Medikamentenverabreichung

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infinity

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Ist es zulässig, das Medis aus Blistern und ohne hinzufügen der Doko`s verteilt werden??
Habe keine Erfahrung mit Medis-Blister
 
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nofretete

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AW: Medikamentenverabreichung

Verstehe deine Frage nich, meinst du vergleichen, ob die Blister stimmen, oder was?
 
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Ren-Hoeck

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AW: Medikamentenverabreichung

Keine Ahnung, im Zweifel wird wohl der dran sein, der Verabreicht hat.
 
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gsagkk

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AW: Medikamentenverabreichung

ich nehme mal an diese Frage kam auf, weil die Arznei stellende Person nicht die Arznei ausgebende Person ist ???

generell gilt, die Person die dem Pat die Med verabreicht/aushändigt, ist für die Richtigkeit auch Verantwortlich. Wie die/der Ausgebende das nun sicherstellt ist nicht weiter geregelt! Ob ein Blister im Becher zur Sicherheit beiträgt!

Die Frage ist, wie sehr du deinen Kollegen vertraust, bzw. wie risikobereit du bist. Es schadet nicht die aktuellen Anordnungen in Reichweite zu haben, auch schadet es nicht, da vor der Ausgabe mal rein zu gucken.


Um deine Frage zu beantworten,

ja,

es ist zulässig!
 
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Osaka

Osaka

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AW: Medikamentenverabreichung

Ich hab mal eine ähnliche Frage zur Medikamentenverabreichung. Die Schichtleitung hat die Medikamente in meiner Wohngruppe verteilt. Unter anderem ein Vaginalzäpfchen. Ich sollte die PFK rufen wenn ich bei der besagten Bewohnerin bin. Als ich das tat, verabreichte die PFK persönlich dieses Medikament. Ich äußerte dann, dass ich mir das selbst auch zutrauen würde zu verabreichen. Die PFK wirkte dann sehr nachdenklich und ich kümmerte mich dann aber schon wieder um einen anderen Bewohner.
Meine Frage ist nun ob es als Pflegehilfskraft erlaubt ist dieses Medikament zu verabreichen , wenn es mir die PFK bei Verteilen der Medikamente ausdrücklich und persönlich für den betroffenen Bewohner aushändigen würde und sie mir das somit auch zutrauen würde?
 
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Tilidin

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AW: Medikamentenverabreichung

Hallo Osaka
Ich würde deine Frage so beantworten:
Grundsätzlich kann die PFK die Verantwortung nicht an Pflegeassistenten deligieren.
Die Durchführung ( Durchführungsverantwortung) kann deligiert werden, wenn sichergestellt ist, das die Pflegeassistentin dieses auch umsetzen kann.Wobei auch die Pflegeassistentin die Verpflichtung hat "ein nicht Können" anzuzeigen.
Da die PFK ja in der Regel die Med. auch abzeichnet, ist die rechtlliche Verantwortung wieder bei der PFK.
Ich würde es sogar noch etwas komplizierter machen: denn mit der Berufserfahrung u. vieleicht der Rolle der Frau, kann man evtl. solche Tätigkeiten, einer Pflegeassistein abverlangen.
(bezogen: auf das Zäpfchen)

Meine Frage ist nun ob es als Pflegehilfskraft erlaubt ist dieses Medikament zu verabreichen
 
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Osaka

Osaka

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AW: Medikamentenverabreichung

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort. :eek:riginal:
 
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AW: Medikamentenverabreichung

Meines Wissens ist es nicht gestattet, dass Pflegehilfskräfte Med verteilen! Die Applikationsform spielt da keine Rolle!

Die Frage ist nicht,
was die exam. Kraft besser kann, oder welche Fehler und Komplikationen möglich sind,
sondern
wer die Haftung übernimmt, wenn was schief gelaufen ist!
 
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Pflegefachkraft
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Tilidin

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AW: Medikamentenverabreichung

Hallo gsagkk
Ich kann deinen Einwand nicht verstehen, ich gehe mal davon aus, dass wir uns im Bereich"Deligation nichtärztlicher Tätigkeiten bewegen"?u. somit in der Durchführungsverantwortung.

Weiter geht es hier um ein Zäpfchen u. evtl. Tropfen, Osaka hat nach Darstellung nicht die Möglichkeit die Med. zu verwechseln. Weiter geht es nicht um eine Akut- Medikation. Infusion, Injektion u.s.w.

Das Weisungsrecht sagt: grundsätzllich muss es dem Untergebenen möglich u. zumutbar sein.
Und nun befinden wir uns im Bereich: formelle Qualifikation( diese hat sie nicht, weil evtl. keine Ausbildung)
materielle Qualifikation ( diese kann sie durchaus haben, weil schon lange dabei, oft gemacht, vom Haus bestätigt, im Team allgemein anerkannt, im bestenfall sogar schriftlich )

Deine Frage zur Halftung: hier habe ich keine aktuellen BGB-Urteile, ich gehe mal davon aus, das Sie als vertraglicher Erfüllungsgehilfe, die gleichen Bedingungen hat, wie eine Ex. Weil im Falle der Aspiration, auch eine Erfahrene Pflegeassistentin die nächsten Schritte beherscht.
Jetzt sind wir wieder bei der Durchführungsverantwortung: die hat die Ex., bestätigt sie auch durch Unterschrift u. sie entscheidet, ob sie diese Gradwanderung machen will.
 
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AW: Medikamentenverabreichung

@ Eisenbarth

Vielen Dank für den interessanten Link. Ne private Haftpflicht hab ich schonmal.:super:
Bei uns werden des öfteren Pflegeprüfungen durchgeführt.
Die Stationsleitung hat mich auch im ATS-Strümpfe anziehen geprüft und seitdem darf ich auch ATS-Strümpfe anziehen. Das ist ja schonmal was.:smile:
Das kann ja nur noch besser werden.-)

@ Tildrin

Ja, das klingt sehr logisch. Man kann es eben nicht pauschalisieren. Aber es wäre dennoch möglich dazu deligiert zu werden und man kann es eben auch nicht ganz ausschließen.
 
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thorstein

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AW: Medikamentenverabreichung

Hallo Osaka,

im obigen Link wird genau beschrieben, wie eine solche Delegation aussehen sollte.
Es muss also einen schriftlichen materiellen Nachweis geben. Wenn die Einrichtung das nicht auf die Reihe bekommt, würde ich keine Behandlungspflegen übernehmen.
Bei uns werden diese Nachweise für jeden Pflegehelfer geführt. Diese können auch jederzeit ablehnen.
 
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Osaka

Osaka

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AW: Medikamentenverabreichung

@ thorstein

Vielen Dank, ich werde mich eventuell mal erkundigen wie das bei uns geregelt ist. Grundsätzlich bin ich aber offen für etwas mehr Verantwortung. :grin:
 
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AW: Medikamentenverabreichung

und noch einmal eine ganz verallgemeinernde Aussage:

"Wo kein Kläger, da kein Richter"!

bedeutet u. a. so lange nichts schlimmes passiert interessiert sich keiner für die Rechtsprechung oder Richtigkeit, und jeder hält seine Argumente für die richtigen!

Ich bleibe mal bei der Sichtweise unter Berücksichtigung des größt anzunehmenden Unfall "GAU"

Fall 1
wer haftet also, wenn die Arznei stellende Person einen tödlichen Fehler macht und die Arznei ausgebende Person zwar angewiesen, jedoch nicht qualifiziert/examiniert ist?

Fall 2
wer haftet, wenn die angewiesene, ausgebende, nicht qualifizierte/examinierte Kraft einen Fehler macht, wie z.B. Verwechslung des Pat, oder ein angeordnetes Med verabreicht bei dem zum Zeitpunkt der Ausgabe die Indikation zur Einnahme entfällt? (Blutdrucksenker bei zu niedrigem RR; Gabe von Antidiabetoka vei niedrigem Blutzucker; oder der Pat ist aus unbekannter Ursache in einem Bedenklichen Zustand in dem die Med. im Allgemeinen den Zustand verschlechtern)


das sind nur 2 Beispiele bei denen klar wird, wie wichtig es ist spezielle Kenntnisse über die Wirkweise von Med., bzw. das "Früherkennen" von kritischen Zuständen


Wer kann die Frage zum "GAU" verbindlich beantworten?
Mal ganz abgesehen davon wie die Betroffenen sich fühlen werden, wenn einer von beiden glaubt der Andere hätte es doch verhindern können/müssen? Das ist der klassische Fall, in dem der Anordnende hinter dem Ausführenden steht, und zwar so weit hinter ihm entfernt steht, dass er ihm nicht mehr aus den Schwierigkeiten zieht! evtl seine eigene Haut rettet, indem etwaige schriftliche Anweisungen einfach verschwinden!

klar, nun geht es in Verschwörungstheorien über,
soll sich doch jeder selbst die Frage stellen wie sehr er wem vertraut, und ggf bereit ist für ihn gerade zu stehen!
 
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thorstein

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AW: Medikamentenverabreichung

Zu den Verschwörungstheorien in der Pflege gehört der sattsam bekannte satz: Wir stehen doch immer mit einem Bein im Gefängnis.
Wie vielen KollegInnen schickt ihr den so immer Weihnachtkärtchen in den Knast?
Dass Pflegekräfte bei Fehlern persönlich haften, wenn kein Vorsatz nachgewiesen wird, halte ich auch für ein Gerücht.
Bitte dann ensprechende Urteile zitieren.
Dass wir mit dem Einsatz von Pflgekräften ohne Ausbildung längst eine pflegefachlich kritische Grenze erreicht haben, ist zweifellos richtig. Rein rechnerisch entfallen bis zu 70 % der direkten Pflege auf diese Gruppe. Praktisch kann man etwas tun, wenn man diese Pflegekräfte in der Krankenbeobachtung schult. Berufspolitisch sage ich jetzt schon voraus, dass die Fachkraftquote von 50% in wenigen Jahren in Frage gestellt wird.
 
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nofretete

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Ich habe jetzt mal eine Frage an euch alle, denkt ihr wirklich jeden Tag darüber nach, was wäre wenn? Ich mache das nicht, der Beruf mit allen seinen Facetten ist doch schon schwer genug, ich mache meinen Job jeden Tag, so wie ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann! Natürlich schau ich mir vorher die Medikamente an, die ich verabreiche an die Bewohner oder weitereiche an die PH klar doch, aber darüber nachdenken was passiert, wenn sie es nicht tun würde, nein tu ich nicht und werde ich auch nicht tun.
 
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silversurfer

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Fall 1
wer haftet also, wenn die Arznei stellende Person einen tödlichen Fehler macht und die Arznei ausgebende Person zwar angewiesen, jedoch nicht qualifiziert/examiniert ist?

Fall 2
wer haftet, wenn die angewiesene, ausgebende, nicht qualifizierte/examinierte Kraft einen Fehler macht, wie z.B. Verwechslung des Pat, oder ein angeordnetes Med verabreicht bei dem zum Zeitpunkt der Ausgabe die Indikation zur Einnahme entfällt? (Blutdrucksenker bei zu niedrigem RR; Gabe von Antidiabetoka vei niedrigem Blutzucker; oder der Pat ist aus unbekannter Ursache in einem Bedenklichen Zustand in dem die Med. im Allgemeinen den Zustand verschlechtern)


das sind nur 2 Beispiele bei denen klar wird, wie wichtig es ist spezielle Kenntnisse über die Wirkweise von Med., bzw. das "Früherkennen" von kritischen Zuständen
Fall 1
und wer haftet wenn ne Examinierte von einer anderen Examinierten falsch gestellte Medis verabreicht?
Da müsste ich als verteilende PFK doch jedesmal die Tabletten nachkontrollieren. Könnte ja sein das was nicht passt. Und bei der Vielzahl der Medikamente die sich verdammt ähnlich sehen ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Fall 2
na da messen wir jetzt bei jedem vor der Medikamentengabe RR bzw BZ. Er könnte ja schon am untersten Grenzwert sein.Und dann rufen wir beim Arzt an un fragen nach ob wir die Medizin weglassen dürfen. Denn eigenverantwortlich geht ja auch nicht. Könnte ja auch Folgen haben.

Also, ich hab Vertrauen zu meinen Kollegen das sie ihre Aufgaben nach bestem Gewissen erledigen
Übrigens: Bei uns verteilen Helfer Medis, messen RR.BZ, spritzen Insulin, begleiten Ärzte bei Visiten, und und und und stzen für ihre durchgeführten Tätigkeiten ihr Handzeichen ins Doku

Silversurfer
 
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AP, FK Gerontopsychiatrie, VP, WBL, PA,
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nofretete

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Bei uns hängt das mit der Ausbildung zusammen, d. h. wenn sie die Einjährige haben dürfen sie das und machen das auch, also BZ und RR Kontrollen, Insulin spritzen hängt vom PH ab, ob er/sie es lernen möchte oder machen möchte. Ebenso mit den Medikamenten, manche PHs könnte ich das Medikamententablett in die Hand drücken, also absolut vertrauen, und manche muß ich halt kontrollieren, wieder andere bekommen nur das jeweilige Tütchen in die Hand. Aber ich gehe immer davon aus, dass getan wird, was ich sage!

Sonst könnte ich ja gleich alles alleine machen! Und wenn keine Ausbildung vorhanden ist, kommt es auch auf den PH an, ob er das Messen bestimmter Werte lernen möchte oder eben nicht. Auf jeden Fall gehört Vertrauen dazu, genauso wie der PH sich auf mich verläßt in bestimmten Situationen richtig zu reagieren, muß ich dem PH halt vertrauen.
 
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Mowuriel

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Deshalb ist das "Stellen" Vorrichten"... etc ja extrem kritisch zu sehen. Meiner Meinung nach sollte jede Pflegekraft die Tabletten und Tropfen, welche sie gibt selber richten. Alles Andere birgt zuviele Fehlerquellen.
 
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FKP Intensiv / Anästhesie
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Tilidin

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Dienstanweisungen können helfen und Klarheit schaffen

Da wir uns hier immer noch in einer scheinbar ärztlichen Tätigkeit bewegen, die an das examinierte Pflegepersonal letztendlich deligiert wurde und im Rahmen der Durchführungsverantwortung den letzten in der Kette(Schüler, Pflegehelfer,KPH) treffen kann, ist es glaube ich ratsam, für alle eine klare Dienstanweisung zu erstellen.
Pflege, Patientenrecht und Gesundheitswesen

Auch die Qualifikationsnachweise (Erfahrung, Med-Wissensollten)sollten frühzeitig reflektiert werden.

Aber alle Vorsichtsmaßnahmen schützen auch einen Schüler od. Pflegerhelfer nicht, im Rahmen seiner Durchführungsverantwortung, sich haftungsrechtlich Verantworten zu müssen.
 
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