Mörsern

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A

Alexandra93

Neues Mitglied
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01.01.2012
56727
Hallo, hab da mal eine Frage zu mörsern....
Mein Praxisanleiter meinte, dass man nicht alle Tabletten mörsern kann.. Dazu hab ich auch etwas gefunden... Aber er meinte auch, dass manche Tabletten auch nur Apothekenleiter mörsern können & das Pflegepersonal nicht... Jetzt frag ich mich wieso...
Wär nett wenn jemand diese Frage beantworten könnte, brauch das für meine Praxisanleitung..
 
Qualifikation
Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Psychiatrie
A

Anahita

Mitglied
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06.03.2007
Oberbayern
AW: Mörsern

Dein Praxisanleiter hat in einem vollkommen recht: manche Tabletten dürfen nicht gemörsert werden, da beabsichtigt ist, dass der Wirkstoff erst im Dünndarm freigesetzt wird. Dass manche Tabletten nur von der Apo gemörsert werden dürfen, ist mir neu, aber es könnte was dran sein. Fest steht allerdings auch, dass - wie man es manchmal leider an b und zu vorkomt - Kapseln nicht geöffnet werden, der Stoff soll am effektisten am "Zielort" vom Körper verarbeitet werden. Steht meistens eh im Waschzettel. Die ein oder andere PK mörsert auch Tabletten ohne Bruchrille. Mir hat mal ein Apotheker gesagt, Medis ohne bruchrille sind nicht zu teilen oder zu mörsern. Am besten soll die Frage, ob und wie man das tut, mit der Apo oder dem Arzt gelöst werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenpflege
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
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01.11.2011
33181
AW: Mörsern

Dein Praxisanleiter hat in einem vollkommen recht: manche Tabletten dürfen nicht gemörsert werden, da beabsichtigt ist, dass der Wirkstoff erst im Dünndarm freigesetzt wird. Dass manche Tabletten nur von der Apo gemörsert werden dürfen, ist mir neu, aber es könnte was dran sein. Fest steht allerdings auch, dass - wie man es manchmal leider an b und zu vorkomt - Kapseln nicht geöffnet werden, der Stoff soll am effektisten am "Zielort" vom Körper verarbeitet werden. Steht meistens eh im Waschzettel. Die ein oder andere PK mörsert auch Tabletten ohne Bruchrille. Mir hat mal ein Apotheker gesagt, Medis ohne bruchrille sind nicht zu teilen oder zu mörsern. Am besten soll die Frage, ob und wie man das tut, mit der Apo oder dem Arzt gelöst werden.
hm. also kapseln dürfen mitunter durchaus geöffnet werden. beispiel wären etwa diverse omeprazol-kapseln, die z.b. kindern gegeben werden müssen; ähnlich z.b bei perenterol etc.

bruchrillen sind übrigens kein sicheres kriterium. so haben tabletten mitunter auch dann eine bruchrille, obwohl sie nicht geteilt werden sollen/dürfen (lustigerweise übrigens, weil man herausgefunden hat, dass kunden eher eine tablette mit bruchrille 'akzeptieren' als eine ohne eine solche). fakt ist, dass bruchrillen im rückschluss nicht zwingend auf eine teilbarkeit der tablette hinweisen.

den arzt würde ich übrigens eher nicht fragen, lieber den apotheker. mir wurde von ärzten (um kosten zu sparen?) sogar schon erklärt, dass targintabletten geteilt werden können (retardiertes oxycodon!).
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
S

Stalle

Neues Mitglied
Basis-Konto
04.01.2012
42549
AW: Mörsern

Aber er meinte auch, dass manche Tabletten auch nur Apothekenleiter mörsern können & das Pflegepersonal nicht
Das könnte daran liegen, dass die Veränderung und Bearbeitung von Arzneimitteln gesetzlich geregelt ist und den Apothekern obliegt...
 
Qualifikation
Examinierter Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie / Deeskalationsmanagement
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
AW: Mörsern

Das könnte daran liegen, dass die Veränderung und Bearbeitung von Arzneimitteln gesetzlich geregelt ist und den Apothekern obliegt...
Da stellt sich doch aber die Frage, warum nur "manche"?
Vielleicht mal den Praxisanleiter fragen, woher er diese Info hat und wo das steht.
:kopfkratz:Sonnensturm
 
Qualifikation
Krankenschwester
Speerkaempferin

Speerkaempferin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
22.10.2011
87549
AW: Mörsern

Toxizität des Wirkstoffs beachten, damit
Pflegepersonal und Familienangehörige nicht gefährdet werden Beim Teilen und Zermörsern von Tablet ten entstehen Stäube, die ein inhalierfähiges Aerosol bilden können. Dies ist besonders bei Präparaten kritisch, die Wirkstoffe mit einem kanzerogenen, mutagenen oder reproduk - tionstoxischen Potenzial (CMR-Substanzen) enthalten und so bereits in geringen Mengen schwerwiegende Nebenwirkungen entfalten können. Hierzu gehören unter anderem Zytostatika, Falls bei solchen toxischen Wirkstoffen das Zerkleinern unvermeidbar ist, ist auf geeignete Schutzmassnahmen zu achten (z.B. Handschuhe, Mundschutz, keine Zubereitung durch Schwangere, flüssige Arzneiformen bevorzugen), gegebenenfalls kann das Teilen und Verkapseln der Bruchstücke auch in einer Apotheke vorgenommen werden .

Galenische Formulierung beachten, damit das Zerkleinern nicht die Therapiesicherheit gefährdet Retardtabletten Durch Zerkleinern wird die Freisetzungskinetik verändert, und der Retardeffekt geht verloren. Manche Matrixformulierungen
sind halbierbar, ohne dass die Freisetzungskinetik beeinflusst wird, sie dürfen aber nicht weiter zerkleinert und nicht zermörsert werden Retardfilmtablette (Single Unit) Hier ist die Tablette mit einem Retardfilm überzogen. Durch Zerkleinerung wird der Retardfilm zerstört, und die Retardeigenschaften gehen
verloren. Dies hat die Freisetzung einer relativ grossen Wirkstoffmenge in kurzer Zeit zur Folge (dose dumping [9]), wodurch das Risiko für dosisabhängige unerwünschte Arzneimittelwirkungen erhöht ist

mehr Infos: www.rosenfluh.ch

 
Qualifikation
AP-gerontopsych.Fkr., PalliativFkr., Mentor,Gerontotherap.Dipl.Sozialbetr.
Fachgebiet
gerontopsych.Betreuung
K

Kaffeetrinker

Mitglied
Basis-Konto
01.07.2007
44532
AW: Mörsern

Hilfreich könnte ein Artikel in Die Schwester/Der Pfleger Ausgabe 8/11 sein. Hier werden meiner Meinung nach gut verständliche und nachvollziehbare Erklärungen zu dem Thema angegeben. Nichts desto trotz kämpfe ich z. Zt. in meinem Wohnbereich mit der Ignoranz von Fachkräften zu dem Thema. Es wird gemörsert was das Zeug hält.Die Begründung ist Zeitersparnis bei der Verabreichung!!!! Der Großteil der MA ist zudem beratungsresistent. Habe jetzt PDL eingeschaltet, FB zu dem Thema wird angeboten und es findet ein engmaschiges controlling/coaching statt. Ist sicher etwas an der Ausgangsfrage vorbei, liegt mir aber sehr am Herzen. Interessant ist in dem Zusammenhang sicher auch das Arzneimittelgesetz. Ich würde mich immer durch schriftliche Anweisung von Apotheker/Arzt zur mörserbarkeit von Medikamenten bei jedem einzelnen Bewohner absichern.
LbG
Der Kaffeetrinker :coff:
 
Qualifikation
Altenpflegerin/Wbl
Fachgebiet
Altenheim
gsagkk

gsagkk

Mitglied
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30.10.2011
47574
AW: Mörsern

mörsern ist out!

zum einen weil einige Med magensaftresistente Überzüge haben damit sie sich erst im Dünndarm auflösen, zum anderen, weil tatsächlich ein Teil des Wirkstoffes zerstört wird.

Der Kompromiss heisst in Wasser zerfallen lassen, die Med sind so konzipiert, dass nur das zerfällt, was zerfallen darf, z.B. magensaftresistente Überzüge lösen sich nicht auf, oder die Med quellen einfach nur auf, werden weich aber zerfallen nicht. Hier ist sichergestellt, das der Wirkstoff dort ankommt wo er lt Hersteller hin soll

es ist auch nicht nur bei dir so, dass Kollegen oder Mitarbeiter "Beratungsresistent" sind! Hoffentlich werde ich nicht auch irgendwann Beratungsresistent, ...


LG
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
MRV §64
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
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01.11.2011
33181
AW: Mörsern

mörsern ist out!

zum einen weil einige Med magensaftresistente Überzüge haben damit sie sich erst im Dünndarm auflösen, zum anderen, weil tatsächlich ein Teil des Wirkstoffes zerstört wird.

Der Kompromiss heisst in Wasser zerfallen lassen, die Med sind so konzipiert, dass nur das zerfällt, was zerfallen darf, z.B. magensaftresistente Überzüge lösen sich nicht auf, oder die Med quellen einfach nur auf, werden weich aber zerfallen nicht. Hier ist sichergestellt, das der Wirkstoff dort ankommt wo er lt Hersteller hin soll

es ist auch nicht nur bei dir so, dass Kollegen oder Mitarbeiter "Beratungsresistent" sind! Hoffentlich werde ich nicht auch irgendwann Beratungsresistent, ...


LG
bitte erkläre mir - du machtest ja eine ziemlich pauschale aussage - warum beim mörsern wirkstoffe zerstört werden (schreibst du ja so), beim zerfallen-lassen in wasser aber nicht. verstehe ich nicht so ganz.
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
T

Tilidin

Aktives Mitglied
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23.04.2011
24211
AW: Mörsern

Der Kompromiss heisst in Wasser zerfallen lassen
Ich kenne keine generelle Empfehlung, ist es deine Interprätation?????? Ich gebe zu bedenken.
1. Med. wirken schon oral
2. was ist mit Geschmacksstoffen, Trägerstoffen( die ihre Wirkung im Mund u. Speiseröhre entfalten)
3.Auflösen: bedeutet auch Veränderung der Bioverfügbarkeit.
4.brauche ich wieder besondere Kenntnisse, wenn es um das Auflösen/Vermengen der Medikamente geht?????
5. Was ist mit der Interaktion von z.B. Fett-Eiweiß-Eisen-Zink???????( kann es hier zu Reaktionen kommen????
Bitte teile mir doch mal deine Info- Quelle mit
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
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01.11.2011
33181
AW: Mörsern

bitte! keine pauschalaussagen...

@1: die medikamente, die bereits oral wirken, dürften wohl zum einen sehr wenige & zum anderen für gewöhnlich nicht die sein, die gemörsert werden müssten.

@2: geschmacksstoffe & trägerstoffe wirken im engeren sinne nicht, und sind (im falle von geschmacksstoffen) wohl auch tendenziell zu vernachlässigen.

@5: irgendwie unverständlich..

3&4 sind wirklich relevant: relative bioverfügbarkeit, mögliche reaktionsfähigkeit mit pot. inkompatiblen, anderen, dann sofort verfügbaren substanzen.


und ich würde gerne meine frage an dieser stelle wiederholen:

was ist mit "zerstören" gemeint? und wo konkret liegt im hinblick darauf der unterschied zwischen mörsern und in wasser auflösen?
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
T

Tilidin

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23.04.2011
24211
AW: Mörsern

quote=Eisenbarth;291566]@1: die medikamente, die bereits oral wirken, dürften wohl zum einen sehr wenige & zum anderen für gewöhnlich nicht die sein, die gemörsert werden müssten.[/quote
Diese Gruppe ist sehr groß z.B. Antibiotika, der Schutz des Gastro-Traktes sollte gerade eine Beachtung finden. u. z.B.Soor im Mund-Rachenraum

Und somit hat auch
5. Was ist mit der Interaktion von z.B. Fett-Eiweiß-Eisen-Zink
seine Daseinsberechtigung

Bestimmte Bakterien bilden ein Enzym, das das molekulare Grundgerüst der Penicillin-Antibiotika auflösen kann. Dieses Enzym heißt Beta-Lactamase. Um die Wirksamkeit von Penicillin-Antibiotika bei diesen Bakterien trotzdem aufrecht zu erhalten, wurden Hemmstoffe der Beta-Lactamase entwickelt

Was ist denn: wenn ich hier schon die Tabl./Drag. verändert habe(aufgelöst),zusätzlich können sie Lichtempfindlich sein,reagieren schon in der Mundschleimhaut,
[]

@2: geschmacksstoffe & trägerstoffe wirken im engeren sinne nicht, und sind (im falle von geschmacksstoffen) wohl auch tendenziell zu vernachlässigen.
Hast Du schon mal eine aufgelöstes Antibiotikum geschluckt?????? (Tabl. aufgeköst)
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
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01.11.2011
33181
AW: Mörsern

alles klar, ein missverständnis. du schriebst:

"Ich gebe zu bedenken.
1. Med. wirken schon oral"

du meintest:

"Ich gebe zu bedenken.
1. [gemörserte] Med. wirken schon oral"

ich habs quasi nur falsch verstanden.

die beta-lactamase problematik verstehe ich allerdings immer noch nicht (also mir sind sowohl das enzym, wie auch der resistenzmechanismus bekannt, aber den zusammenhang, den du da herstellst, der erschließt sich mir nicht).
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
23.04.2011
24211
AW: Mörsern

Hallo Eisenbarth
Ausgangspunkt war diese Aussage

Der Kompromiss heisst in Wasser zerfallen lassen, die Med sind so konzipiert, dass nur das zerfällt, was zerfallen darf
Nun haben wir ja das Problem, dass viele Medikamente sich überhaupt nicht auflösen, wir haben das Problem, das ich sie beim mörsern nicht zusammen bringen darf u. wir haben z.Bsp. das Problem, das sie am falschen Ort ihre Wirkung frei setzen. evt. kommt noch die PEG dazu u.s.w.
Für mich hilreich, ist sicherlich prodiaet-server.de ( Empehlung beim wässern von Med.)
Und mh.hannover.de ( Empfehlung zur Einnahme von Medikamenten)

Dann gibt es noch viele Empfehlungen zum mörsern,( Einatmen der Stoffe,chemische Reaktion) die beachtet werden müssen u. am Ende steht eigentlich immer die Aussage, dass ich den Apotheker zu Rate ziehen sollte/muss, weil sich durch mörsern/wässern Veränderungen ergeben.

Es ist ja nicht so, das ich da aus der Hüfte schiesse, hier verfahre ich nach der Deviese, "da war doch mal was, oder muss ich da noch an etwas denken."
Und zugegeben: es geht schon verdammt tief in die Chemie
Aber: da war dann folgendes:

beta-lactamose
( Während der Anwendung von β-Lactam-Präparaten entwickeln sich zwar nur selten und langsam Resistenzen gegen dieselben, jedoch stellen sie inzwischen ein ernsthaftes Problem dar. Hierbei sind drei Resistenzmechanismen zu unterscheiden:
• unempfindliche Penicillin-Bindeproteine
• Membranveränderungen
• Bildung von β-Lactamasen
Hierbei bilden die Bakterien Enzyme, die den β-Lactam-Ring der Antibiotika öffnen und diese damit inaktivieren.
( weiss nicht mehr, wo ich es raus kopiert habe)
Aber hier steht die Frage im Raum: darf ich überhaupt wässern/ mörsern, oder lieber gleich auf Saft umsteigen.???

Und am Ende steht vieleicht die Aussage: bevor ich als Pflegekraft in Aktionen verfalle, lieber mal eine vermeindlich blöde Frage stellen, aber am Ende auf der sicheren Seite zu sein.
sprich:
Apotheker fragen.
 
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Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
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Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
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01.11.2011
33181
AW: Mörsern

ich verstehe schon, was du meinst.

mir ist nur nach wie vor der zusammenhang zwischen "Fett-Eiweiß-Eisen-Zink" und beta-lactamase unklar.


p.s.: ich finde btw., dass es gar nicht so "tief in die chemie" geht.
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
T

Tilidin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
23.04.2011
24211
AW: Mörsern

Ja da kann ich mit deinem Grundwissen nicht mithalten, ich muss schon mehrfach den einen oder anderen Artikel lesen.
Beispiel:Enzymkinetik [Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Enzymkinetik

Die Enzymkinetik beschäftigt sich mit dem zeitlichen Verlauf enzymatischer Reaktionen. Eine zentrale Größe hierbei ist die Reaktionsgeschwindigkeit. Sie ist ein Maß für die Änderung der Substratkonzentration mit der Zeit, also für die Stoffmenge Substrat, die in einem bestimmten Reaktionsvolumen pro Zeiteinheit umgesetzt wird (Einheit: mol/(l·s)). Neben den Reaktionsbedingungen wie Temperatur, Salzkonzentration und pH-Wert der Lösung, hängt sie von den Konzentrationen des Enzyms, der Substrate und Produkte sowie von Effektoren (Aktivatoren oder Inhibitoren) ab.

Im Zusammenhang mit der Reaktionsgeschwindigkeit steht die Enzymaktivität. Sie gibt an, wie viel aktives Enzym sich in einer Enzym-Präparation befindet. Die Einheiten der Enzymaktivität sind Unit (U) und Katal (kat), wobei 1 U definiert ist als diejenige Menge Enzym, welche unter angegebenen Bedingungen ein Mikromol Substrat pro Minute umsetzt: 1 U = 1 µmol/min. Katal wird selten benutzt, ist jedoch die SI-Einheit der Enzymaktivität: 1 kat = 1 mol/s. Eine weitere wichtige Messgröße bei Enzymen ist die spezifische Aktivität (Aktivität pro Masseneinheit, U/mg). Daran kann man sehen, wie viel von dem gesamten Protein in der Lösung wirklich das gesuchte Enzym ist.

Die gemessene Enzymaktivität ist proportional zur Reaktionsgeschwindigkeit und damit stark von den Reaktionsbedingungen abhängig. Sie steigt mit der Temperatur entsprechend der RGT-Regel an: eine Erhöhung der Temperatur um ca. 5–10 °C führt zu einer Verdoppelung der Reaktionsgeschwindigkeit und damit auch der Aktivität. Dies gilt jedoch nur für einen begrenzten Temperaturbereich. Bei Überschreiten einer optimalen Temperatur kommt es zu einem steilen Abfallen der Aktivität durch Denaturierung des Enzyms. Änderungen im pH-Wert der Lösung haben oft dramatische Effekte auf die Enzymaktivität, da dieser die Ladung einzelner für die Katalyse wichtiger Aminosäuren im Enzym beeinflussen kann. Jenseits des pH-Optimums vermindert sich die Enzymaktivität und kommt irgendwann zum Erliegen. Ähnliches gilt für die Salzkonzentration bzw. die Ionenstärke in der Umgebung.

Ich könnte unendliche Abfassungen (Eiweiss,Zink,Eisen)von Wikip. hier reinstellen, aber ich habe nun mal kein Chemie- Studium u. bin somit auf meine Alarmglocken u. auf die Apotheker angewiesen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger,Fachpfleger Psych,PDL
Fachgebiet
Erwerbsunfähig
Weiterbildungen
Krankenpfleger
Fachpfleger für Psych.
große PDL- Ausbildung
E

Eisenbarth

Aktives Mitglied
Basis-Konto
01.11.2011
33181
AW: Mörsern

ok, ich verstehe zwar immer noch nicht, was du mit fett-eiweiß-zink-eisen meintest, aber wir können das thema auch abhaken oder per pm weiterführen.
 
Qualifikation
AP
Fachgebiet
-
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
28.09.2010
01983
AW: Mörsern

Muß mich jetzt doch mal einmischen, prinziepiell kann man Medikamente mörsern. Gibt jetzt ein paar neuere Formen von Antra 40, die zerfallen recht gut im Wasser ebenso wie viele Antibiosen, die auch gut zerfallen und dafür halt auch konzipiert sind. Es gibt wenige Medikamente, die nicht gemörsert werden können, das steht aber auch ganz groß im Beipackzettel.

Wenn orale Gaben von Medikamenten sprich Tabletten so gar nicht mehr gehen, gibt es einige Wirkstoffe auch in Tropfen/Saftform, Zäpfchenform, auch gibt es jetzt vermehrt Schmelztabletten, was ich persönlich sehr gut finde. Und vielleicht wäre auch mal die Überlegung angebracht, ob die vielen Tabletten, die einige nehmen sollen, überhaupt noch angebracht sind. Ich sehe das auch manchmal bei uns, die Bewohner trinken immer weniger, bekommen aber immer noch 2 Wassertabletten, ist nur ein Beispiel, halt ab und an mal draufschauen, mehr verlange ich garnicht.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
gsagkk

gsagkk

Mitglied
Basis-Konto
30.10.2011
47574
AW: Mörsern

wenn ich das so lese beschleicht mich das Gefühl für dich bedeutet in Wasser zerfallen (auflösen lassen) und mörsern, ein und das selbe.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
MRV §64
gsagkk

gsagkk

Mitglied
Basis-Konto
30.10.2011
47574
AW: Mörsern

Heute zutage sind alle Medikamente designer Präparate, d.h. da ist aus Kostengründen kein einziges Molekül zuviel drin.

Den Apotheker fragen fand ich bisher die hilfreichste Mitteilung.
Das Gesundheitsamt gibt auch Auskunft, .....


Hab`da mal ne Frage an die, die da so fleißig mörsern:

wie reinigt ihr eigentlich die Mörserschale, bevor ihr für den nächsten Pat die Med mörsert?

und wenn ihr die Schale reinigt, dann ist euch doch klar, das was vom Vorgänger hängen geblieben ist?!
Dann bekommt der Vorgänger also etwas weniger?

und beim NICHT reinigen bekommt der Nachfolger etwas vom Vorgänger, was bei Vitaminen bestimmt unwichtig ist, aber bei Med wie Marcumar oder Digitoxin dramatische Konsequenzen haben kann.

In diesem Zusammenhang würde ich mit denen die gerne mörsern möchten gefährliche Pflege diskutieren!
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
MRV §64
Status
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