Medikamentengabe in der Nachtschicht durch Pflegeassistent/in

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Sero

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Hallo zusammen ich hab ein kleines Problem und weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

Ein Bewohner bekommt seid ca 2 Wochen in der Nacht um 4 Uhr ein Schmerzmedikament in Oraler Form auf ärztlicher Verordnung.
In der letzten Woche bis einschließlichlich gestern erhielt er dies erst um 6 Uhr in der Früh.Von der Examinierten Kollegin erhielt der Bew. Seine Medikation um 6 Uhr und aspirierte sehr stark. Es ist auch allgemein bekannt das der Bew. Starke schluckstörungen hat.Darf ich als pflegeassistent in der Nacht um 4 Uhr bei bew. Mit ausgeprägter schluckstörung Schmerzmedikamente verabreichen?
Für hilfreiche schnelle Antworten wäre ich euch sehr dankbar.
 
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Putze

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Unabhängig von der bekannten Schluckstörung ,ist die Medikamentengabe eine SGB IV-Leistung,die du als Pflegeassistent nur erbringen darfst,wenn du eine entsprechende Fortbildung erfolgreich absolviert hast.Wie ist die Organisation im Hause? Es muss doch eine Pflegefachkraft im Hause sein.Bei schon stattgefundener Aspiration sollte eine PEG abgeklärt werden,Wenn dies nicht gewünscht ist,sollte überlegt werden,ob das Schmerzmedikament als Supp/s.c.Injektion gegeben werden kann.Falls dies alles nicht möglich ist,gehört ein funktionstüchtiges Absauggerät in Reichweite,was aber nur von einer Pflegefachkraft eingesetzt werden darf.
 
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Sero

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Eine entsprechende Fortbildung hier für habe ich nicht absolviert…Pflegefachkräfte haben wir nur Tags über da, da diese keine Nachtschichten machen möchten…um diese Tablette zu geben in der Nacht braucht man keine besondere Fortbildung laut meiner PDL… um diese zu zitieren sei es nur eine BP 0… ich kann mir das aber nicht vorstellen da am Tage die Tabletten auch nur von der Pflegefachkraft verteilt werden.
 
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Putze

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Ich verstehe das auch nicht.Arbeitest Du in einem Pflegeheim(stationär) oder in einer ambulant geführten WG? In einem Pflegeheim muss zwingend eine PFK vor Ort sein,in einer ambulanten WG zumindest eine PFK,die man schnell rufen könnte,aber dort könnten dann auch keine Bewohner mit Asprirationsgefahr versorgt werden.Wer zeichnet denn die Medikamentengabe von 4.00 nachts ab? Du hast nicht die Weiterbildung mit Prüfung,die es Dir erlaubt,Medikamente zu verabreichen.Wenn Du es trotzdem tust,begibts Du Dich auf ganz dünnes Eis.Stelle Dir vor,es passiert etwas,dann bist Du dran.Zeichnet eine Examierte Deine Medigabe ab,ist das Betrug.Handelt es sich um ein stationäre Pflegeeinrichtung,muss eine PFK ,wenn schon nicht auf Deinem Bereich,zumindest im Hause sein und bei Bedarf geholt werden.Ein Pflegeheim ganz ohne PFK in der Nacht wäre unverantwortlich!!
 
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Sero

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Es sind zwei Häuser das eine ist eine stationäre Pflege und das andere ist ein betreutes wohnen wo jeder Bewohner sein eigenes Appartment hat und im betreuten wohnen arbeite ich. Im stationären Bereich Haus 2 ist eine PFK immer im Nachtdienst aber die stellen sich momentan auch quer und kommen nicht rüber um diese Tablette zu geben.Die Mdegabe in der Nacht wird nicht abgezeichnet, ist kein Leistungsnachweis von der Krankenkasse vorhanden.naja unsere PDL hat zwar ein Diensthandy aber an dem geht sie nie ran...haben wir erst neulich wieder gemerkt wieviel Verlass auf diese PDL ist.
 
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Putze

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Deine PDL ist verpflichtet,die Medikamentengabe in der Nacht zu regeln.Es muss eine Verordnung und dann ein Leistungsnachweis für diese Gabe her,ansonsten kann sie ja auch nicht abgerechnet werden.Nochmals,Du darfst das Medikament nicht geben!Euch steigt der MDK aufs Dach,wenn die Verordnungen und Leistungsnachweise nicht stimmen.Wenn eine nächtliche Medikamentengabe notwendig ist,muss der verordnende Arzt entsprechend eine Verordnung für die nächtliche Medikamentengabe ausstellen,z.B. Medigabe 4xtäglich/7 Tage die Woche,dann kann der Leistungsnachweis erstellt werden und die Gabe abgerechnet werden.Der MDK kontrolliert,ob die Medikamentenpläne mit den ärztlichen Verordnungen/Leistungsnachweise übereinstimmen.Zeichnet dort jemand ab,der nicht berechtigt ist,SGB V-Leistungen zu erbringen,fordert die Krankenkasse die Gelder zurück.Dort liegen Unterschriften/Kürzellisten,die jedes Quartal aktualisiert werden müssen,vor und werden abgeglichen.Erbringt jemand unberechtigt krankenpflegerische Leistungen,gibt es richtig Stress.Was macht Ihr eigentlich,wenn nachts in der betreuten Wohnanlage ein Notfall eintritt,kommt dann auch keine PFK rüber?? Das ist alles maximal unverantwortlich.
 
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Sero

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Wenn es wirklich zu einem Notfall kommt dann wird im Haus 2 angerufen und dann kommt eine PFK rüber...aber in der Regel sind wir auf uns allein gestellt in der Nacht.
Vielen lieben Dank für die hilfreichen Antworten, ich denke ich werde meine PDL das mal so mitteilen und wenn das dann nichts hilft dann werd ich mich direkt mal an meinem Träger wenden die hoffentlich die richtigen wege einschlagen werden.Ich denk auch das, dass unverantwortlich ist.
 
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Sero

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Ich habe gestern die PDL darauf angesprochen das ich die Orale Medigabe (Schmerztablette Novaminsulfon) in der Nacht bei Bew. Mit bekannter schluckstörung nachts um 4 Uhr durch die Pflegeassistenten für sehr bedenklich halte, sowie warum keine Verordnung vorhanden ist.
Die Antwort die ich bekam Zitat: „ das geht dich nichts an“
Scheinbar habe ich da etwas zu tief gebohrt aber nach dem Gespräch kam ein Fax vom Hausarzt der die Novamintabletten in Tropfen änderte.
Ändert sich dadurch der Sachverhalt und darf ich ihm denn jetzt die Tropfen geben?meine Meinung ist das ich dem bew. Die nicht geben darf.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Ändert sich dadurch der Sachverhalt und darf ich ihm denn jetzt die Tropfen geben?
Ändert sich dadurch die Tatsache, dass Medikamentengabe eine SGB IV-Leistung ist, für die Du als Assistentin keine Befugnis hast? Natürlich nicht. Dein Gefühl trügt Dich also ebenfalls nicht.
 
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Frank67

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Hallo, nein - egal ob Tropfen,Tabletten,Zäpfchen oder irgend ein anderes verordnetes Medikament...als Pflegehelfer sind sgb5-Leistungen als alleinige Leistungserbringung nicht erlaubt....
 
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