Arbeitsrecht Mobbing am Arbeitsplatz

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H

Harald Zagar

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07.07.2000
Hallo an alle,

Erstmals haben Richter verbindlich festgeschrieben, was Mobbing ist. Unter dem Vorsitz seines Vizepräsidenten Dr.jur. Peter Wickler stellte das Landesarbeitsgericht Thüringen unter anderen folgende Leitsätze auf (Az.:5 Sa 403/00):

- Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das allgemeine Persönlichkeitsrecht der bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer nicht selbst durch in deren Persönlichkeits- oder Freiheitsphäre zu verletzen, einen menschengerechten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen und die Arbeitnehmerpersönlichkeit zu fördern.

- Eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts kann nicht nur im Entzug der Beschäftigung, sondern auch in einer nicht arbeitsvertragsgemäßen Beschäftigung liegen.

- Aus dem Umstand, dass bloß für einen vorübergehenden Zeitraum in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers eingegriffen wird oder dem Arbeitnehmer dadurch keine finanziellen Nachteile entstehen, kann kein diesen Eingriff rechtfertigendes, überwiegend schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers hergeleitet werden.

- Bei dem Begriff "Mobbing" handelt es sich um einen eigenständigen juristischen Tatbestand. Die juristische Bedeutung der durch den Begriff gekennzeichneten Sachverhalte besteht darin, der Rechtsanwendung Verhaltensweisen zugänglich zu machen, die bei isolierter Betrachtung der einzelnen Handlungen nicht oder nicht in einem der Tragweite des Falls angemessenen Umfang erfüllen können.

- Ob ein Fall von "Mobbing" vorliegt, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Dabei ist eine Abgrenzung zu dem im gesellschaftlichen Umgang im Allgemeinen üblich oder rechtlich erlaubten und deshalb hinzunehmenden Verhalten erforderlich. Im arbeitsrechtlichen Verständnis erfasst der Begriff "Mobbing" fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder ineinander übergreifende, der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienende Verhaltensweisen, die nach Art und Ablauf im Regelfall einer übergeordneten, von der Rechtsordnung nicht gedeckten Zielordnung förderlich sind und jedenfalls in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere geschützte Rechte, wie die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen verletzen.

- Die vielfach dadurch entstehende Beweisnot des Betroffenen, dass dieser allein ohne Zeugen Verhaltensweisen ausgesetzt ist, die in die Kategorie Mobbing einzustufen sind, ist durch eine den Grundsätzen eines fairen und auf Waffengleichheit achtenden Verfahrens auszugleichen. dabei muss die im Zweifel erforderliche Anhörung einer Partei bei der gerichtlichen Überzeugungsbildung berücksichtigt werden.

Mein persönlicher Rat zum Schluß:

sollten Sie einmal in eine solche Situation kommen; gehen Sie gleich zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Leider sind die Personalräte selten geeignet, solche Streitigkeiten in eine "normale" Bahn zu leiten. Warum? nun eines Tages läuft die "Amtszeit" als Personalrat aus. Dann ist "Mann/Frau nur noch Arbeitnehmer. Oft werden dann solche Personen zu Opfern der Verwaltung, und geraten selber in den Strudel Mobbingopfer zu werden. Meine Erfahrungen sprechen dafür.

Gruß Harald.
 
A

Assja

.
Mein persönlicher Rat zum Schluß:
sollten Sie einmal in eine solche Situation kommen; gehen Sie gleich zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Gruß Harald.
Ich bin leider in Moment in solcher Situation - aber wirklch gleich zum Fachanwalt ???
Mensch - können den erwachsene Menschen wirklich nicht vernünftig miteinander reden und umgehen ??? Im Moment glaub ich auch, dass dieses nicht mehr möglich ist. :cry: :cry: :cry:

War wegen bestimmter Person bei meiner Chefin und habe darum gebeten, nicht im gleichen OP-Fachbereich eingeteilt zu werden. Ich weiß, dass das nicht die Endlösung sein kann. Aber so kann ich der Person erstmal größtenteils aus dem Weg gehen, aber durch 24 Stunden Dienste und Mitteldienste schafft sie es immer wieder mich "zu erwischen" und runterzumachen.

Und das koriose an der ganzen Geschichte ist, wir verstanden uns mal gut und sie hat mich sogar bei der Chefin als ihre Stellvertreterin für ihren Fachbereich vorgeschlagen - was ich auch geworden bin und nun ... ???

Und heute ??? Hab sie auch darauf angesprochen - keine Antwort - nur Ingnorieren - gut könnt ich mit leben - aber im Moment bin ich nur noch dafür da - damit sie sich Luft machen kann - an allem und alles bin ich schuld, nichts mach ich richtig - ständig kontrolliert sie mich - sucht nach Fehlern oder ob ich was vergessen habe und wenns nur ne Kleinigkeit ist .... Mal als Beispiel - es werden sogar die Spritzen in der Kommode gezählt und wenn sie 25 reingepackt hat und ich eben nur 22 - dann läßt sie mich mitten im Raum vor allen "strammstehn" !

Im Moment frag ich mich, ob es vielleicht auch nur an mir liegt, sie hat schon mit vielen ihr Spiel gespielt und viele Aussprachen gehabt, wenn man stark genug ist, gegenzuhalten, dann gibt sie auch wieder Ruhe und gut. Aber derzeit habe ich nicht die psychische Kraft gegenzuhalten.
Habe mich auf Arbeit immer sehr wohl gefühlt und oft auch Kraft getankt für zu Hause - habe einen pflegebedürftigen Vater - aber im Moment nimmt mich beides sehr mit - obwohl ich es auf Arbeit schlimmer finde.
Vielleicht bin ich eben derzeit sehr angreifbar und das nutzt sie aus - aber wie komm ich aus diesem Kreislauf wieder raus ? Will eigentlich nicht kündigen oder mich umsetzen lassen ???

Kann mir jemand mal einen Tipp geben ?? :ermm:

LG Assja
 
N

Nightnurse1975

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Hallo allerseits,

ich befinde mich seit 5,5 Jahren in solch einer fatalen Szene. Ich wurde von anfang an gemobbt. Ich bin ziemlich stark oder glaube es zu sein. Meine Nachtdienstkollegen sagen ich hätte mich zum negativen verändert & würde auf andere Menschen unfreundlich wirken. Vor 2,5 Jahren lies ich mir ein Zwischenzeugniss ausstellen da ich mich für die Hebammenschule bewerben wollte. Das Zeugniss viel sehr schlecht aus. Kollegial hab ich eine 4 bekommen & Arbeiten eine 3. Das soll soviel heissen das ich ein Querulant bin & herum Kommandiere. Die jetztige HL kam 5 Monate nach meiner Einstellung ins Haus, die konnte mich aber von anfang an nicht leiden. Ständig muss ich mir beleidungen anhören von Ihr. Nächstes Jahr geht sie in den Vorruhestand. Vieleicht wirds ja mal wieder besser im Haus. Man bekommt nicht zum Geburtstag, zur Hochzeit oder ähnliches Gratuliert. Ich musste letztes Jahr drum betteln heiraten zu dürfen. Bis zuletzt wusste ich nicht ob ich den Termin einhalten konnte. Bei einer anderen Kollegin hatt sie vor 2 Jahren 3 x den Hochzeitstermin versaut & einfach Nachtdienst eingetragen. Man ist sehr auf das Wohlgefallen der HL angewiesen, sie weiss auch um die Problematik im Haus in bezug auf Mobbing-aber sie ignoriert es strikt. Es gibt jetzt ein Schüler aus dem 1. Lehrjahr der mir seit letzten Herbst die Hölle heiss macht. Er verbreitet die übelsten Gerüchte über mich. Die HL interessiert das nicht, im gegenteil der Schüler ist sogar ihr Lieblingsschüler.
Ich hab gelernt mich abzugrenzen um mich selber zu schützen. Aber wer schützt mich vor den Menschen die nix besseres zu tun haben als üble Verleumdungen über mich zu verbreiten. Es sind ja nur ein paar Handvoll Menschen, aber es reicht um einen getroffen Menschen über die Jahre bösartig werden zu lassen :cry:
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim inkl. Wachkomastation
A

Assja

Hallo Nightnurse !
Ich kann dich allzu gut verstehen. Bei mir ist mit der gewissen Person auch kein Ende abzusehen. Mit der Zeit verbittert das einen und man wird oft ungerecht gegenüber anderen, die es gut mit einen meinen.
Ich habe den Weg nach ganz oben gewählt und nach einem klärenden Gespräch war auch erstmal etwas Ruhe. Eigentlich war die Person dann überfreundlich - was auch übel ist - weils ja eh nicht ehrlich ist.
Naja - im Moment regelt meine Chefin das so, das wir eben in getrennten Bereichen tätig sind, das geht zum Glück bei uns ganz gut. Wenn ich mir vorstelle, wir müssten auf einer Station zusammen arbeiten, ich wäre sicher schon gegangen. Ich drück dir ganz doll die Daumen, dass es auch bei dir besser wird. Kopf hoch - dir geht es nicht alleine so.

LG Assja
 
L

Löwenherz

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10.03.2006
63150
Hallo nightnurse1975..

erst einmal: ich finde es schon sehr schlimm wie du deine Situation schilderst, unter welchen Bedingungen du arbeitest.

Dennoch: ich frage mich wie Mensch das 5,5 Jahre aushalten kann.
Was gibt dir das..es so lange zu ertragen??

nicht bös gemeint, aber wenn ich in einer solchen Situation arbeite..suche ich mir dann auf Dauer nicht was anderes?
Sicher gibt es nicht unbedingt Arbeitsplätze wie Sand am Meer - dennoch finde ich ein derartiges Ausharren fragwürdig.

Im übrigen denke ich nicht, daß sich eine solche Situation von alleine oder durch "gute Worte" ändert. Und den Gnag zu Anwalt würde ich nur tun wenn ich weiß, daß meine Zeit an der bisherigen Arbeitsstelle begrenzt ist und was neues in Aussicht habe.

Man/Frau hat nur ein Leben....und davon so viel Zeit, Energie und Nerven in das Ertragen von Mobbing stecken???

never, ever..

Solidarischen Gruß, Löwenherz
(..das auch Mobbing kennt und erst wieder LEBEN kann seit einem Arbeitsplatzwechsel..)
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
N

Nightnurse1975

Mitglied
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Ich gehöre leider du dieser Sorte Menschen die selbst nach Jahren nicht die Hoffnung verlieren das doch noch alles gut wird. Ich habe vor 2,5 Jahren eine sehr liebe Kollegin in den Nachtdienst bekommen. Wenn ich sie in meiner Nähe weiss dann ist alles halb so schlimm. Zumindest rede ich mir das ein :w-fahne_2
Diese Kollegin ist meine allerbeste Freundin geworden & wir haben vereinbart das wir entweder gemeinsam bleiben oder zusammen einen neuanfang machen. Die Kollegen aus der Tagschicht haben es eh nur auf Mich abgesehen; aber generell wird der Nachtdienst komplett ausgegrenzt. Ich kenne die Kollegen von anfang an und weiss wie die Ticken. Schlimm ist nur das dieser eine Schüler mich so extrem denunziert. Er behauptet einfach Sachen die nicht stimmen. Ich bat ihn 4 Tage vor meiner Hochzeit zu einem Gespräch, mit der bitte es sein zu lassen Verleumdungen über mich zu erzählen & ich war dabei noch sehr freundlich in meiner Ansprache. Er stand auf, baute sich vor mir auf wie ein Bulle & schnaupte verächtlich:" was´n loss Alte, willst du mir etwa drohen?" Ich sag dir ich hab in dem Moment geklotzt wie eine Kuh wenn´s Blitzt :eek: Sowas rotzfreches ist mir in meinen 13 Jahren Berufsleben noch nicht wiederfahren! :motzen:
Aber die HL ist ja so stolz auf ihren Musterschüler - ich kann da nix ausrichten. Und wenn ich zum Vorstand gehe, der ja laut meiner Kollegin sehr sehr freundlich sein soll, bin ich bestimmt meine Stelle los.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim inkl. Wachkomastation
N

Nightnurse1975

Mitglied
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Ich hab vergessen zu erwähnen das es das einzigste Haus ist wo ich unbeliebt bin von anbeginn. Ich hab solch einen Kollegenhass noch nirgends erlebt.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
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Pflegeheim inkl. Wachkomastation
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Hallo, ich kann mich Löwenherz nur anschliessen. Wenn Du so weiter machst, machst Du Dich selbst kaputt. Landest womöglich noch in der Psychiatrie, weil Du irgendwann durchdrehst.
Spiel doch einmal den Fall durch, Du würdest vor Gericht Dein Recht einklagen und auch Recht bekommen. Es glaube doch bitte niemand, dass die HL ihr Verhalten ändern würde. Ihr Tag wäre angefüllt mit der Suche nach belastenden Tatsachen gegen Dich. Und wenn es nur ein Zipfel wäre, der falsch runterhängt. Sie hat doch Helfer!
Und ihre Mitstreiter? Die sind sich nur noch nicht bewusst, dass sie fallen gelassen werden sobald sie nicht mehr gebraucht werden. Das ist allerdings nicht Dein Problem.

In allen Schrifte und Artikeln, die ich über Mobbing von oben, neudeutsch Bossing, gelesen habe, stand immer das gleiche Fazit: Schütze Dich selbst und G E H E.

Deine Kollegin will Dich begleiten, dann packt den Stier bei den Hörnern.

:thumbs: Viel Erfolg wünscht Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
R

rueporade

Mitglied
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16.01.2006
42477
Hallo Ihr Gemobbten
Schließe mich meinen Vorrednern nur an und frage wieviel Leidensfähigkeit braucht der Mensch ??
Was müß man aushalten - wofür ??
Besser ein Ende mit Schrecken - als ein Schrecken ohne Ende !!!
Grüße
rueporade
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
Fachgebiet
Privater amb. Pflegedienst, PDL
Weiterbildungen
Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
C

Celine

Mitglied
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31.01.2006
35116
Hallo, arbeite seit 2,5 Jahren auf Station Urologie/ Gynäkologie.
Ich habe eine Kollegin die ständig nach irgend welchen Fehlern sucht und mich während der Übergabe mich auf meine Fehler aufmerksam macht. Ich habe den Eindruck das ich die einzige bin bei der sie immer wieder sucht.
Es sind meistens belanglose Sachen. Ich bin seit 1 Jahr im Haus Praxisanleitung und habe schon einiges bewirkt. Ich weiß nicht wie ich mich dieser Kollegin gegenüber verhalten soll. Habe versucht mit ihr darüber zu reden,ihre Antwort war ,ich wäre nicht kritikfähig. Ich habe vorher in einem großen Uni- Klinikum gearbeitet,vielleicht ist das der Grund? Es wäre schön ,wenn ich von Euch einen Rat bekommen würde, wie ich damit umgehen soll. Ich würde gerne noch mehr über meine Arbeit schreiben , aber das würde längere Zeit in Anspruch nehmen. Übrigens habe ich zu den anderen Kollegen ein gutes und offenes Arbeitsverhältnis. Wenn die besagte Kollegin da ist , habe ich das Gefühl, das eine Spannung da ist.
Meldet Euch, bis bald Celine.:ermm:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Urologie/Gynäkologie
N

Nightnurse1975

Mitglied
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Hallo Celine,

ich kann mich in deine Situation sehr gut hineinversetzen. Ich würde mal sagen die "gewisse Kollegin" ist einfach nur ein Dumpfbacke der dich raus moppen will.
Bei mir ist es ähnlich - eigentlich ist es nur eine Kollegin die das Umfeld vergiftet. Die ist mittlerweile so fies da sie sich über meine Eintragungen in der Doku aufregt, Ihr missfällt meine Schreibweise. Z. B. hab ich bei einer Bewohnerin FRAU S. geschrieben "das sie die ganze Nacht nicht geschlafen & nur gehustet hatt; verlangte stündlich die Bettpfanne-Windelhose war jedesmal eingenässt" - Die gewisse Kollegin ist zur HL & beanstandete meinen Eintrag mit der Begründung ich hätte ein Problem mit der Frau S.
Die gewisse Kollegin redet auch bei den Angehörigen schlecht über mich- die zeigen mit dem Finger auf mich und sagen ich wäre die die nix arbeiten tät in der Nacht.
Auf die HL kann & konnte ich noch nie zählen; die kam 1/2 Jahr nach meiner Einstellung und konnte mich von anfang an nicht leiden. Das ist als wenn man gegen Windmühlen ankämpft.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim inkl. Wachkomastation
C

Celine

Mitglied
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31.01.2006
35116
Hallo, Nigthnurse 1975
Danke, das du dich gemeldet hast. Es tut mir leid, das du so gemobbt wirst.
Ich hoffe dasdu einen Weg findest, der gut für dich ist. Ich weiß im Moment nicht, was ich in meiner Angelegenheit unternehmen soll. Es macht mich traurig , das es Kollegen gibt , die das wesentliche nicht erkennen, was eigentlich wichtig ist in unserem Beruf. Ich hoffe das ich noch einige Ratschläge bekomme , um diesen Sch... zu beenden . ( Kollegen- Mobbing)
Bis bald Celine:eek:nline2lo
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Urologie/Gynäkologie
C

Celine

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31.01.2006
35116
Hallo, Nigthnurse 1975
Danke, das du dich gemeldet hast. Es tut mir leid, das du so gemobbt wirst.
Ich hoffe dasdu einen Weg findest, der gut für dich ist. Ich weiß im Moment nicht, was ich in meiner Angelegenheit unternehmen soll. Es macht mich traurig , das es Kollegen gibt , die das wesentliche nicht erkennen, was eigentlich wichtig ist in unserem Beruf. Ich hoffe das ich noch einige Ratschläge bekomme , um diesen Sch... zu beenden . ( Kollegen- Mobbing)
Bis bald Celine:eek:nline2lo
Pflege mit Kopf, Herz und Hand
 
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Krankenschwester
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Urologie/Gynäkologie
L

Lisy

Hallo ihr Armen,
mache mich vermutlich jetzt unbeliebt. Ich bin seit 1983 in der Pflege tätig. Ich hab mir in der Zeit viel von Kollegen angehöhrt. Dies ist falsch, jenes ist falsch. das Beste aber war eine Kollegin, die aus unserem Tourenplan (Stecktafel) Kundennamen entfernt hatte und hinterher vor vollsammelter Mannschaft erklärte, du hast 3 Kunden vergessen anzufahren. Damals war ich noch in der Probezeit, war nicht lustig. Inzwischen habe ich angefangen, solchen Kollege, aber nur wircklich die Mobber, ebenfalls Fehler öffentlich zu machen und wenn ich tatsächlich einen Fehler mache (was menschlich ist) sag ich allen Kollegen, wie das zustande kam. Denn jeder macht Fehler und die, die laut schreien, die meisten. Meist sind sie auf die saubere Arbeit der Kollegen neidisch. Und im Übrigen, daß was ich einem Kollegen zutraue ist meist das, was ich selber tu. Sagt euren Mobbern, bevohr Sie euch sagen, was sie falsch machen am besten öffentlich und informiert eure Vorgesetzen. beschwert euch, machen die Mobber auch. Bedeutet Krieg, hilft aber, ist zumindest meine Erfahrung, und es gilt das gleiche, wie bei schlagenden Männern, wer verzeiht hat verlohren. Bitte nicht fasch verstehen, soll einfach eine Nachdenkidee sein und ich find Mobber wiederwärtig.
Gruß Lisy
Gruß Lis
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Angriff ist wahrscheinlich wirklich die beste Verteidigung. Aber man kann eben nur einen Rat oder Denkanstoss geben, entscheiden, wie er oder sie damit umgeht, muss jeder selbst.
Bei Mobbing frage ich mich immer, was sind das nur für Menschen. Ich denke auch die meisten wollen nur vom eigenen Unvermögen ablenken, wollen sich einschleimen. Vielleicht sind sie einfach nur böse, intrigant, dumm, neidisch? Können sie noch ruhig schlafen? Verhalten sie sich im privaten Umfeld genauso? Ist so ein Verhalten krankhaft? Das will ich eigentlich nicht glauben, dann müsste man womöglich noch Mitleid haben.
Dann ist da noch die Frage, warum merkt die Obrigkeit nichts? Sind die genauso gestrickt oder zu dumm ? :devil:
Einen Verdacht werde ich oft nicht los, es ist gewollt. Eine gewisse Uneinigkeit ist bestimmt oft gewünscht, damit eigene Defizite nicht auffallen.
 
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Krankenschwester
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Hermann L

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11.01.2006
26817
Hallo liebe Mitstreiter.
Im Dschungel Zwischenmenschlichen Verhaltens weisen.
Leider kann ich euch alle gut Verstehen habe selber 3Jahre als Mobbig Opfer hinter mir.
Damals war es die Stellvertretende WBL jeden morgen nach der GP ist sie mit Block und Schreiber durch den WB gelaufen und hat sich vermeintliche Fehler aufgeschrieben, am Mittag bei der Übergabe (zu dem Zeitpunkt immer in bei sein der HL)
Hat sie den Block vorgekramt und lauthals über die so genannten Fehler lamentiert.
Aufgehört hat das erst als alle Kollegen mal dran gewesen sind das wir gesammelt zur HL gegangen sind und sie vor die Wahl gestellt habe entweder Sie oder wir, nun Sie ist gegangen und schon war wider Ruhe und das Klima war wider super, Leider bin ich aus Beruflichen Gründen nicht mehr dort Angestellt war danach eine sehr schöne zeit.
Bitte halltet durch irgendwann kommt ein Punkt an dem sich alle zum Guten wendet, ich weise aber ich bin immer ein Optimist gewesen und werde es wohl bleiben.
Gruß Hermann.L

 
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Altenpfleger/ Hospizhelfer
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Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Hallo Hermann, wie ich Deinem Schreiben entnehme, warst Du das erste Opfer? Und dann die anderen, so schön der Reihe nach?
Gut, dass Du es hinter Dir hast.:happy:
Das nenne ich dann mal Kollegialität , solange es einen selbst nicht betrifft.:ignore:
Da waren die sogenannnten Kollegen willige Mitstreiter, zumindest durch ihr Schweigen.:mad_2:
Und die HL sitzt 3 Jahre bei jeder Übergabe und merkt nichts? Entweder dumm, wie Brot oder Absicht.:motzen:
Wenn die Mobberin sich weiter auf eine Person konzentriert hätte, wäre es wohl lustig weiter gegangen:devil:. Oder sehe ich das falsch?:confused:

Weiterhin eine mobbingfreie Zeit.
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Lisy

Hallo Wassermann,
kann dir nur Recht geben
Gruß Lisy
 
H

Hermann L

Mitglied
Basis-Konto
11.01.2006
26817
Hallo zusammen
Ihr habt mit Sicherheit recht wenn sich unser Lieblings Kollegin nur auf eine Person beschränkt hätte wäre die Sache vielleicht anders ausgegangen, es ist jedenfalls Beruhigend wenn man Kollegen hat die einem den Rücken stärken sonst hätte ich mit Sicherheit schnell das Handtuch geworfen, leider gib es immer wider Mobber und Mobbing Opfer die dann auf der Strecke bleiben weil ihnen niemand Hilft, also Aufruf an alle Helft den Opfern.
Alles gute euer Hermann
 
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Altenpfleger/ Hospizhelfer
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Nightnurse1975

Mitglied
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Ich bin letztens auf auf einer Internetseite gewesen wo alles über MOBBING stand was man wissen sollte. Unter anderem gab der Verfasser eine Liste von Gruppentreffen für Mobbingopfer an unter der ich auch eine Anlaufstelle für Karlsruhe/Baden fand. Ich bin seit einem halben Jahr am grübeln ob ich da mal hingehen sollte. Hatt jemand Erfahrung mit solchen Gruppentreffen? Ich bin eigentlich nicht der Typ Mensch der sich viel gefallen lässt oder auf den Mund gefallen ist.

Ein Beispiel: sagte eine Kollegin mit scharfem Unterton "Melanie, du bist die einzige Nachtwache die dem Frühdienst kein Kaffee kocht", darauf antwortete ich mit erschrockener & gleichzeit belustigter Miene :wink: " Ach Gottchen Lisa, das tut mir jetzt aber leid - Du ich glaub ich hab das doch glatt im Arbeitsvertrag übersehen! :devil:

Ihr könnt euch vorstellen wie verdutzt die geschaut hatt - wie ne Kuh wenn´s Blitzt :grin:
Aber leider bin ich mit den Jahren mürbe beworden & nicht mehr so schlagfertig wie am Anfang.
Mit meinen Nachtwachenkollegen kann ich darüber nicht reden - die sind gleich genervt & schalten auf Taubstumm.
Mit meinem Mann möchte ich da nicht drüber reden weil ich Beruf & Privat strikt trenne.
Das gute ist, die Mobber merken nicht das es mich fertig macht - ich bin immer die resolute Kollegin - einzig meine Freundlichkeit & unbekümmerte Art ist teilweise auf der Strecke geblieben. Und das schürrt wohl das ganze noch. Die HL hält natürlich zum Tagdienst. Mir wäre lieber sie würde Nachts selber prüfen das wir ordentlich arbeiten und nicht immer auf das hören was der Tagdienst so erzählt.
Wir haben leider eine HL die es am liebsten hatt wenn man nicht auffällt & immer den Mund hält. Sobald das nicht mehr der Fall ist wird Sie beleidigend & droht einem mit Abmahnungen o.ä. Dingen. Sie weiß seit über 5 Jahren bescheid das ich so gemobbt werde vom Tagdienst - Sobald man sich zu gut versteht wird man entweder gekündigt, versetzt oder anderweitig bestraft.


Bin ich die Einzige oder gibts noch mehr solcher dubiosen HL ?
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegeheim inkl. Wachkomastation
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