MRSA in der Psychiatrie

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K

Kraml

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13.07.2006
94566
Hallo,

ich arbeite in einer geschlossenen psychiatrischen Akutabteilung und ich wollte mich informieren, wie an anderen psychiatrischen Krankenhäusern die Infektion durch MRSA gehandhabt wird.
Kurz zur Vorgeschichte: Wir hatten eine Patienten mit MRSA-Infektion und diese hatte ärztlicherseits die Erlaubnis, mit anderen Patienten in Kontakt zu treten und sie durfte Besuch erhalten. Desweiteren bekam sie Einzelausgang und sie konnte sich im Klinikgelände aufhalten.

Vielen Dank für Rückantworten

Gruß Kraml
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Akutpsychiatrie
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Hallo Kraml,

wie genau lautet denn Deine Frage bei dieser Vorgeschichte?

gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
K

Kraml

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Themenstarter/in
13.07.2006
94566
Hallo,

wie wird an anderen psychiatrischen Kliniken der Umgang mit MRSA-Patienten gehandhabt?
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Akutpsychiatrie
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
Vermmutlich wie in Akutkrankenhäusern, Altenpflegeheimen und ambulanter Pflege auch.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
R

Regenbogen

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06.07.2006
86152
Hi du

also eigentlich müsste das ja überall so einigermaßen gleich ablaufen, oder?
evtl. kommt's vielleicht noch drauf an, ob in einer Wunde oder im Nasen/-Rachenbereich. ich habe es bis jetzt nur Patienten mit MRSA im Nasen-Rachenraum zu tun gehabt...
also das gesamte Vermummungsspiel unsererseits, Einzelzimmer für den Patienten, Salbengabe in die Nase, 3 Tests die negativ ausfallen müssen usw.
das volle Programm halt...
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegehelferin
Fachgebiet
Altenheim
S

Susen

Hallo Kraml,
ich arbeite ja auch in der Psychiatrie und auch wir haben schon mal jemanden mit MRSA. Für den Umgang damit haben wir Hygienerichtlinien und ich denke eigentlich, daß das in anderen Krankenhäusern auch so ist. In jedem Einzelfall wird das konkrete Vorgehen anhand der vorliegenden Befunde (z.B. je nach Ansiedelunsort des MRSA) mit dem Hygienefachpfleger und der hygienebeauftragten Ärztin abgestimmt.
So weit, so gut. Die spezielle Herausforderung liegt für mich eigentlich darin, wie wir es mit dem Patienten schaffen, daß er trotz seiner psychiatrischen Erkrankung, die ihn eventuell in seiner Einsichtfähigkeit einschränkt, die Auflagen einhalten kann.
 
T

TZiao

Neues Mitglied
Basis-Konto
03.11.2006
72800
ich denke darauf will Kraml hinaus, wie man mit Patienten umgeht die nicht einsehen oder verstehen, dass sie sich nun nur noch in ihrem Zimmer aufhalten sollten... Ich denke das ist die Frage, wie man mit MRSA Patienten umgeht dürfte uns ja wohl allen klar sein :)

Wir hatten bisher noch nie nen MRSA Patienten auf unserer psych. Station, kann deshalb auch nicht viel dazu sagen. Interessieren würd es mich aber trotzdem... :)
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Uniklinik Tübingen - Neurologische Intensiv
Spawn

Spawn

Mitglied
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05.01.2002
30000
Hi Kraml,

kommt es vor, dass wir einen MRSA Patienten haben, so läuft das ab, wie in anderen Krankenhäusern auch (wie hier beschrieben).

Bei uns ist die Absprache: befindet sich der Keim in oder an der Wunde, so kann der Patient das Zimmer verlassen, wenn die Wunde abgedeckt ist. Trotz alle dem soll sich der Patient nicht überwiegend bei Mitpatienten aufhalten.

Ist der Keim im Nasen/Rachenraum, so muss er bei z. B. Konsilfahrten einen Mundschutz tragen. Ausgang im Gelände ist möglich (Kommentar unserer leitenden Arztes: "Die Keime bespringen ja die Mitmenschen nicht, sondern werden - wenn - dann hingetragen").

gruss, Spawn
 
Qualifikation
Kpf. stellv. STL / PA
Fachgebiet
Innere Medizin / Unfallchirurgie
I

Interlud

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2006
94437
Hallo,
ich bin ebenfalls in einem geschützten Bereich einer Psychatrischen Einrichtung tätig. Bei uns wird es wie in jdem somatischen KH auch gehandhabt. Hat der PAt. den MRSA in Nase oder Rachen, Vermummung und Einzelzimmer wie im Hygienestandard verlang, ob Saniert wird entscheidet der Arzt. Ausgang bei Infizierung von Nase oder Rachen nur mit Mundschutz, hat er ihn in Wunden oder Leiste, ist der Kontakt zu Mitpat. auch eingeschränkt, da wir sehr Demente Pat. haben und die sich da schon mal kratzen und dann den Keim verbreiten können. Aber grundsätzlich ist die Handhabung wie in der Somatik auch.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Gerontopsychatrie
Weiterbildungen
Wundbeauftragte, Dekubitusstandard
Pflegeboard.de

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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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