Mrsa

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Magic

Neues Mitglied
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13.02.2006
34560
In unserem ambulanten Pflegedienst versorgen wir zunehmends Kunden mit MRSA. Das verursacht sehr viel Mehrkosten. Schutzkittel, Handschuhe, Mundschutz, Hauben und Überschuhe haben wir bisher selbst finanziert. Gib es Möglichkeiten diese Artikel von den Kassen finanziert zu bekommen?
Liebe Grüße
Magic
 
Qualifikation
Krankenschwester, stellvertretende PDL
Fachgebiet
ambulante Pflege
B

Biene Willy

Mitglied
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19.06.2006
80469
In unserem ambulanten Pflegedienst versorgen wir zunehmends Kunden mit MRSA. Das verursacht sehr viel Mehrkosten. Schutzkittel, Handschuhe, Mundschutz, Hauben und Überschuhe haben wir bisher selbst finanziert. Gib es Möglichkeiten diese Artikel von den Kassen finanziert zu bekommen?
Liebe Grüße
Magic
Ein umwerfendes Thema, vor allem wenn man wirklich den möglichen nutzen betrachtet! MRSA oder ORSA haben bereits ein grosser Teil der Bevölkerung insbesondere das Pflegepersonal! (Siehe Robert Koch Institut)
Aber es muss ja etwas getan werden! Aktivismus mit bester Inkonsequenz!:laughing:
Möchte nicht wissen, was bei mir alles in den Nüstern fleucht und kreucht!:wink:
Bin aber nicht blöd und lasse mich testen!:thumbsup:
 
Qualifikation
Kaufmann
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minchen

minchen

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08.04.2006
63869
Biene Willy ,

Kopfschüttel , kopfschüttel , ohne Worte :sick:
 
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Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
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Seniorenheim
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Isis

Isis

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16.05.2005
2
Biene Willy,
nur mal so von Fachfrau zu Laie:
Mit MRSA oder ORSA sind ca. 30% aller Leute besiedelt, ohne daß es zu nennenswerten Beeinträchtigungen kommt, dies gilt insbesondere für nicht-immunsupprimierte Menschen.
Wird aber jemand mit Immundefekten, und sei es nur aufgrund von Alter (dazu gehören auch Kleinkinder, deren Immunsystem noch übt), schweren Erkrankungen oder Chemotherapie infiziert, macht MRSA schwere Infektionen, die sich nur sehr teuer und aufwändig behandeln lassen!
Bin ich als relativ gesunder Mensch mit MRSA besiedelt, habe aber mit immungeschwächten Menschen zu tun, dann infiziere ich diese Menschen, ohne es zu wissen.
Ziel muss es als sein, die Besiedelungs- und Infektionsrate zu drücken, und daher die ganzen Schutzmaßnahmen.
Sehr unangenehm stelle ich es mir auch vor, wenn ich mir im Dienst den MRSA einfange und ihn an mein kleine Kind weitergebe.

Also, Biene Willy, einfach mal nachdenken und dann schreiben. Für Dich ist MRSA womöglich kein Problem, für uns schon.
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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B

Biene Willy

Mitglied
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19.06.2006
80469
MRSA ist für eine imungeschwächte Person ein ernstzunehmendes Risiko!
Die Zahl, die du verwendest hast betrifft die Besiedelung im Gesamtbevölkerungsanteil! Die Besiedelung von Pflegepersonal ist drastisch höher! Macht Du beim gesamten Pflegepersonal ein gründliches Sceening, dann hast Du danach einen Pflegenotstand! (Siehe auch Robert Koch Institut!)

Was wünscht ihr euch? Regelmässiges Zwangsscreening von Klinikärzten, Krankenpflegern, Altenpflegern... ?
Wer soll das zahlen, und wer zahlt die Folgen?
Verstehst Du, was ich meine? Die moderne Antibiotika-Medizin hat diese keime gezüchtet (deswegen auch "Krankenhauskeim")
Die Politik macht schon etwas, es muss ja so wirken, das jedes Problem energisch angegangen wird! Wirksam sollte das ganze aber auch sein, oder?
Ambulante Pflegedienste, die Hohe kosten haben sind eine Sache, aber was bringt es, wenn sich logischerweise bei der Verbreitung nichts tut?

Hintergrund - Verbreitung

Angehörige sind nicht immer unkundig! ;) Sie können aus Allen Wissensgruppen und Bevölkerungsteilen bestehen! ;)
 
Qualifikation
Kaufmann
Fachgebiet
Selbstständig
L

Lisy

Macic,
wenn deine Kunden in die Pflegeversicherung eingestuft sind, kannst du Handschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel von der Pflegekasse zum Teil ersetzt bekommen. Über die kleine Heilmittelverordnung § 45. Frag bei den Sanitätshändlern nach, die wissen Bescheid und organisiern das. Ansonsten soll der Arzt verordnen und dann abwarten, wie die Kassen reagieren.
Gruß Lisy
Nachwort: Biene, deine Ausführungen sind manchmal etwas merkwürdig, bezogen auf die Fragestellung.
Für deine Komentare ist ein eigener Tread sicher besser und schont die Nerven einiger.
Gruß Lisy
 
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Isis

Isis

Aktives Mitglied
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16.05.2005
2
@Biene Willy,
sorry, aber irgendwie finde ich Deine Beiträge hier ziemlich verdreht, mal bist Du für irgendwas, im nächsten Kommentar wieder dagegen - je nachdem, was Dein Vorschreiber so schreibt und meint.

@Lisy:
:thumbsup::thumbsup::thumbsup:
Mehr kann ich dazu nicht "sagen".
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo, kommen wir mal wieder zur Frage. zahlt die Kasse in der ambul. Pflege Schutzmittel bei MRSA??
JEIN !!!!
In Hessen muss ein zugelassener Pflegedienst Schutz u. Desinfektionsmittlel laut Versorgungsverträgen nach SGB XI u. V vorhalten.
Laut den Verträgen u. Honorarvereinbarungen sind diese Mittel mit dem Honorar abgegolten.
Aber Angehörige können per Rezept vom Hausarzt diese Schutzmittel verschreiben lassen. Das Rezept ist dann bei der Kasse einzureichen. Ganzwichtig ist: Es muss die Begründende Diagnose auf dem Rezept stehen.
Dann wird die Kasse diese Schutzmittel bewilligen. Die MA des PD können dann diese Mittel mit benutzen.
In anderen Bundesländern kann es wieder ganz andere möglichkeiten geben.

Grüße griesuh
 
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Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
Ambulante Pflegedienste, die Hohe kosten haben sind eine Sache, aber was bringt es, wenn sich logischerweise bei der Verbreitung nichts tut?
Ein bisschen verquer diese Denke. Wenn ich unerkannten MRSA in meinen "Nüstern" habe und einen Mundschutz trage schütze ich damit doch auch den Patienten. Oder hat ein Mundschutz seit neuestem nur eine Einwegefunktion?

Also macht der Schutz immer noch Sinn oder nicht?
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
M

Magic

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
13.02.2006
34560
Hallo, kommen wir mal wieder zur Frage. zahlt die Kasse in der ambul. Pflege Schutzmittel bei MRSA??
JEIN !!!!
In Hessen muss ein zugelassener Pflegedienst Schutz u. Desinfektionsmittlel laut Versorgungsverträgen nach SGB XI u. V vorhalten.
Laut den Verträgen u. Honorarvereinbarungen sind diese Mittel mit dem Honorar abgegolten.
Aber Angehörige können per Rezept vom Hausarzt diese Schutzmittel verschreiben lassen. Das Rezept ist dann bei der Kasse einzureichen. Ganzwichtig ist: Es muss die Begründende Diagnose auf dem Rezept stehen.
Dann wird die Kasse diese Schutzmittel bewilligen. Die MA des PD können dann diese Mittel mit benutzen.
In anderen Bundesländern kann es wieder ganz andere möglichkeiten geben.

Grüße griesuh
Vielen Dank für die Antworten auch wenn nicht alle auf meine spezielle Frage eingegangen sind.

@Griesuh
habe schon versucht über die Hausärzte diese Schutzmittel verordnen zu lassen. Leider lehnten sie die Verordnung ab, mit der Begründung diese Dinge müssen die MRSA Patienten selbst kaufen. Diese lehnen es aber wiederum ab für unsere "Verkleidung" aufzukommen. Nur eine der zur Zeit drei MRSA Patienten ist eingestuft und kann diese 31 € für Pflegehilfsmittel verwenden. Aber dieses Geld reicht gerade mal für ihre Octenisept Waschlotion und Handschuhe zum Selbstverbrauch.
Werde dann noch mal bei den Hausärzten versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten.

Liebe Grüße
Magic
 
Qualifikation
Krankenschwester, stellvertretende PDL
Fachgebiet
ambulante Pflege
Isis

Isis

Aktives Mitglied
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16.05.2005
2
Hallo,
also, in den Pflegeheimen muss auch das Pflegeheim die Mittel zur Desinfektion und Sachen wie Mundschutz, Schutzkittel und ähnliches vorhalten, von den Ärzten wird sowas jedenfalls nicht rezeptiert - würde auch viel zu lange dauern. Auch Waschlotion wird grundsätzlich vom Heim gestellt, es sei denn, die Bewohner oder Angehörige kaufen selber ein Produkt, dann wird dieses verwendet.
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
W

w28

Mitglied
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hi zusammen,

ich weiss von pflegediensten in unserer Stadt, die einen MRSA-patienten lieber ablehnen. In einer Pflegeübergabe ist das ja meistens erwähnt (sollte zumindestens), doch bevor es zur Annahme kommt, werden die Mitarbeiter des PD's hin und wieder über inoffizielle Brücken in kenntnis gesetzt und können dann mit der Begründung 'keine Kapazitäten mehr' ablehnen.

geht aber sicher nur in einer größeren Stadt. Und löst ja das Problem nicht.
gruss, w28
 
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KP, Stud. PW/PM (fh)
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
I

Infermiera

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19.07.2001
76327
Hallo Magic, ich wünsche dir und deinen Kollegen viel Erfolg.
Halte us auf dem Laufenden, wie es weiter geht

INFERMIERA
 
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Innere
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
ich weiss von pflegediensten in unserer Stadt, die einen MRSA-patienten lieber ablehnen.
Das kann ich gut verstehen. Oft ist bei solchen Patienten noch nicht einmal eine Kostendeckung der Einsätze gegeben.
 
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Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
M

Magic

Neues Mitglied
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13.02.2006
34560
Es ist schon manchmal sehr schwierig kostendeckend zu arbeiten. Bei einer dieser MRSA Patienten machen wir einen sehr aufwendigen Verband. Die Dauer beträgt in etwa 30 Minuten, bezahlt bekommen wir allerdings nur 11 Minuten. Dazu noch die Schutzkleidung von uns gestellt. Wir machen einen erheblichen Draufleger und das nun schon seit einigen Monaten. Ist aber sehr schwierig so einen Kunden abzulehnen in einer Kleinstadt. Wäre keine gute Werbung.
LG
Magic
 
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Krankenschwester, stellvertretende PDL
Fachgebiet
ambulante Pflege
Barbara2

Barbara2

Mitglied
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04.04.2006
69250
Hallo Magic,

diese Frage passt vielleicht hier nicht hin, aber wie kommst Du auf 11 min?

Andere Frage an alle:
Wie sieht es eigentlich aus, wenn die amtsärztliche Untersuchung ins Haus steht.
Kann/soll ich darauf bestehen, das ein Abstrich auf MRSA gemacht wird?

Liebe Grüße
Barbara2
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Ambulante Pflege
S

silkevie

Mitglied
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16.06.2005
viersen
hallo magic,
bei uns in nrw übernehmen die kassen die kosten nicht,trotz pflegestufe und rp vom hausarzt,somit muß der pflegedienst die kosten übernehmen :cry:
lg silke
 
Qualifikation
pflegefachkraft
Fachgebiet
ambulante pflege
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
bei uns in nrw übernehmen die kassen die kosten nicht,trotz pflegestufe und rp vom hausarzt,somit muß der pflegedienst die kosten übernehmen
Hhhmmm kann das sein, dass das nicht nur am Bundesland liegt sondern auch an der jeweiligen Kasse? Meines Wissens haben wir das nämlich über die Kassen abrechnen können.

Wir haben allerdings aktuell auch keinen MRSA Patienten. Wenn die Kostenübernahme allerdings nicht mehr gesichert ist und wir bekomen beim nächsten Patienten Schwierigkeiten, werden wir solche Patienten einfach nicht mehr annehmen.

diese Frage passt vielleicht hier nicht hin, aber wie kommst Du auf 11 min?
Ich denke das rechnet sich aus dem real gezahlten Betrag für den Einsatz. Wenn deine Personalkosten 30 Euro pro h sind, du aber nur 11 Euro bekommst, dafür aber 1 Stunde brauchst ......

Kann/soll ich darauf bestehen, das ein Abstrich auf MRSA gemacht wird?
Sobald auch nur der geringste Verdacht auf MRSA besteht bestehen wir auf einem Abstrich. In der Regel läuft das über den Hausarzt. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, dass man uns MRSA Patienten schickt wo man uns das MRSA verschwiegen hat. Das ist nachweisbar.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
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05.07.2001
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