Medikamentenwirkung

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Angel87

Angel87

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Ich mal wieder =)

Wir müssen eine Gruppenarbeit über Medikamente machen und meine Gruppe hab das Thema Medikamtenwirkung. Ich hab schon viele Sachen im Internet gefunden, aber über zwei Sachen find ich einfach gar nix:

1) Warum sind Kombipräparate beliebter bei Pat., aber riskanter als Monopräparate? (Da würde mir persönlich jetzt einfallen, dass man bei Monopräparate beim Komplikationen leichter feststellen kann, woran es liegt)

2) Durch welche Faktoren wird die Resorption von einem Medikament beeinflusst? (Da würde mir jetzt zum Beispiel Alkohol einfallen oder ein anderes Medi., dass die Wirkung vom anderen aufhebt)

Vielleicht kann mir da irgendjemand weiter helfen! Danke!
 
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U

UlrichFürst

1) Warum sind Kombipräparate beliebter bei Pat.,
Ich muss eben nicht 2 oder gar 3 Tabletten einnehmen (so viele gehen ja auf den Magen:wink:) sondern eben nur eine; das ist viel gesünder...
Dann gibt es ja auch Pat. die sich mit dem Schlucken schwer tun und deshalb nur eine Tablette mehreren vorziehen.

aber riskanter als Monopräparate?
Würde ich so pauschal nicht sagen. Hm, die Dosierung (bzw. das Verhältnis der Wirkstoffe) ist halt festgelegt. Das muss halt "zufällig" passen.

2) Durch welche Faktoren wird die Resorption von einem Medikament beeinflusst?
Lies mal ein paar Beipackzettel, Kapitel Wechselwirkungen. Tipp: Nimm Medikamente aus verschiedenen Gruppen.

Ulrich
 
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Fripi

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02.08.2005
Hi NAgel, den ersten Teil hat Ulrich ja schon sehr ausführlich beantwortet...

2) Durch welche Faktoren wird die Resorption von einem Medikament beeinflusst? (Da würde mir jetzt zum Beispiel Alkohol einfallen oder ein anderes Medi., dass die Wirkung vom anderen aufhebt)
Dazu fallen mir ein paar Dinge ein, die naheliegendste ist die Verabreichungsform, i.v., i.m., oral oder wie auch immer, wirkt alle sunterschiedlich. Da du dich wahrscheinlich auf die oralen konzentrieren willst: Wechselwikungen sind unter anderem bekannt mit milch und antibiotika da diese sich mit dme calzium verbinden und dann schwer löslich sind (das ist wohl die bekannteste). Dann gibt es da faktoren wie das Essen, wann, vor oder nach dem Essen, ob die Leber geschädigt ist oder eventuell durchfall die resorption verhindert. Eine lustige sache gibt es noch, Zäpfchen sind teilweise parenteral, wenn es welche sind deren ziel es ist schon am anfang des rectums aufgenommen zu werden, da diese Venen nicht in die Pfortader gehen und somit nicht von der Leber vorverarbeitet werden, aber das nur so am Rande.

Liebe Grüße,

Nils
 
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wernecla

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Resorptionsfaktoren:
Alter (Stoffwechsel verlangsamt sich)
Ernährung= Passagestörung (fette Kost)
Applikationsform ( i.v schneller wirkeintritt unter umgehung der Magen darm passage )
Menge der eingenommenen Medikamente
" Das größte Enzymsystem der Leber ist das Cytochrom System, das aus vielen verschiedenen Unterenzymen besteht. Wenn zwei Arzneistoffe gleichzeitig über das gleiche Enzym abgebaut werden, kann der Abbau eines der beiden Arzneistoffe gehemmt werden. Die Spiegel dieses Arzneistoffes steigen im Blut und die Wirkung bzw. die Nebenwirkungen verstärken sich. Zusätzlich gibt es Arzneistoffe, die Enzyme komplett hemmen, so dass andere Arzneistoffe langsamer abgebaut werden. Andere Arzneistoffe fördern die Produktion von Enzymen, so dass andere Arzneistoffe schneller abgebaut werden können. "
besonders wichtig bei Analgetika.
Zu der frage der Kombipräparate ist einfach noch festzustellen:
"Das muss halt irgendwie passen????"
Studie 2006
17000 Menschen sterben in KH anden Folgen von Medikamentennebenwirkungen und behandlungsfehlern.
Sorry aber das muss passen...
später mehr zu Komipräparaten
 
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wernecla

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Vorsicht: Arzneimittel-Wechselwirkungen

Die meisten der für diese Patienten relevanten Medikamente wie Mittel für den Blutdruck oder zum Einschlafen werden über das Enzymsystem Cytochrom P450 (CYP450) abgebaut, das aus insgesamt 50 Untereinheiten besteht. Mit zunehmender Anzahl an Medikamenten wird CYP450 zum Nadelöhr. Medikamente wirken möglicherweise gar nicht, stärker oder schwächer. So werden die in der Altersmedizin häufig verordneten Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva) und für die Psyche (Neuroleptika) meistens über die Untereinheit CYP2D6 abgebaut. Nimmt ein Patient beispielsweise das Antidepressivum Amitriptylin kombiniert mit dem Neuroleptikum Thioridazin ein, erhöht dies den Wirkspiegel von Amitriptylin so stark, dass lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten können. Das oft verwendete Johanniskraut wiederum aktiviert die Untereinheiten CYP 3A4 und CYP2C19 und erniedrigt im Blut die Konzentration nicht-steroidaler Antirheumatika (NSAR). Schmerzen werden nicht ausreichend gelindert.
 

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Kombinationspräparate:
Über Nutzen und Risiken von koffeinhaltigen Kombinations-Analgetika ist seit Jahren kontrovers diskutiert worden. Als Vorteile dieser Präparate werden angeführt, daß die einzelnen Analgetika sich aufgrund unterschiedlicher pharmakologischer Wirkprofile in ihrer Wirkung ergänzten und daß die einzelnen Komponenten niedriger dosiert und damit die unerwünschten Wirkungen, die mit steigenden Dosierungen meist zunehmen, geringer gehalten werden könnten. Häufig vorgebrachte Argumente gegen die Anwendung von Kombinationsanalgetika sind, daß die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt sei und daß diese Präparate die Hauptursache für Schmerzmittel-induzierte Kopfschmerzen seien.
Typisches Beispiel:
Ass + paracetamol+ koffein
 
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Angel87

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Oh danke, das hat uns allen sehr viel gebracht. Vor allem zu den Kombi und Monopräperaten haben wir alle nix gefunden, bei der Resorption hat dann eine von uns doch was gefunden. Vielen Dank.
 
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