Allgemein Mobiltelefone in der Pflege

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Morgaine

Mitglied
Basis-Konto
06.09.2005
53
Hallo,

in jeder Schicht führen wir Pflegekräfte ein Mobiltelefon mit uns.
Nun war eines dieser Telefone defekt und wurde zur Reperatur eingeschickt.
Dieses kam dann aus dem Werk zurück mit dem Hinweis , das es wohl hingefallen sein müsste.
Es kann natürlich keiner mehr nachvollziehen , wem das passiert sein soll.
Oder besser gesagt es gibt natürlich Keiner zu.
Nun möchte unser Heimleiter , das wir aus unserer "Schwesternkasse", die Reperaturkosten zahlen sollen. :sad:

Ist das rechtens?

Sein zweiter Vorschlag war einer von uns solle es doch einfach seiner privaten Haftpflichtversicherung melden und es darüber abwicken.

Ich denke für sollche Reparaturen sollte doch ein AG versichert sein.

Wie ist Eure Meinung dazu?

LG
Silke
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Senioreneinrichtung / stationäre Pflege
A

Anitram

Mitglied
Basis-Konto
30.04.2006
16945
Hallo Silke!
Ich denke mal, das für solche Fälle der AG versichert sein sollte.
Auch wir hatten vor kurzem solch ein Fall. An unserem Mobiltelefon konnte man einige Knöpfe nicht mehr bewegen ->eingeschickt zur Reperatur.
Angeblich ist Wasser auf das Telefon gekommen.
Wir konnten uns nicht erklären wie Wasser darauf kommt. Eine Möglichkeit war, jede Schwester trägt Händedesinf.flaschen in der Kitteltasche, vielleicht ist sie bei jemanden aufgegangen.
Aber dafür kann man doch keinen persönlich haftbar machen!
LG Anitram
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH / Internistischer Bereich
M

Morgaine

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
06.09.2005
53
Hallo Anitram ,

tja , ich hoffe mal nicht , das wir die Reperatur wirklich aus unserer Kasse zahlen müssen. :ermm:


LG
Silke
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Senioreneinrichtung / stationäre Pflege
S

Susen

Hallo Silke,
das finde ich ein starkes Stück. Diese Mobiltelefone tragen wir ja schließlich, da wir so auch außerhalb des Dienstzimmers erreichbar sind, und so letztlich Personal gespart werden kann. Solange kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt, und davon muß man wohl selbstverständlich ausgehen, hat niemand diesen Schaden zu ersetzen. Und was hat denn meine private Haftpflicht mit der Bereitstellung von Arbeitsmitteln zu tun? Und das Arbeitsmittel jetzt per "Schwesternkasse" selbst bezahlt werden, klingt für mich wie ein Witz.
Erzähl mal, wie es weiter geht.
Laßt Euch nicht unter Druck setzen.
Liebe Grüße
Susen
 
M

Morgaine

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
06.09.2005
53
Hallo Susen ,

wir sind natürlich erstmal baff gewesen .
Alle im Team sind sich einig , diese Sache auf gar keinen Fall über eine unserer privaten Haftpflichtversicherungen laufen zu lassen.

Die Übernahme der Kosten aus unserer Kasse haben wir abgelehnt.
Mal schauen was nun daus werden wird.

LG
Silke:icon_wave
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Senioreneinrichtung / stationäre Pflege
M

Morgaine

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
06.09.2005
53
Hallo Susen ,

wir sind natürlich erstmal baff gewesen .
Alle im Team sind sich einig , diese Sache auf gar keinen Fall über eine unserer privaten Haftpflichtversicherungen laufen zu lassen.

Die Übernahme der Kosten aus unserer Kasse haben wir abgelehnt.
Mal schauen was nun daraus werden wird.

LG
Silke:icon_wave
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Senioreneinrichtung / stationäre Pflege
M

muckelwutz

Mitglied
Basis-Konto
12.08.2006
70173
Hallo,
euer Heim hat mit Sicherheit eine Haftpflicht-Versicherung die solche Schäden abdeckt....

lg
muckel
 
Qualifikation
Assistentin der Heimleitung
Fachgebiet
Verwaltung
D

dvoelker

Vielleicht wäre die Lösung ja, ein Outdoorhandy zu benutzen. So haben wir es wärend meiner Zivizeit gemacht.
Die Handys können runterfallen und vertragen auch mal nen Schauer.
 
A

Anna Ternheim

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.07.2006
12165
hallo!

das ist ja ein unglaubliches ding, was du da erlebst!!!
Auf gar keinen fall müßt ihr das bezahlen, glaube ich. Euer Arbeitgeber muß für solche schäden versichert sein... was will der heinmleiter denn mit einer solchen falschauskunft erreichen??? wie schon gesagt, grobe fahrlässigkeit wäre, wenn nachgewiesen, ein problem. nur aus der tasche fallen kann so ein telefon bei unserer täglichen arbeit!!!
bin schockiert, dass euch sowas angedroht wird...

lg, anna
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Heimbeatmung/Beatmungsstation
M

Morgaine

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
06.09.2005
53
Hallo ,

@ dvoelker :
Die Idee ist klasse , ich schlage das mal in der Einrichtung vor.

@Anna :
Ich bin auch der Meinung , das es doch eine Versicherung für solche Schäden geben muss.
Ich werde ganz sicher nicht meine private Haftpflicht für solche Sachen nutzen. Den Vorschlag des Heimleiters fand ich schon echt dreist.

LG
Silke
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Senioreneinrichtung / stationäre Pflege
E

Elwetritsche

Mitglied
Basis-Konto
08.08.2006
55545
Hallo Silke,

ich bin ja echt sprachlos, was bei Euch gefordert wird. Also auf keinen Fall aus der Schwesternkasse zahlen.!!!!!! Und erst Recht nicht der Versicherung melden, (wegen evtl. Betrug) die deckt das im Normalfall sowieso nicht ab. Es sei denn, du hast eine extra-Klausel für deinen Arbeitsbereich, die würde aber auch nur einspringen, wenn sie genau wüßte, daß ihr Versicherungsnehmer schuldig wäre. Und es weiß ja niemand so genau!!!!!!!!!
Klarer Fall, der Arbeitgeber ist für seine "Arbeitsgeräte" auch verantwortlich. Und wenn etwas defekt ist, muß er auch für Ersatz sorgen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
amb. Pflege / Sozialstation
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Unglaublich !!!

Die Telefone - wenn deren Tragen Euch vom AG auferlegt wird - gehören doch zu Euren Arbeitsmaterialien. Und die muß Euch der AG doch - wenn er Euch diese vorschreibt - funktionierend zur Verfügung stellen. Und Arbeitsgeräte sind auch Verschleissteile, denn man arbeitet mit ihnen.

Was wäre denn z.B. wenn Euch beim Putzen ein EKG-Gerät runterfällt ? Würdet Ihr das dann auch aus der Schwesternkasse bezahlen müssen ? Oder ein Blutdruckmessgerät ? Das ist ja so, als müßte man mit dem eigenen Auto in der ambulanten Pflege fahren müssen...was ich im übrigen auch für überzogen halte...

So einen Quatsch selten gehört habend und hoffend, daß Ihr das nicht mit Euch machen lasst,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
A

Anna Ternheim

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.07.2006
12165
zum glück ist man sich hier einig!!!
find ich klasse
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Heimbeatmung/Beatmungsstation
NetSpy

NetSpy

Mitglied
Basis-Konto
24.06.2002
48151
Lächerlich. Wir haben schon unzählige von den Dingern in Desinfektionseimern oder Toiletten(!) versenkt, "normale" Fußbodenstürze kamen auch hinzu.
Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Wir haben allerdings auch 5 schnurlose Telefone in der Abteilung, nicht das der Eindruck entsteht, ein einziges müsste hier ständig leiden. Wem ist nicht auch schonmal Zuhause das Schnurlose aus der Hand geglitten?

Dafür ist der Arbeitgeber versichert. Ähnlich als wenn jemand bei der Reinigung einer Zahnprothese selbige fallen lässt. Das übernimmt auch der AG, es sei denn es ist die eigene.

Gruß
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger
Fachgebiet
Notaufnahme
Weiterbildungen
Stationsleitung, Notfallpflege, Pain Nurse, Mega-Code-Trainer
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Die Motivation des Heimleiters ist klar: seine Versicherungsprämien werden sich erhöhen. Geht ihm mit ner AG-Haftpflicht nicht anders als uns mit unserer Privathaftpflicht.

Der Heimleiter hat ein Interesse daran, dass die Mobil-Telefone benutzt werden, sonst hätte er sie nicht eingeführt. Wenn er damit droht, dass die Belegschaft (über welchen Weg auch immer) den Schaden bezahlen muss rate ich zum "Kohl'schen Aussitzen": nicht zahlen, Handy an einem sicheren Ort verwahren, wo es garantiert keinen Schaden nehmen kann (hier fällt mir spontan das Büro des Heimleiters ein :devil:) und gucken, was passiert.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
V

vinzentius

Mitglied
Basis-Konto
22.04.2006
93413
Hallo,
die defekten Handys zu ersetzen, ist alleinige Sache des AG, solange ihr diese nur dienstlich benutzt. Eure private HPV wird euch was pfeiffen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger/ Wundberater(awm)
Fachgebiet
amb. Pflege/ Hygienebeauftr.
P

Polly-Püppchen

Hi,
aus eigener Erfahrung: Einer Kollegin ist das Handy am Patienten ins Klo gefallen - hat der AG übernommen.
Mir selber fiel ein Telefon hin - Display kaputt - wäre nicht reperiert worden da telefonieren noch möglich. Unser Telefonfachmann stellte aber einen anderen Fehler an dem Telefon fest, den er reklamierte (Tastaturpad löste sich) - Firma Tenovis tauschte um! (Im Zweifel guckt also mal nach sowas...)
Grüße Sonja
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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