Mobbing unter Kollegen?

T

thorstein

Aktives Mitglied
Basis-Konto
12
85221
0
AW: Mobbing unter Kollegen?

Zwei Gedanken zu Mobbing:

Ein Team ist auch nichts anderes als ein Rudel, mit einer Hackordnung, in der jeder seinen Platz hat. Dieser muss gegen ein neues Mitglied verteidigt werden.

Man wertet sich auf, indem man andere abwertet. Ich muss für die einspringen! Die hat heute ihre Gruppe wieder nicht geschafft! Wenn ich nicht gewesen wäre, dann...

homo homini lupus

Diese Muster kann man dann vermeiden, wenn man sie zunächst einmal erkennt und dann durchbricht. Supervision kann da hilfreich sein.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Nachtdienst
K

kacydreamlife

Mitglied
Basis-Konto
0
91522
0
AW: Mobbing unter Kollegen?

Ja, ich denke Supervision ist da schon hilfreich.

Aber ich wurde bei diesen Sitzungen ausgeschlossen. Auch das war so abwertend gegenüber meiner Seite.
Denn die haben die Supervisionen immer dann gelegt wenn ich keinen Dienst hatte.

Es war ziemlich mies.
 
Qualifikation
Sanitätsdienst (Ehrenamt)
Fachgebiet
Assistenz bei Aufgaben
Morbus Bahlsen

Morbus Bahlsen

Unterstützer/in
Basis-Konto
37
Leipzig
0
AW: Mobbing unter Kollegen?

Ja, ich denke Supervision ist da schon hilfreich.

Aber ich wurde bei diesen Sitzungen ausgeschlossen. Auch das war so abwertend gegenüber meiner Seite.
Denn die haben die Supervisionen immer dann gelegt wenn ich keinen Dienst hatte.

Es war ziemlich mies.
Wenn man dich dann aus einer Maßnahme ausschließt, die eigentlich dazu gedacht ist, die Probleme zu finden, zu analysieren, zu reflektieren und zu lösen, dann zieh die Konsequenzen und gehe. Sowas greift auf Dauer deine Gesundheit an und wird sich auch auf dein Privatleben auswirken. Du hast das nicht nötig. Das hat keiner. Es gibt mittlerweil soviele AG's, die ihre AN zu würdigen wissen und auf vielerlei Weise dafür sorgen, dass ein gute Arbeitsatmosphäre und ein gesundes Betriebsklima herrschen. Wenn du ehrlich bist, hast du vermutlich innerlich schon längst gekündigt.
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Heimbeatmung
Weiterbildungen
Krisenintervention, Ernährungsberatung, PDL, Mentor, Pflegeexperte außerklinische Intensivpflege
mupsi

mupsi

Mitglied
Basis-Konto
2
Rheinland
0
AW: Mobbing unter Kollegen?

Hallo zusammen,

ich habe auch mal ähnlich Dinge gesehen in eine stationären Altenpflegeinrichtung.Jede neue examinierte wurde von den Pflegehelferinnen massiv blockiert und auch in brenzligen Situationen nicht unterstützt. Ich habe mir da über mehrere Wohnbereiche die Finger wund gearbeitet sowie Blut und Wasser geschwitzt, damit alle Bewohner sicher sind.
Die Pflegehelferin hatten Aufgaben gemäß ihrer Qualifikation und waren damit nicht zufrieden. Sie waren der Ansicht, die Examinierten hätten Privilegien. Das stimmt aber nicht. Wir mußten sogar doppelt arbeiten+gesamte Verantwortung tragen+ alle kitischen Patienten+Dokumentation+mehrere Wohnbereiche abdecken.

Raven, das Verhalten der PDL/ GF verstehe ich zum Teil. Sie / er steht unter dem Druck, mit exorbitantem Personalmangel die Patientenversorgung zu gewährleisten. Hat Angst vor Personalverlust, was ausgenutzt wird. Sie versucht, die Situation diplomatisch zu lösen, was aber in so einem Fall nicht geht, glaube ich. Hier hilft nur energisches Durchgreifen.
Auch ich habe es mit Wohlwollen und (ehrlich gemeinter) Wertschätzung versucht, was die Situation aber nicht verbessert hat, sondern verschlimmert. Jedes Entgegenkommen wurde ausgenutzt.
Ich glaube, das hat alles seine Ursache im noch schwachen beruflichen Selbstbild der Pflegehelfer. Zitat " ich bin hier immer nur waschfrau".
Das hat auf der einen Seite etwas mit Neid und auf der anderen Seite etwas mit hierarchischen Strukturen zu tun. Pflegehelfer leisten einen großen teil der pflegerische Versorgung, sie sind wichtig, aber wer mit seinen Beruf nicht zufrieden ist, sollte etwas ändern und das nicht an anderen auslassen.

Kritisches Denken ist ein Zeichen von Intelligenz, das ist richtig. Mobbing hat damit aber nichts zu tun. Intelligent ist, das PDL und Team zu unterstützen und so Anerkennung und Förderung zu erlangen.

Raven, wenn sich Deine Situation nicht verbessert hat, so hoffe ich, Du hast etwas anderes gefunden. Allerdings habe ich vielfach gehört, dass es allgemein in der Pflege sehr hart abgeht.
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Intensivpflege
Weiterbildungen
Pflegeberaterin (BPA)
Qualitätsmanagementbeauftragte (TÜV)
Verantwortliche Pflegefachkraft § 71 SGB XI
Heilpraktikerin
Unternehmerin/Publizistin
S

Stripping

AW: Mobbing unter Kollegen?

Jede neue examinierte wurde von den Pflegehelferinnen massiv blockiert und auch in brenzligen Situationen nicht unterstützt.
Ich glaube, das hat alles seine Ursache im noch schwachen beruflichen Selbstbild der Pflegehelfer. Zitat " ich bin hier immer nur waschfrau".
Das hat auf der einen Seite etwas mit Neid und auf der anderen Seite etwas mit hierarchischen Strukturen zu tun. Pflegehelfer leisten einen großen teil der pflegerische Versorgung, sie sind wichtig, aber wer mit seinen Beruf nicht zufrieden ist, sollte etwas ändern und das nicht an anderen auslassen.
Erlebe auf der neuen Dienststelle sowas in der Art. GF ist ausgezeichnet, denn es wurde schon beim ersten Gespräch meinerseits angesprochen und werden zu seiner Zeit Maßnahmen eingeleitet. Wenn ich mich bei Freunden und Bekannten umhöre die auch Pfk sind, haben sie benso diese Probleme. Meine Entscheidungen werden von Helfern negiert. Ständige Grundsatzdiskussionen kosten mir zuviel Zeit und Nerven. Naja - abwarten wies kommt.
 
K

Kiwikeks

Neues Mitglied
Basis-Konto
Ich muss jetzt auch mal meine Meinung dazu abgeben.
Hallo, ich bin neu hier und hab mir nun nach meinem ersten SD alleine (oder vielmehr habe ich mir einen Bereich mit einer Kollegin geteilt) sehr viel Gedanken um meine eigentliche Unzufriedenheit gemacht.
Zu meinerseits: Ich habe meine Ausbildung an einem Uniklinikum absolviert und wurde danach auch direkt (ungewollt) auf die Intensivstation übernommen. Soweit sogut die Arbeit dort war medizinisch/technisch sehr sehr intressant, aber auch für mich und meine Psyche sehr fordernd.
Ständiger Druck meinerseits nicht meinen damaligen Patienten genug kompetent zu sein und unwissend "durch den tag" zu pflegen war Alltag für mich. Ja wie soll ich sagen mich haben meine eigenen Anforderungen gelähmt, auch wenn das Team ständig unterstützend da war sowohl in brenzligen Situationen, sowie wissenstechnisch. Ich beschloss es aber dabei zu belassen weil dies eh nur ein "Übergang" für mich in mein Studium war.
Das Studium war nach 2 langen und schönen Semestern aber nicht mein Interessensgebiet mehr geschweige denn das es mir lag. Dort habe ich aber das beste Jahr meines Lebens verbracht. Alle relativ jung wie ich, aufgeschlossen für Kulturen und andere Sitten und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft, Güte und Herzlichkeit an allen Ecken.
Anders erlebe ich es in der Pflege, dort herrscht eine gewisse Starre was viele Sichten angeht. Das merke ich jetzt auch wieder auf meiner neuen Station. Auch wenn das Arbeiten weitaus angenehmer ist als auf der Intensivstation, merke ich das mir halt ein jahr an Berufserfahrung fehlt. Dies zeigt sich dann auch im Pflegealltag.
Ich fühle mich unsicher und weiss oftmals nicht wie ich mich in den einzelnen Schichten strukturieren soll, deswegen frage ich auch viel. Dadurch fühle ich mich aber im höchsten Maße inkompetent, weil ich selbst suggeriere das die anderen Kollegen sich genervt fühlen Ebenso gibt es auch eher ein bescheidenes Einarbeitungskonzept in dem geregelt ist wie was läuft. Ich war das so gewohnt von meiner Intensivstation das es für alles Standarts und gewisse Abläufe und sogar Pflegeanleiter gab für bestimmte Abläufe. Das fällt hier komplett flach. Nach zweimal mitgehen in den FD und SD war ich sozusagen "eingearbeitet". Scheinbar.

Dies mündete dann darin das ich einen Patienten verlegt hatte bei dem ich seine Sachen mit den Mitpat verwechselt habe. Hohn und Spott war danach angesagt. Ich habe mich mehrmals förmlich bei den Angehörigen für den Vorfall entschuldigt. Was soll ich sagen der Pat war dement und ich hatte es nicht vor augen dass dieser in der nacht in seiner "unruhe" seine eigenen sachen komplett verwechselt hatte.
Naja, miese schicht. Ich zu langsam beim Medis stellen morgens, mein " Ablauf" verschiebt sich, ich stelle mich dann unter Zeitdruck, muss dann aber auch noch die Visite mitmachen und direkt danach den Pat verlegen.

Ich weiss nicht klar, es kommt alles mit der Routine, aber ich finde es persönlich höchst toxisch wie wir als PP uns gegenseitig auf die Füße treten und nicht gegenseitig helfen. Das wurde mir wieder schwerstlich bewusst. Letzendlich kannst du dich selber nur auf deine "Kompetenz" verlassen und niemand anderen. Genauso die Rumlästerei. Ich persönlich mache mich selber schon zum Opfer eben WEIL ich in nix Routine habe und mir das ganze Jahr an Berufserfahrung fehlt. Das kann ich nicht mal eben mit wissen wegmachen. Ich gehe schon davon aus, das mein Arbeiten ein Gesprächsthema ist. Leider. Ich weiss auch persönlich nicht wie ich diese "Die denken ich bin eh dumm" Gedanken abstellen soll. Selbstbewusstsein beim Pflegen fehlanzeige, alleine aus dem Grunde das ich sehe das meine anderen Kollegen mehr Fachkompetenz haben und einige Sachen (begründet) auch lockerer sehen.
Vergessen wir mal die Schüler nicht.
Wir alle waren mal Schüler und ich sehe keinen Sinn darin so über Schüler herzuziehen, anstatt denen mal kritisch freundlich zu sagen was falsch läuft und wie sie es fachlich kompetent richtig machen können. Nur so kann man schliesslich lernen. Oder sehe ich das so verkehrt?
Ich bin heute noch jedem Schüler dankbar wenn er mir Arbeit abnimmt weil ich weiss wie essentiell WICHTIG und ENTLASTEND diese sein können... auch wenn sie bis dato nur GP schulisch nach Anleitung gelernt haben.
Merklich Frustabladung hier. Bin trotzdem überrascht wenn sich das jemand hier durchließt :D
 
Qualifikation
Gesundheits und Krankenpfleger(in)
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen