Arbeitsrecht Muss Hebelifter genutzt werden?

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Windrose54

Hallo,
nach einer heißen Debatte in der Dienstbesprechung habe ich eine wichtige Frage:
Muss die Pflegekraft einen elektrischen Hebelifter beim Transfer nutzen, wenn dieser vorhanden ist? Oder ist es grundsätzlich erlaubt, ihn nicht zu benutzen, wenn die Pflegekraft rückenschonende Techniken "beherrscht" (was zu beweisen wäre)?
Bei uns gibt es eine Dienstanweisung, wonach solche Hilfsmittel zu nutzen sind und bei gesundheitlichen Schäden wegen Zuwiderhandlung die Pflegekraft mit disziplinarischen Maßnahmen zu rechnen hat. Diese Dienstanweisung hat nun gestern eine GF außer Kraft gesetzt trotz Protest der anderen GF und meiner Person (PDL).
Von 9 PK nutzen 3 PK den Lifter nicht.
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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29.06.2011
Karlsruhe
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Ist ja krass - über was es so alles Dienstanweisungen gibt...! Rein intuitiv würde ich sagen, die Pflegekraft entscheidet vor Ort und nach Situation wie ein Transfer am besten durchzuführen ist. Aber ich mag mich täuschen.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
Onkel Fritz

Onkel Fritz

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08.03.2012
Berlin
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Da fragt doch mal bei der BG nach, was die dazu sagt. Die werden vom Nichtbenutzen wenig begeistert sein. Und das wird wohl Folgen haben, wenn ein Nichtbenutzer "Rücken hat".
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
kein
W

Windrose54

Themenstarter/in
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Habe bei der BG angerufen. Auskunft: Auch wenn die PK "Rücken" hat, weil sie den Lifter nicht benutzt hat, ist sie versichert. Der AG hat Fürsorgepflicht (deshalb auch der Lifter), der AN hat Mitwirkungsrecht.
So weit, so gut. Nicht zuletzt ist auch der Patient bei unsachgemäßem Transfer gefährdet. Er hat das Ding ja nicht umsonst! Deshalb auch die Dienstanweisung.
Danke für eure Antworten.:) Es ist also keiner verpflichtet, das Ding zu nutzen. Aber der AG muss sich viele Fragen seitens der BG im Falle eines Arbeitsunfalls gefallen lassen.
 
S

stheiss

Mitglied
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AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Unabhängig von der versicherungsrechtlichen Fragestellung hat doch der Pflegebedürftige das Recht auf die gleichartige Pflege, unabhängig von der PK. Schreibt es doch in die Pflegeplanung, dann muss ihn jeder nutzen, oder im Pflegebericht darlegen, warum er dies nicht tut. Die PP ist doch auch eine Arbeitsanweisung.
Stefan
 
Qualifikation
Dipl. Pflegewirt (FH)
Fachgebiet
Pflegeheim
K

Keßler

Themenstarter/in
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Liebe Windrose !

Ich muss die Auskunft der BG doch erheblich anzweifeln !

KEINE Versicherung bezahlt bei grober Fahrlässigkeit !

@ stheiss : Völlig richtig !
Eine Zuwiderhandlung ist ggf. auch ein zwingender Kündigungsgrund !
(Gilt m.E. auch für GFs)
 
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
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14.03.2007
Mannheim
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Hallo,

ich frage mich, wo das eigentliche Problem liegt.

Wenn die MA beispielsweise einen kinästhetischen Transfer machen, wäre dies für mich in Ordnung.

Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
P

Petruschka

Mitglied
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10.07.2001
3
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Folgene Situation:
adipöse Frau wurde zu Zweit aus dem Bett geholt und retour genaus.
Lifter vorhanden.
Einige Kolleginnen hatten schon oft über Rückenschmerzen geklagt nach dem Kraftakt heben.
Frau war erst mit der Bentutzung nicht einverstanden.
Pdl äußerte ihre Bedenken an.
Da kam meine Frage ob sie mit jetzt mit helfe können Frau ? aus dem Bett zuholen und bitte so um 19 Uhr noch mal.
Ende vom Lied. Plötzlich war sie weg.
Ich habe einfach weiterhin Frau ?mit den Lifter raus geholt .
Andere haben den Lifter nicht benutzt. Es ist mein Rücken.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegedienst
W

Windrose54

Themenstarter/in
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Die Nutzung des Lifters ist in der Pflegeplanung festgeschrieben. Nur meinen manche, es ginge sie nichts an inkl. einer GF.
Aktuell: Ich habe nochmals protestiert, weil es nicht sein kann, dass eine GF mit einem Wisch eine DA vernichten kann. Sie bleibt also gültig.
Bin froh, dass ich DA grundsätzlich von den Mitarbeitern abzeichnen lasse.

- - - Aktualisiert - - -

@ Keßler:
Das war aber die Auskunft eines Mitarbeiters der BG.

- - - Aktualisiert - - -

@ ms-sophie:
Ja, wenn die MA Kinästhetik beherrschen, ist es ja gut. Das habe ich nun auch in Gang gesetzt. Die entsprechenden MA werden dahingehend überprüft. Vielleicht können sie es ja. Es sind Pflegeassistenten bzw. eine Auszubildende, die jedenfalls eine solche Ausbildung nicht vorweisen können.

- - - Aktualisiert - - -

@Petruschka:
So sehen das die meisten Kollegen auch. Es braucht natürlich seine Zeit. Aber egal, es ist unser Rücken.
Unter den MA, die den Lifter nicht nutzen ist eine Kollegin mit Fibromyalgie. Warum ausgerechnet sie sich das antut, kann ich nicht verstehen.
 
K

Keßler

Themenstarter/in
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Liebe Windrose !

Auch Mitarbeiter der BG sind nicht unfehlbar.
Wenn ein AN nachweislich und vorsätzlich gegen eine Dienstanweisung verstösst und sich
dadurch einen Schaden selber zufügt .................
Nach meinem Rechtsempfinden kann da etwas nicht stimmen.
Im günstigsten Fall wird die BG den AG in Regress nehmen, weil er seine Anordnungen nicht
durchsetzt. Und der wiederum ............
 
sophia65

sophia65

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05.11.2011
celle
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Hatte mich mal mit Krankheiten auseinandergesetzt, die die BG anerkennt: Rücken gehört nicht zwangsläufig dazu!

Wie wahrscheinlich wird eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt?

  • Hautkrankheiten: von allen Meldungen wurden ca. 80% anerkrannt,
  • Infektionskrankheiten: von allen Meldungen wurden ca. 20% anerkannt,
  • Wirbelsäulenerkrankungen: von allen Meldungen bei der BGW erfüllen ca. 7% die arbeitstechnischen und medizinischen Vorraussetzungen, eine Rente wird jedoch nur in ca. 1% aller Fälle ausbezahlt. Quelle: Pflegewiki


Dazu habe ich meine Quellen nicht mehr: der Arbeitgeber muss HIlfsmittel bereitstellen. Er muss seine Mitarbeiter schulen. Aber wenn ein Mitarbeiter Rücken hat und meint das als Berufskrankheit anerkennen lassen zu wollen, muss der Mitarbeiter nachweisen, dass er die Hilfsmittel benutzt hat und dennoch Rücken hat. Es darf keine genetische Disposition zu Arthrose und ähnlichem vorliegen. Hat er auch alles für seinen Rücken getan? Zum Beispiel Sport in seiner Freizeit? Hier steht einn wenig dazu: Bandscheibenbedingte Erkr

Das ist nicht einfach mit Rücken in der Pflege Rente zu bekommen! Noch nicht mal eine Kur auf BG Kosten!
Das sollte jedem klar sein, wenn er Hilfsmittel nicht nutzt, sich nicht in Kineshtätik (ich habe immer Probleme mit der Schreibweise von diesem Wort, dabei ist die Technik einfach gut!) schulen läßt und diese nicht anwendet.
Gerade Rückenprobleme sind in de Gesamtbevölkerung sehr weit verbreitet und haben oftmals nichts mit der Belastung zu tun sondern viel mehr psychische Ursachen. Dass diese von der Arbeit herrühren können, ist mir klar, aber nicht der BG. :wink:
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Seniorenheim
Onkel Fritz

Onkel Fritz

Aktives Mitglied
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08.03.2012
Berlin
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Es geht beim Versicherungsschutz der BG nicht nur um Berufskrankheiten.
Da gibt es z.B. viele Möglichkeiten, einen Unfall zu erleiden, ein akutes Geschehen. Und da sollte man nicht fahrlässig gehandelt haben.
Das macht dann einen gewaltigen Unterschied, ob als Arbeitsunfall anerkannt oder nicht, nicht nur an evtl. Rente gedacht. Ich denke da an Medikamentenzuzahlung, Hilfsmittel und sonstige Leistungen, wie Transportkosten, evtl. Haushaltshilfe oder ähnliches.
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
kein
sophia65

sophia65

Unterstützer/in
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05.11.2011
celle
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

@ Onkel Fritz: ja, das macht einen gewaltigen Unterschied, ob man BG Fall ist oder nicht. Die Leistungen bei BG sind schon deutlich über dem "normalen" ;-) "durfte" ich selbst mal erleben. Aber hier in dem threat ging es ja um Lifter. Darum hatte ich mich ausschließlich auf Wirbelsäulenerkrankungen konzentriert.
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Seniorenheim
Onkel Fritz

Onkel Fritz

Aktives Mitglied
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08.03.2012
Berlin
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Nu ja, wenn man den Lifter nicht nutzt und statt dessen schwer hebt, kann man sich auch andere Schäden zuziehen. Arme, Schulter, Beine, Füsse, eine ungünstige Bewegung reicht da vollkommen aus. Würde man normal nie dran denken.
Davon ab, Kinästhetik, obwohl bestimmt oft geschult, habe ich in der Praxis bisher nur bei Schülern, die es gerade in der Ausbildung hatten, erlebt.
Dauert doch alles viel zu lang, irgendwie rumwurschteln geht eben schneller.:mad_2:
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
kein
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Ich fürchte, ihr diskutiert euch gerade vom eigentlichen Thema weg.

Es geht hier um eine arbeitsrechtliche Fragestellung, nicht um eine versicherungs-technische:
Bei uns gibt es eine Dienstanweisung, wonach solche Hilfsmittel zu nutzen sind
Der AG kann Dienstanweisungen nach billigem Ermessen erlassen, der AN ist verpflichtet diese zu befolgen (sofern rechtmäßig etc.). Im Falle eines Vergehens drohen dem AN hier bei Nicht-Beachtung die üblichen arbeitsrechtlichen Sanktionsmaßnahmen. Was ich mich nur Frage ist, ob der einzelne GF (bei Windrose gibt es anscheinend 2) berechtigt ist, eine DA zu erlassen oder aufzuheben.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
29.06.2011
Karlsruhe
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Leider hat sich Kinästhetik immer noch nicht mal im Ansatz in der Pflege durchgesetzt - das fängt schon beim unsäglichen " wir ziehen sie jetzt mal nach oben" an, geht schon beim Drehen in die Seitenlage weiter (das aufgestellte Bein auf der gegenüberliegenden Seite ist ein toller Hebel für die Pflegekraft - mit menschgerechter Bewegung hat es nichts zu tun), vom Aufsetzen und Umsetzen mal ganz zu schweigen.

Kinasthetik dauert nicht länger!
Empirischer Erfahrungswert :)

Ich persönlich mag Lifter nicht sonderlich gerne, weil ich sie als umständlich, zeitraubend und patientenimmobilisierend empfinde. Trotzdem benutze ich sie natürlich von Fall zu Fall auch - aber eben von Fall zu Fall.
Transfer eines schweren weitestgehend immobilen Patienten der im häuslichen Umfeld alleine leben würde ich in der Regel mit dem Lifter machen, da niemand im Stand-by dabei sein kann, der notfalls hilft. Transfers von noch ansatzweise standfähigen Patienten die kooperativ sind mache ich viel lieber ohne Lifter. Dabei erfahre ich in der Regel auch noch sehr viel über das Aktuelle Befinden des Patienten (Kraft, Kooperation, Spastik etc.) und es geht meist viel schneller.
Aufgrund eines einzelnen Patienten an einem einzelnen bekommt man sicherlich keinen Rücken - und dappiche Unfälle kännen auch mit dem Lifter passieren, gegen die ist man nie gefeit (4 Wochen Schulterschmerzen wegen des Versuchs ein heruntergefallenes Heinzungsventil wieder aufzustecken - wäre noch nicht mal BG gewesen - hätte ich Handwerker holen müssen). Rücken ist doch wohl in den meisten Fällen ein sich mehr oder weniger multifaktoriell entwickelndes Geschehen, das durch falsche Bewegung dann plötzlich akut werden kann. Dazu braucht es meist keinen schweren Patienten, da reicht viel weniger.
 
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Fachgebiet
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Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
G

GerontoNurse

Mitglied
Basis-Konto
06.09.2012
18546
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Die alte Kontroverse Hebelifter....

Dabei sollten 3 (4) Dinge Grundsätzlich genannt werden:
- Aktivierung
- maximale Sicherheit beim Transfer
- Selbstbestimmung des Bewohners
(- Fixierung)
Also, aktiviert so ein Hebelifter einen Bewohner? Das wage ich zu bezweifeln! Er wird höchstens dazu aktiviert sich festzuhalten. Bei einem normalen Transfer wird eine Person dazu angehalten mitzudenken, aufzupassen und vor allem sich mitanzustrengen und ich würde es mir von niemandem verbieten lassen (Pflegeplanung hin oder her, dafür gibt es diskussionen im Team) einen Transfer manuell durchzuführen, wenn ich weiss das die Person noch in der Lage ist etwas zu stehen, sich an mir festzuhalten oder die Beine durchzudrücken.

Bietet so ein Hebelifter maximale Sicherheit beim Transfer? Nein, absolut nicht! Gerade in den Anfangsphasen der Nutzung kommt es gerade bei Demenz, Angst und unkontrollierten Verhalten zu erheblichen Problemen und Verletzungsgefahr.
In den meisten Fällen wird der Transfer mit einem Hebelifter durch eine Pflegekraft durchgeführt (Auch wenn 2 vorgeschrieben sind) und wieviel Kontrolle hat man dann noch wenn der Bewohner Anfängt in der Vorrichtung zu zappeln, kollabiert oder die Arme nach oben wirft?

Zum eigentlichen Punkt der Diskussion... Hebelifter als Dienstvorschrift. Wie sieht es denn mit der Entscheidung der Bewohner aus, wenn so ein Transfer mit diesem Gerät vorschrift ist und er sagt er möchte das nicht oder er fühlt sich damit nicht sicher?

Kinästhetik... entlastet ungemein, schult und schont den Rücken, aktiviert den Bewohner und fördert vor allem Kontakt und Vertrauen!

Den Punkt der Fixierung lass ich einfach mal so im Raum stehen ;)
 
Qualifikation
exam. Altenpfleger
Fachgebiet
Geriatrie
K

Keßler

Themenstarter/in
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

Wenn ich mir den Eingangsbeitrag anschaue, ist das Kernproblem
die Weisungskompetenz.
Unser GF ist Kaufmann, und wenn er sich in Pflegebelange (ohne
finanzielle Konsequenz) einmischt, holt unsere PDL dermassen tief
Luft, dass er ihr quer unter der Nase hängt.
Unter den geschilderten Bedingungen möchte ich keine PDL sein:
Da bin ich letztendlich für Dinge verantwortlich, auf die ich keinen
Einfluss habe.
 
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

Unterstützer/in
Basis-Konto
29.11.2008
Cottbus
AW: Muss Hebelifter genutzt werden?

. . . Zitat sophia65:
"Dazu habe ich meine Quellen nicht mehr: der Arbeitgeber muss HIlfsmittel bereitstellen."

Die Quelle dazu ist die Lastenhandhabungsverordnung § 2:
(1) Der Arbeitgeber hat unter Zugrundelegung des Anhangs geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen oder geeignete Arbeitsmittel, insbesondere mechanische Ausrüstungen, einzusetzen, um manuelle Handhabungen von Lasten, die für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit, insbesondere der Lendenwirbelsäule mit sich bringen, zu vermeiden.
(2) Können diese manuellen Handhabungen von Lasten nicht vermieden werden, hat der Arbeitgeber bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes die Arbeitsbedingungen insbesondere unter Zugrundelegung des Anhangs zu beurteilen. Aufgrund der Beurteilung hat der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen zu treffen, damit eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten möglichst gering gehalten wird.

Eine solche Dienstanweisung ist also nach meiner Auffassung rechtens . . .
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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