MRSA aus KKH?!?

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Lythriel

Lythriel

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06.11.2006
69198
Hallo alle zusammen,
gleich vorheirein,ich möchte niemanden angreifen oder verletzen.
Es ist mir jetzt schon 3x passiert,das wir aus dem KKH Neuzugänge bekamen mit Trachealkanüle ohne irgentwelche Kommentare und ca. 1-3 Tage später kam ein Anruf oder manchmal auch ein Fax mit dem Motto,ach,was wir noch sagen wollten,wir haben vor kurzem einen Abstrich gemacht und besagter Bew. ist MRSA positiv im Trachealsekret,wir habe das Ergebnis heute bekommen.
Ist immer unheimlich freudig für mich,grad,weil ich in dieser Zeit mehrmals täglich in dem Zimmer bin und auch fleissig absauge,zwar Handschuhe trage,aber Mundschutz ist bei uns im Pflegeheim nicht vorgeschrieben und muss immer vom Arzt aufgeschrieben werden für den jeweiligen Bew.
Woran liegt das? Kann man das Testergebnis nicht abwarten?
Ich habe kein Problem mit MRSA Patienten,ich wüsste es nur gerne,zum Eigenschutz und schutz meiner restlichen Bew.Habe mir jetzt schon bei so einem Fall angewöhnt von vornherein mit Mundschutz das Zimmer zu betreten,wobei ich von Kollegen,Angehörigen und Bew. mit grossen Augen angesehen werde,wenn sich das KKH nach ein paar Tagen nicht gemeldet hat,stell ich das wieder ein.
Ich werde auf Arbeit schon als Panikerin dargestellt.
Kann es auch sin,dass unbekannt MRSA infizierte Bew. ins KKH eingewiesen werden und es dort erst festgestellt wird?
Sorry für den Roman,aber das brennt mir unter den Nägeln.

Liebe Grüsse Lythriel
:sad:
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Beatmungzentrum/ambul. Beatmungspflege
B

Batz

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15.05.2006
64625
Hallöle!:eek:riginal:
das kenne ich von uns sehr gut! wir haben oft Verlegungen aus anderen KH die mit MRSA kommen und keiner etwas sagt. Leider muß ich dazu sagen das es auch oft vorkommt,auch bei uns, das die Laborergebnisse oft zu spät kommen und der Patient dann schon verlegt ist.:eek:riginal:
Um den vorzubeugen machen wir oft bei Rückverlegungen einfach Abstriche.
Nicht, weil wir niemanden trauen! Aber weil wir es von uns her so kennen.
Ich kann dich sehr gut verstehen, das dich das ärgert!:angry:
Aber immerhin bekommst du, wenn auch tierisch spät, gesagt das ein MRSA vorliegt. Ich weiß das das mit sicherheit kein Trost ist.
LG Batz
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
N

Napster

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10.10.2004
16816
Hallo Lythriel,

In der Tat ist es möglich,daß der Patient schon lang vor seiner KH-Einweisung MRSA-positiv ist.Und kein Mensch weiß,woher er es hat,wie lang er es schon unerkannt mit sich umherträgt.

Dann wird im KH ein Abstrich genommen,auch im Sputum läßt sich dieser Keim nachweisen - und schon beginnt die ganze Maschinerie zu arbeiten: Isolation, 'Vermummung' ,Verlaufskontrollen.

Eine solch mikrobiologische Untersuchung dauert nicht lang.Ich hatte schon Patienten,da rief das Labor am Nachmittag an,nachdem vormittags Abstriche genommen waren...2 von 3 Testreihen bereits positiv getestet,die 3. folgt morgen früh..aber bereits MRSA-Verdacht,Isolation empfohlen.Muß ich noch erzählen,was am Folgetag Gewißheit wurde ?

Eine Testung dauert also nur kurz.Soll heißen: Sofern nicht erst am Entlassungstag Abstriche/Sekretuntersuchungen anstanden,sollte der Befund also schon vorliegen - und müßte Euch mitgeteilt werden,beispielsweise im Verlegungsbrief.

Ich find Deine Handhabung gut.Behalte sie bei,auch bei noch so großen Augen seitens der Angehörigen,der Bewohner selbst,im Team.
Eingefangen ist MRSA schnell,loswerden dauert...immer !

Greetz
Napster
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Pflege in der Onkologie
Fachgebiet
Onkologie innerhalb eines Klinikums mit ca.800 Betten
Weiterbildungen
Arbeitsgruppe Pflegerichtlinien
Arbeitsgruppe Onkologische Fachpflege
Nightnurse76

Nightnurse76

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Wir haben bei uns eine sogenannte "Aufnahme-Beauftragte", die bei Anmeldung eines Patienten schon vorher ins verlegende KKH geht und eine Checkliste ausfüllt. In unserem Haus gilt generell auch die Bedingung, daß eine neg. MRSA-Serie VOR Aufnahme vorliegen muss!
Trotzdem lässt es sich nicht immer vermeiden und wir müssen eine Woche nach Aufnahme feststellen, daß der Pat. doch pos. ist :angry: Meistens werden dann Abstriche von bestehenden Dekubiti oder entz. PEG´s gemacht und ZACK! Der liebe MRSA ! :blink:
 
Qualifikation
Umschulung Mediengestaltung
Fachgebiet
Umschulung
Lythriel

Lythriel

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06.11.2006
69198
Hallo Lythriel,


Eine Testung dauert also nur kurz.Soll heißen: Sofern nicht erst am Entlassungstag Abstriche/Sekretuntersuchungen anstanden,sollte der Befund also schon vorliegen - und müßte Euch mitgeteilt werden,beispielsweise im Verlegungsbrief.

Hallo,
Sowas hab ich mir auch fast gedacht,ich versteh es nur nicht,wir nehmen auch Bew. auf die MRSA pos. sind,nur wenn wir das nicht wissen,tragen wir den Keim dann fleissig weiter.Wenn wir bescheid wissen,können wir schon mal das Zimmer vorbereiten und müssen denjenigen dann nicht nochmal aus dem Zimmer in ein Einzelzimmer legen,haufen Arbeit,wegen ungenügender Kommunikation.

Liebe Grüsse
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Beatmungzentrum/ambul. Beatmungspflege
N

Napster

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10.10.2004
16816
@Lythriel,

Nach Deinen Schilderungen scheinen sich die Einrichtungen,welche zu Euch verlegen,nicht groß um Hinweise an die nachbetreuende Stelle zu kümmern.Klingt ganz nach : Aus den Augen,aus dem Sinn.:mad_2:

Ein Irrsinn !
Es kann doch nicht sein,daß alle zu Euch kommenden Patienten als potentiell MRSA-positiv angesehen werden müssen,nur weil eben der Informationsfluß nicht klappt.Was das für (unnötige) Kosten sind,nur weil nicht ordentlich übergeben wurde...
Nichts ist doch einfacher als der Vermerk,beispielsweise auf dem Pflegeüberleitungsbogen,MRSA-positiv,bekannt seit dann und dann.
Selbst wenn noch kein endgültiger Befund vorliegt,könnte stehen : Abstriche dann und dann getätigt,Befunde stehen noch aus,werden nachgereicht,potentiell aber MRSA-verdächtig.
Damit könnte man schon was anfangen,oder ?

Greetz
Napster
 
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Fachkrankenpfleger für Pflege in der Onkologie
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S

Surrogat

Guten Morgen,

es ist ja nicht so das MRSA nicht schon seit Jahren ein immer grösser werdendes Problem darstellt - es mangelt auch nicht an Erkennungs- und Behandlungsmethoden sondern einfach nur meist am Willen diese mit voller Konsequenz einzusetzen.

Ich kann natürlich nur aus der KH-Ecke berichten, habe aber auch schon häufig genug Patienten aus Alten-und Pflegeheimen auf die ITS bekommen, welche wir laut Verlegungsbericht MRSA-positiv entlassen hatten...nur um sie Monate später in genau dem gleichen Zustand wieder zu bekommen....wobei das Thema im Einweisungformular bzw. Pflegebrief plötzlich keines mehr war und somit die Entdeckung auch mehr zufällig via alten Entlassungsbrief bzw. Angehöriger ("Muss ich mich jetzt plötzlich nimmer vermummen?") geschah.

Ich muss dir natürlich vollkommen recht geben, Lythriel - so ein KH einen Abstrich durchgeführt hat muss die nächste aufnehmende Einrichtung darüber informiert werden, selbst wenn der eigentliche Befund (noch) aussteht.
Gleichzeitig muss ich als KH aber auch erwarten können, das a) eventuell eingeleitete Sanierungsmassnahmen bis zum logischen Ende konsequent fortgesetzt werden und b) die Aussage bzgl. eines potentiellen oder manifesten Keimes bei Erstverlegung nicht zur blanden Aussage "damit nehmen wir den Patienten nicht!" führt.

Ich erninnere mich an einen nunmehr knapp ein Jahr alten Bericht im TV nachdem der Durchseuchungsgrad in deutschen Alten-und Pflegeheimen bei über 40% lag....KH`s schnitten nur wenig besser ab - insbesondere im Vergleich zu eingen nördlichen Staaten die durch konsequentes Screening und aggressive Isolations- und Sanierungsmassnahmen die Durchseuchung auf unter 5% gedrückt haben.
Peinlich für das High-tech Land Deutschland und gerade im Zeitalter einer Gesundheitsreform die kurze Liegezeiten verlangt und vergütet auch nicht mehr nachvollziehbar.

Es scheint mir viel an Aufklärung zu mangeln da viele Kollegen MRSA immer noch als einen lästigen aber irgendwie bedeutungslosen Keim wahrnehmen - was jedoch dann ad absurdum geführt wird, wenn er sich als Kreuzinfektion "irgendwie" auf einen kritisch Kranken Intensivpatienten übertragen hat, aus einer eingentlich beherrschbaren Grunderkrankung plötzlich eine Sache von Leben und Tod macht :pinch:

Information tut Not.

Gruss,

Surrogat

°°°°

Schon freiwillig registriert? - Was ist das?

Schon eine Meinung gebildet? - Zusammenfassung der Thesen im Forum "Was lässt sich die Pflege noch gefallen"!
 
Lythriel

Lythriel

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06.11.2006
69198
Hallo Napster,Hallo Sugorat,
Ich stimme euch absolut zu,dass dieser Keim völlig unterschätzt wird,ich habe schon von Ärzten gesagt bekommen,was stellen sie sich denn so an,IHNEN kann ja sowiso nichts passieren.:mad_2:
Was ist aber mit den anderen Bew. mit Trachealkanülen,PEG Anlagen,DKs u.s.w.:cry:
Oder im Falle ich habe einen Unfall,Blutverlust,liege auf der Intensiv....dann passiert genu das,was Sugorat gesagt hat,plötzlich ist der "harmlose" Keim ein massives Problem für mich.
Zu so einem Fall muss es ja nicht kommen,aber ich sitze z. Beispiel tgl. in der Bahn und gehe durch die Öffentlichkeit,wenn ich erkälten bin niese ich auch und huste.....toll für meine Umgebung.:sick:
Sugorat,wir sanieren jeden Bew. den wir bekommen,es gibt aber auch Fälle,da ist keine Heilung in Sicht.
Manchmal werde ich aber auch stutzig,wir hatten mal einen Bew. mit einem resistenden Pseudomonas im Trachealsekret,angebl. nicht sanierbar,somit haben wir nur die Hygienemassnahmen eingehalten,incl. desinfizierende Waschung und plötzlich,wie ein Wunder war er negativ,er hat weder Antibiose noch sonstiges bekommen.....seltsam...kann das gehen??:blink:
Gibt es Vorschriften,die besagen,dass falls ein Bew. aus Pflegeheim kommt und im KKH MRSA pos. getestet wird,dann im Heim getestet werden muss???
Der Träger rennt dann im Heim weiter fleissig rum und weis warscheinlich nichts von seinm "Glück". Danke euch für den Austausch.
Liebe Grüsse Lythriel
 
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Altenpflegerin
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Beatmungzentrum/ambul. Beatmungspflege
W

Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Jup mit dem MRSA wirds leider immer schlimmer.
Allerdings stellt sich mir die Frage ob es nicht hilfreich sein könnte mal ein Gespräch it der Krankenhausdirecktion zu führen, sprich seit ihr auf die Übernamen aus diesem Krankenhaus angewiesen ? Oder könnt ihr auch damit drohen das ihr für eine Weile aus diesem Kraneknhaus keine Patienten mehr übernehmt ?

Eigendlich schon ziemlich heftig wenn ein Krankenhaus bei einem Patienten mit Trachealkanüle nicht wenigstens zwischendurch mal einen Abstrich des Trachealsecretes in ein Labor schickt, denn wenn der Patient mehrfach abgesaugt werden muß, dann hat er auch was in den Bronchien das da nicht hineingehört, sprich is eh abstrich mit Antibiogramm angesagt um die passenden Antibiotika zu finden :-(

Das sowas mal passieren kann, überhaubt kein Thema, aber wenn es gehäuft passiert schaut es ja wirklich fast schon nach system aus :-(
Ich glaub in sonem Fall würd ich auch dafür pledieren das vorher jemand aus dem Haus ins KH kommt und sich den Patienten und die Diagnosen anschaut.
Übrigens am rande erwähnt .. ein Umstand den ich sehr bedauere, das dies selten von Pflegediensten oder Pflegeheimen gemacht wird, sprich das einer nachfragt was es denn für ein Patient ist, was der hat und was der braucht.

Son Patient wird zumindest bei uns, in der regel von dem Stationsarzt angekündigt und verlegt...... aber keiner kommt mal auf die Idee ne zuständige Pflegekraft zu fragen was denn die Bedürftnisse des Patienten sind..... Abgesehen von diesen ziemlich schwachsinnigen ankreuz Überleitungsbögen. Einige Pflgeheime sind ziemlich überrascht, wenn ich als Pfleger da anrufe und frage ob sie mir vielleicht ihre Pflegeplanung schicken können, damit ich diese in meine integrieren kann. ( fällt einfach unter die Roubrick ... warum soll ich das Rad neu erfinden, wenn andere Pflegekräfte sich schon über den Patienten ihre Gedanken gemacht haben :innocent: )

Was die Verlegung angeht, ohne das der letzte Laborbefund da ist, dafür gibt es ne einfache Erklährung, der Druck auf die Stationen wegen der Verweildauer ist ziemlich groß, und deswegen werden Patienten so schnell als irgend möglich verlegt. Und auch bei uns dauert es meißt so 3 Tage bis nen laborbefund ankommt. ( Back ), ändert nix drann das man bei der Verlegung wenigstens sagen könnte das man den Verdacht hat :-(
 
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Fachpfleger für Intensiv Medizin
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Lythriel

Lythriel

Mitglied
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06.11.2006
69198
Willi Wuff,

hast einen guten Aspekt in das Thema gebracht,allerdings gibt es bei uns niemanden,der in Kliniken fährt um sich Neuzugänge anzuschauen,es sei denn,es ist irgentein komplizierter Verband o.Ä. wobei wir angelernt werden müssen,aber sonst bekommen wir auch nur den "tollen" Bogen.
Leider muss ich dir sagen,dass wir sicherlich nicht vom Dienst befreit werden um uns die Patienten im KKH anzusehen und mit Pflegepersonal zu reden.
Das Problem ist auch,diese benannten Fälle kamen nicht alle aus einer Klinik,was es nicht besser macht:angry: .

Aber gut zu hören,dass es z.B. bei dir 3 Tage dauert,bis die Ergebnisse da sind.

Liebe Grüsse Lythriel


Hallo​
 
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Altenpflegerin
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W

Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Naja, alternatif gibts ja noch das Telefon.
Dies kann jedoch von beiden Seiten benutztwerden ;-) Krankenhaus und Pflegeeinrichtung.
Ich muß zugeben das ich auch nicht immer daran denke noch mal das Pflegeheim an zu rufen und meinen Patienten zu übergeben, aber zumindest gehöre ich zu den leuten die es versuchen ;-), denn bei uns werden die Verlegungen in der Regel von der Teampartnerin übernommen.
 
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Fachpfleger für Intensiv Medizin
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IMC
Lythriel

Lythriel

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06.11.2006
69198
auf jeden Fall sehr löblich von dir,sollte mir mal ne Scheibe abschneiden...schäm

Liebe Grüsse:whistling

Hallo,
ist
 
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Altenpflegerin
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Beatmungzentrum/ambul. Beatmungspflege
K

Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Hallo,
keine Frage, dass die Info einer MRSA bei einem Patienten erfolgen sollte bei Verlegung. Auch bei uns dauern die Analysen meist 3 Tage, so dass es passieren kann, dass sie nachgesendet werden müssen.
Werden im AH bei eigentlich auch Abstriche genommen nach Behandlung?
Oder wird dort auch Abstriche/Urintest auf MRSA gemacht, wenn er damit entlassen wurde?
Wir haben etliche "Wiederkehrer" und ich habe noch auf keiner Einweisung, keiner Überöeitung gelesen, dass Patient MRSA positiv ist, oder negativ getestet wurde bei Verlegung aus einem AH.
Wir haben allerdings im System eine sofortige Meldung, sobald die Pat.-Daten eingegeben wurden, dass ein MRSA Befall vorlag, sofern der Patient schon mal stationär bei uns war. Diese werden dann erst mal isoliert.
Bei Risikopatienten (Wunden/PEG/DK..ect.), die aus AH aufgenommen werden wird oft bei Aufnahme direkt ein Mrsascreening gemacht, und dabei haben wir eine hohe "Erfolgsquote".
 
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Fachgebiet
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W

Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
@ Lythriel
Du weißt was in einer beurteilung die Beschreibung "Stets Bemüht" bedeutet ?
Aber wie gesagt, ich versuchs wenigstens ;-)

Was die MRSA Abstriche betrifft, sobald bei uns ne Wunde in irgendeiner form infiziert ausschaut wird in der Regel nen Abstrich gemacht.
Allein schon wegen des Antibiogramms, denn mit Antibiotika rumspielen dauert einfach zu lange, kostet Geld und dem Patienten is damit nicht wirklich geholfen.
Aber ich muß zugeben, grundsätzlich machen wirs auch nicht, denn mal ganz ehrlich ..... laut studie haben 30% der Hamburger Befölkerung nen MRSA :-(
So viele Einzelzimmer haben wir gar nicht *fg*
Es sei denn die Patienten kommen äääääää ...... bitte keiner auf den Schlips getreten fühlen ....... sag ichs mal so ...... mit Pflgedefizit aus nem Pflegeheim, da is nen Abstrich schon fast moralische pflicht :-(
Auch schon als selbstschutz damit man den keim zuordnen kann.
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
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IMC
Lythriel

Lythriel

Mitglied
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Themenstarter/in
06.11.2006
69198
Hallo,

Sigjun,natürlich werden bei uns Abstriche gemacht und wir sanieren die Patienten auch,auch wenn es lt. Arztbericht heisst es ist unsanierbar sind wir dazu verpflichtet es zu machen,Antibiogramm wird gemacht und dann behandelt,die üblichen 3 Abstriche gemacht und dann zählt der Pat. als saniert.(Wenn alle 3 Abstriche negativ sind natürlich.)Aber es kann genau so gut passieren,dass wir jemand ins KKH schicken der schon positiv ist,erklärung dafür bietet mein erstes Posting zu diesem Thema.Kann man denn auf den Verlegungsbericht nicht schreiben MRSA Verdacht,Ergebnisse Folgen??
Wäre ja ein Anfang.

Hallo Willi Wuff,

Ich fühle mich nicht angegriffen,wenn du Bew. in einem schlechten Pflegezustand bekommst,das passiert heutzutage leider viel zu oft auf beiden Seiten Krankenhaus sowie Pflegeheim,was sehr traurig ist.:cry:

Aber ich gebe euch Recht wenn ihr von "Wiederkehrern" sprecht,ein Arzt hat auch mal nen Abstrich bei nem Bew. gemacht,der pos. war,wir hatten noch nicht mal die Antibiose angefangen und plötzlich .....ein Wunder...er war negativ:blink: . Wie geht das.

Dann kommt er ins KKH und plötlich...ein Wunder wieder positiv:mad_2:

Ich möchte so einem Arzt dann schon gerne mal zur Rechenschaft ziehen.


Liebe Grüsse

Lythriel
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Beatmungzentrum/ambul. Beatmungspflege
W

Willy_Wuff

Aktives Mitglied
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01.12.2005
Deggendorf
Aber ich gebe euch Recht wenn ihr von "Wiederkehrern" sprecht,ein Arzt hat auch mal nen Abstrich bei nem Bew. gemacht,der pos. war,wir hatten noch nicht mal die Antibiose angefangen und plötzlich .....ein Wunder...er war negativ:blink: . Wie geht das.

Naja, gegen solche dreist frechen gestalten kannst leider wenig untenehmen.
Aber derbe isses schon ;-)
 
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05.07.2001
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