MRSA in Blase und Trachea nicht therapierbar?

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ms-sophie

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Hallo,

eine Wachkomapatientin ist MRSA positiv in der Blase und in der Trachea. Nun haben drei Ärzte gesagt, dass dort keine Therapien anschlagen. Kann mir das jemand erklären, bzw. gibts Fachliteratur dazu? Ich würde es nämlich gerne verstehen.

Danke
Sophie
 
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Surrogat

Wahrscheinlich meinten die entsprechenden Doc's eher das dort keine teuren, aufwendigen und geplanten Therapien anschlagen.

Sowohl MRSA im Tracheal- als auch im Blasenbereich kann sehr wohl auf eine entsprechend ausgestete systemische Antibiose ansprechen die dann natürlich von stringend durchgeführten Dekontaminierungsmassnahmen begleitet werden muss...und so etwas ist personalaufwendig und vor allem auch teuer.

Evtl. liegt hier der Hase begraben und nicht in evtl. vorhandener Fachliteratur.

Gruss,

Surrogat
 
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ms-sophie

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Hallo Surrogat,

da die Dame privat versichert ist, wage ich es anzuzweifeln, dass es an den Kosten liegt, da es ja noch nie Probleme gegeben hat mit irgendwelchen Therapien.


Sophie
 
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matras

Hallo MS-Sophie,
ausschlaggebend für die Einleitung einer systemischen Antibiose ist das vorliegen einer entsprechenden klinischen Symptomatik. Das heist Fieber etc., sonst leiten wir mit einer unbedacht durchgeführten Therapie der weiteren Resistenzentwicklung vorschub. Eine Kolonisation wird durch lokale Maßnahmen saniert, das heist bei trachealer Kolonisation durch Inhalation, Schleimlöser etc. um ein Anhaften zu verhindern, in der Blase durch erhöhung der Flüssigkeitssubstitution. Begleidet durch Dekolonisationsmaßnahmen, da der Keim sicher ein Reservoir am Patienten hat....

Greez Matras
 
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