Arbeitsrecht Merkwürdige Arbeitszeiten

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chriziko

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Eine Bekannte, die in einem Pflegedienst arbeitet, hat recht merkwürdige Arbeitszeiten:

Tag 1: 5:40-9:30 und 19:30-9:30
Tag 2. nach Dienstschluss um 9:30 frei
Tag 3: 5:40-9:30

Das Ganze wiederholt sich pro Monat mehrmals.

Leider kenne ich ihren Tarifvertrag nicht (Betrieb ist dem Paritätischen angegliedert) und Das Arbeitszeitgesetz erlaubt ja jede Menge tarifvertraglich geregelter Ausnahmen, aber Tag- und Nachdienst an einem Tag, DAS kommt mir sehr seltsam vor. Die Frau ist schon total am Ende.

Kann mir jemand etwas dazu sagen?
 
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ferdi

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Hallo chriziko,

merkwürdig in der Tat.

Tag 1: 5:40-9:30 und 19:30-9:30
Tag 2. nach Dienstschluss um 9:30 frei
Tag 3: 5:40-9:30
Tag 1: 5:40-9:30= 3 Std. 50 Min. 19:30-24:00= 4 Std.30 Min.
= 8 Std. 20 Min.

Tag 2: 0:00-9:30 = 9 Std. 30 Min.

Tag 3: 5.40-9:30 = 3 Std. 50 Min.

macht in 3 Tagen 21 Std. 40 Min.

wie du an der täglichen Arbeitszeit siehst liegt es arbeitszeitgesetzlich im Rahmen.

Für den Arbeitgeber ist alles erlaubt was die Arbeitnehmer mir gefallen lasse.
Mit Unterzeichnung des Arbeitsvertrages stimmt man den Vorderungen des Arbeitgebers zu.

Frage:
Was steht im Arbeitsvertrag
Wochenarbeitszeit, wieviel Tage-Woche, Wechselschicht, Nachtdienst, ist diese Arbeitszeit exakt aufgeführt?

Wie sieht es über einen Monat aus?
Wie arbeiten die anderen Kollegen.
Mir fällt auf das die Zeit von 9:30 - 19:30 nicht abgedeckt ist.
Müssen andere auch so verrückte Dienste machen?
wie kommen die damit Klar?

(Betrieb ist dem Paritätischen angegliedert)
das muss nicht gleich bedeuten das der Betrieb auch einen Tarifvertrag hat, wir sind denen auch angeschlossen und haben z.Z. keinen.
Angegliedert bedeutet in erster Linie das der Betrieb berechtigt ist das kleine "g" für gemeinnützig führen darf.
Irgendwo, bin im Umzug, hab ich deren Tarifvertrag, soweit mit in Erinnerung stehen solche Kapriolen da nicht drin.


ferdi
 
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Sittichfreundin

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Also, soweit ich es überblicke, ist das Arbeitszeitgesetz eingehalten. Trotzdem sicherlich keine übliche Arbeitszeitverteilung. Aber es ist die tägliche Höchstarbeitszeit nicht überschritten, auch sind die Ruhezeiten eingehalten.
 
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ferdi

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Hallo Sittichfreundin,

bin gespannt was chriziko auf meine Fragen antwortet. Soll- und Istarbeitszeit sieht es nicht so gut aus.

ferdi
 
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chriziko

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Hallo chriziko,

Frage:
Was steht im Arbeitsvertrag
Wochenarbeitszeit, wieviel Tage-Woche, Wechselschicht, Nachtdienst, ist diese Arbeitszeit exakt aufgeführt?

Wie sieht es über einen Monat aus?
Wie arbeiten die anderen Kollegen.
Mir fällt auf das die Zeit von 9:30 - 19:30 nicht abgedeckt ist.
Müssen andere auch so verrückte Dienste machen?
wie kommen die damit Klar?

das muss nicht gleich bedeuten das der Betrieb auch einen Tarifvertrag hat, wir sind denen auch angeschlossen und haben z.Z. keinen.
Angegliedert bedeutet in erster Linie das der Betrieb berechtigt ist das kleine "g" für gemeinnützig führen darf.
Irgendwo, bin im Umzug, hab ich deren Tarifvertrag, soweit mit in Erinnerung stehen solche Kapriolen da nicht drin.

ferdi
Also:
- Keine Ahnung, was im Arbeitsvertrag steht, muss ich fragen
- über einen Monat sind die Stunden in Ordnung
- wie die anderen Kollegen arbeiten - keine Ahnung. Aber es gibt anscheinend öfter Ärger wegen bescheuerten Dienstzeiten. Diese Kollegin arbeitet bei zwei verschiedenen Kunden. Bei dem einen macht sie die Dienste in der Früh, beim anderen Nachtdienst.
- einen Tarifvertrag hat die Firma auf alle Fälle.

Geht das wirklich, dass man an einem Tag Frühdienst und Nachtdienst machen muss?
 
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ferdi

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Hallo chriziko,

Nach dem Arbeitszeitgesetz geht das.
Bei einem Forenmitglied hier arbeiten die Mitarbeiter 7 Tage 10 Stunden und haben dann 7 Tage frei.

Hat der Pflegedienst nur 2 Klienten?
wieviel Mitarbeiter gibt es?

ferdi
 
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Hallo chriziko!
Ich arbeite auch einmal in der Woche morgens Frühdienst bis ca. 11 od. 12 Uhr und mache dann abends den Nachtdienst, habe dann aber keinen Frühdienst anschliessend, das könnte ich auch nicht, bin da viel zu bedusselt.
Eine andere Kollegin soll nach einer 8stündigen Spätschicht gleich noch die Nachtschicht machen lt. Dienstplan, das geht wegen der fehlenden Ruhezeit eigentlich nicht.
Wenn man sich nicht wehrt ist in der Pflege wohl alles möglich, trotz Arbeitszeitgesetzen.
LG
Karle99
 
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berggoass

berggoass

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Also ich seh das anders, bin aber nicht sicher, ob das richtig ist. So weit ich weiß, darf man nicht länger als 10 bis max 12 Stunden am Stück in Ausnahmefällen arbeiten. Durch den Nachtdienst mit angehängtem Frühdienst ist dies ja nicht der Fall, auch wenn die tägliche Arbeitszeit nicht überschritten wird,aber so kann nicht getrixt werden, denn sonst könnte ich ja einen Kollegen 20 Stunden durcharbeiten lassen. Ich bin gespannt wie andere das sehen, hoffe es kommen noch ein paar Meinungen oder sogar Fakten.
 
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stern3007

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Ich sehe das genauso wie Berggoass. 14 Stunden am Stück minus Pause sind ein NoGo.
 
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freddy20020

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Ich sehe das genauso wie Berggoass. 14 Stunden am Stück minus Pause sind ein NoGo.
lest euch doch noch mal ferdis Stundenaufdröselung durch..., er hat das doch wunderbar sogar minutengenau aufgelistet.
es sind KEINE 14 Stunden am Stück, sie macht den Frühdienst mit ein paar Stunden und geht abends in den Dienst und nicht Nachtdienst und anschließend noch ein paar Stunden Frühdienst.
Der Kalenderarbeitstag geht von 0-0 Uhr oder 0-24 Uhr, wenn das besser verständlich ist. Bei der Berechnung von Feiertagszuschlägen ist das doch auch so. Wenn ich am 3. Oktober meinetwegen in den Nachtdienst gehe, bekomme ich auch nur ab 20 oder 21 Uhr, je nachdem, wann er eben anfängt, die drei oder vier Stunden bis Mitternacht als Feiertag vergütet. Was ist denn daran so unverständlich zu verstehen?
Wie gesagt, Ferdi hat es schön aufgelistet. Es ist alles okay so, rein arbeitszeitrechtlich.
 
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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. . . na, Ihr seid mir ein paar Aufdröseler. Seit wann wird denn eine komplette Schicht (19:30 bis 9:30) auseinandergepflückt und der eine Teil dem Tag 1 und der zweite Teil dem Tag 2 zugeordnet? Das ist eine zusammenhängende Schicht und die ist nach meiner Rechnung weit über das Limit, nämlich 14 Stunden. Ferdi, ich bin bass erstaunt über Deine arbeitgeberfreundliche Auslegung des Arbeitszeitgesetzes. Nach Deiner Rechnung und auslegungsweise des Arbeitszeitgesetzes könnte man also locker einen Kollegen 20 Stunden am Stück arbeiten lassen, nämlich 10 Stunden von 14:00 bis 24:00 und anschließend 0:00 bis 10:00? Bis 10 Stunden wäre ja pro Tag nach Deiner Auslegung rechtens?
Klappt nicht! Auch wenn Du nämlich die Stunden des ersten Tages für sich betrachten dürftest, dann müsste nach § 5 Arbeitszeitgesetz ab 24:00 eine mindestens elfstündige Ruhepause gewährt werden und auch wenn Du diese auf die ausnahmsweise möglichen 10 Stunden verkürzt, dürfte der Kollege erst ab 10:00 wieder arbeiten.
Diese tageweise Aufteilung (5 Stunden zu Tag 1 und 9 Stunden zu Tag 2) ist jedoch bei Nachtschichten nicht üblich, da es sich um eine zusammenhängende Schicht handelt. Man darf die Zuschlagsregelungen für Feiertage u.ä. nicht mit den Arbeitszeitregelungen durcheinanderbringen. Das sind zwei verschiedene Schuhe. Bei Feiertagszuschlägen rechnet tatsächlich die zuschlagspflichtige Zeit bis 24:00 oder ab 0:00. Aber nicht beim Arbeitszeitgesetz.
Fazit: hier wird tatsächlich die mögliche Arbeitszeit um ein vielfaches überschritten.
Die Frage ist - was ist der Kollegin zu empfehlen? Auf jeden Fall eine Beratung mit einem kompetenten Anwalt für Arbeitsrecht, oder Beratung bei der Gewerkschaft, falls sie Mitglied ist. . . .
 
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SchwesterWolfgang

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P.S.: diesen Gang zur Rechtsvertretung würde ich übrigens dringendst empfehlen, weil die Angelegenheit noch einen versicherungstechnischen Haken hat - baut die Kollegin nach 14 Stunden Arbeit einen Wegeunfall, kann die Berufsgenossenschaft die Leistungen verweigern, weil die zulässige Höchtsarbeitszeit überschritten wurde. Dann kann sie sich mit dem Arbeitgeber (als Anweiser dieser langen Schicht) auf einen fast aussichtslosen Kampf um die Begleichung der Krankenhausrechnung und um den Verdienstausfall, bei bleibendem Schaden um eine Rente bemühen. Der liebe Arbeitgeber weiß dann nämlich garantiert von nichts . . .
 
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hexe1070

hexe1070

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HAllo Schwester Wolfgang,

stimme dir absolut zu, was die Arbeitszeitberechnung betrifft.

Zum Versicherungsschutz durch die BG, hab ich auf Nachfrage bei der BG folgende Info erhalten. Dass bei Anordnung durch den AG, der AN auf jeden Fall versichert ist.

Mir war auch angetragen worden, dass der AN seinen Versicherungschutz durch Überschreiten der zulässigen Zeiten aufs Spiel setzt. Dem sei laut BG aber nicht der Fall. Wichtig scheint hier zu sein, dass die Arbeit angeordnet ist und nicht freiwillig übernommen wurde.

Gruß Hexe
 
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SchwesterWolfgang

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. . . und genau da liegt der Hase im Pfeffer! Wie ich schon schrieb: wenns hart auf hart kommt, dann weiß der liebe Arbeitgeber von nix und hat nur ganz liebe MA, die seltsamerweise völlig freiwillig als workaholics ungeforderte Überstunden leisten. Und die Dienstpläne, die einen solchen langen Dienst gefordert haben, sind dann plötzlich nirgends mehr zu finden. Ach ja - und die lieben Kolleginnen haben wundersamerweise niemals im Leben keine solchen langen Dienste geschoben und auch nie bemerkt, dass diese eine solch langen Schichten gehabt hatte (wer will ihnen die Angst um den Job verübeln).
Mir ist ein soch ähnlicher Fall aus der Baubranche bekannt, wo ein Arbeiter nach 13 Stunden Arbeit auf dem Baugerüst einen Fehltritt gemacht hatte . . .
 
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stern3007

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es sind KEINE 14 Stunden am Stück, sie macht den Frühdienst mit ein paar Stunden und geht abends in den Dienst und nicht Nachtdienst und anschließend noch ein paar Stunden Frühdienst.
Der Kalenderarbeitstag geht von 0-0 Uhr oder 0-24 Uhr, wenn das besser verständlich ist.
Es sind definitiv von 19.30 bis 9.30 14 Stunden am Stück. Nur weil da um 0 Uhr ein Tageswechsel erfolgt, kann man doch nicht behaupten, dass keine 14 Stunden am Stück gearbeitet werden. Und wer über die Nacht arbeitet macht somit Nachtdienst.
 
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SchwesterWolfgang: Ferdi, ich bin bass erstaunt über Deine arbeitgeberfreundliche Auslegung des Arbeitszeitgesetzes.
ich bin traurig das es sonst keinem aufgefallen ist.

ferdi
 
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SchwesterWolfgang: Die Frage ist - was ist der Kollegin zu empfehlen? Auf jeden Fall eine Beratung mit einem kompetenten Anwalt für Arbeitsrecht, oder Beratung bei der Gewerkschaft, falls sie Mitglied ist. . . .
sowas würde auch unseren Betriebsarzt interessieren.

ferdi
 
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SchwesterWolfgang

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hey ferdi,
nicht traurig sein - manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und gut ist doch, wenn bei aller Diskussion was rauskommt, oder? Schlecht wäre, wenn eine unrichtige Feststellung einfach so stehen bliebe und die anderen das dann für bare Münze nähmen ;-)
Und zum Betriebsarzt: den kann das zwar interessieren, der kann auch, wenn er ein engagierter Mensch ist, beim Arbeitgeber vorsprechen - ihm fehlen jedoch die rechtlichen Druckmittel. Und meine Erfahrung ist - wer solche Pläne schreibt, somit seine Arbeitnehmer wissentlich "verheizt" und gesundheitliche Schäden in Kauf nimmt - dem kann man nur mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln in die Parade fahren. Gutes Zureden ist da zwecklos . . .
 
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Lisy

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Hallo ihr dürft mich gerne Steinigen,
ich denke nicht das die Frage abschliesend beantwortet ist.
Zwischen dem Frühdienst und dem Nachtdienst liegen 10 Stunden, das ist legitim. Die Nachtschicht hört sich zwar lang an, aber es wurde die Pausenregelung noch nicht betrachtet. Wird eine dementsprechend lange Pause gewährt ist auch da alles gesetzmässig. Und am dritten Tag ist eigentlich schon gar nichts aus zu setzen.
Das Ganze ist zwar nicht nett gegenüber dem AN, aber von nicht erlaubt zu reden, oder gar gleich jemanden zum Anwalt zu schicken, da wäre ich vorsichtig.
Gruß Lisy
 
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SchwesterWolfgang

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Hallo Lisy,
in der Fragestellung war von 14 Stunden Arbeitszeit die Rede und darauf wurde gepostet, nicht von Pausenzeiten, das ist richtig. Wir würden uns da auch arg auf das Feld der Vermutungen begeben, zumal der Fragesteller auch nicht für sich selbst, sondern für eine Bekannte gefragt hat. Allerdings hielte ich auch eine "nur" 14-stündige Anwesenheitszeit, also 10 Stunden Arbeit mit 4 Stunden Pause für sehr fragwürdig. Aber wie stets bei allen Foren kann eine hier gegebene Antwort keine ordentliche Rechtsberatung durch Anwalt oder Gewerkschaft ersetzen. Und der Gang zum Anwalt heißt ja erst mal nur, dass man sich rechtskundig macht und ein ordentlicher Fachanwalt für Arbeitsrecht (kein Winkeladvokat) wird seinen Mandanten stets auch erst mal eingehend zum Sachverhalt befragen und dann die Erfolgschancen erläutern. Und danach kann man immer noch überlegen, ob man sich mit seinem Arbeitgeber vor Gericht treffen will, oder lieber klein beigibt. Was ist also schlecht an dem Ratschlag, sich an einen Anwalt zu wenden? Das ist auf jeden Fall besser, als sich auf hier gepostete Ratschläge zu verlassen. Unsere Ratschläge und Meinungen können nur einen Denkanstoß bewirken, bzw. dem Fragesteller kundtun, dass allem Anschein nach hier gesetzliche Grundlagen nicht eingehalten werden. Oder ist bin ich da im Irrtum und ich befinde mich hier auf einer Rechtsberatungsseite - dann müsste ich mich schleunigst zurückziehen . . . ;-)
P.S.: Auch wenn es 14 Stunden mit "nur" 10 Stunden Arbeit und 4 Stunden Pause sein sollten, wäre immer noch zu prüfen (aber nicht von uns), ob da nicht seitens des Arbeitgebers bei der Bestimmung der Arbeitszeit und Lage der Pausen gegen das Gebot des "billigen Ermessens" nach BGB verstoßen wurde.
Wie schon geschrieben - eine ordentliche Einzelfallprüfung können wir hier nicht vornehmen . . .
 
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