, vielleicht ist dein AG so nett.
Wünsch dir Glück!
Susi
 
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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Hallo Engelchen,
da hast Du ja einen schönen Bock geschossen, obwohl Ihr anscheind einen ínformierten Betriebsrat habt. Es ist jedoch müßig, jetzt noch zu lamentieren, warum Du Deine gewählte Interessenvertretung nicht mal VOR Vertragsunterzeichnung gefragt hast.
Heiße Tipps, wie Du das erst mal gütlich versuchen kannst, hast Du von den anderen Postings schon bekommen. Für den Fall, dass das nicht funktioniert, hätte ich noch einen Hofnungsschimmer für Dich - den § 9 TZBefrG:
Stelle, wenn die Zeit gekommen ist, einen schriftlichen Antrag auf Erhöhung der Wochenarbeitszeit, am besten an PDL, Personalabteilung und eine Kopie an den Betriebsrat. Sollte nun eine Neueinstellung für 100% an den BR eingereicht werden, haben die nach § 9 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes die Möglichkeit, dieser Einstellung zu widersprechen und zu sagen: Halt! Da ist eine Kollegin, die hat einen Antrag gestellt, die muss erst mal berücksichtigt werden!
Pech wäre es, wenn wie in unserem häuslichen Pflegedienst nur noch Teilzeitmitarbeiter/innen eingestellt werden - dann sähe es mau aus . . .
 
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