Modell Sozialstation Psychiatrie

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Förderverein gemeindenahe

Hallo Christian,

das Modell wurde uns bis jetzt nur mündlich in der PSAG vorgestellt.
In der Stadt Neuwied ist eine Tagesstätte für psych. kranke Erwachsene.
Der Kreis Neuwied ist ein großer Flächenkreis
überwiegend ländlich.
Die Idee war, auf dem Land, in etwa das anzubieten, ambulant, was die Tagesstätte bietet, weil für eine zweite Tagesstätte die Mittel fehlen.
Das ist mein Wissensstand in ganz groben Zügen. Wir PE´s haben unsere Bedenken gegen die zu kurze Einweisung schon angemeldet. Auch die Angehörigen sind unserer Meinung. Da unser Kreis in Sachen Psychiatrie sehr rührig ist, möchten wir zuerst eine Zeit abwarten, bis erste Ergebnisse vorliegen.
Natürlich ist uns bewußt, dass es hier nur um das Geld geht.
Wir sind allerdings auch der Meinung, dass kleine Hilfen besser sind, als überhaupt keine Unterstützung für unsere Leute auf dem Land.
Sobald cih ganz konkretes weiß, teile ich dies hier mit.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang
 
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Auggie

Themenstarter/in
In der Stadt Neuwied ist eine Tagesstätte für psych. kranke Erwachsene.
Die Idee war, auf dem Land, in etwa das anzubieten, ambulant, was die Tagesstätte bietet, weil für eine zweite Tagesstätte die Mittel fehlen.
da hab ich dich wohl etwas mißverstanden,sorry.
Was mich jetzt natürlich brennend interessiert ist das Angebot,das diese Tagesstätte offeriert. Gibt es da schon eine Konzeption?
Rolf



------------------
Rolf
[email protected]
 
F

Förderverein gemeindenahe

Themenstarter/in
da hab ich dich wohl etwas mißverstanden,sorry.
Was mich jetzt natürlich brennend interessiert ist das Angebot,das diese Tagesstätte offeriert. Gibt es da schon eine Konzeption?
Rolf
Hallo Rolf,

Angebote der Tagesstätte aus "Psychosozialer Beratungsführer für Stadt und Kreis Neuwied"

Lebenspraktisches Training
-Zubereitung der gemeinsamen Mahlzeiten
-Wäschepflege
-täglicher Einkauf
Ergotherapie
-handwerkliche und kreative Arbeiten
-Arbeitstraining
-kognitives Training
Interne und externe Freizeitangebote
Einzelgespräche
Neigungs-u. Interessengruppen
Training sozialer Fähigkeiten

Für mich ist die Tagesstätte als Ergänzung zum betreuten Wohnen gedacht. Nach langen Klinikaufenthalten haben viele ihre sozialen Bindungen verloren oder sind zumindest sehr eingeschränkt.Hier lernt man praktisch wieder seinen Tag zu strukturieren.


[Dieser Beitrag wurde von Christian am 02. Juli 2000 editiert.]
 
A

Auggie

Themenstarter/in
genauso wollte ich die Infos haben,vielen Dank Wolfgang.
Die Erfahrung,das,gerade nach langen Klinikaufenthalten,die sozialen Bindungen fast gegen Null gehen,habe ich auch gemacht.
Von der Konzeption her gut,aber sowas ist mit "Laien" nicht machbar,die 2 Wochen lang auf einer psychiatrischen Station mit gelaufen sind und möglicherweise das erste Mal mit "Verrückten" (entschuldige diesen Ausdruck,ist nicht abwertend gemeint)zu tun haben.
Was man tun kann ist,Psychiatrieerfahrene für die Mitarbeit zu gewinnen,denn wer kennt sich besser aus als ein selbst Betroffener.
Rolf


------------------
Rolf
[email protected]
 
C

Christian

Themenstarter/in
Für mich ist die Tagesstätte als Ergänzung zum betreuten Wohnen gedacht. Nach langen Klinikaufenthalten haben viele ihre sozialen Bindungen verloren oder sind zumindest sehr eingeschränkt.Hier lernt man praktisch wieder seinen Tag zu strukturieren.
hallo wolfgang,

das macht natürlich sinn.
auggie´s vorschlag selbst psychiatrieerfahrene personen einzusetzen halte ich für einen gangbaren weg. ich würde es jedoch befürworten, wenn sich diese gruppe selbst mit kontrollmechanismen absichert, beispielsweise selbst supervisionen mit reellen profis abhält. ich denke ein stabiler mensch kann jederzeit wieder in eine krise rutschen - langsam oder schnell, sichtbar oder unbemerkt. und das gilt dann für den zu beutreuenden, genauso wie für den betreuenden. schließlich sind wir alle nur bis zu einer gewissen grenze belastbar.

viele grüße und viel glück !
christian.



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Förderverein gemeindenahe

Themenstarter/in
hallo wolfgang,

das macht natürlich sinn.
auggie´s vorschlag selbst psychiatrieerfahrene personen einzusetzen halte ich für einen gangbaren weg. ich würde es jedoch befürworten, wenn sich diese gruppe selbst mit kontrollmechanismen absichert, beispielsweise selbst supervisionen mit reellen profis abhält. ich denke ein stabiler mensch kann jederzeit wieder in eine krise rutschen - langsam oder schnell, sichtbar oder unbemerkt. und das gilt dann für den zu beutreuenden, genauso wie für den betreuenden. schließlich sind wir alle nur bis zu einer gewissen grenze belastbar.

viele grüße und viel glück !
christian.


Hallo Rolf und Christian,

das Problem Supervision haben wir schon angesprochen. Es scheitert an den Kosten. Nun versuchen wir vom Förderverein aus etwas auf die Beine zu stellen. Das braucht aber eine gewisse Vorlaufzeit.
Ehrenamt ist bei vielen Verwaltungen nur so lange gut, so lange es nichts kostet. Wir suchen auch nach Lösungen.

Wir haben in unserem Verein einige aktive PE, diese sind jedoch schon ziemlich eingebunden. Euren Vorschlag finde ich sehr gut, werde mit den anderen reden. siehe unsere HP.

Herzliche Grüße

Wolfgang


------------------
Hallo,

es gibt Neuigkeiten zum geplanten Modellversuch.

Neben der kurzen Einweisung soll es regelmäßige Schulungen und regelmäßige Treffen mit dem Psychiater des Gesundheitsamtes. Die Idee, PE`s mit einzu-
binden wurde begrüßt. Es wird dazu eine Möglichkeit gesucht. Das endgültige Konzept steht noch nicht.

Danke für Euren Tip!

Herzliche Grüße
Wolfgang

[Dieser Beitrag wurde von Förderverein gemeindenahe am 05. Juli 2000 editiert.]
 
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05.07.2001
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