Mobbing unter Kollegen?

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Lisy

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Lach,
stimmt, Nofretete, das das mal ein Problem werden könnte, daran hab ich keinen Augenblick gedacht. Dafür hab ich, ich schreib lieber nicht, was alles, in Bewegung gesetzt um wieder Ruhe in den Betrieb zu bringen.
Aber nun ist ja das Problem (bei uns) erkannt und ich kann zur Schadensbegrenzung übergehen.
Lisy
 
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SvenJ

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Na wenn Du jetzt weisst, wo das Übel liegt, kannst Du es wenigstens anpacken. Ich kenne so Situationen anders rum. Frauenteam, Arzt ist single = Kriegszustand auf der Station ;-)
Ich glaube die "Jungs" bekommt man schon gesteuert. Ein Arbeitsplatz ist keine Singlebörse, auch wenn die meisten Beziehungen, Affären, etc. aus dem beruflichen ergeben. Da dürfen private Belange die beruflichen nicht überwiegen.



Ergo in Zukunft nur noch Männlein und Weiblein einstellen, die nicht zu jung, nicht zu alt aber schon fest vergeben sind und deren Partner/in so viel Kohle verdient, das das schon zum Luxusleben reichen würde. (Achtung war ironisch)
Da mal viel Spaß bei der Personalsuche:grin:
 
Qualifikation
Fachpfleger IMC und ausserklinische Beatmung
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Heimbeatmung, IMC, Altenpflege bundesweit
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Verein zur Förderung der Beatmungspflege
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Stripping

AW: Mobbing unter Kollegen?

Ein Arbeitsplatz ist keine Singlebörse, auch wenn die meisten Beziehungen, Affären, etc. aus dem beruflichen ergeben. Da dürfen private Belange die beruflichen nicht überwiegen.
:super:

Aus solchen Situationen halte ich mich komplet raus und möchte auch garnicht in die Verlegenheit geraten, meine Meinung dazu zu sagen denn es sind erwachsene Leute. Solange der Pflegealltag nicht gestört wird und man mir meine Ruhe damit lässt, soll jeder tun was er will.
Leider hatte ich einen Kollegen, dem ich sehr deutlich sagen musste, dass ich es nicht möchte. Daraufhin hatte er mir einen Spritzfehler (Insulin) bei Patienten unterstellt das sich zum Glück geklärt hat.

LG
 
leaving-the-moon

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AW: Mobbing unter Kollegen?

List nicht vergessen... abschlossene Familienplanung.. sonst sind die gut gewählten Mitarbeiter gleich wieder in Elternzeit und das sind ja heute nicht nur die Frauen...
 
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PFK Intensiv und Anästhesie
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Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
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abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
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Lisy

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lach, stimmt, zu berücksichtigen wäre auserdem, nur Kollegen einstellen, die sich versklaven lassen.
Ne, Leute ehrlich, ich habs wirklich ironisch gemeint.
Lisy
 
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leaving-the-moon

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Stimmt - Sklaven können nicht kündigen.. die verkauft man möglichst gewinnbringend *lachwech*

Auch dieser Beitrag enthält nur Spuren ernsthafter Gedanken und besteht zu fast 100% aus Ironie
 
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weissbrk

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AW: Mobbing unter Kollegen?

...
Ergo in Zukunft nur noch Männlein und Weiblein einstellen, die nicht zu jung, nicht zu alt aber schon fest vergeben sind und deren Partner/in so viel Kohle verdient, das das schon zum Luxusleben reichen würde. (Achtung war ironisch)
Lisy
..ich wusste immer schon, dass ich gern bei Dir arbeiten würde...:traenenla:konfetti:
 
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SchwJu

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AW: Mobbing unter Kollegen?

hallo, also es sind paar wochen vergangen...jetzt ist die Situation wie folgt. ich habe versucht durchzuhalten und das Ende vom Lied waren Bauchkrämpfe, Mattigkeit, Unwohlsein, Schwindel, ne kriselnde und letztlich fast scheiternde Beziehung, tierischer Hass und so weiter und so fort. Ich habe meine Arbeit gerade noch so hinbekommen dass die Patienten nichts mitbekommen haben und ich sie gut versorgen konnte, aber mit den Kollegen wurde es imemr schlimmer. ich habe ständig was vergessen und hab mich nicht mehr getraut was zu fragen, habe versucht alles irgendwie allein hinzubekommen. Und immer wenn ich mit den 2 schlimmsten Dienst hatte Sr. X die dich einfach missachtet und tut als hört sie dich nicht und Sr. Y die dich anschreit, dir sagt du kannst nichts allein und alles muss man dir sagen und sie gibt sich ja alle Mühe aber irgendwann verliert man die Fassung wenn man jemandem alles 10!!!!! Mal sagen muss. Ich habe angefangen mich zu wehren, aber das wurde so anstrengend dass es mir zunehmend beschissener ging und ich nach nichtmal einem Jahr schon fast ne schöne Burn-Out Symptomatik habe. ich muss wegen diesen idioten nun zumn psychologen wegen angststörungen, und psychovegetativer erschöpfung. Dabei gehören die dahin, denn bei denen ist doch irgendwas kaputt, ich bin ein total liebevoller und warmherziger Mensch (gewesen). vor allem mein Selbstbewusstsein is gleich 0. ich denke schon selbst ich kann nichts und pack diesen Beruf nicht. Dabei hab ich top zeugnisse und bin sicher nicht dumm. die haben mir einfach nie ne Chance gegeben und wie gesagt eingeschworenes Team alle gegen einen. So meine Ärztin hat diesmal gesagt sie schreibt mich für 3 wochen krank damit ich ma wieder nen Mensch werde. Und meine Chefin hat mich am Telefon unter Druck gesetzt und mir klargemacht dass ich nicht einfach ma krankmachen kann wenn was nicht so läuft wie ich das will (Ey HALLO?!) und so weiter. Ich habe dann einen Anruf erhalten, von einer Klinik die mich erst abgelehnt hat nach nem Schnuppertag und die andre ist abgesprungen nun hab ich den Job. Aber ich war angewiesen auf nen Aufhebungsvertrag. Tja und meine Chefin hat mich so richtig schön unter Druck gesetzt. Ich war da um meine Papiere zu unterschreiben und alles abzugeben, da konfrontierte sie mich damit was meine Kollegen so zu der Sache gesagt haben und wie betroffen die ja alle waren und die wollten es alle mit mir nochmal probieren (probieren? ich bin ne Fachkraft das scheinen die vergessen zu haben) die haben alle irgendwelche Kamellen ausgegraben. ich hab sicher Fehler gemacht diese aber immer sofort revidiert nachdem ich darauf hingewiesen wurde. Naja das war ne miese Sache. Und naja sie wünschte mir zum Abschied einen TOLERANTEN neuen arbeitgeber, wollte noch für sich persönlich wissen wo ich hingehen werde, grinste dabei schon so hämisch. Ja sie ist der Meinung ich bin klein und dumm udn ICH bin SChuld nicht ihr heiliges Team. die haben ja alles probiert. (Lach). achja und sie fragte mich mit fieser sarkastischer Stimme ob es mir denn schon besser ginge. Ja nachdem sie verlangte ich soll im Krank doch auf Arbeit kommen und mit ihr ein Gespräch zu den Vorkommnissen führen. achja ich vergaß die tollen Tropfen die ich nehmen muss damit ich mal schlafen kann von dem ganzen Terror. ich hab echt schon Angst dass ich jemals in meinem Leben mit der Frau nochmal sprechen muss. ich weiß nicht was ich tun soll um für meine neue Stelle wieder selbstbewusstsein zu sammeln. ich bin so am Boden. Raus aus der schule und ab in die Hölle. Zwei Arbeitstellen nacheinander da denkt man echt man ist selbst schuld. So das war jetzt aber mal ein Roman. naja am 2.5. gehts los ich halt euch aufm Laufenden.
 
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AW: Mobbing unter Kollegen?

Hy SchwJu

ich bin klein und dumm udn ICH bin SChuld nicht ihr heiliges Team. die haben ja alles probiert. (Lach). achja und sie fragte mich mit fieser sarkastischer Stimme ob es mir denn schon besser ginge.
...Satz mit X!! Haks ab und schließ in dir Frieden damit.
Pass aber auf, dass du dein Trauma nicht mit auf deiner neuen Stelle mit nimmst und dir die Rolle selbst zuschiebst, die du GLAUBST, erfüllen zu müssen denn meistens ist es leider so, dass wenn man nicht aus diesem Teufelskreis aussteigt, man im neuen Team auch auf Probleme stößt. Ein Team welches mobbt, mobbt immer. Wenn du nichtmehr dort bist, wird es demnächst jemand anders sein.
Vielleicht ist deine Freundlichkeit und Herzlichkeit genau DAS, welches der Stein zum Anstoß war? Ich hatte auch dieses Problem und grenze mich nun erfolgreich ab und es klappt. Freundlichkeit suggeriert bei manchem, distanzlos sein zu dürfen und wenn sich das noch mit Unsicherheit mixt, ist das für Welche, die ihr Minderwertigkeitskomplex etwas aufpeppen wollen, ein gefundenes Fressen.

Kopf hoch, du schaffst das schon....

...ich "knack" ja selber noch an der gleichen Nuss :blushing: Menschen können aber dazu lernen. Von daher sehe ich für mich eine Chance.
 
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SchwJu

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AW: Mobbing unter Kollegen?

danke dass baut mich ein bisschen auf. Ich versuche echt auf der neuen Stelle selbstbewusster aufzutreten nicht unsicher zu sein und vor allem distanz zu wahren zu den kollegen, nicht zu nett zu sein...und nichts persönliches zu erzählen, hoffe das hilft für den anfang
 
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Stripping

AW: Mobbing unter Kollegen?

Es heißt auch nicht, beim neuen AG alles hinnehmen zu müssen aus Angst, blos nicht anzuecken. Wenn es irgendwo Unklarheiten gibt, auf der Sachebene klären und argumentieren.

Liebe Grüße :thumbsup2:
 
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Maarek

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Freue dich darauf raus zu sein, und gehe mit Neugier und Freundlichkeit erhobenen Hauptes ans Werk.
 
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Kleee78

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Was mich selber gerade auch so erschreckt ist, überall fehlen Fachkräfte udn die Teams sind ausgelaugt udn beschweren sich. Kommt dann aber jemand Neues, womöglich noch aus einem anderen Haus mit anderen Arbeitsweisen und Ideen....dann wird er zuweilen gemobbt und man findet etwas was an dem Neuen ja soooo blöd ist. Ich selber hab das gerade auch erlebt...Kollegen die sagen und wollen: es war immer so und bleibt auch so^^
Ich seh es auch so wie Kessia, Jasager sind heutzutage sehr willkommen....fachlich kompetente Ideenreiche Menschen hingehen nicht...es wird immer ein Kampf sein....die meisten raffen eh nicht das man den Stuhl unter ihrem Hintern garnet haben will, sondern einfach nur gut arbeiten :)

Und Raven, wenns garnet mehr geht in deinem Verien, momentan hast Du wenigstens einigermaßen die Wahl wo Du arbeiten möchtest, alles muss man sich nicht gefallen lassen...

LG
 
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SchwJu

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AW: Mobbing unter Kollegen?

hi leute. Also einen Monat arbeite ich jetz bei meinem neuen AG und es ist super. Ich komme da auf Anhieb gut klar. Die Kollegen sind soweit nett und fair. Sicher lästern die auch, aber bis jetz noch nicht über mich und eben nich so fies und krass wie vorher. Und ich habe mich super eingearbeitet und fühle mich nicht überfordert oder fehl am Platz. ALSO mir gehts bombig. Zum Glück hab ich das gemacht. Ich hoffe einfach es bleibt so!
 
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Heiri78

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Ich seh es auch so wie Kessia, Jasager sind heutzutage sehr willkommen....fachlich kompetente Ideenreiche Menschen hingehen nicht...es wird immer ein Kampf sein....die meisten raffen eh nicht das man den Stuhl unter ihrem Hintern garnet haben will, sondern einfach nur gut arbeiten :)
... das triffts mal gut. Die Angst vorm Machtverlust.
Für gute Ideen muss man sich am besten gleichzeitig entschuldigen oder so verpacken, dass der andere meint sie kämen von ihm.
Meine Güte, ich habe früher auf dem Bau gearbeitet und für diesen Intrigenjob aufgegeben.
 
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LieberHEP

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Auf meinemWB war das der Fall!Alteingesessene Mitarbeiter haben neuen MA erstmals Verhaltensregeln aufgedrückt, die ich im Nachhinein wieder gerade rücken musste.Viele der neuen MA waren im ersten Zwischengespräch geschockt, wie mit ihnen als "Neulingen" umgesprungen wurde.
Das Fehler unterschieben ist auch ein Phänomen, das ich bei meinem "Oldies " bemerkt hatte sowie das Ignorieren von anderen Mitarbeitern oder Ausschließen von wichtigen Informationen.
Das Problem ist die Teamstruktur gewesen!12 von 20 MA`s die seit mehr als 5 jahren zusammenarbeiten.Da hat sich eine Dynamik entwickelt, die nur durch Versetzungen der Alphas hätte aufgebrochen werden können.
Da dies nicht geschehen ist, habe ich meinen Hut gezogen!!!
 
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AW: Mobbing unter Kollegen?

Woran erkennt man eigentlich ein "gutes Team"? Wie würde man es beurteilen, wenn bei einem Vorstellungsgespräch die Leitung der Ansicht ist, dass SV überflüssig ist, weil man als Fachkraft nichtmehr kooperationsbereit ist und eher das Weite sucht und nicht bereit ist, etwas auszuhalten? Hm .. macht mich nachdenklich, weil schon etwas wahres dran ist. So weit habe ich garnicht gedacht. Blos dann haben Alphaweibchen und Waschweiber einen Freifahrtsschein - denk ich. Außerdem hat so eine Führung ein negatives Bild von Fachkräften, oder?
Wählt eine Führung nicht eher einen Weg, ein starrsinniges Mobbing-Team zu ertragen - weil alles prima läuft, anstatt sich ZU einem Mobbingopfer zu stellen?

Ich bin der Auffassung, wenn ein Team Mobbing betreibt, wird es IMMER mobben! Für mich wäre es wichtig, die Kommunikation zwischen Führung und Angestellten recht lebendig zu halten. Nur - woran erkennt man es?
 
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AW: Mobbing unter Kollegen?

Gerade in Teams, die in der Zerreissprobe stehen geht es den Neuen nicht gut - schon gar nicht, wenn sie neue Ideen mit einbringen.
Ist keine starke Führung da, die ihre Führungsrolle aus ausübet (das hat nichts mit runtermachen zu tun, sondern eher mit viel viel Arbeit) werden sich informelle Führungspersönlichkeiten entwickelen, die erst mal die sowieso schon lädierte Gruppe schützen und dabei wenig wählerisch sind. Da man sich gegen den Druck von oben deutlich schlechter wehren kann als gegen einen Neuen in der Gruppe, der noch seinen Platz suchen muss richten sich die Auswirkungen des anderweitig entstandenen Ärgers und Frusts gegen den Gegner der am schwächsten erscheint und sich am ineffektivsten wehren kann.
Mobbing in Teams geschieht immer mit Duldung der Leitung - der Fisch stinkt IMMER vom Kopf. Dabei nehme ich lediglich Leitungen aus, die in ein schon mobbendes Team übernehmen. Lasst euch nichts anderes erzählen und jeder Mobbingfachmann wird das bestätigen. Es gibt kein Mobbing ohne dass die Leitung beteiligt wäre - und sei es nur durch Wegsehen oder dulden.

Ist der Stress groß und stimmt das Team nicht WILL ein Team keine Veränderungen sondern möglichst viel Kontrolle - Kontrolle kann über einen Neuzugang ausgeübt werden - die Ideen die er mitbringt sind aber Veränderung und Veränderung macht noch unsicherer als man ohnehin schon ist.
Hiebei möchte ich die Mobber auf keinen Fall in Schutz nehmen - denn jeder ist für sein Handeln auch verantwortlich. Meist spielen aber gruppendynamische Prozesse eine Hauptrolle in solchem Geschehen. Dies wird aber leider von den Verantwortlichen meist gar nicht gesehen, da diese ihr Augenmerk auf Zahlen legen, die Kosten solcher gruppendynamischen negativen Prozesse sich erst mal gar nicht abbilden lassen, sondern nur ganz sekundär irgendwo in Krankheitstagen und wenn man genau hinschauen würde vielleicht sogar in Liegedauern niederschlagen. Für die Krankheitstage sind dann schnell die "Schuldigen" gefunden... und damit ist der Mobbenden Gruppe sogar noch moralische Unterstützung zugekommen von der sonst so ungeliebten oberen Etage - damit verfestigt sich das Verhalten der Gruppe, denn sie wurde ja für's Mobben quasi belohnt... sie hat recht gehabt, wenn der Neue jetzt das Handtuch wirft oder ein Fehlzeitengespräch bekommt - sie wird in ihrer Meinung und ihrem Handeln bestätigt... ein Teufelskreis.
 
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Kessia

Kessia

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AW: Mobbing unter Kollegen?

Or ist wirklich nicht böse gemeint, aber inzwischen hab ich echt das Gefühl, die Tastatur ist dein Freund...:ermm:...immr diese langen Beiträge und so.....:blushing:
 
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Ein paar Gedanken zum Thema.

Auch ich kenne, das Mobbing unter Arbeitskollegen in der Pflege.
Gerade bei pflegerischen Berufen denkt man, dass ein größerer Zusammenhalt da sein muss. *hust* :innocent: Ja nee is klaar.

Bei mir ging es so weit, dass dieses Mobbing bei mir in einen Burn-Out und einen Nervenzusammenbruch geendet is.
:teergrube Na prima, wie soll man dann da wieder rauskommen?

Nach einer gewissen Zeit ''Akutstation'' in einer Psychiatrie, lernte ich schritt für schritt wieder ins Leben zurückzukommen.


Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich folgendes beherzigen werde was ich gelernt habe.

  • Ich schaue mir die Situation an. Frage nach, wenn z.B. mein Gegenüber eine flapsige - für mich unpassende - Bemerkung gemacht hat.

  • Wenn in dem Team wo ich arbeite gemobbt wird, heißt das doch net das ich ''mitmobben'' muss nur um gut dazustehen. Denn so was hilft ÜBERHAUPT nicht um einen Konflikt zu lösen und zu beenden. In meiner Sicht erschwert die nur die Lösung.

  • Ich lasse sogenannte ''Sticheleien'' nicht zu. Ich kläre das sofort und konfrontiere mein Gegenüber damit.

  • Sachlich bleiben ist ganz wichtig. Nicht mit der Einstellung durch den Tag laufen ''ALLE HASSEN MICH''. Denn das stimmt oftmals net, auch wenn man es glaubt.

  • Erst im Nachhinein, hab ich die Strategie eines Mobbing-Tagebuchs kennen lernen dürfen. Also hilfreich ist das um die Dauer festzuhalten und den Verlauf. Das hilft einem zumindest um die ''überflutenden Gefühle'' die man als Mobbingopfer hat besser bewältigen zu können.

Sich als Opfer zu fühlen is - im wahrsten Sinne des Wortes - quälender Dünnpiff.
Ich habe lernen dürfen, dass es wichtig ist für sich zu sorgen. :teergrube

Denn kaum war ich von der Arbeit zu Hause, saßen die ''Arbeitskobolde'' noch immer auf meinen Schultern - und nervten mich mit ihren ''pieksenden, schrillenden Stimmchen''. Dass diese Stimmchen eigentlich die Kommentare - der Arbeitskollegen waren die mich auf den Kieker hatten wurde mir erst sehr spät bewusst.
Uff... das war sehr hart. Ich hab nämlich, dass was die gesagt haben in meiner Privatleben übernommen. :cry:

Aus diesen vermeintlich scheiß Kommentaren der Arbeitskollegen - festigten sich sogar massive Glaubensätze... aua.

In der Therapie lernte ich, diese Glaubensätze umzuschreiben und positiver zu formulieren.


Also als Erklärung:


Forderung der Arbeitskollegen
war z.B. ''DU musst das perfekt machen, du darfst keinen Fehler machen...'




Meine Einstellung:

''Ich muss alles perfekt machen, ich darf keinen Fehler machen''

(dadurch verlor ich aber meine meine Menschlichkeit im Umgang mit Patienten/Klienten, hatte sogar immer mehr das Gefühl, d
dass ich mich kaum bis gar nicht mehr auf diese und ihre Wünsche/Bedürfnisse und so einstellen konnte)


Ich distanzierte mich innerlich immer mehr von den Geschehnissen, wurde so eins stück weit auch gleichgülitger.



Anpassung des Verhaltens
ich hab versucht alles perfekt zu machen, hab versucht keine Fehler zu machen

(war ziemlich überaktiv dadurch, hab gemerkt das ich immer reizbarer wurde, weil mir was nicht gelang... hatte immer weniger Antrieb was berufliche Aufgaben betraf)


Ich merkte auf der Verhaltenseben, dass mir kaum ne Arbeit noch Freude gemacht hat und ich mich von meiner Arbeit kaputt fühlte.



Nervenzusammenbruch
Ich konnte nicht mehr. Alles war zuviel.
(ich habe nur noch Bauchkrämpfe, Schmerzen und Panikgefühle gehabt)

----> Suizidversuch :cry:


Tja, wie lernte ich wieder auf die Beine zu kommen.





Es gibt so drei Grundfragen die sich jeder stellen sollte.

Wer bin ich? Was will ich? Wie erreiche ich es?


Zu den Einzelnen Fragen gibt es so Brückenpfeiler ( ich muss mal in meinen Unterlagen spicken, denn so genau weiß ich das nimma auswendig.... :wink: )

Wer bin ich?


  • eigene Identität und Persönlichkeit festlegen
  • Kompetenzen ausbauen
  • Talente/Stärken entwickeln
  • Selbstbild mit Fremdbild abgleichen
Was will ich?

  • Werte und Vision leben
  • Ethische Prinzipien beachten
  • berufliche Ziele/Karriere klären
  • private/berufliche Ziele festlegen

Wie erreiche ich es?

  • analytisches Denkvermögen fördern und anwenden
  • Umsetzungkompetenzen trainieren
  • emotionale und praktische Intelligenz entwickeln



Joah, das wars mal von meiner Seite... :rolleyes: oh gott ich hab nen roman geschrieben... *hust* :icon_wave






 
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Sanitätsdienst (Ehrenamt)
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Assistenz bei Aufgaben
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