Mitwirkungspflicht?

Stephan128

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Hallo...
wie alle, die hier etwas posten, habe auch ich ein Problem mit der ganzen RV Geschichte....

Zur Sache.... Vor Jahren habe ich unwissend was auf mich zukommt einen Antrag auf Feststellung des Versicherungsstatus gestellt mit der Absicht, als arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger in die RV einzuzahlen und dieses schriftlich bescheinigt zu bekommen.

Dummerweise habe ich in diesem einige Namen von Auftraggebern genannt, sowie Einrichtungsart und Einsatzzeiträume. Alles in allem geht es um Zeiträume von Ende 2010 bis Ende 2013. Von jüngeren Aufträgen wissen die nichts. Die älteren Einsätze waren überwiegend in Pflegeheimen und teils Heimbeatmung. Seit zwei Jahren bin ich fast ausschließlich in der Heimbeatmung.

Der Schriftwechsel zieht sich unheimlich in die Länge, die RV lässt sich viel Zeit. Und da ich jedes Jahr 6 Monate außerhalb von Europa verbringe, lasse ich mir mit Schriftwechsel ebebso viel Zeit.

So weit so gut. Jedenfalls habe ich nun einen Schrieb meiner ehemaligen KK, in der sie ankündigt, mich rückwirkend als abhängig Beschäftigten einzustufen. Begründung Weisungsgebundenheit, Eingliederung, usw., also die Standartbegründung die jeder erhält.

Nach meinem jetzigen Infostand und aller Recherche sowie sämtlichen Berichten hier und in anderen Foren gehe ich davon aus, mich nicht dagegen wehren zu können. Ich habe noch eine Fritverlängerung erhalten, mich zu dem Schrieb zu äußern, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Letztlich werden die von meinen ehemaligen Auftraggebern Versicherungsbeiträge nachfordern
Ich gehe davon aus, dass die als nächstes weitere Daten haben wollen, Verträge, genaue Einsatzzeiten und weitere Auftraggebernamen.

In wie weit bin ich zur Mitwirkung verpflichtet? Schließlich geht das ganze nicht aus einer Betriebsprüfung hervor. Irgendwie sehe ich es nicht ein, bei meiner eigenen Überführung mitzuhelfen. Wenn die abkassieren wollen sollen die die Drecksarbeit doch alleine machen.

Und gilt das ganze nur für die genannten Auftragszeiten oder durchgängig bis heute. Schließlich habe ich nicht jeden Monat Aufträge, manchmal sind monatelange Pausen dazwischen. Letztlich bin ich seit Beginn der Freiberuflichkeit durchgängig privat KV versichert.

Vorab schon mal danke für Infos, Einschätzungen und Erfahrungsberichte....


Gruß
Stephan
 
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Selbständig oder sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer?

Pflegepersonen gehören zu den sogenannten Katalogberufen, die (zunächst) kraft Gesetz rentenversicherungspflichtig sind. Beispielsweise unterliegen Krankenpfleger, die als Urlaubs- und Krankheitsvertretung für einen festangestellten Mitarbeiter tätig sind, der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Zur Beantwortung der Frage, ob Rentenversicherungspflicht besteht, ist jedoch eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Dabei kommt es weniger auf den mit dem Auftraggeber geschlossenen Vertrag an, als vielmehr darauf, wie die vereinbarte Leistung konkret erbracht wird.

Vereinfacht läßt sich sagen, dass eine Person dann selbständig ist, wenn sie ihre Tätigkeit im Wesentlichen frei gestalten und frei über ihre Arbeitszeit bestimmen kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Betreffende nicht in Dienstpläne der festangestellten Mitarbeiter eingebunden ist.

Liegen die Voraussetzungen der Selbständigkeit vor, sind auch Pflegekräfte von der Rentenversicherungspflicht befreit.


Viele Grüße

Martin Ziemann
 
Böserwolf

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Hallo, es geht hier primär nicht um die Befreiung der RV-Pflicht, sondern um Scheinselbständigkeit. Ich kenne Kollegen/innen, die als KP in die RV einzahlen und trotzdem als scheinselbständig eingestuft werden. AP sind nicht rentenversicherungspflichtig und auch wenn man, wie im o.g. Fall freiwillig einzahlen möchte oder oder macht, schützt das nicht vor Scheinselbständigkeit. Das ist das Problem!
 
Rentenberatung

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Hallo Böserwolf,

ob Rentenversicherungspflicht bei AP (Altenpflegern) vorliegt, bestimmt sich zunächst nicht am Beruf. Die Deutsche Rentenversicherung nimmt eine Gesamtbetrachtung des Auftragsverhältnisses vor und prüft, ob die Voraussetzungen der Selbständigkeit gegeben sind. Selbständig tätige Personen handeln beispielsweise weisungsunabhängig. Bei Leistungen der Grundpflege ist das eher anzunehmen, als bei Verrichtungen der medizinischen Behandlungspflege. Krankenpfleger sind bei bei Selbständigkeit (Scheinselbständigkeit) in der Regel rentenversicherungspflichtig kraft Gesetzes. Diese Berufsgruppe gehört zu den sogenannten Katalogberufen.
 
S

SchwesterSaOadH

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Hallo, ich habe hier schon viel gelesen über Freiberufler dennoch werde ich nicht schlau draus! Ich als Pflegehelfer bin ich nun befreit von der RV? Und falls Ja wie finde ich das Gesetzt im Netzt? Danke
 
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