Medigabe durch Pflegehilfskraft

*blue*

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Hallöle


Ich hab da mal ne FRAGE ^^

In meiner Ausbildung habe ich gelernt das Medikamenten verabreichung nur durch den verabreicht werden soll der die Medis auch gestellt hat.
Ich als PHK (habe zwar die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht jedoch ohne Examen) darf ich `die gestellten Medi`s geben ???

:ka:

Thx
*blue*
 
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Krankenpflege
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Hamburg
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pdlandy

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Hi *blue* ,
das Stellen von Medikamenten darf nur durch Pflegefachpersonen erfolgen, da diese eventl. Wechselwirkungen erkennen und möglicherweise weniger sinnvolle VO´s ermitteln kann und so den Arzt darüber in Kenntnis setzen sollte. Das applizieren hingegen(Medikamente der oralen Application) darf auch durch PHK/Pflegeassistenten erfolgen->Voraussetzung hierfür:
- Delegation durch eine Pflegefachperson
- Einwilligung Pat./Bew. und deine natürlich
- mind. 1x/Jahr eine Weiterbildung in Bezug
auf den Umgang mit Medikamenten

mfg
 
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PDL/HL/TQMB
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Fachpflegeheim für NP
catty2

catty2

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Hey Blue!

Ich sitze gerade zu der Thematik an einer Hausarbeit, daher habe ich mich intensiv damit befasst und kann dir eine gute Quelle zum nachlesen nennen:

in: Die Schwester, Der Pfleger, 45 Jg. 5/06, Titel: Falsche Anordnung, falsche zubereitung-falsche Gabe

steht unter anderem: (Zitat)

"Der, der richtet, ist hochqualifiziert, dann kann der, der ausgibt, minderqualifiziert sein, wenn er vom Hochqualifizierten oder einem anderen Hochqualifizierten überwacht wird.
- Der, der richtet, ist minderqualifiziert, so dass der, der ausgibt, hochqualifiziert sein muss und besondere Kontrollmaßnahmen durchzuführen hat.
- Der, der richtet, ist hochqualifiziert und der, der ausgibt, ist auch hochqualifiziert, wobei der, der ausgibt, verpflichtet wird, besondere Kontrollmaßnahmen zu treffen. Wenn möglich sollte das Richten und Ausgeben nur dreijährig examinierten Kräften überlassen werden; dort, wo das einfach organisatorisch oder aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht geht, sollte wenigstens das Richten in der Hand der dreijährig examinierten Kraft blieben, während das Ausgeben auch einer Hilfskraft übertragen werden kann "


Ich hoffe es hilft dir

Gruss
Catty
 
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catty2

catty2

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Ach so und ich kenne viele Heime wo für eine Woche Medis im Voraus gestellt werden, da ist das ja gar nicht möglich, dass nur der verteilt der auch stellt...
 
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Krankenschwester
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stationäre Pflegeeinrichtung
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Misxxtery

Misxxtery

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Hallo,

bei uns stellt auch der Nachtdienst die Tabletten für die ganze Station. Ausgegeben werden sie aber nur nach Kontrolle durch die ausgebende Pflegekraft, das Richten, Kontrollieren und Austeilen der Medikamente muss auch jeweis abgezeichnet werden,
 
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Krankenschwester
Fachgebiet
Allgemeinchirurgie
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huhu:thumbsup2:

Danke schon mal :)

Also der Fall ist so gewesen .. die gestellten Tabletten standen am Bett.
(Normalerweise gebe ich auch Medis wenn sie da stehen .. ich schau natürlich was ich erkennen kann was drinnen ist)

ABER !!!!
Ich wurde nicht darauf hingewiesen das sich da eine Tab. drinnen befindet die aufgelöst werden muß..
Nur dadurch das ich sie alle ausgekippt hatte und einzeln angesehen hab ... habe ich erkannt das es eine Tab is .. die ins Wasser gehört und nicht unaufgelöst in den Magen :-(

Ich habe meine 3 Jahre Ausbildung gemacht arbeite aber als nicht Exam. Personal.
Da ich die DURCHFÜHRUNGSVERANTWORTUNG habe ...
Hätte das auch nach hinten los gehen können ...

Denn dann bin ich schuld !!

*blue*:idee:
 
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*kate*

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auch bei uns werden die med. eine woche im voraus gestellt, aber als austeilender sind wir verpflichtet zur sichtkontrolle und mitverantwortlich, wenn was falsches ausgegeben wird. med. austeilen durch hilfskräfte ist bei uns generell verboten, hilfskräfte dürfen med. nur verabreichen, sprich die fachkraft verteilt und die pflegehilfskraft verabreicht bspw. beim essen eingeben die med. mit.
 
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greeneyed

greeneyed

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Hallo!

Unsere APH richten und verabreichen nach eine speziellen Fortbildung jetzt auch Medikamente.

Warum 3 Jahre Ausbildung, wenn man sich offensichtlich auch innerhalb weniger Stunden qualifizieren kann?

:blink:
 
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ende

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Hallo blue,
auch bei uns werden die Medikamente für eine Woche in der Wochenbox vorgestellt. Ausgeteilt werden diese aber nur von den exam. Pflegekräften. Manchmal gebe ich den Medibecher der Hilfskraft in die Hand für den betreffenden Bewohner. Den Zugang zum Medischrank obliegt nur der exam. Kraft (nur sie hat den Schlüssel für den verschlossenen Medischrank). Als exam. Kraft kann ich auch Verantwortung deligieren. Aber, sollte etwas schief gehen, wird immer der zur Verantwortung gezogen, der die Verantwortung deligiert hat und nicht der, auf dem die Verantwortung deligiert wurde. Im Grunde wird bei uns die Verteilung der Medikamente so gehandhabt, wie es Kate in ihrem Beitrag schrieb.
Liebe Grüße Ende
 
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orbity

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...Aber, sollte etwas schief gehen, wird immer der zur Verantwortung gezogen, der die Verantwortung deligiert hat und nicht der, auf dem die Verantwortung deligiert wurde...
Hallo Ende.

Das ist aber so nicht ganz richtig. In einem Rechtsstreit trägt die Hilfskraft drotzdem einen Teil der Schuld. Anordnungsverantwortung versus Durchführungsverantwortung. Wenn er das was er tun soll nicht sicher kann muß er ablehnen.

LG orbity.
 
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Hartwig

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moin, moin!

Ich persönlich bin der Meinung (ohne Berücksichtigung der rechtlichen Lage), dass jeder, der lesen kann, auch Medikamenten stellen kann... Man braucht kein besonderes Fachwissen, um in einen Schrank zu greifen und die Pille raus zu suchen, die der Arzt angeordnet hat. Die pflegerische Kompetenz in dieser Tätigkeit (und deswegen ist eine mindestens dreijährige Asbildung nötig) liegt in der Beratung des Patienten und in der Beobachtung der Nebenwirkungen. Wann soll das Medikament wie eingenommen werden? Müssen eventuell bestimmte Nahrungsmittel gemieden werden? Muss das Freizeitverhalten umgestellt werden? Was soll der Patient tun, wenn er die Einnahme einmal vergessen hat? Die pflegerische Kompetenz liegt in der Beratung des Patienten in Bezug auf diese und andere Punkte!

Gruss hartwig
 
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ende

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Hallo orbity,
danke für Deine Antwort. Ich denke, auch wenn die Hilfskraft eine Teilschuld trägt, die Hauptlast und Schuld, tragen wir exam. Kräfte. Ich sehe nicht ein, daß ich für einen Fehler einer Hilfskraft mit bestraft werde, deshalb gebe ich die Medikamente lieber selber. So handhabe ich es auch bei kleinsten Hautverletzungen.
LG Ende
 
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Schwester Christa

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Man braucht kein besonderes Fachwissen, um in einen Schrank zu greifen und die Pille raus zu suchen, die der Arzt angeordnet hat.
Auch wenn ich deinen Ausführungen zur pflegerischen Beratung zustimme, bin ich bei dem zitierten Punkt anderer Meinung.

Auch Ärzte sind nur Menschen und können Fehler machen. Unsere Aufgabe beim Richten der Medikamente erstreckt sich auch auf die Kontrolle der korrekten Anordnung. Wie schnell sind in der Anordnung mg und ml verwechselt. Was mache ich, wenn der Arzt ein Markenpräparat verordnet, auf Station aber Generika verwendet werden?

Bei allen Aussagen zur Rechtssicherheit teile ich die Skepsis von greeneyed: Tun wir uns als Profession einen Gefallen, wenn wir verantwortungsvolle Tätigkeiten an Hilfskräfte abgeben? Wozu lernen wir drei Jahre und mehr...?
 
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Aber bitte mal ganz ehrlich... Wer kann als verantwortliche Fachkraft für einen ganzen Wohnbereich überblicken, ob die Medikamente, die eventuell eine Woche im voraus gestellt wurden, auch wirklich die sind die der Bewohner bekommen soll????? Ich finds unmöglich...
 
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orbity

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Hi catty2

Indem man eine täglich aktuelle Dokumentation der Patienten dabei hat und die Medikamente kontrolliert bevor man dem Patienten/Bewohner sagt er könne sie nehmen. In einem Heim das ich von innen kenne (das einzige :blushing:) war eine Fachkraft am Morgen dafür verantwortlich die Medikamente ihrer Patienten nochmals zu überprüfen, dafür gab es eine Dokumentation, und sie im Anschluss zu verteilen. Das hat dort recht gut funktioniert. Und im Krankenhaus geht es ja auch (ich weiss, daß der Vergleich ein bisschen hinkt).

@ ende

Das ist ja auch absolut richtig. Es liegt in unserer (Mit-)Verantwortung, also sorge ich dafür, daß es richtig gemacht wird und mach 's unter Umständen auch lieber selber.
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
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Nephrologie / Dialyse
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Windwaste

Hallo miteinander,

Auch Ärzte sind nur Menschen und können Fehler machen. Unsere Aufgabe beim Richten der Medikamente erstreckt sich auch auf die Kontrolle der korrekten Anordnung. Wie schnell sind in der Anordnung mg und ml verwechselt. Was mache ich, wenn der Arzt ein Markenpräparat verordnet, auf Station aber Generika verwendet werden?
Kann ich nur unterschreiben:super:

Man stelle sich nur die Situation vor, einem asthmakranken Patienten mit einer saftigen Pneumonie würde - aufgrund eher schlecht leserlicher Anordnung - einige Mal "Metoprolol" statt "Metronidazol" verabreicht :ermm:
Von einer examinierten Kraft muss ich erwarten, das in diesem Fall vorher die Alarmglocken starten - eine Hilfskraft könnte hier aufgrund mangelndem Hintergrundwissen einfach falsch assoziieren.

Das nur am Rande, da es an der Frage des OP vorbeigeht.

Bei der Gabe von zuvor durch ein Fachkraft gestellten Medikamenten durch einer Pflegehilfskraft sollte nicht vergessen werden, das man zuvor den aktuellen Zustand des Patienten begutachten, in Relation setzen und auch bewerten können muss - z.B. einem Patienten mit niedrigem RR einfach 'mal ("weil's der Arzt ja angeordnet hat") seine kompletten Antihypertonika p.o. zu verabreichen schafft Probleme deren man danach vieleicht nicht mehr einfach Herr wird.

Gruss,

Windwaste
 
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Jana1

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Hallo Blue,Du hast die 3jährige Ausbildung gemacht,aber Du arbeitest nicht als ex.Fachkraft?Das verstehe ich nicht.Dann bist Du auch nicht befugt die Medikamente zu stellen und zu verabreichen.
 
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Fachgebiet
stationäre ALTENPFLEGE
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