MRSA - Wo testen lassen?

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J

---JR---

Neues Mitglied
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03.09.2007
36100
Ich arbeite als Erzieherin im Anerkennungsjahr in einem Behindertenwohnheim.
Somit komme ich auch gleich zu meiner Frage. Bei uns auf der Wohngruppe gibt es eine Bewohnerin mit MRSA. Mir wurde jedoch gesagt, dass die letzten Tests negativ gewesen wären und ich keinen Mundschutz oder Kittel tragen müsste. Handschuhe trage ich jedoch sowieso bei der Pflege. Jedoch nicht beim Anreichen des Essen. Da kann es schon mal vorkommen, dass beim Trinken geben Speichel mit den eigenen Händen in Berührung kommt. Danach habe ich mir aber die Hände soweit ich mich erinnern kann immer desinfiziert.
Heute haben wir erfahren, dass der vorletzte Abstrich vom 14.08 wohl schon possitiv gewesen war. Tja und somit hat knapp 2 Wochen niemand Mundschutz oder Kittel getragen.
Jetzt habe ich schon ein wenig Angst. Kenne mich da auch nicht so aus. Wo könnte ich mich denn auf MRSA testen lassen und wer bezahlt das?
Sie hat MRSA am Bein in einer Wunde, die jedoch zugeklebt ist. Habe aber mehrmals ohne Mundschutz beim Reinigen zugesehen.

LG Jennifer
 
Qualifikation
Erzieherin
Fachgebiet
Behindertenwohnheim
Traumtänzerin

Traumtänzerin

Neues Mitglied
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27.05.2007
23701
Hi Jennifer!

Testen lassen kannst du dich bei deinem Betiebsarzt oder Hausarzt. Jeder Mensch hat diese Keime auf seinem Körper, für immungeschwächte Mensch,wie alte Menschen, Menschen mit AIDS...kann er tötlich sein. Jedoch nicht bei gesunden Menschen. Ich kann dir leider nicht sagen,wie oft ich MRSA - Patienten versorgt habe,wo noch nicht ganz raus war ob derjenige den Keim hatte. Also hatte ich schon etliche male den MRSA (Multiresistenter Staphyloccocus aureus). Das du dir deine Hände gründlich wäschst und desinfizierst ist sehr gut!Den Keim kann man allerdings auch übertragen.


Liebe Grüße

Ineke
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation
L

lemuelreist

Hallo JR!

Was Deine persönliche Hygiene und Sicherheit betrifft: Traumtänzerin hat ja zutreffend gesagt, daß ein großer Teil der Menschen (zumindest im Gesundheits- und Sozialwesen) diesen Keim in geringer Konzentration aufweist. Da unser Immunsystem aber stark genug ist, um gegen MRSA vorzugehen, kommt es weder zu einer Erhöhung der Erregeranzahl (Kolonisation), noch zu einer Infektion mit Krankheitszeichen. Deshalb: locker durch die Hose atmen!

Sicherheit und Hygiene für Andere: Die Hände sind der Hauptübertragungsweg, deshalb hygienische Händedesinfektion nach Kontakt mit der MRSA-positiven Bewohnerin. Und einen Vorbinder etc bei Kontakt mit der Bewohnerin tragen, diesen danach verwerfen.

Lokalisation von MRSA: Wenn der Keim lediglich in der Wunde besteht, so ist eine (Kreuz-)Kontamination unter normalen hygienischen Regeln sehr unwahrscheinlich. Für den VW gilt selbstverständlich Mundschutz usw!!!
Volle Schutzkleidung mit evtl Isolation der BEw. ist lediglich notwendig, wenn auch Nasen-Rachenraum usw. besiedelt wären!

P.S.: Der Test kostet mittlerweile gar nicht mehr so viel - um 10 Euro.
 
M

matras

Hallo,

eine Besiedlung ist nicht gleich einer Erkrankung. Wie schon vorher von anderen richtig gesagt, kann es "nur" bei Immunsupprimierten Probleme geben.
MRSA bedeutet "Methicillin-resistenter-Staphylokokkus-aureus" heute oft gleichgesetzt mit "Mulitresistenz" was die Antwort von Traumtänzerin richtig macht. Auch ORSA (Oxacillin = Methicillin) bedeutet das selbe.
Wir haben immer und überall Keime auf und in uns, sonst könnten wir nicht existieren. Selbst unsere Nahrung könnten wir nicht ohne Keime verdauen. Aber es gibt keine "guten" oder "bösen" Keime, gelangen diese Keime in eine (OP-) Wunde, kann es zur Infektion kommmen. Diese kann bei den Keimen mit Resistenzeigenschaften, durch die eingeschränkte Wirksamkeit der üblichen Antibiotika, lebensbedrohlich sein! Daher werden diesen Keimen (in der Klinik)besondere Aufmerksamkeit zuteil um die Übertragung auf andere Patienten auszuschließen, die eventuell durch Operation oder andere invasive Maßnahmen leichter eine Infektion erleiden können.

Gesunden "machen" diese in der Regel nichts aus, wir bemerken die Anwesenheit nicht mal. Warum also sollte ich einen Test durchführen, bringt doch keinen Sicherheitsgewinn - oder.

Liebe Grüße Matras
 
T

Tinimaus

Hallo ihr Lieben,
Unterschätzt diesen Keim nicht!!!
Es hört sich sehr locker an wie man immer über diesen keim spricht, aber man braucht nur zB zum Zahnarzt zu müssen zB zum Zahn ziehen und wenn man dann vorher diesen Keim im Mundbereich hatte kann das sehr böse enden!!! Gerade mit Wunden die jeder von uns im Mikrobereich hat ist in Punkto Infektionsgefahr nicht zu spassen! Wenn du als Deutscher in andere Länder kommst zB Island dann wirst du erstmal wie ein Leprakranker behandelt weil die Angst davor haben sich den Keim einzufangen... ( vereinfacht gesagt) Natürlich wenn man gesund ist macht er einem erstmal nix, aber wer garantiert mir, dass ich mir morgen net den Arm breche und dann der Mist losgeht... hab leider zu viel gesehen in letzter Zeit in Punkto MRSA das ich sehr vorsichtig geworden bin...
Alles Liebe und bleibt Keimfrei :eek:riginal: Tini
 
R

Rosi S.

Unterstützer/in
Basis-Konto
14.12.2005
München
Ich habe auch Angst ihn zu meinen Kindern heimzutragen, Kinder sind doch viel anfälliger, meine haben noch dazu asthma. Wer würde mir da was garantieren?
 
Qualifikation
Krankenschwester, PA
Fachgebiet
Berufsfachschule
A

Altenpflegel

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.11.2006
50735
Hallo Tinimaus,

Unterschätzt diesen Keim nicht!!! ....
hab leider zu viel gesehen in letzter Zeit in Punkto MRSA das ich sehr vorsichtig geworden bin...
Das hätte ich schon gern ein bißchen genauer - geht das?

Gruß, Altenpflegel
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
M

matras

Hallo,

es ist schon richtig diesen Keim nicht zu unterschätzen. Dennoch bleibt, wir sind täglich von Keimen umgeben und diese leben in und auf uns. Alle dies Keime machen uns im "normalfall" nichts aus, im Gegenteil wir brauchen sie um zu überleben! Aber gelangen diese Keime in eine Wunde, könne sie uns (fast alle) Krank machen! Das darf man nicht vergessen. Der Staphylokokkus aureus ist insofern auch "nur" ein "normaler" Hautkeim. Dennoch war er in der präantibiotischen Zeit "der" Eitererreger schlechthin. Dem MRSA ist "nur" die Antibotikaresistenz zu eigen. Er ist per se nicht agressiver (virulenter) als der normale Staph. aureus. Deswegen brauch man als gesunder nicht in Panik zu verfallen, wenn man mit Patienten mit MRSA arbeitet. Auch wenn man Kinder zu Hause hat, ist nicht automatisch eine Erkrankung zu befürchten, auch Kindern ist eine gute Abwehr gegen diese Keime zu eigen. Und beachtet man die entsprechenden Hygienemassnahmen (Händedesinfektion) ist das Risiko die Keime in größerer Anzahl mit nach Haus zu schleppen auch minimiert!

Bitte denkt auch an die Psyche der Menschen mit MRSA, die meist oft und lange Krankenhausaufenthalte hinter sich haben!

Also, don't panic

Matras
 
Lilly-Willow

Lilly-Willow

Mitglied
Basis-Konto
17.07.2007
56130
Hallo :eek:riginal:

ich bin auch jemand der sagt "nur keine Panik" machen. also wenn es um mich persönlich geht,hab ich da gar keine Bedenken oder Angst. wurde schon mal auf MRSA getestet, als ihm Rahmen von Personaluntersuchungen so viele Mitarbeiter positiv waren. und obwohl ich auch schon sooo viele PAtienten versorgt hatte, welche erst später nachweislich kolonisiert waren, waren meine Abstrich Ergebnisse negativ.

Allerdings ist zu beachten, dass wie schon gesagt, wir als Pflegepersonal die Überträger sind. und wenn wir kolonisiert wären und es puppenlustig verbreiten ist das schon übel. :blushing:
es ist ja auch so, dass wenn man positiv getestet wird zuhause bleiben muss und sich sanieren muss. das heißt ein positives Testergebnis hätte schon Konsequenzen.

also einfach die hygienischen Richtlinien befolgen und sich nicht verunsichern lassen. :thumbsup2: für uns hat es im guten gesundheitlichen Zustand keine Konsequenzen, eher für die Patienten und Bewohner.

lieben Gruß Christina
 
Qualifikation
Krankenschwester; Praxisanleiterin
Fachgebiet
Alten und Pflegeheim
Weiterbildungen
"Expertenstandard Menschen mit chronischen Wunden"
Weiterbildung zur Praxisanleiterin
I

Isabella 32

Mitglied
Basis-Konto
04.11.2007
41542
Hallo
arbeite in der häuslichen Pflege.Wir haben auch MRSA- Pat.mit Wundversorgung.Unsere Chefin hat jedem frei gestellt,ob und wie man sich schützt.Ich selber trage Mundschutz,Handschuhe und Kittel,der jedoch aus Kostengründen nicht erneuert wird,somit weiß ich nicht,ob ich den kittel(6 Wo.) lieber weg schmeissen soll.Andere Kolleginen haben keinen Schutz,danach fahren die zu anderen Pat.
Lieben Gruss Isabella.
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Häusliche Pflege
M

matras

Isabella, da habt Ihr eine tolle Chefin! Das ist mal endlich eine klasse Methode die Multiresistenten Erreger effektiv weiter zu verbreiten!

- Sorry, aber das ist ja wohl stuß - wie kann ich meinen MA "freistellen" wie sie sich bei der WV mit MRE zu verhalten haben. Hier gehören klare nachvollziehbare Handlungsleitlinien her. Kittel und Handschuhe sind da Pflicht! - und wenn Aerosole entstehen können (Wundspülung, MRE im Rachen und Husten oder Schnupfen) dann brauche ich ganz klar auch einen chirurgischen Mund-Nasenschutz! Dass man keine Panik zu schieben braucht im Umgang mit MRE, scheint bei einigen dazu zu führen, dass sie denken es muß überhaupt nichts unternommen werden!

- Ein Kittel der jedoch nicht ausgewechselt wird ist dabei die Krönung!!! Wie soll eine soche "Schutzeinrichtung" vor irgend etwas schützen?!? Der Kittel muß arbeitstäglich in die Wäsche!

Bitte nicht vergessen: nach dem Ablegen der Handschuhe die Hände desinfizieren!!!

Kopfschüttel Matras
 
I

Isabella 32

Mitglied
Basis-Konto
04.11.2007
41542
Hallo Matras,
wir haben genauergesagt zwei Chefs.Zu den Maßnahmen stimme ich dir nur zu,habe jedoch weiterhin ein Problem .:cry:

Zudem keiner weißt genau,ob der Virus noch vorhanden ist,den der letzte Abstrich liegt 8 Monate zurück.Als gefragt wurde,ob und wie wir uns schützen müssen,kam die Antwort,sie haben kleine Kinder,da würde ich weiter machen wie bisher(alten Einmalkittel,Handschuhe und Mundschutz).Sie selber schützt sich nicht,auch nicht bei Verbandwechsel .Die Familie fragte mich,warum ich mich verkleide?So habe ich erfahren,daß nur ich mich schütze :blushing: Was kann ich selber machen?Wer bezahlt mir die Schutzvorrichtung und vielleicht den Eigentest?
Im Internet fand ich interessanten Artikel und Vorgehensweise mit MRSA-Pat.in der häuslichen Pflege,den ich im Team vorstellte,nachdem immer noch nicht konkrett geäußert wurde,wie wir uns verhalten sollen,ohne Kommentar.
PS:Zu Hause pflege ich meine Großmutter,habe Angst.
Gruß Isabella
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Häusliche Pflege
M

matras

Hallo Isabella,
es ist wenig nützlich Angst zu haben, Angst kommt aus der Unkenntniss.
Hier im Forum gibt es einige Threats die sich mit dem Thema MRSA auseinandersetzen.:cry:
Nochmals in Kürze: MRSA = Bakterium da Stoffwechsel und eigenständige Vermehrung. (Virus = keine Vermehrung ohne Wirt, keinen Stoffwechsel)
MRSA = Methicillinresistenter Staphylokokkus aureus. Staph. aureaus ist ein "normaler" Hautkeim. MRSA ist nicht virulenter als MSSA (Methicillinsensibler Staph. aureus)!
Gesunde werden nicht krank, auch ältere Menschen die der Pflege bedürfen werden nicht unbedingt krank. Zur Übertragung braucht es Vektoren, diese sind meist die Hände des medizinischen Personals und Eintrittspforten (z. B. offene Wunden). Daher sollen die Bereiche geschützt werden, die im Normalfall mit dem Patienten und dessen Umgebung in direkten Kontakt treten. Insofern ist ein Kittel nicht zu jeder Verrichtung notwendig (insbesonders dann nicht , wenn dieser nie gewaschen wird!) Zwingend ist immer die sorgfältig durchgeführte Händedesinfektion, denoch muss eine Einrichtung dafür Sorgen, dass Schutzkleidung zu Verfügung steht und diese benutzt wird. Es gibt dazu Standards vom Robert Koch-Institut, die auf der Homepage dort für jeden einsehbar sind. Insbesondere Einrichtungen haben eine Holschuld solche Informationen herunter zu laden und den Mitarbeitern mitzuteilen.
Deshalb erschrecke ich immer wieder, wenn ich Schilderungen wie in Deinem Fall höre!:mad_2:
Schütze Dich, Deine Angehörigen und damit auch Deine Frau Großmutter durch eine gute Händehygiene.....!!! :thumbsup2: Eine Besiedlung ist keine Infektion! Ach ja - es ist durchaus denkbar, dass der Patient seine MRSA-Kolonisation mittlerweile "verloren" hat. Falls kein Selektionsdruck durch Antibiotika besteht besteht diese Möglichkeit. Ebenso kann der Patient lustig weiter mit MRSA besiedelt sein, insbesonders dadurch, da Ihr (oder die Angehörigen) vermutlich keine antiseptichen Körperwaschungen vornehmt?

Greetz Matras
 
I

Isabella 32

Mitglied
Basis-Konto
04.11.2007
41542
Hallo Martas,
Danke für die vielen Infos:eek:riginal: .Die sind sehr hilfsreich,habe noch mehr erfahren,nochmals danke.Ich werde mich auf jeden Fall weiter schlau machen bei dem zuständigen Arzt .
Lg.Isabella
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Häusliche Pflege
Lilly-Willow

Lilly-Willow

Mitglied
Basis-Konto
17.07.2007
56130
Hallo Isabella :eek:riginal:

war gerade heute auf einer unserer jährlichen Pflichtveranstaltungen zum Thema Hygiene. :thumbsup2:
Im privaten bzw. häuslichen Bereich ist es in der Tat so, dass Hausärzte keine Schutzmaßnahmen rezeptieren, also Kittel, Handschuhe, Mundschutz. :angry:
wenn sich Angehörigen das also nicht leisten können oder wollen, ist das eben so und sie bleiben "Träger" und somit "Überträger" . :getlost:

wenn jetzt aber eine Sozialstation zur ambulanten Pflege kommt, so ist es hier absolut unerlässlich Schutzmaßnahmen zu treffen die dafür sorgen, dass man als Pfegekraft nicht du zum Überträger wird. :wink: will heißen, dass man in eurer Lage den Patienten vermutlich nicht sanieren kann, aber ihr wenigstens eure weiteren Patienten schützt.
und dies liegt somit in der Fürsorgepflicht eurer Chefs. sie stehen in der Verantwortung. Grobe nachweisliche Hygienefehler und deren Konsequenzen sind strafbar und Patienten bzw. Angehörige können klagen.

ich sag mal "NICHT LOCKER LASSEN" da muss was getan werden :thumbsup2:

Lieben Gruß
Christina :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester; Praxisanleiterin
Fachgebiet
Alten und Pflegeheim
Weiterbildungen
"Expertenstandard Menschen mit chronischen Wunden"
Weiterbildung zur Praxisanleiterin
I

Isabella 32

Mitglied
Basis-Konto
04.11.2007
41542
Habe heute nochmal drauf hingewiesen bei der Team.Wurde zum Lachnummer des Tages gekrönnt,da ich nach neuen Kitteln fragte(müssen bestellt werden).Schlimm finde ich,daß unsere Chefin ein Quizspiel daraus macht und keiner außer mir sich verantwortlich fühlt,den die meiste Zeit bin sowieso ich bei dem Patienten und daß fast alle meine Kollegen es eher runterschlucken und der Chefin zustimmen um bloß den Arbeitsplatz nicht zu verlieren.Das Resultat ist:ich brauche keinen Kittel,also bracht sie keine zu bestellen.Angeblich würde ich Übertreiben mit meine "sterilität" (hat eine Kollegin behauptet).Ich finde es richtig schade,vor allem für dem Pat.
Ist das Motivation der Mitarbeiter,oder Aufklärung gegenüber KPH ?Oder darf ich dort hin,weil ich KPH(und damit unerfahren) bin?Sorry,aber es lag mir auf der Seele und ich nicht weiss,wo ich sonst kann.
Grüsse von Isabella
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Häusliche Pflege
M

Minati

Neues Mitglied
Basis-Konto
02.04.2015
AW: MRSA - Wo testen lassen?

Sehr geehrte Damen und Herren in diesem Forum!

Dieses Gespräch hier ist zwar von 2007, aber ich hoffe trotzdem noch eine Beruhigung und vorallem eine Antwort zu bekommem!

Ich arbeite zur Zeit in einem Seniorenzentrum, wo ein Patient gestern aus dem Krankenhaus gekommen ist.
Ihm wurde aufgrund einer Sepsis der rechte Unterschenkel abgenommen.
An der OP Naht hat er eine kleine Wunde.
Heute wurde ich überraschend vom Krankenhaus im Dienst angerufen und darüber informiert, dass er MRSA in der Wunde hat.
Ich bin zur Zeit leider auch erkältet und habe bei dem heutigen Verbandwechsel natürlich keinen Mundschutz getragen, da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass MRSA vorhanden ist.

Meine Frage nun:
Muss ich mir Sorgen machen, dass sich der Keim schädlich auf mich auswirkt, da ich zur Zeit nicht ganz auf der Höhe bin, was meine Gesundheit betrifft?
(Wegen Schnupfen)

MfG
Mina
 
Qualifikation
Pflegeassistent
Fachgebiet
Senioreneinrichtung
S

südwind

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2014
karlsruhe
AW: MRSA - Wo testen lassen?

Hallo Mina,
grundsätzlich müssen Verbandswechsel unter Einhaltung aller hygienischen Maßnahmen stattfinden, egal ob MRSA bekannt oder nicht. Wenn du das alles befolgt hast, Einmalhandschuhe, Händedesinfektion usw. dann brauchst du nichts zu befürchten. Auch in der Klinik kommt der intraoperative Abstrich manchmal Tage später als positiv.

Gruß Südwind
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Klinik
Onkel Fritz

Onkel Fritz

Aktives Mitglied
Basis-Konto
08.03.2012
Berlin
AW: MRSA - Wo testen lassen?

Pflegeassistent= Behandlungspflege ?
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
kein
L

lulli00

Aktives Mitglied
Basis-Konto
17.02.2016
Wien
Hallo.

Ich klinke mich mal hier in das Thema ein.

Ich bin jetzt seit 1 Jahr in der Ausbildung und mir ist das mit dem MRSA und der Hygiene immer noch nicht so klar.
Mal heißt es eine ordentliche Händedesinfektion ist ausreichend und dann sehe ich die Kollegen in Raumfahrtsanzügen zu den Patienten gehen. Das verstehe ich nicht so ganz. Auch das Abstriche erst 3 Tage nach Stationaufnahme gemacht werden, obwohl die Pat. in voll belegten Zimmern verweilen. Ist ein Abstrich und dessen Auswertung nicht effektiver bevor es auf die Station geht?

Auch was macht man mit Neuankömmlingen in der ZNA? Wie sieht der Umgang im Rett.Dienst aus? Sprich wenn es nicht Plakativ im Raume steht das da was ist und wo genau?

Auch war ich vor kurzem noch in der Amb.Pflege eingesetzt. Bevor ich zu den Pat. gegangen bin habe ich immer die sehr dürftig ausgefüllte Historie gecheckt. Beim Pat. angekommen erzählte der fröhlich das er vor 1 Monat noch MRSA hatte. In der Historie war aber nichts hinterlegt.

Wie kann ich mich und eben auch mein Umfeld im Zweifelsfalle ausreichend schützen?

Wenn ich das richtig mitbekommen habe ist eine Besiedlung der Haut und Wunden eher nicht so schlimm und mit guter Handhygiene einzudämmen, sprich nicht weiter zu tragen. Wie sieht es aber aus wenn der Befall im Nasen/ Rachen/ Mundbereich ist und ich das nicht weiß?
Im Falle eben ZNA, Rett.Dienst und/ oder schlechte Infos in der Amb.Plege?

Nach jedem Pat. führe ich eine Händedesinfektion durch. Wenn ich kurzärmliges trage sogar bis zu den Schulter (da ich da in der Amb.Pflege gerne angefasst wurde). Ist das ausreichend?

Wie wirkungsvoll ist Duschen und Haare waschen?

Und ist nur eine Übersiedlung problematisch, wenn man doch den Erreger auch Physiologisch mit sicher herumschleppt? Ab wann werde ich eine Gefahr für gefährdete Menschen?

Ich will nicht behaupten das ich Panik hätte oder Angst. Aber es besteht eine unwohles Gefühl aufgrund von Unwissenheit. Wenn ich genau die Übertragungswege kenne und auch eine Handlungsstrategie wenn der Befund zweifelhaft ist, dann kann ich das ja selber Managen wie ich mit dem Pat. umgehe. (Den Feind besser kennenlernen und studieren ;) :D )

gibt es eine Verständliche Literatur zu diesem Thema? (eigentlich bin ich nicht blöde, durch diese Wissenschaftlichen Texte steige ich aktuell aber echt schlecht durch)
 
Qualifikation
Pflege
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

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