meine Mutter ist plötzlich pflegebedürftig geworden

AgnesV

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Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil meine Mutter - für mich plötzlich - pflegebedürftig geworden ist.

Nach einem Sturz und einer Rippen-Serien-Fraktur (3 oder 4 Rippen sind gebrochen) ist sie jetzt seit dem 8.9.08 im Krankenhaus. Dort ist sie auch schon mehrfach gestürzt - gestern das letzte Mal. Ich stand sogar daneben ... konnte sie aber nicht mehr auffangen.

Gleichzeitig hat meine Mutter auch - unfreiwillig - einen Alkoholentzug gemacht ... weil sie in den letzten Wochen oder Monaten sehr viel getrunken hat. Nun darf sie auch nicht mehr rauchen - sie hat offene Beine/Raucherbeine und eine chronische Lungenerrkankung (COPD).

Bis sie ins Krankenhaus gekommen ist hat sie ihren Haushalt selbst gemacht. Sie lebt alleine ... ich wohne ein paar Dörfer weiter. Jetzt frage ich mich, ob ein ambulanter Pflegedienst reicht ... oder ob ich/wir (meine Mutter und ich) an ein Heim denken sollten ...

LG Agnes
 
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Manu74

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Hallo

aus der ferne ist das schwierig zu beurteilen. Zudem deine Mutter nach einem Sturz auch nur schwierig wenn überhaupt eine Pflegestufe bekommt.
Die offenen Beine zu Hause versorgen zu lassen wird sicher kein Problem sein.
Warum stürzt Sie den, gibt es eine Medizinische Erklärung dafür? Liegt es evtl. an den Medikamenten? Du solltes das Gespräch mit einer Sozialarbeiterin suchen, und auf jedem Fall dafür sorgen das deine Mutter in eine Reha Klinik kommt, wo auch der weitere Entzug Therapiert werden sollte. Evtl. kommt sie nach einer Reha wieder zu Hause klar.
Für " Suchtproblematiken" wäre ein Betreutes Wohnen ( WG ) evtl. auch möglich.
Je nach Alter deiner Mutter.

Ich hoffe das hilft dir eitwas weiter.
Gruß Manu74
 
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KS / Weiterbildung zur PDL
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Ambulante Pflege
AgnesV

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Da meine Mutter schon vor ihrem Sturz einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG hatte hoffe ich, dass das mit der Pflegestufe doch klappt ...

Nach fast 4 Wochen Krankenhaus will sie nun endlich wieder nach Hause - ich habe das Thema Reha schon mehrfach angeschnitten ... aber sie scheint es zu überhoren.

Ich glaube sowohl sie als auch ich müssen uns noch damit beschäftigen, dass sich so manches ändert ...

LG Agnes
 
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practocless

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Eine Reha ist auf jeden Fall sinvoll, nebenbei bleibt so noch etwas mehr Zeit sich um die weitere Versorgung zu kümmern. Ich kan ja verstehen das sie schnell wieder nach hause will, aber wenn sie dann wieder Stürzt geht es von vorne Los. Sozialarbeiter können dort sicherlich helfen, wie Manu schon sagte. Sprich auch mit dem Pflegepersonal vor ort, wie schätzen sie die Lage ein? Meistens können sie dir eine Richtung weisen. Wünsche dir das alles gut Klappt!
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger/Praxisanleiter
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Zentrale Notaufnahme/Ambulanz
Sahawe

Sahawe

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Hallo Agnes,
wie meine Vorredner halte ich auch eine Reha für sinnvoll, zum einen um deine Mutter zu stabilisieren/trainieren zum anderen aber auch um sie besser zu beobachten und sie einzuschätzen.
Die Stürze können mit dem Alkoholentzug zusammenhängen. Bei Stürzen weiß man auch, ist eine Person häufiger als zweimal gestürzt, sind weitere Stürze vorprogrammiert. Das hängt damit zusammen, dass durch die Stürze eine starke Bewegungsunsicherheit durch Angst wieder zu stürzen zurück bleibt, die dann zu weiteren Stürzen führt. Dies wäre zu bedenken, wenn sie wieder alleine zu Hause ist.
Die sofortige Unterbringung in einem Altenheim ist sicher sehr schwer für sie, vor allem weil sie sich bis zu ihrem Krankenhausaufenthalt alleine versorgt hat. Ich meine, man könnte es mit einem ambulanten Pflegedienst versuchen, eine Heimunterbringung ist ja immer noch möglich. Man könnte deine Mutter ja versuchen zu überzeugen die Reha zu machen, in dem man ihr sagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie so länger zu Hause bleiben kann höher ist. Wenn sie jetzt aber gleich wieder nach Hause geht, wird sie vielleicht sofort wieder in ihr altes Muster zurück fallen, nur dass sie jetzt einen schlechteren Ausgangspunkt hat und ein weiterer Sturz sie möglicherweise so bewegungsunfähig macht, dass nur nur die Möglichkeit der Heimunterbringung bleibt.
LG Sabine
 
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Lehrerin für Deutsch und Pflege
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Berufliche Schule
Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
AgnesV

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Leider hat sich meine Mutter heute spontan selbst entlassen aus dem Krankenhaus ... trotz aller Warnungen von Seiten der Ärzte, der Schwestern und mir :ka: :eek: Natürlich habe ich jetzt am Wochenende keinen Pflegedienst bekommen ... das Krankenhaus hat auch weder Medikamente noch Rezept mitgegeben - die sie jetzt eigentlich bräuchte ... auch kein Material um die offenen Beine zu verbinden :cry:

Als sie eben angerufen hat (weil sie ihre Fernsehzeitung nicht gefunden hat) war ich beruhigt - weil das bedeutete, dass sie nicht gestürzt ist oder es ihr sonstwie schlecht geht ...

LG Agnes
 
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Allround

Allround

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Hallo AgnesV,

da hast du eine schwierige Situation! Mein Mitleid!

Dein Mutter hat das selbst entschieden, sie ist nicht entmündigt.
Du kannst nur am Montag ihre Medikamente vom Hausarzt rezeptieren lassen. Wenn es bis dahin "nicht geht", dann wieder Notarzt, KH-Eiweisung....:cry:

Sie hat es so gewollt. Mehr, als dass du für sie nach deinen Möglichkeiten dasein kannst, kannst du nicht tun.

Viel Kraft, Allround
 
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Interdisziplinäre Station
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Fleescha

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Tach auch,

zudem was meine Vorschreiber schon gesagt haben, würde ich vielleicht noch eines Hausnotruf-Gerät in Erwägung ziehen. Somit hätte sie die Möglichkeit nach einem Sturz Hilfe zu rufen, solange sie noch in der häuslichen Umgebung ist.
 
Qualifikation
Gesundheits - & Krankenpfleger
Fachgebiet
Berlin/Brandenburg
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da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
Vaiolenz

Vaiolenz

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Hallo, AgnesV !
Ich würde (rein persönlich, versteht sich) die häusliche Pflege der Pflege in einem Heim Deiner Wahl vorziehen, denn
1. Es gibt immer wieder Heime, die zwar sehr gut möbliert sind und in zentraler Lage liegen, eventuell gibt es da auch ein schönes Pflegeleitbild und ein Pflegekonzept, aber: schau Dir genau das Personal an, welches dort arbeitet, und Du kannst Dir gleich ein Bild machen, wie es in Wirklichkeit aussieht. Am besten nach dem Pflegeschlüssel und der Fachkraftquote fragen. Wenn eine Pflegefachkraft beispielsweise am Morgen 18 Leute waschen muß und Deine Mutter ist unter Ihnen, kann das nicht in Ordnung sein.......... Auf ein gutes Beschwerdemanagement würde ich auch achten, damit das, was Dir nicht gefällt, auch dort ankommt, wo es hin soll.
Ein teures Altenheim ist nicht immer das beste und bei überaus billiger Pflege zu Dumpimgpreisen würde ich vorsichtig sein.
2. Ein Zuhause kann keine noch so gute Pflegeeinrichtung ersetzen. Es gibt zwar auch gute und schlechte Pflegedienste, aber Du kannst Dich auch hier umfangreich informieren und als zuküntige Kundin (bzw. Deine Mutter) hast Du ein Recht auf Transparenz und Informationen, ansonsten gehst Du eben woanders hin. Denn auch hier gibt es eben gute als auch schlechte Pflege.
Wie bereits schon geschrieben, das ist meine persönliche Meinung, es gibt sehr gute Heime mit sehr gutem Personal, welches stets und aktuell weitergebildet wird.
Ich hoffe sehr, dass Du für Deine Mutter die richtige Wahl treffen wirst und wünsche Dir viel Kraft und Weitsicht dafür!
Alles Liebe und Gute,
Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
Fachgebiet
24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
Lildanceqt

Lildanceqt

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Da meine Mutter schon vor ihrem Sturz einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG hatte hoffe ich, dass das mit der Pflegestufe doch klappt ...

Nach fast 4 Wochen Krankenhaus will sie nun endlich wieder nach Hause - ich habe das Thema Reha schon mehrfach angeschnitten ... aber sie scheint es zu überhoren.

Ich glaube sowohl sie als auch ich müssen uns noch damit beschäftigen, dass sich so manches ändert ...

LG Agnes
Hallo Agnes,
nur ein kurzer Tip, ein Schwerbeschädigtenausweis mit egal was für einem Merkzeichen macht noch keine Pflegestufe. Die beiden Dinge hängen nicht zusammen. Bei der Pflegestufe kommt es in erster Linie auf den Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität an.
Wie meine Vorredner auch halte ich eine Reha im Moment für am Sinnvollsten, aber solange deine Mutter nicht will, bestehen da wenig Chancen.
Ich hoffe, daß ihr einen Weg findet.
Mfg Katrin
 
Qualifikation
Krankenschwester, Pflegegutachterin beim MDK
Fachgebiet
Sachsen
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