Mobbing durch Mitglied des Betriebsrates

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Bernd-Kl

Bernd-Kl

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir hatten in unserer Einrichtung einen wunderbaren Küchenleiter. Leider wurde dieser durch ein dänisches Internat abgeworben (höheres Gehalt, Schulferien frei, kein Wochenenddienst, verbilligtes Baugrundstück), so dass wir Ersatz suchen mussten.
Der Ersatz kam (ein versierter Koch mit viel Erfahrung).
Schon nach kurzer Zeit kamen aus dem Küchenkollegium, den Angehörigen und den Bewohnern allerdings Klagen. Klagen über das Essen, Klagen über die Küchenorganisation, Klagen über die Diensteinteilung etc.
Der Vorstand sah sich gezwungen, das Arbeitsverhältnis noch während der Probezeit zu beenden, zumal auch die PDL und der Heimleiter sich extrem negativ äußerten.
Der Nachfolger kam und was passiert?
Schon nach kurzer Zeit Klagen aus dem Küchenkollegium, den Angehörigen und den Bewohnern. Klagen über das Essen, Klagen über die Küchenorganisation, Klagen über die Diensteinteilung etc.
Die PDL und der Heimleiter bestanden erneut auf einer Kündigung (die Einstellung war durch den Heimleiter erfolgt).
Der Vorstand lehnt ab. Dort wurde die Auffassung vertreten, dass hier was nicht stimmen könnte. Der Heimleiter möge bitte „aufräumen“ und dafür sorgen, dass Ruhe einkehrt.
Die Probezeit des Küchenleiters wird einmal im gegenseitigen Einvernehmen verlängert.
Die PDL protestiert und kündigt schließlich.
Das Ende vom Lied: Am Ende der 2. Probezeit wird das Arbeitsverhältnis beendet.
Der nächste Nachfolger:
Das gleiche Spiel. Bereits nach wenigen Wochen erklärt der „Neue“, dass sein Vorgänger nach seiner Meinung nicht sooooo schlecht gewesen sein kann, sondern von der Zweitköchin in Fehler getrieben worden ist.
Wieder wird der Küchenleiter vom übrigen Küchenpersonal angeschwärzt und kleinste Fehler aufgebauscht.
Dem Vorstand platz der Kragen. Er erklärt, dass Herr X. der Küchenleiter und damit der Boss in der Küche ist und wem das nicht passt, der möge sich einen anderen Job suchen.
Es kehrt Ruhe ein.
Dann wird die Zweitköchin in den Betriebsrat gewählt. Zunächst geht alles gut, doch nach einigen Monaten fängt das Theater wieder an.
Ach ja: Die Küchenleitung möchte die Zweitköchin auf keinen Fall übernehmen.
Nun mal meine Frage: Wie wird man ein Mitglied des Betriebsrates wegen Störung des Betriebsfriedens los?
So kann es doch nicht weiter gehen.

Bernd
 
Qualifikation
Heilerzieher/Krankenpfleger
Fachgebiet
Im Ruhestand
Sahawe

Sahawe

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Hallo Bernd-Kl,
das sind ja Geschichten, die man gar nicht glauben möchte. Eine schwierige Situation. Mitarbeiter der Personalvertretung kann man nicht ordentlich kündigen, weil sie einen besonderen Kündigungsschutz genießen. Gut finde ich, dass der Vorstand hinter dem Küchenleiter steht, dass da was nicht stimmen kann ist ja offensichtlich. Jetzt ist es natürlich schwer der Zweitköchin nachzuweisen, dass sie die Intregantin ist, da sie ja anscheinend viele Befürworter hat, sonst hätte man sie ja nicht in den Betriebsrat gewählt. Die einzigste Möglichkeit die ich sehe, ist die Zweitköchin in einen anderen Bereich zu versetzen, mit einer stichhaltigen Begründung, was sich sicher auch schwierig gestalten lässt. Auf jeden Fall muss sie vom anderen Küchenpersonal getrennt werden, ob dazu eine Möglichkeit in eurer Einrichtung besteht, weiß ich leider nicht. Gleichzeitig wäre es wichtig, dass der jetzige Küchenchef, zumindest einzelne Mitglieder der Belegschaft auf seine Seite bringen kann, damit diese sich zumindest neutral verhalten und diese Dame ihren Einfluss verliert.
Kopfschüttelnd grüßt dich Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
Fachgebiet
Berufliche Schule
Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
R

romana

Aktives Mitglied
Basis-Konto
21.02.2008
Ostrach
Hallo !
Na das ist ja was !Wir hatten letztes Jahr auch Probleme mit Küchenleitung und ich möchte Dir kurz schreiben ,wie wir Lösungen gefunden haben. Klarer Fall für den Betriebsrat1 Einzelgespräche mit allen Beteiligten unter Zusicherung der Anonymität führen ,die Ergebnisse dann allen Beteiligten vorstellen und dann konkrete Zielvereinbarungen und Vorschläge mit den Mitarbeitern formulieren und schriftlich festhalten. So hat man die Möglichkeit ,in einem festgelegten Zeitrahmen bei einem erneuten Gespräch dies zu reflektieren.Ausserdem ist jeder Betriebsrat ein von den Mitarbeitern gewähltes Mitglied und kann selbstverständlich auch wieder abgewählt werden wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt, was hier der Fall zu sein scheint.Normalerweise wird hierzu ein Misstrauensvotum an den Betreibsrat gestellt, das genaue Prozedere musst du dort erfragen, bei uns gilt die MAVO des kirchlichen Rechts ,ich weiss ja nicht ,wie das bei euch ist. Bei uns dürfen Mitarbeiter, die in leitenden Funktionen tätig sind aus nachvollziehbaren Gründen gar nicht in die Mitarbeitervertretung gewählt werden.
Ich wünsche Euch viel Erfolg und hoffe ,dass ein nützlicher Tip dabei war, bin nämlich neu hier!
Grüße
Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
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Teammitglied
05.07.2001
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