Medikamentenlistendruck

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I

Idefix

Hallo zusammen!

Mich würde interessieren, ob es erlaub ist einen Ausdruck aus dem EDV-System im Medikamentenschrank liegen zu haben, wenn der MDK seine Überprüfung macht. Es werden die Tropfen danach gestellt!

Wie aktuell muss dieser dann sein? Jede Änderung wird bei uns sofort neu ausgedruckt und alten Zettel werden in die Bewohnerakten abgeheftet!

Ich bitte um schnelle Anwort da wir nächste Woche Qualitätszirkel haben, wenn möglich mit Hinweis auf einen Querverweis zu einem offiziellen Text den ich vorlegen kann.:grin:

LG
Idefix:verknallt
 
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
AW: Medikamentenlistendruck

Hallo Idefix,

ich sag jetzt nicht, dass es mich wahnsinnig aufregt, wenn ein QMS nur darauf ausgelegt ist, den Prüfer vom MdK glücklich zu machen - nein, das sag ich jetzt nicht :innocent:. "Erlaubt" ist alles, was a) nicht anderweitig gesetzlich geregelt ist und b) der Qualitätssicherung dient.

Grundsätzlich ist natürlich jede Doppeldokumentation und "Zettelwirtschaft" zu vermeiden. Jetzt ist aber auch einzusehen, dass es wenig pragmatisch ist, die Tropfen am Schreibtisch neben dem PC zu stellen.
Mein Vorschlag: stell sicher, dass dem Ausdruck eindeutig zu entnehmen ist, dass der Ausdruck den aktuellen Stand der Verordnung wiederspiegelt - z.B. durch automatisiertes Einfügen von Druckdatum und -uhrzeit.
Wenn dann der Kollege vom MdK anfängt zu nörgeln druckst Du den aktuellen Stand aus und -tataaaaaaa!!!!!!!!- (ganz blöd natürlich, wenn dieser Ausdruck dann nicht identisch ist mit dem, der im Medikamentenschrank liegt)

LG
Monika
 
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B

Bookwood

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31.03.2010
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AW: Medikamentenlistendruck

Solange die Verordnung akuell ist, spricht nichts dagegen!
 
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Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
Monika58

Monika58

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26.09.2005
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AW: Medikamentenlistendruck

Oder so ;-)
 
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T

thorstein

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85221
AW: Medikamentenlistendruck

Alle wichtigen Bewohnerdaten, auch der aktuelle Medikamentenplan müssen eigentlcih ausgedruckt vorliegen.
Computer können ausfallen!
 
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Altenpfleger
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Nachtdienst
Monika58

Monika58

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26.09.2005
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AW: Medikamentenlistendruck

Computer können ausfallen!
Dieses Argument erschließt sich mir nicht ganz. Papier kann verbrennen oder durch umgeschütteten Kaffee unlesbar werden.
Gegen ausfallende Computer gibt es eine tägliche Datensicherung
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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Leiterin Fachseminar für Altenpflege
T

thorstein

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14.03.2008
85221
AW: Medikamentenlistendruck

Das Argument ist eigentlich evident. Zum Beispiel muss ich im Nachtdienst auch bei ausgefallenem PC im Notfall auf alle wichtigen Daten zugreifen können. Passiert übrigens auch immer mal wieder. Sollte ein Feuer ausbrechen, hat man wohl tatsächlich andere Probleme.
 
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Altenpfleger
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Nachtdienst
Monika58

Monika58

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26.09.2005
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AW: Medikamentenlistendruck

Das würde aber bedeuten, dass, streng genommen, jeweils zum Ende einer Schicht sämtliche Dokumente aller Bewohner/Patienten ausgedruckt werden müssen.
 
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thorstein

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14.03.2008
85221
AW: Medikamentenlistendruck

Streng genommen dann, wenn alle Daten als wichtig eingetuft werden.
Bei uns (Pflegeheim) sind das Stammblatt, die Diagnosen und die Medikamente bei jeder Veränderung neu auszudrucken.
Sie liegen damit bei einem Notfall aktualsiert vor und können auch als Dokumente mit ins KH gegeben werden.
Gelegentlich hatt ich auch schon Notfälle, wo eben keine Zeit blieb, am PC noch die entsprechenden Daten aufzurufen und auszudrucken. Da gebe ich dann diese Ausdrucke mit und faxe den Rest später.
 
Qualifikation
Altenpfleger
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Nachtdienst
Monika58

Monika58

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26.09.2005
Bonn
AW: Medikamentenlistendruck

So ganz verstehe ich Deine Argumention nicht.
Elektronische DatenVerarbeitung soll doch helfen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Papierverbrauch zu senken. EDV macht somit möglich, relevante Daten ohne viel Hick-und-hack von A nach B zu bringen.
Für ein Pflegeheim sind für mich 2 Szenarien denkbar:
- der Allgemeinzustand des Bewohners verschlechtert sich kontinuierlich über mehrere Stunden hinweg --> Zeit satt, die relevanten Daten auszudrucken
- der Allgemeinzustand des Bewohners verschlechtert sich akut --> jedes Fax (oder E-Mail) ist schneller im aufnehmenden Krankenhaus als der Notarztwagen

Gewonnen hat doch nicht der, der im Krisenfall mit möglichst viel Papier um sich schmeißt, sondern der, der relevante Daten kurz und prägnant in kurzer Zeit an den richtigen Adressaten bringt.
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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thorstein

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14.03.2008
85221
AW: Medikamentenlistendruck

Wir kommen irgenwie vom Hölzchen aufs Stöckchen.
Ich hab zunächt mal nur beschrieben, wie es in meiner Einrichtung läuft.
Und die Erfahrung hat die Notwendigkeit bestätigt.
Wenn ich nachts bei einem Bew. zum Beispiel den Verdacht eines Apoplex habe, rufe ich den Notarzt. Ich bleibe dann auch bei diesem Bewohner, bis der Notarzt da ist. Der will dann von mir Infos. Die entnehme ich zunächst aus der Akte. Leider kenne ich bei über hundert Pflegebedürftigen die Daten nicht auswendig. Wenn dann Zeit bleibt, drucke ich den sogenannten Notfallordner am PC aus. (Klappt in 80 % der Fälle. Ansonsten gebe ich die Papiere aus der Akte mit und faxe den Rest.)
Das Risiko, dass wichtige Informationen untergehen ist damit deutlich geringer.

Welche Szenarien für dich im Pflegheim denkbar sind, bleibt dir überlassen. Ich arbeite dort und muss nicht über denkbare Szenarien sinnieren. Mir genügt die Realität vollauf. Und in der will jeder Notarzt bestimmte Basisinformationen -sofort.
 
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Altenpfleger
Fachgebiet
Nachtdienst
S

silversurfer

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26.10.2010
Kempten
AW: Medikamentenlistendruck

Elektronische DatenVerarbeitung soll doch helfen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Papierverbrauch zu senken. EDV macht somit möglich, relevante Daten ohne viel Hick-und-hack von A nach B zu bringen.
Für ein Pflegeheim sind für mich 2 Szenarien denkbar:
- der Allgemeinzustand des Bewohners verschlechtert sich kontinuierlich über mehrere Stunden hinweg --> Zeit satt, die relevanten Daten auszudrucken
- der Allgemeinzustand des Bewohners verschlechtert sich akut --> jedes Fax (oder E-Mail) ist schneller im aufnehmenden Krankenhaus als der Notarztwagen

Gewonnen hat doch nicht der, der im Krisenfall mit möglichst viel Papier um sich schmeißt, sondern der, der relevante Daten kurz und prägnant in kurzer Zeit an den richtigen Adressaten bringt.

EDV vereinfacht auch viele Arbeitsabläufe in der Pflege wen mann sie sinnvoll einsetzt.
EDV macht es auch möglich relevante Daten ohne viel Hick Hack von A nach B zu bringen.

Aber was nützt mir das wenn bei einem Notfall der Notarzt, bei einer Arztvisite der Hausarzt oder wann auch immer, am Bett des Bewohners, einer von den Ärzten einen Blick in die Doku werfen möchte um behandlungsrelevante Daten zu erhalten.
Sag ich dann zum Notarzt:" Kommen sie doch bitte mit ins Stationszimmer. Ich muss die Daten erst laden und ausdrucken." bzw " Nehmen sie den Bewohner mal mit. Ich schick die Daten dann per Fax"

EDV ist gut in der Pflege. Aber sie ist nicht überall einsetzbar. Manche Daten müssen nun mal jederzeit zur Einsicht vorliegen.

Und auch wenn sich der AZ des Bewohners kontinuirlich über Stunden hinweg verschlechtert hat man nicht immer die Zeit die Sachen auszudrucken. Da ist die Begleitung des Bowohners vorrangig
.
Gruss Silversurfer
 
Qualifikation
AP, FK Gerontopsychiatrie, VP, WBL, PA,
Fachgebiet
Altenheim
Schwester Christa

Schwester Christa

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10.03.2007
Heilbronn
AW: Medikamentenlistendruck

Alle wichtigen Bewohnerdaten, auch der aktuelle Medikamentenplan müssen eigentlcih ausgedruckt vorliegen.
Computer können ausfallen!
Das glaube ich so nicht! Unsere Klinik nennt sich seit einigen Jahren "papierfrei" und ist da stolz drauf.
Auch die Akutstationen haben elektronische Fieberkurven und Verlaufsdokumentationen; läuft ohne Probleme.

Allerdings haben wir auch eine ziemlich findige EDV-Abteilung. Natürlich schmieren hier im Dauerbetrieb auch mal einzelne Rechner ab.
Für solche Fälle kann man aber einen abgesicherten "Notfallmodus" starten und hat dann Zugriff auf die wichtigsten Informationen.

Ich seh das ähnlich wie silversurfer; EDV kann einem viel Arbeit abnehmen und Abläufe vereinfachen.
Wenn man so etwas will, sollte es allerdings von Anfang bis Ende richtig durchdacht werden.
Es macht meines Erachtens z.B. keinen Sinn, täglich irgendwelche Medikamentenlisten auszudrucken, um danach die Medis zu richten. Es ist dadurch nichts gespart, Papier und Druckerkosten sind auf jeden Fall da, dann kann man es gleich bei der Papierkurve belassen.
Wir haben in unserem Medikamentenzimmer einen Laptop stehen und können da über die entsprechenden Anordnungen die aktuelle Medikation ablesen.
Dieser Laptop kann auch für Visiten oder Zimmerdurchgänge für Vitalwertmessungen verwendet werden. Alle Informationen sind für alle Berufsgruppen verfügbar.

Zur Ausgangsfrage: MDK hin oder her - Medikamente sollen immer nach der aktuellen Verordnungsliste gerichtet werden. Wozu dann eine tage/wochen/monate-alte Liste hinterlegen, wenn ich mich eh immer auf´s Neue vergewissern muss, dass ich die richtigen Medikamente hinstelle?
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie
Fachgebiet
Niederschwelliger Drogenentzug
T

thorstein

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14.03.2008
85221
AW: Medikamentenlistendruck

Es macht meines Erachtens z.B. keinen Sinn, täglich irgendwelche Medikamentenlisten auszudrucken, um danach die Medis zu richten
Da gibt dir vermutlich jeder Recht, aber davon war auch nicht die Rede. In einem Heim ändert sich die Medikation bei einem Bewohner oft über Monate überhaupt nicht. Täglich wird da nichts ausgedruckt. Absturzsicher sind die Systeme in den Heimen in der Regel wohl nicht. Ich bin kein Techniker, hoffe aber auch, dass die Anforderungen im KH da deutlich höher sind.
Wenn es nach mir ginge, gäbe es eine Vernetzung, so dass die umliegenden Kliniken auf unsere Daten zugreifen könnten oder der Notarzt noch auf dem Weg die Daten auf seinem Laptop hätte. Die elektronische Versicherungskarte wäre ja auch ein Schritt in diese Richtung.
Das Problem mit dem Tropfenrichten im Pflegeheim kann man auch nur verstehen, wenn man weiss, dass jeder Bewohner seine eigenen Tropfen haben muss. Das stehen dann beispielsweise 6 Flaschen Laktulose namentlich gekennzeichnet und 5 Fläschchen Novaminsulfon, MCP und fünf Röhrchen ACC oder CA usw.. Es ist also ein eigener Schrank notwendig. Die Tropfenliste hängt dann praktischerweise in der Innentür. Könnte man heutzutage vielleicht durch einen Tablet-PC ersetzen?
Es geht glaube ich nicht um die Frage EDV oder Papier, sondern was in der jeweiligen Situation am besten passt.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Nachtdienst
D

Dwayne S

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24.11.2011
04356
AW: Medikamentenlistendruck

Im Großen und Ganzen sollte das Stellen der Medikamente aus dem PC erfolgen und sollte nicht in Papierform im Medikamentenschrank zusätzlich liegen!
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
PDL
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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