Wundmanagement Microlagerung

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
C

clauswerner

Neues Mitglied
Basis-Konto
12.05.2006
83489
Hallo,
ich habe etwas von der Microlagerung in der Altenpflege gehört.Kann mir da jeman mit Informationen behilflich sein?:thumbsup:
guß claus
 
Qualifikation
exam.Altenpfleger
Fachgebiet
Senioren-und Pflegeheim
H

Hülsi

Mitglied
Basis-Konto
12.01.2005
69226
www.rgh-soft.de
Mikrolagerungen werden bei uns vor allen Dingen in der nacht durchgeführt, um den bewohnern einen ungestörteren Schlaf zu gönnen. Wir benutzen mehrfach gefaltete Handtücher die dann z. B. unter das linke Schulterblatt, die rechte Hüfte, linker Brustkorb, re ....in 2 bis 5h wechsel , je nach Bedarf gelegt werden und im Bewegungsplan dokumentiert werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Pflege
G

GPM

Neues Mitglied
Basis-Konto
12.05.2006
hi!

mehrfach gefaltete Handtücher die dann z. B. unter das linke Schulterblatt, die rechte Hüfte, linker Brustkorb .... in 2 bis 5h wechsel ... gelegt werden
ich fürchte, dass das irgendwann mal schief geht! 2 bis 5 stunden sind definitiv zu lang! :ermm:

die idee der mikrolagerung ist es, kleine, aber dafür häufigere veränderungen der umgebung und/oder körperposition zu machen.

das datum, was ich im kopf habe, sind 15-30 minuten :eek:riginal:
 
Qualifikation
pfleger
Fachgebiet
klinik
H

Hermann L

Mitglied
Basis-Konto
11.01.2006
26817
Hallo zusammen
Mikrolagerungen werden bei uns hauptsächlich über Tag durchgeführt bei Rollstuhlfahrer im Rhythmus von 2Std. .
Aber Mikrolagerungen in der Nacht würde ich auch befürworten allerdings nicht bei Jeden Bewohner werde ich mal bei uns Vorschlagen.
Grus Hermann L
 
Qualifikation
Altenpfleger/ Hospizhelfer
Fachgebiet
Pflegezentrum
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
ich fürchte, dass das irgendwann mal schief geht! 2 bis 5 stunden sind definitiv zu lang! :ermm: die idee der mikrolagerung ist es, kleine, aber dafür häufigere veränderungen der umgebung und/oder körperposition zu machen.
das datum, was ich im kopf habe, sind 15-30 minuten :eek:riginal:
Hallo,

ich finde es gut, wenn die Anwendung von Mikrolagerungen in der Nacht, auch in dem beschriebenem Intervall von 2-5h angewendet werden.

Nach Ermittlung eines individuellen Bewegungsplanes, der für mich Vorraussetzung ist, ist absehbar, ob und in welchem Intervall Mikrolagerungen zur Anwendung kommen.

Vorrangig ist für mich die Nachtruhe des Bewohners, das heißt ein möglichst erholsamer Schlaf!:thumbsup:
Mikrolagerungen sind da in meinen Augen gut geeignet.

Auch mit geeigneten " Lagerungshilfsmitteln" kann man Mikrolagerungen durchführen.

Wenn ich mir vorstelle, ich müßte jede Nacht ca. 3x "gedreht" werden, möglichst noch in einer 30° Lagerung, kann ich jetzt schon nicht schlafen.

Falls Mikrolagerungen in dem oben beschriebenem Intervall nicht ausreichen würden, gehe ich davon aus, das geeignete Maßnahmen durchgeführt werden.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Hallo,

ich finde es gut, wenn die Anwendung von Mikrolagerungen in der Nacht, auch in dem beschriebenem Intervall von 2-5h angewendet werden.

Nach Ermittlung eines individuellen Bewegungsplanes, der für mich Vorraussetzung ist, ist absehbar, ob und in welchem Intervall Mikrolagerungen zur Anwendung kommen.

Vorrangig ist für mich die Nachtruhe des Bewohners, das heißt ein möglichst erholsamer Schlaf!:thumbsup:
Mikrolagerungen sind da in meinen Augen gut geeignet.

Auch mit geeigneten " Lagerungshilfsmitteln" kann man Mikrolagerungen durchführen.

Wenn ich mir vorstelle, ich müßte jede Nacht ca. 3x "gedreht" werden, möglichst noch in einer 30° Lagerung, kann ich jetzt schon nicht schlafen.

Falls Mikrolagerungen in dem oben beschriebenem Intervall nicht ausreichen würden, gehe ich davon aus, das geeignete Maßnahmen durchgeführt werden.

Grüßle Manu

:dafür: Meine Zustimmung hast Du. Mehr ist auch nicht vorgeschrieben. Es sei denn, es ist hausintern anders geregelt.

:applaus:Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
M

Monika Bartz

Mitglied
Basis-Konto
02.02.2006
4020
Ich stimme ebenfalls zu, dass 2-5 Std. ausreichen (wir nennen das ganze ja kinästhetisch lagern) und wir haben die besten Erfolge damit. Seit wir die Patienten nicht mehr ständig aufwecken müssen, um sie zu drehen, ist viel mehr Ruhe auf der Abteilung eingekehrt. Die Pat. genießen die leichte Lageverändrung manchmal so, dass sie nicht einmal bemerken, wenn wir ein Handtuch wegnehmen. Bewährt hat sich bei uns auch eine längsgefaltete Decke unter die Matratze zu legen. Braucht nur herausgezogen zu werden - Pat. schläft ohne Ruhestörung.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
mein Kenntnisstand ist der dass die Microlagerung keine Druckentlastung sondern nur eine Druckminderung darstellt - und in der entsprechenden Fortbildung wurde bei uns tatsächlich von 15-30 minütigem Lagewechsel gesprochen -da es ja der eigenen Druckverlagerung die jeder Mensch unwillkürlich durchführt entspräche. Soweit die Aussage der damaligen Dozentin .Nachfragen über die Realisierbarkeit solcher Intervalle wurden nicht wirklich beantwortet - so dass die Mikrolagerung sich bei uns bisher noch nicht wirklich durchgesetzt hat.
Ich stimme euch durchaus zu dass insbesondere nachts der Schlaf des Patienten Piorität hat und hätte deshalb gern nähere Informationen darüber ob es wirklich o.k. ist die Intervalle auf zwei Stunden und mehr auszudehnen
ich freu mich auf eure Antworten
Silvia
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
L

Lisy

Hallo Flocky,
bei der Lagerung kommt es immer darauf an, wie immobiel der Patient wircklich ist. Wir in unserem ambulanten Dienst finden die Microlagerung unheimlich wichtig und wirkungsvoll. Aber länger als 2 Stunden finde ich nicht gut.( lies diesen Satz ganz zum Schluß nochmal) Bei uns läuft es so ab:
morgens 30 Grad re. durch KP dann, nach Möglichkeit alle 45 Minuten ein bischen am Kissen ziehen durch Angehörige, bis der Patient auf dem Rücken liegt. meist ist es am Spätnachmittag der Fall, dann 30 Grad li. durch PK in der Nacht das gleiche Spiel.
Abends ist meist keine Hautrötung sichtbar, morgends eigentlich immer
Gruß Lisy
 
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
ob es wirklich o.k. ist die Intervalle auf zwei Stunden und mehr auszudehnen Silvia
Hallo Silvia,


ohne die Ermittlung/ Erstellung eines individuellen Bewegungsplanes wirst du nicht wissen, welche Maßnahme bei welchem Bewohner
/ Patienten am geeignetsten ist, bzw. in welchem Intervall Positionswechsel durchgeführt werden könnten.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
K

Kaengeruh32

Mitglied
Basis-Konto
30.06.2005
06493
Mikrolagerung (kleinste Bewegungsveränderungen = Druckreduzierung, aber nicht Druckentlastung)sollte spätestens nach 1 Stunde verändert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Mikrolagerung durchzuführen. Hilfsmittel sind: Z.B. eine zusammengerollte Decke ("Hörnchen" genannt, man dreht die Decke von einem Zipfel her zusammen, dadurch länger), einem Handtuch (welches man auch fächerartig falten kann) oder kleinere Kissen. Wie bereits beschrieben kann man an der Decke oder auch Rolle, am Handtuch immer in entspr. Abständen ziehen, so dass der Betreffene eine kleine Bewegungsveränderung erfährt. Das Handtuch oder Kissen kann im Uhrzeigersinn unter best. Körperstellen gelegt werden.Z. B. die Schiefe Ebene (mit Keilen oder Bettdecke) ist auch eine Mikrolagerung. Vorteil für die Betroffenen ist wirklich, das sie nicht gestört werden und auch eine Pflegekraft die Bewegungsveränderung durchführen kann. Gut finde ich auch wenn Angehörige darüber informiert werden und mit involviert werden.
Wichtig ist aber, das bei bereits bestehendem Dekubitus eine Mikrolagerung allein nicht ausreicht. Hier sollte generell eine Druckentlastung durchgeführt werden. Gerade im amb. Pflegebereich stellt die stdl. Veränderung der Mikrolagerung ein Problem dar (vor allen Nachts). Leider gibt es dafür noch keine konkreten Angaben und man befindet sich in einer sogenannten Grauzone. Wichtig ist das dann die Angehörigen mit einbezogen werden (Infomaterial ist da auch ganz günstig angebracht, z.B. Faltblatt, Lektüre, Schulungen etc.) um die Lageveränderungen gerade nachts dann vorzunehmen.
Mich interessiert das Thema sehr, deshalb freue ich mich über die vielen Aussagen dazu.
Leider habe ich bis jetzt wenig Rückmeldungen bzw. Erfahrungsberichte dazu gehört.
Die Mikrolagerung sollte im individuellen Bewegungsplan dokumentiert werden. Dazu würde mich z. B. auch interessieren wie Ihr diese dokumentiert. Reicht es aus nur die Mikrolagerung mit einem Kürzel abzuzeichnen oder muß einzeln jede Mikrolagerung beschrieben werden.....? Oft werde ich dazu befragt und kann keine konkrete Antwort geben.
Bis dann
Kaengeruh
 
Qualifikation
Praxisanleiterin
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.