Allgemein Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betreuer bei Verletzungen

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Wieselharry

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01.05.2009
52349
Hallo,
ich arbeite in einem Heilpädagogischen Heim für geistig behinderte Menschen....bei uns in der Gruppe ..6 Bewohner mehrfach Behindert...mit starken auffälligen Verhalten..darunter auch ein Rollstuhlfaher, Autismus...bei uns ist die Hölle los.
seit anfang des Jahres haben wir ein jüngeren Auffälligen Bewohner, der andere Bewohnen massiv angreift und das Personal..er geht mit den Fingern in die Augen..zerkratzt ihnen das Gesicht blutig...nun hat eine Mutter eines Bewohners schon ihr Kind mitgenommen..und den Heimvertrag gekündigt..sie würde auch nicht richtig über die Überfälle des Bewohners an ihr Kind informiert...jetzt hat der Bewohner sich ein anderen Mitbewohner ausgesucht...und dieser hat nun Würgemale am Hals..Regionalleitung und begleitender Dienst wurden informiert, und dokumentiert...diese sind bei die die obrigen Chefs..wie PDL. Nur offensichtlich passiert wieder nichts..das der Vater des Betroffenen, der auch der gesetzl. Betreuer ist vom Heim informiert wird
gibt es eine Mitteilungspflicht des Heimes an den Betreuer oder müssen wir sogar den Betreuer über die Verletzungen informieren?
das alles passiert weil an Geld gespart wird, der Übergreifende Bewohner ist intensivpflicht gefährlich und benötigt zudem eine 1:1 Betreung..nur müssen wir 6 Bewohner allein betreuen, und der Übergreifende wird nur morgens für 2/3 Stunden 1:1 betreut.
wir machen auch hauswirschaftlich alle Wäsche und das kochen...dann sind die Bewohner nicht nur Pflegebedürftig, auch Auto- und Fremdaggressiv und sehr auffällig im Verhalten, müssen auch beschäftigt werden...und nat. machen wir die kompl. Dokumentation und die Gesundheitsfürsorg..Visiten ect.

..auch Mitarbeiter wurden schon geschlagen, sind teils länger krank geschrieben....leider ist das Team nun so überfordert, dass ich auch kein Zusammenarbeiten mehr sehe und das hier jeder versucht sein Job zu halten, aber so gur wie möglich da raus zu kommen. Andere Mitarbeiter aus anderen Gruppen haben auch Angst vor dem Bewohnern und da ist auch keine Hilfe zu erwarten...meiner Ansicht ist das alles grob fahrlässig ..keiner traut sich dies einer Heimaufsicht mit zu teilen...da es auf ihn so oder so zurück kommen würde. Hat jemand Tips, was wäre zu tun?

ich überlege auch weg da...ein Versetzungswunsch ist abgelehnt worden...Ich habe da 30 Stunden Woche..Beschäftigung...soll nun fast das doppelte arbeiten..teil bin ich dann auch im Nachtdienst..für,vier Gruppen dann allein, dass ist nicht so gefährlich..im Augustplan hätte ich kaum mal frei...habe auch meine Rückenprobleme..Befunde HWS und LWS..aber interessiert nicht..das ist mir da do zu belastend...
 
Qualifikation
exam. Krankenpflege
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HPH Düren
sophia65

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05.11.2011
celle
AW: Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betreuer bei Verletzungen

Schreibt ihr regelmäßig Überlastungs-Gefaehrdungsanzeigen? Fallbesprechung mit Arzt und Betreuer? Nur wenn ihr zusammen haltet , könnt ihr was bewegen. Die Kollegen im krank:ging das über die BG? Evtl schalten die sich ebenfalls ein oder ihr könnt sie ins Boot holen. Dann fällt mir noch ein, dass über die Heimaufsicht was gehen könnte.
Wenn mein Kind so angegriffenen würde, würde ich es auch raus nehmen -erst recht wenn ich uninformiert auf Verletzungen stosse. Sicher müssen Betreuer informiert werden.
Haben deine Kollegen angst vor Arbeitsplatz Verlust? Das ist heute unnötig.
 
Qualifikation
Ergotherapeutin
Fachgebiet
Seniorenheim
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Wieselharry

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01.05.2009
52349
AW: Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betreuer bei Verletzungen

Hi...ja..Kollegen haben Angst wegen Arbeitsplatz Verlust..3 Überlastungsanzeigen wurden mittlerweile schon abgeschmettert..Heimaufsicht hatte ich Kontakt ..es würde auf mich zurück kommen..auch wenn ich es anonym mache..ist mittlerweile weiteres Vorgefallen..eine Kollegin im Schockzustand nach Hause nach Übergriff..Bundesgenossenschaft könnte mal reagieren..aber leider sind Kollegen schwierig..kein Miteinander..übrigens es ist der LVR HPH Netz West...das Verhalten ist grob Fahrlässig..die eine Mutter wird eine Anzeige machen.. Und hat der begl. Dienst vorgelogen, sie würde keine Anzeige machen..und die eine Kollegin wird vermutlich auch jetzt eine Anzeige machen...irgendwie Haben die alles abschmettern können.. Die gehen über Leichen.. Sollte Publikat gemacht werden.
 
Qualifikation
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Fachgebiet
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bengelch72

bengelch72

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11.03.2010
Cochem
AW: Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betreuer bei Verletzungen

IdR kann man bei der Heimaufsicht anonym eine Anzeige machen; bzw einen Brief dahin schreiben ohne Angabe des Absenders und sonstige Hinweise auf den Verfasser. Dann das gleiche an die Kostenträger, denn die bezahlen ja eigentlich eine entsprechende Betreuung.
Wie reagieren denn die behandelnden Hausärzte der anderen Bewohner?
Zusätzlich kann man versuchen, sich an den Betriebsrat/MAV wenden.
Und letztendlich kann man (sofern vorhanden und fit!!) sich an den Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit wenden, denn das ist eine Gefährdung der MA.

Überlastungsanzeigen solltet ihr in einem Interesse regelmäßig schreiben, auch wenn diese abgeschmettert werden.

Wie sieht's mit dem höchsten Dienstvorgesetzten aus? Vielleicht gibt es noch etwas "überregionales"?

Und zu guter letzt, grade in den Pflegeberufen sollte man keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben, wer halbwegs gut ist, findet ganz schnell wieder was.

Gut wäre es natürlich, wenn ihr MA es irgendwie schaffen könntet, alle bzw fast alle an einem Strang zu ziehen.
 
Qualifikation
QMB, Sibe, (vorher HEP)
Fachgebiet
Seniorenheim
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Wieselharry

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
01.05.2009
52349
AW: Mitteilungspflicht des Arbeitgebers gegenüber dem Betreuer bei Verletzungen

Hi Bengelch....danke...ist mal eine informative Antwort.
bei der Heimaufsicht war ich per EMail und anonym..nur die waren kurz zuvor da wegen einer Umbaumaßnahme und da war alles super. Natürlich gespeilt....
wenn sie nun neu antreten und dann in dem besagen Haus ( bei uns ein Haus : eine Wohngruppe..6 Bewohner) dann fällt schnell auf, wer da sich gemeldet hat...ich hätte die Konsequensen zu ziehen..da wäre sicherlich was auf mich zu gekommen..auch wenn sie da nicht viele Möglichkeiten haben..daher habe ich es erst mal auf Eis gelegt., Zumal die sagten..in die Personalpolitik mischen die sich wohl nicht ein...aber genau darum geht es, dass dieser Bewohner intensivpflichtig ist und mehr Personal braucht.
der Tip mit dem Kostenträger ...guter Tip..lasse ich mir durch den Kopf gehen.
das Team selbst ist kaputt..einer Dauerkrank...eine Versetzung wegen Psychisch Überangespannt bei einer..andere Regeln die Dienst seltsam anders..also fahrlässig..so wie ich es sehe mit zusätzl. Medikamente geben. Grass..einer schließt sogar wenn er im Haus ist immer ab..Begründet es mit Schutzmaßnahme für andere...alles traurig.
ja und ich flüchte zur Zeit in Nachtdienste die momentan fehlen..
dann ist es auch leider so, dass man sich gegenseitig Vorwürfe macht...wollte das Team nochmal zusammen führen..habe aufgegeben. Grass ist auch, dass die letzten 3 Teamsitzungen ich nicht dabei war.oder abgesagt wurden..
ich habe auch keine große Angst um mein Job...doch meine Kollegen sind Heilerziehungspfleger oder Erzieher..keine Krankenpfleger..schwester.
ja und der Hausarzt der Bewohner reagiert zwar entsetzt..und angeblich wäre es schon Gesprächsstoff unter den Ärzten..so sagt man..doch passiert ist nichts.
es spitzt sich gerade zu..wegen Urlaubszeit und immer mehr kranke...die haben bald keine Leute mehr für das Haus 1. zumal sich auch andere weigern da ein zu springen...und andere einfach Angst haben.
Dir ein angenehmen Wochenstart..ich bin heute aus der 7ten Nacht gekommen...soll Mittwoch in den Frühdienst..5 Tage ( 2 davon Spät) dann ein Tag frei dann 4 Tage Früh und Spät 2 Tage frei und dann 7 Nächte..und dabei bin ich da nur 30 Stunden Kraft...
 
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05.07.2001
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