mit Pflege überlastet

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D

dani1

Neues Mitglied
Basis-Konto
10.03.2008
4563
Hallo
ich war heute abend nach der Suche eines Forums wo ich etwas über Altenpflege herausfinden kann. Ich komme gleich zum eigentlichen Grund dafür:

Meine Eltern haben einen Bauernhof, wo mehrere Generationen gemeinsam leben. Seit jeher wurde sie immer von ihrer Schwiegermutter schlecht behandelt (herablassend, bevormundend, etc.).... das sie sich das gefallen lassen hat und nie ausgezogen ist, verstehe ich eh nicht... aber um zum eigentlichen Grund meines Threads zu kommen: mittlerweile ist meine Oma geistig schon ziemlich verwirrt (glaubt immer, alle stehlen ihr Geld, sie wurde in der Nacht ausgeraubt, putzt mit dem selben Wischtuch quasi das WC und dann den Küchentisch, etc.). Körperlich ist sie aber noch "ziemlich" fit, sie braucht zwar Windeln, die ihr meine Mutter am Abend immer anlegen muß, aber sie läuft noch selbst und ziemlich gut herum.
Fakt ist, sie macht aber ihrer Familie, im Besondern meiner Mutter das Leben zur Hölle. Meine Mutter leidet psychisch und körperlich (Schmerzen im Brustbereich, sie dachte es wäre ein Herzinfarkt, aber die Ärzte sagen, es kommt vom Streß) schon sehr darunter... aber sie möchte meine Oma auch nicht ins Heim geben, denn was sagen dann die Leute, es kostet viel Geld und für die Oma wäre es schlimm, daß sie nicht mehr herumlaufen und tun kann wie daheim am Bauernhof.... WAS kann man da tun? Ich hab keine Ahnung, wie ich ihr helfen kann.
 
Qualifikation
Angestellte
Fachgebiet
keiner
C

chrodechilde

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2006
36039
hallo Dani ich komme selbst vom Dorf und kenne die Situation die du beschreibst.

Bei mir zuhause gab es mal eine fast identische Situation. irgendwann hat mein Vater aber Gott sei Dank eingesehen das es so nicht mehr weitergeht und hat die Konsequenz gezogen und seine Mutter ins altenheim gegeben.

Sonst wären alle daran kaputt gegangen!

Vielleicht solltest du auch eher deinen Vater bearbeiten damit die Entscheidung nicht an deiner Mutter hängen bleibt.

Lass dir von den Leuten im Dorf nichts erzählen. Keiner der sowas noch nicht erlebt hat kann da mitreden. Wir Pflegeprofis wissen das es gerade im häuslichen Bereich oft so ist das nicht die Pflegenden den Gepflegten das Leben zur Hölle machen, sondern das ein zu Pflegender auch durchaus seinen Pflegenden daqs Leben zur Hölle machen kann.
Ganz egal ob er das nun bewusst oder unterbewusst tut.

Ich wünsch euch jedenfalls viel Kraft!

Grade kommt mir noch ein Gedanke, vielleicht könnt ihr ja einen Pfarrer hinzu ziehen der vielleicht auch realistische Vorstellungen hat und deine Eltern die Gewissensbisse nehmen kann (ich hoffe ihr habt da jemanden der nicht so ein theoretiker ist).
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurochirurgische Wachstation
L

lemuelreist

Hallo Dani!

Dir und Deiner Oma kann ich leider auch nicht helfen, allerdings bieten die Pflegekassen Kurse an, in denen man nicht nur die (körperliche) Pflege erlernen kann (für Deine Mutter) sondern auch die Phänomene von Demenz verstehen lernen kann.

Liebe Grüsse und Halt-die-Ohren-steif,
Lemuel
 
weissbrk

weissbrk

Unterstützer/in
Basis-Konto
07.03.2006
Münster
Hallo Dani,
ist eine sehr schwierige Situation, das kann ich gut nachfühlen... Falls Du die Chance siehst, Deinen Vater zu überzeugen, ist das bestimmt ein guter Weg... Und versuche doch evtl. mal, Deiner Mutter klar zu machen, dass sie jetzt noch einen möglichst weichen Übergang für Deine Großmutter mittragen kann, einen guten Pflegeplatz aussuchen, die Schwiegermutter besuchen etc...
Wenn sie wartet, bis sie zusammen bricht, bestimmen andere ratz-fatz und ohne Übergang und Begleitung über die Heimunterbringung... Gibt Deiner Mutter evtl. zu denken, dass es auch für Deine Großmutter besser sein kann, früh genug den Schritt ins Heim zu wagen.
Und die Leute... welche "Leute" pflegen denn Deine Großmutter und Deine Mutter, wenn sie zusammen bricht? Nur so als Denkanstoß...

Ich wünsche Euch viel Kraft!
 
Qualifikation
Verwaltung
Fachgebiet
privat
R

romana

Aktives Mitglied
Basis-Konto
21.02.2008
Ostrach
Hallo !

Wurde eine Einstufung zur Pflege beantragt bei der Pflegekasse ? Gerade bei Demenz kriegt man die auch wenn diejenige körperlich noch fit ist.
Wenn ja, dann kann man sich überlegen, dieses Geld für eine Entlastung auszugeben in Form von Tagesbetreuung o.ä. Erkundigt Euch doch mal beim zuständigen Sozialamt/Kirche/Krankenkasse welche Angebote es bei Euch in der Nähe gibt. So wäre vielleicht wenigstens tagweise eine Entlastung möglich.

Viele Grüße

Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
N

nique85276

Neues Mitglied
Basis-Konto
10.03.2008
92685
Hallo, falls es bei euch in der Nähe einen Ambulanten Dienst gibt, könnte der auch zur Entlasstung deiner Mutter beitragen, der Unterstützt auch in der Beantragung einer Pflegestufe und somit wären sowohl die Finanziellen als auch die Pflegerischen Sorgen zum Teil von deiner Mutter genommen.
Lieben Gruß
Monique
 
Qualifikation
Gesundheits- u. Krankenpflegerin
Fachgebiet
Amb. Pleystein
G

Gletscher

Mitglied
Basis-Konto
11.02.2008
12437
Müsste man nicht erst einmal klären ob die Oma wirklich dement ist?

Was hier beschrieben wird, kenne ich auch von meiner Omi. Ich dachte sie würde langsam dement. Aber es war eher eine Pseudo-Demenz und Paranoia. Eine Beziehungsstörung, die im Alter wohl häufiger vorkommt, wenn Leute vereinsamen, pflegebedürftiger werden und das verhältnis zu den Verwandten schlecht ist.

Jedenfalls hat sich das bei meiner Omi gegeben, seit sie in Tagesbetreuung und seit neustem in einer Pflege-WG ist und sie nur noch wenig Kontakt zu ihrer Tochter hat.
 
Qualifikation
Freiberufl.
Fachgebiet
---
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05.07.2001
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